Sonntag, Mai 21, 2006

Nieder mit Die+Zeit


Es gibt nur ein Problem: der Akzent des Juden aus Brooklyn. Darum wird er unter der Bedingung engagiert, stumm zu bleiben. Nicht einmal ein kleines Schalom?, fragt Joel traurig. Nein, nicht einmal ein kleines Schalom. Von dieser Art sind die Scherze von Popetown, jedenfalls nach der ersten Folge zu urteilen, die Mittwoch zu sehen war.

Das schrieb ein ZEIT- Journalist zur ersten Folgen Popetown. Nun ist es nicht nur so, dass dieser Witz irgendwie ziemlich unkomisch ist, sondern das er trotzdem wunderbar die Qualität dieser Serie beschreibt. Denn wer bei Schalom nicht lachend vom Sessel sackt, wird dazu keine weitere Gelegenheit finden. In der Tat ist dieser Gag schon der humoristische Höhepunkt dieser Serie. Und waren es nicht sowieso von Beginn an die Liebhaber intelligenter witziger Unterhaltung, die von dieser Serie als einzige in ihren Gefühlen verletzt wurden, werden sie im weiteren Verlauf des Artikels endgültig gedemütigt. Bitte sehr:

Von dieser Art sind die Scherze von Popetown, jedenfalls nach der ersten Folge zu urteilen, die Mittwoch zu sehen war. Popetown, obzwar ein britisches Produkt, befindet sich in direkter Nachfolge der großen amerikanischen Fernseh-Unverschämtheiten, von Beavis and Butthead, den Simpsons, vor allem aber von Southpark. Sollten Christen nicht ertragen, was Juden, die doch ein so viel höheres Recht auf Empfindlichkeit haben, in Southpark schon alles ertragen mussten?


Dafür sollte sich die ZEIT aber schnell entschuldigen. Die Fans von Serien wie Simpsons oder Southpark sollten sich das nicht länger gefallen lassen. Vielleicht würde die Erstürmung der ZEIT- Redaktionsräume für etwas mehr Sensibilität Sorgen? Oder das öffentliche verbrennen dieser Zeitung (wobei die Gefahr bestünden, dass die etwas dümmeren Protestierer stattdessen die BamS anzünden), oder vielleicht auch einfach mal ein kleiner Mord? Wie auch immer, eins ist klar - Tot allen anderen. Simpsons heißt Frieden.