Montag, Mai 22, 2006

Von Mamucks und Typen, die einem in der Stadt den Mittelfinger zeigen


Heute wurde vorletzte Hand an die vierzigseitige Textprobe gelegt, die mitte der Woche an einige Verlage versendet werden soll. Es gab einige knifflige Sätze zu korrigieren. Die nervigsten werde ich hier nun veröffentlichen, mitsamt der gefunden Ideallösung:

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Vorher: In den Dauterwäldern lebten Sumpfwürmer, deren Umfang den eines Tausendmeterfüßler überragte. Hier hingegen wurden die Gefährlichsten gerade einmal putzige acht Meter lang, wie mir der Expeditionsführer augenzwinkernd erklärte.

Nachher: Während die Sumpfwürmer der Dauterwäldern sogar ausgewachsene Tausendmeterfüßler überragten, wurden hier die Gefährlichsten gerade einmal putzige acht Meter lang, wie mir der Expeditionsführer augenzwinkernd erklärte.


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Vorher: Erstens störte es mich bald, dass sich die hier versammelten ständig ausmalten, was sie ändern würden, wenn der König endlich gestürzt sei, doch ließen sie jede Regung vermissen selber gegen ihn aktiv zu werden (Übrigens ein Phänomen, dem ich noch bei vielen anderen Reformern begegnete.) und zweitens überzeugte mich eine überraschende Begegnung mit einem der niedlichen achtmeter Sumpfwürmer davon, ihnen trotz ihrer körperlichen Minderwertigkeit keine weitere Gelegenheit zu bieten, mich zu attackieren.

Nachher: Erstens störte es mich bald, dass die hier versammelten ständig von der Zeit nach Bastan Jormamak redeten, ohne auf die Idee zu kommen, dessen Sturz aktiv herbeizuführen. (Dabei handelte es sich offenbar um ein Massenphänomen, denn mir ist nie ganz klar geworden, was die Reformer eigentlich mehr einte: der Hass auf den König oder die Lethargie). Zweitens überzeugte mich eine überraschende Begegnung mit einem der niedlichen Acht Meter Sumpfwürmer davon, dass auch Acht Meter ziemlich Angst einflössend sein können.


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Es heißt sogar, dass die Polizei ihre bald folgenden Ermittlungsfortschritte, die zur Verhaftung des Topkriminellen führten, auch der Lektüre meines Artikels: “Wie wohnt es sich so unterm Rathaus Herr Mohn…?“, verdankte.



So gab der Polizeipräsident zu, dass ihm während der Lektüre des Artikels „Wie wohnt es sich so unterm Rathaus Herr Mohn…?“ die entscheidende Idee kam, wo sich der Kriminelle versteckt halten könnte. Diese Verhaftung stellte den Höherpunkt seiner Karriere dar.