Freitag, Juni 30, 2006

Argentinien ist raus :- (

Leider ist mein Turnierfavorit Argentinien gerade aus dem Turnier geflogen.
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Das Spiel gegen Deutschland war trotz vieler Fouls und auch ohne die ganz großen Glanzlichter dennoch spannend. Die Argentinier spielten überlegen und technisch lagen einige Klassen zwischen Tricksern wie Riquelme und den Deutschen, die es wohl nie lernen werden, eine lange Flanke mal so anzunehmen, dass ihnen der Ball dabei nicht vom Fuß springt. Gerade in der ersten Halbzeit dominierten die Argentinier deutlich. Merkwürdigerweise ließen sie nach ihrem Führungstreffer nach und so kam es dann auch noch zum Ausgleich. In der Verlängerung tat sich nicht mehr viel, weswegen die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen musste. Spätestens jetzt wird wohl niemand mehr Klinsmann wegen seine Entscheidung in der Torwartfrage kritisieren dürfen, denn Lehmann hielt zwei Schüsse und avancierte so zum Matchwinner.
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Allerdings halte ich nicht diese Paraden für Spielentscheiden, sondern die Geschehnisse um die verletzungsbediente Auswechslung des argentinischen Schlussmanns.
Miroslav Klose foulte ihn innerhalb des Fünf-Meter Raums so heftig, dass er ausgetauscht werden musste. Dadurch stand dem argentinischen Trainer ein Wechsel weniger zur Verfügung (abgesehen davon, dass der ausgewechselte Torwart bekannt für seine Elfmeterstärke ist). In einem Spiel, dass bis in die Verlängerung geht und mit einem Ersatzkader, der ebenfalls aus großartige Fußballern besteht, ein schwerer Schlag.
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Obwohl die Argentinier wesentlich mehr Spielanteile hatten, darf aber auch nicht ihre Abschlussschwäche übersehen werden. Prozentual wird ihre Mannschaft zwar mehr Spielanteile gehabt haben, doch resultierten daraus kaum Torchancen. Umgekehrt konnte Deutschland seine seltenen Torszenen effektiver nutzen.
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Von daher handelt es sich auch nicht um einen skandalösen Sieg der Deutschen, zwar hätte Argentinien ihn eher verdient, doch nicht notwendigerweise. Die Deutschen hielten gut dagegen, weswegen ihr Weiterkommen auch in Ordnung geht. Argentinien ist an seinem Turnieraus selbst Schuld, sie entwickelten trotz ihrer Überlegenheit zu wenig Torgefahr. Sie kombinierten immer wieder wunderbar bis vor den Strafraum und auch in ihn hinein, doch konnte man den Eindruck gewinnen, dass sie den Ball auf diese Art hinter die Linie tragen wollten. Hätten sie einige Male den Abschluss schneller gesucht, als immer noch den einen Kurzpass mehr zu spielen, sie wären wohl als Sieger vom Platz gegangen.
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So hat nun also die deutsche Mannschaft gewonnen und auch ihre Leistung war ansprechend, wenn auch deutlich die verschiedenen Fußballmentalitäten zu erkennen waren.
Hier die leichtfüßigen Argentinier, da die… weniger leichtfüßigen, dafür effektiveren Deutschen.

Ein Interview ohne Folgen für die Berichterstattung

Der SPIEGEL, spezialisiert auf kritiklosen Gedankenaustausche mit Verbrechern, flehte in einem aktuellen Interview den Hamas Führer an, doch bitte auf die SPIEGEL Sichtweiße des Nahostkonflikts (die da heißt: Israels Schuld 50 + X) einzuschwenken. Dafür baute er ihm immer neue Brücken, die dieser jedes Mal sprengte, weil ihm die tatsächlichen Ziele seiner Terrororganisation wichtiger sind, als die verklärten Wunschvorstellungen der SPIEGEL Lesers, die noch immer sehen wollen, dass sich verzweifelte Palästinenser gegen mörderische Nazi – Juden wehren.
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Die Hoffnung, dass der SPIEGEL diese an Klarheit nichts zu wünschen übrig lassenden Aussagen zum Anlass nimmt, sich dementsprechend dieser Wirklichkeit zu beugen, ist aber geringer als ein baldiges Ende der palästinensischen Gewalt gegen Israel. Schon bald wird er irgendwelche gemäßigten Hamas Funktionäre ausgraben und in sie seine Hoffnungen projizieren.
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Hier nun die wichtigsten Aussagen von Marzook, die man sich in den Redaktionsräumen des SPIEGELS bitte über jeden Schreibtisch hängen sollte!!!:


Abu Marzook*: Doch, denn unser Vorgehen beruht auf derselben Strategie, und der ordnen sich alle unter. Und diese Strategie ist, der Besatzung Palästinas Widerstand zu leisten. Ein Teil der Hamas verfolgt dieses Ziel auf politischer und einer auf militärischer Ebene.


Abu Marzook**: Davon ist in dem Papier keine Rede.

Abu Marzook: Die Hamas hat immer ganz klar gesagt: Wir werden die Besatzung niemals irgendwo hinnehmen, weil sie nicht rechtmäßig, nicht richtig und nicht gerecht ist.

Abu Marzook: Die Gewalt wird so oder so niemals enden. Wir stehen auf der schwächeren Seite und tun, was wir tun können. Die Palästinenser haben keine andere Wahl.

Abu Marzook: Nein, es gibt keine Spaltung, sondern nur verschiedene Herangehensweisen. Die Regierung, der militärische Flügel und das politische Büro, alle verfolgen dieselbe Strategie, nur arbeitet eben jeder entsprechend seiner Aufgaben.


Abu Marzook: Wir hatten nie vor, uns zu wandeln. Das palästinensische Volk lebt unter Besatzung, also sind wir weiterhin eine Widerstandsbewegung.


Abu Marzook: Doch, natürlich. Auf der anderen Seite sind wir aber keine Regierung wie die irgendeines anderen, unabhängigen Staates. Wir sind eine Regierung unter Besatzung. Und die Aufgabe einer solchen Regierung ist, Widerstand zu leisten, auf jede mögliche Art und Weise.


Abu Marzook: Nein. Ich denke, dass unsere Strategie erfolgversprechend ist und die Palästinenser schließlich auf den Weg bringen wird, ihren eigenen Staat aufbauen zu können


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* Auf die Frage, ob der politische und militärische Bereich der Hamas nicht miteinander kooperieren.
** Zur Frage der impliziten, indirekten, schüchternen, irgendwie oder ansonsten Annerkennung Israels.

Mittwoch, Juni 28, 2006

Guantanamo

Die Empörung war groß, als der Lager-Kommandant von Guantanamo nach dem Selbstmord dreier Häftlinge davon sprach, dass diese Taten möglicherweiße taktischer Natur waren. Liegt er damit wirklich so falsch?

Dienstag, Juni 27, 2006

Palästinenser bieten Frieden - Israel antwortet mit Krieg!!!

Es lohnt sich mal darauf zu achten, wie sich der SPIEGEL im Zusammenhang mit dem drohenden Einmarsch der israelischen Armee nach Gaza verhält. -
Auslöser dieser aufgebauten Drohkulisse ist ja, wie man beim lesen der SPIEGEL Texte leicht vergessen kann, die Entführung eines israelischen Soldaten durch die regierende Hamas.
Wer jetzt aber die Homepage der Hamburger besucht, kann den Eindruck bekommen, dass auch die Palästinenser eine Invasion planen und zwar bewaffnet mit Friedensangeboten.
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Eine ganze Reihe von Artikeln und Interviews bereiten den Weg für die Art Berichtererstattung vor, die der durchschnittliche SPIEGEL Leser (links"intellektuell", antiamerikanisch und antiisraelisch) erwartet. Und die folgt einem einfachen Plot: Das angeblich so demokratische Israel ist gar nicht an Frieden interessiert!!! Nein, im Gegenteil reagiert es sogar mit Militärschlägen auf den Paradigmenwechsel der HAMAS.
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Ganz im Sinne des Nachrichtenmagazins wird dann auf solche Störfeuermeldungen gerne verzichtet. Die Schlacht kann also beginnen, der SPIEGEL ist gerüstet, kennt den Feind und wartet nur auf den Befehl von Ismail Hanija um endlich loszuschlagen.
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Zu diesem Thema sei auch dieser Artikel empfohlen! Er befasst sich mit der Tatsache, dass es den Palästinensern wichtiger ist Israel zu bekämpfen als selber einen lebensfähigen Staat zu gründe.

Deutsche wehrt euch – zahlt nicht ans ZDF!!!

Das ZDF darf ja neben der ARD und RTL die Spiele der WM übertragen und das machen es auch nicht schlechter als die beiden anderen. Weil aber der Durchblick doch darunter leidet, wenn man seine Programmkonzeptionen grundsätzlich mit einem zugehaltenen Auge durchführt, hat sich der Sender aus Mainz etwas besonderes ausgedacht. Das ZDF fühlt sich nämlich verpflichtet, primitiven, vulgären und ordinären Stammtischschwätzern ein Podium zu bieten und sie für ihren geballten Stuss dann auch noch mit dem Geld zu entlohnen, das die GEZ mit grenzwertigen Droh-Spots von den Fernseh- und Radiogeräte Besitzern einfordert.

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Das ganze findet im Rahmen der kabarettistischen Sendung Nachgetreten statt, die im Anschluss an die 21.00 Uhr Partie ausgestrahlt wird und ein flammendes Plädoyer gegen die deutsche Humorkultur darstellt. Das Erfolgsrezept besteht aus einer großen Portion Schadenfreude, gewürzt mit etwas Sexismus und extra viel Altherrenwitz.

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Präsentiert wird diese Sendung von Leuten wie Ingolf Lück, Oliver Welke und Guido Cantz und wenn bei einem Produzenten bei solchen Namen nicht sofort alle Niveausirenen Alarmschlagen, sollte dies als Kündigungsgrund ausreichen.

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Die Idee hinter Nachgetreten ist recht simpel und kommt eigentlich im Titel der Sendung schon ganz gut zur Geltung. Nachtreten eben und dabei bitte nicht mit Unverschämtheiten, plumpen Beleidigungen und Schimpfworten sparen!!!

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Und weil die drei eben genannten sowieso ihre ganze berufliche Existenz auf diesen Säulen aufbauen, kommen sie dieser Vorgabe mit Begeisterung nach.

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So geben sich die Humoristen in ihren Kommentaren über die Nationalmannschaften der Teilnehmerstaaten wirklich Mühe, jedes negative Klischee zu nutzen. Das ist nicht einmal mehr abstoßend, sondern nur noch widerlich.

Es tut einem für Lück und Co fast Leid, das sie ein paar Jahrzehnte zu spät in die Blüte ihres humoristischen Schaffens eingetreten sind. Im Dritten Reich wären sie die absoluten Stars gewesen. Da hätten sie dann mit ihren Gästen in der Sendung Deportiert gesessen und sich gegenseitig ihre antisemitischen Klischees präsentieren. Der Humor wäre der selbe.

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Da sie sich aber Aufgrund der Tragik der späten Geburt auf Witze über die Völker beschränken müssen, deren völlige Vernichtung nicht schon einmal ganz oben auf der deutschen Agenda stand, müssen sie leider auf gekrümmte Nasen, Geldgeilheit und Parasitentum als sichere Lacherfolge verzichten.

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Doch dafür arbeiten sie sich dann umso zuverlässiger durch die politisch unverdächtigen Klischees hindurch. Wie man sich das vorzustellen hat, verdeutlicht das Beispiel Schweden. Als dieses Land in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit trat, bestanden minutenlang sowohl alle Haupt-, als auch Nebensätze ausschließlich aus folgenden Worten: IKEA, Knäckebrot, Elche.

In der aktuellen Sendung von heute kamen dann noch die Begriffe Spaghetti, Mafia und Pizza hinzu und ich verrate jetzt einfach mal nicht, welches Land damit wohl gemeint ist. Außerdem wendeten die anwesenden Zyniker ihre wunderbare Ironie auch gegen die an, die mit Wohnwagen und Holzschuhen über diese Erde wandeln.

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Es ist ein Armutszeugnis, dass das ZDF eine solche Sendung finanziert, denn ein Humor, der gänzlich auf das abwerten des Spottobjekts aufgrund negativer Assoziationen abzielt, ist im Endeffekt nichts anderes als dummer Rassismus.

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Hier noch eine Auflistung einiger regelmäßigen Gäste beziehungsweiße der Reservebank der Hölle:

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Gabi Decker, eine Frau, die vorgibt weibliche Prototypen zu karikieren und dabei vergisst, dass es zwischen karikieren und verkörpern einen Unterschiede gibt.

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Kim Fischer, weder witzig noch sonst wie komisch veranlagt, gehört sie zu dem Typ Mensch, für den Lachen in erster Linie Auslachen bedeutet.

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Mike Krüger, widerlicher Klischeewärmer, immer wenn ein abgestandenes Vorurteil außer Mode zu kommen droht, setzt er sich für dessen erhalt ein. Ihm ist es zu verdanken, dass die Polen klauen Autos Witze immer noch so hoch im Kurs stehen.

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Martin Schneider, hat seine Paraderolle gefunden und parodiert geistig behinderte Menschen. Köstlich!!!

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Janine Kunze, scheint zu Wissen, dass sie so Schlagfertig wie eine zerbrochenen Teetasse ist und versucht diese Peinlichkeit mit besonders hysterischen Gekicher zu überdecken.

Montag, Juni 26, 2006

Sonntag, Juni 25, 2006

Der 11.September war nur die erste Lüge – wie der SPIEGEL die USA entlarvt!!!

Marc Pitzke, der auch schon mal für Leute Werbung macht, die wiederum auf antisemitische und antiisraelische Webseiten verlinken, berichtete nun über die Zerschlagung einer Terrororganisation in den USA. Mit welcher Intention er das tut, wird schon in der Überschrift deutlich: Die Möchtegern Osamas aus Miami. Klingt irgendwie nach die Möchtegern–Beatles für völlig talentfreie Nachwuchsbands oder die Möchtegern-Ronaldos für ebenfalls nicht besonders beeindruckende Fußballer. Also beinahe symphatisch und vor allen harmlos.

Der ganze Artikel bezieht stark Stellung und zwar gegen die Ankläger. Einer der Angeklagten habe als schrullig aber harmlos gegolten und lebte in einer fensterlosen Lagerhalle, die er mit Sperrmöbel dekoriert hatte. Bei Pitzke klingt das schon nach dem perfekten Alibi.
Den US-Justizminister beruhigte diese Information aber nicht und darum wurden der schrullige Lagerhallenbewohner, sowie sechs weitere Männer verhaftet. Wobei Pitzke nicht verschweigen kann, dass die Anklageschrift mit großem Trara verlesen wurde.
Direkt danach wurden fünf von ihnen sogar noch dem Haftrichter vorgeführt und als ob das nicht schon dreist genug wäre, klagt der Spiegel-Artikel noch richtigerweise an, dass sie dabei in Ketten gelegt wurden.

In Ketten? – ja spinnen die Amis eigentlich! Die Möchtegern-Ronaldos wollten doch nur Fußball spielen…ach so nee, hier ging es ja um die Möchtegern-Osamas und die wollten doch nur Menschen töten. Das diese ganze Affäre nicht der Rede Wert ist, macht schon das Studium der Anklageschrift deutlich.

Denn darin zeigen sich die Angeklagten eher als großmäulige Dilettanten und Amateure. Der renommierte US-Sicherheitsdienst Stratfor titulierte sie denn auch gleich als "Kramer-Dschihadisten", in Anlehnung an den Tolpatsch Cosmo Kramer aus der US-Sitcom "Seinfeld": "Sie trachten nach spektakulären, verheerenden Anschlägen", erklärte Stratfor, "sind aber wegen handwerklicher Pannen (oder persönlicher Spleens) stümperhafte Idioten."

Na, dann ist ja alles in Ordnung. Das stümperhafte Idioten trotzdem Anschläge durchführen können, scheint Pitzke dabei ebenso zu verdrängen, wie die Tatsache, dass er selber der beste Beweis dafür ist, dass man für den Beruf, den man sich ausgeguckt hat, nicht unbedingt Talent mitbringen muss, um es in ihm zu etwas zu bringen. Durchschnittlicher Schreiberling und durchschnittlicher Terrorist, beides möglich, wenn man nur will!

Auf welch tönernen Füßen die US-Anklage steht, wird spätestens dann deutlich, wenn Pitzke einen der Möchtegern–Osamas zu Wort kommen lässt: “Wir sind keine Terroristen!“
Man möchte beim lesen dieses Absatzes gerne mit einem Hammer auf seinen Schreibtisch schlagen und rufen: Unschuldig im Sinne des SPIEGELS!!!

Dieser entwaffnend ehrlichern Aussage eines potentiell verhinderten Massenmörders stellt Pitzkes dann die Version der Kläger entgegen.

Ziel der Gruppe sei es gewesen: "Individuen zu rekrutieren und auszubilden, um gegen die Vereinigten Staaten Krieg zu führen", heißt es dort unter dem Aktenzeichen 06-20373.

Die letztgenannte Zahlenkombination stellt wahrscheinlich eine ABM Maßnahme für Verschwörungstheoretiker dar. Welche Wahrheiten verschleiert dieser Code? Mein Tipp, man nehme 6 addiere diese mit der 3 und schon ergibt das eine 9, wenn nun die drei anderen Zahlen ebenfalls miteinander addiert werden und vom Ergebnis 12 dann der Wert ein abgezogen wird, kommt folgendes heraus: 9/11!!!! Zufall???

Das einer der Angeklagten sich ab dem 16. Dezember vorigen Jahres regelmäßig mit einem Mann traf, den er für ein Al-Quaida Mitglied hielt (aber ein FBI Informant war), verschweigt Pitzke zwar nicht, doch bringt ihn diese Tatsache nicht zum Nachdenken darüber, ob die Verhafteten wirklich nur trottelige Idioten waren. Stattdessen merkt er kritisch an: Wie er den Mann überhaupt erst kennen lernte und die angebliche Qaida-Connection aufkam, erklärt die Anklage nicht.
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Hmm, ja warum verrät der Geheimdienst nicht wie er seine Agenten in Terrornetzwerke einschleust? Würd mich auch mal interessieern und die Terroristen bestimmt auch.
Auch das der Angeklagte dem vermeintlichen Al-Quaida Mann anvertraute, dass er eine "islamische Armee" aufstellen wolle und dafür Kampfstiefel, Uniformen, Maschinengewehre, Walkie-Talkies und Fahrzeuge benötige, ist nicht weiter beunruhigend. Typische Lagerhallen Spinnereien eben.


Im weiteren Verlauf der Vorbereitungen zur Sprengung der Sears-Tower kam dann der Wunsch auf, in einem Al-Quaida Trainingslager zu üben, um für den Bodenkrieg gerüstet zu sein. Das Ziel wurde folgendermaßen formuliert: etwas inszenieren, das „genauso gut ist wie der 9/11 oder besser“. Außerdem forderte die Gruppe nun auch noch Ferngläser, kugelsichere Westen und Schusswaffen an. Außerdem baten sie um 50.000 Dollar in Cash – sicher nur um damit die Lagerhalle zu renovieren.

Was am Ton dieses Artikels an meisten anwidert, ist diese ekelhafte Verharmlosung. Da spionieren motivierte Terroristen in Miamie mit Kameras ausgestattet potentielle Ziele aus und für Pitzke klingt das alles eher nach Klassenfahrt. Für ihn kurvte die Gruppe kreuz und quer durch die Stadt. Kann man denen wirklich böse sein? - die sind doch wie wir! Wenn sie zufällig in Pisa Terrorziele ausspioniert äh Sehenswürdigkeiten angesehen hätten, hätten sie sich gegenseitig dabei fotografiert, wie sie den schiefen Turm stabilisieren. Wirklich ganz harmlos!

Dann zieht Pitzkes noch eine zweite Quelle für seine Beweisführung gegen die USA aus dem Ärmel. Es handelt sich um die alternative Website blacknewsweekly.com und die formulierte ihre eigene Sicht auf die angebliche Terror-Verschwörung - mit einem Schimpfwort, das in den USA nur Schwarze selbst auf sich anwenden können: "Dumme Nigger in Miami."

Für Pitzke genügt es offensichtlich, dass im Zusammenhang mit dieser kontextfreien Behauptung das Wort Nigger fällt, um sie als ernstzunehmend zu akzeptieren.
Nun ist es zwar mit alternativen Quellen so eine Sache für sich, doch wenn man bedenkt, dass Pizker zuvor einen Angeklagten mit der Beteuerung zu Wort kommen ließ “Wir sind kein Terrorist“ ist diese ominöse Internetseite schon beinahe als Quell reinster Seriosität anzusehen. Zum Ende des Artikels hin rückt Pitzke dann endlich mit der ganze Wahrheit raus:

Die Vorwürfe gegen Batiste & Co. kamen zum richtigen Zeitpunkt. Sie verdrängten das am selben Tag aufgeflogene Stöbern der CIA in weltweiten Swift-Bankdaten prompt aus den Schlagzeilen.

Mutig! Warum der SPIEGEL seine Leser überhaupt noch damit nervt, rund um die Wahrheit noch so etwas wie eine Rahmenhandlung zu konstruieren verstehe ich nicht. Das ist doch reine Zeitverschwendung, denn sowohl Leser als auch Schreiber wollen doch nur das hören, was jetzt folgt!

Es war, als dienten sich die auf allen Kanälen propagierten Festnahmen von Miami geradezu an, um die Amerikaner an die ewige Terror-Bedrohung zu erinnern und drakonische Maßnahmen wie die Swift-Aktion indirekt zu rechtfertigen. Kaum Zufall war es wohl auch, dass das FBI unabhängig davon am selben Tag eine lange Liste seiner Erfolge im Kampf gegen den Terror veröffentlichte. "Das stinkt nach Politik", schimpfte der liberale Kommentator Bill Press. "Am selben Tag wie die Bank-Geschichte? Ich rieche einen Braten."

Es ist interessant, dass der SPIEGEL bei Anschuldigungen gegen die US-Regierung auf zu große sprachliche Rücksicht verzichtet. Zwar darf jeder Terrorist mit einem "der angebliche" rechnen, doch Richtern, Politikern und der Regierung der USA bleibt eine solche Schonung versagt.

Und weil Pitzke noch nie etwas von den Worten Befangen oder Familienbanden gehört haben will, darf dann noch einmal eine Schwester des angeblichen Batiste-Komplizen Stanley Grant Phanor einen Schreibfehler in der Anklage korrigieren:
Er heiße bei Freunden nicht "Bruder Sunni", [...] sondern "Bruder Sunny" - "wissen Sie, wie wenn die Sonne scheint".

Also wir halten fest: Die USA missbrauchen naive Lagerhallenbesitzer für ihre finsteren Ziele und geben sich beim manipulieren so wenig Mühe, dass sie nicht einmal die Namen der "Terroristen" richtig schreiben. Den 11.September haben sie besser vertuschen können! Danke Pitzke!!!

Ratespiel

Kann jemand etwas mit dem Namen Harry Giese anfangen? Er war unter anderem die deutsche Synchronstimme des Schauspielers Reinhold Schünzel, der aufgrund seiner jüdischen Abstammung vor den Nazis aus Deutschland fliehen musste. Außerdem bewarb Giesens Stimme 1960 im Trailer das Anti-Nazi Werk Sein oder nicht sein von Ernst Lubtisch. (18 Jahre nachdem dieser in den US-Kinos lief.)

Soweit so unspektakulär – wenn man aber weiß, dass Giese der Sprecher der NS Wochenschau war und auch für Propagandafilme wie Der Ewige Jude zur Verfügung stand, wird die Sache doch etwas makaber.

Samstag, Juni 24, 2006

Wir werden Fußballweltherrscher!!!!

Heute spielte Deutschland gegen Schweden und ich war mit dabei und zwar vor einer Großleinwand. Die Fans waren allesamt in schwarz rot gold uniformiert und wer sich, wie ich, weigerte, sich diese Farben ins Gesicht schmieren zu lassen, wurde dann auch mal kritisch beäugt. Vor dem Anpfiff nervten irgendwelche regionalen Radiourgesteine und Stadionsprecher mit so abgestandenen Witzen, dass sogar das willige Volk manchmal nicht mehr lachen konnte.

Das vergewisserte sich seines neu gewonnenen Patriotismus dann mit dem Schlachtruf Steh auf, wenn du Deutscher bist. Und wenn hunderte Deutsche grölend ihr Deutschsein feiern, wirkt das nie nur fröhlich, sondern auch als Warnung an die Armeen Frankreichs und Polens, besser mal nen Blick auf die Grenze zu haben. Für alle Fälle. Soweit mein Kommentart zur Patriotismusdebatte.

Bei der Abspielung der schwedischen Nationalhymne pfiffen die Fans sympathischerweise (bei der Begegnung Argentinien – Mexiko klatschten im Kontrast dazu die Anhänger beider Mannschaften sowohl bei der eigenen Nationalhymne als auch bei der des Gegners) und als dann ein Ballack neben mir „Ja und zwar nach dem Finale!“ grölte, nachdem der Kommentator davon sprach, dass Thorsten Frings hoffentlich noch nicht so bald zum Friseur gehen würde, da der das erst nach dem WM-Ende für das deutsche Team machen wolle, war klar, dass schon ein bisschen Subtilität für manchen das bisschen Subtilität zuviel ist.

Weil die Schweden ziemlich schwach spielten, schoss Podolski innerhalb der ersten zwölf Minuten die beiden einzigen Tore und brachte Deutschland damit ins Viertelfinale.

Nach der ersten Halbzeit löste ich mich dann aus dem Kollektiv und hörte nur noch aus der Ferne die ersten Sätze des Pausenfüllers. Einem Kabarettisten aus Köln. Der fragte das Publikum woran man eigentlich einen Schweden erkennen würde, woran konnte ich schon nicht mehr verstehen, aber es wird wohl irgendetwas mit IKEA Regalen oder Elchen zu tun haben.

Das letzte was ich noch aus der Ferne hörte war die Aufforderung an die Fußballfans nun gemeinsam Ich bin der König der Welt zu rufen. Die anstrengende Stimme des Komikers aus Köln zählte herunter 3…2…1… dann antwortete das Kollektiv: Ich bin der König der Welt!

Wie gesagt Polen und Frankreich, seid wachsam!

Es sind Drillinge!!!

Die Linkliste hat Zuwachs bekommen. Hier die Namen der Neuen, sie heißen Lizas Welt, Honestly-Concerned und, jawohl, Bahamas.

Helden der Arbeitswelt

Dirk Maxeiner und Michael Miersch sind um ihren Job wirklich nicht zu beneiden.
Es ist immer das gleiche, kaum wird in den Populär-Medien über dramatische Klima-, und Naturschutzstudien berichtet, die das schmelzen der Pole binnen 24 Stunden, eine Hitzeperiode ungeahnten Ausmaßes, oder die Rückkehr der Dinosaurier ankündigen, ist vor allen auf zwei Dinge verlass:

1.) Die Leser verspüren ein Kribbeln auf der Haut, finden das alles “sehr dramatisch und bedenklich, weil der Planet ja eigentlich nur von den Kindern geliehen ist“ und fahren fünf Minuten später mit ihrem Auto trotzdem bis in die Eingangstür der Grundschule um den Kleinen abzuholen.
2.) Maxeiner und Miersch müssen die Schreckensnachricht ins rechte Licht rücken. Das aktuellste Beispiel dieses Phänomens lässt sich hier durchlesen.


Ich habe vor diesen beiden Journalisten wirklich viel Respekt, denn kaum etwas ist frustrierender, als wenn die Medien ständig bedenkenlos dein Fachgebiet seines Inhaltes entleeren und stattdessen ganz auf Apokalypse-News setzen. Ich gehe davon aus, dass der Bereich Ökologie, Klima und Natur derjenige ist, über den an unseriösesten Berichtet wird. Noch vor dem Nahostkonflikt.

Als Zeichen meiner Solidarität kann ich eigentlich nicht mehr machen, als auf die Bücher von Dirk Maxeiner und Michael Miersch zu verweißen und zu sagen, dass sie sehr lesenswert sind. Wer sich etwas von dem unseriösen Geschwätzt und der pseudo-wissenschaftlichen Beweisführung vieler so genanter Klima- und Naturforscher emanzipieren will, sollte sich unbedingt mal eines dieser absolut informativen Bücher zulegen!!!

Und auf wie viel Widerstand man aus der ökologisch - umweltschützenden Ecke trifft, wenn man sich daran macht die Heiligtümer der Szene zu zertrümern, kann auf der so genannten Hass-Seite sehr schön beobachtet werden.

Mein Lieblingssatz von dieser Seite : "Ihr müsst widerrufen!"Günther Nenning bei einer Podiumsdiskussion

Freitag, Juni 23, 2006

Interessante Zeitschriften

Gut, ich persönlich verbinde Fußball vor allen mit Aggressivität, Gewalt und Sauferei und wenn es ganz mies läuft auch noch mit echt langweiligen Spielen. Dass es aber auch andere Ansichten rund um diese Ballsportart gibt, erfuhr ich heute einmal mehr beim Fernsehen. Auf Phoenix sprach ein Philipp Köster über die Faszination Fußball, von der magischen Atmosphäre im Stadion und warum diese Sportart in den letzten zwanzig Jahren immer mehr zu einer Ware wurde.

Weil er aber nicht nur darüber sprechen sondern auch schreiben will, gehört er zu den Herausgebern einer Zeitschrift, deren Namen sich nicht nur wie ein Widerspruch in sich anhört, sondern auch ungewollt komisch klingt: 11 Freunde – Zeitschrift für Fußball-Kultur.

Diese Publikation ergreift Partei für den gemeinen Fan, den die Beschallung des Stadions durch laute Musik vor dem Anpfiff daran hindert, sich ordentlich warm zu singen.

Darüber hinaus leitet Köster auch ein Museum, indem keine prähistorischen Funde oder antiken Speerspitzen zu bestaunen sind, sondern die ausgeschlagenen Zähne des ehemaligen argentinischen Fußballstars Batistutas, die er während eines wichtigen Spiels durch Fremdeinwirkung verlor. Daneben liegen auch noch Kämme aus, mit denen in den 1970er Jahren Kicker ihre Haarpracht bändigten, sowie noch einige weitere ähnlich geartete Exponate.

Der ganze Stolz der Ausstellung ist jedoch eine von Franz Beckenbauer getragene Armschlinge und wer sich vor dieser Reliquie nicht in Tränen aufgelöst auf den Boden wirft und “Wir werden Weltmeister – Deutschland Deutschland Deutschland“ ruft, der ist kein wahrer Patriot.

Was man vielleicht noch mal festhalten sollte

Auch wenn das Kräfteverhältnis zwischen Realität und Wunschvorstellung im Bezug auf Israel und die USA immer zuungunsten ersterem ausfällt, hier trotzdem nochmals zwei Richtigstellungen:

1.) Zum israelische Massaker in Gaza
2.) Zur Hölle auf Erden - Guantanamo

Weil er so wunderbar die Heuschelei der Kämpfer für die Menschenrechte entlarvt, hier schon ein Auszug aus dem verlinkten Guantanamo Artikel:


In Guantanamo sitzen feindliche Kombattanten ein

von Alan Posener

Gefangene, die noch keinen Richter gesehen haben, werden wie Kriminelle behandelt. Sie müssen oft in verdreckten und überfüllten Zellen auf dem Boden schlafen. Regelmäßig werden sie von Polizisten und Wärtern mißhandelt. Drogen und Gewalt sind allgegenwärtig. Viele Gefangene brauchen psychiatrische Hilfe, bekommen sie aber nicht. Jedes Jahr bringen sich über hundert Häftlinge um.

Die Rede ist natürlich vom französischen Gefängnissystem, wo über 40 Prozent der Insassen Untersuchungshäftlinge sind, also als unschuldig zu gelten haben. Die Fakten stammen aus einem Bericht des Europarats vom Frühjahr 2006. Rief diese tausendfache Verletzung der Menschrechte einen Sturm europäischer Entrüstung hervor? Nein. Man regt sich statt dessen über Guantánamo auf - eine "vorbildliche Einrichtung, wo die Menschen besser behandelt werden als in unseren Gefängnissen", wie Alain Grignard, belgischer Islamwissenschaftler und Polizei-Superintendent, feststellte.



Dabei sitzen in Guantánamo nicht Leute ein, die des Steuerbetrugs oder der Fahrerflucht verdächtigt werden. Sondern feindliche Kombattanten, irreguläre Soldaten im Krieg, den Osama Bin Laden im Namen al-Qaidas den USA bereits 1996 erklärte. Die Forderung, diesen Leuten den Prozeß zu machen, ist absurd. Kriegsgefangene werden nicht vor Gericht gestellt und bestraft. Sie werden für die Dauer der Kriegshandlungen festgesetzt, damit sie nicht weiter Krieg führen können. Dabei wird kein prinzipieller Unterschied zwischen Köchen und Kommandeuren gemacht.

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Diese Infos werden Reinhard Mey zwar nicht daran hindern weiterhin seine Terrorunterstützer-Hynme Alles okay in Guantanamo Bay zu singen, doch es geht ja auch nicht darum solche völlig abgedrehten Typen zu überzeugen, die an eine aus Washington gesteuerten Weltverschwörung glauben, sondern die, die nicht von berufswegen her antiamerikanisch sind.

Pink Floyd und Hamas

Keine Ahnung was ich von Pink Floyd halten soll, dafür interessiere ich mich zu wenig für diese Band, aber zumindest über das Gründungsmitglied Roger Waters kann ich etwas sagen: er ist ein Idiot.

Er zog gerade durch Israel und Palästina. In Bethlehem hatte er nichts Besseres zu tun, als eines seiner bekanntesten Lieder in den Dienst der palästinensischen Terrororganisationen zu stellen.
We don't need no thought control sprühte er dort an ein Bauwerk, dass es Selbstmordattentäter schwerer macht, ihren Job zu erledigen.

Abgesehen davon, dass diese Anti-Terrormauer offensichtlich von vielen pseudo-pazifistischen Menschenhassern* als eine Art säkulare Klagemauer betrachtet wird, an der Wünsche und Hoffnungen zu hinterlassen sind, wundert es doch, warum Waters ausgerechnet diesen Ort für sein politisches Statement wählte.

We don't need no thought control an das palästinensische Parlament gepinselt - dass wäre ein mutiger politischer Akt gewesen!
Aber so war es dann in anbetracht tausender israelischer Terroropfer doch nur gelebter Zynismus.


* Wie soll man Leute sonst bezeichnen, die sich für einen reibungslosen Grenzverkehr palästinensischer Terroristen nach Israel stark machen???

Noch ein später Hinweis

Wer mal wieder Lust hat auf meine Homepage zu gehen um dort zum Beispiel den Anfang meines Romansprojektes oder drei weitere neue Kurzgeschichten (eine zu Nazis, Politk und Grippe, eine zu Beziehungen, Ntv und Krisen und eine zu Uri Geller) zu lesen, der kann dies auf diesem Wege tun.

Mittwoch, Juni 21, 2006

Freakshow in Wien - präsentiert vom Spiegel!!!

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Bush ist in Wien! Grund genug für all jene mal wieder auf die Straße zu gehen, denen zur Ereigniskette Iran will Atombomben – Iran will Israel auslöschen nur einfällt, dass der Iran sehr wohl das Recht auf Kernenergie habe.

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Sie setzten sich entschieden für ein Ende des Terrors ein, mit dem sie aber nicht die Selbstmordattentate und Anschläge von islamistischen Gotteskriegern meinen, sondern den Kampf der USA gegen diesen neuen Fundamentalismus.

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Auf den Straßen rund um den Stephansdom sammelt sich das dumme Europa. Protestler, die nicht wahrhaben wollen, dass die Terroristen sie ebenfalls hassen, da sie, wie es ausgerechnet George W. Bush richtig auf den Punkt brachte: Uns für unsere Art zu leben hassen!

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Natürlich stürzt sich auch der Spiegel auf diese Demonstrationen. Wer die regelmäßig erscheinenden Abgesänge auf die letzte Supermacht liest, kann darüber nicht verwundert sein.

Was aber sehr wohl irritiert, dass ist die Fotoauswahl, die SpiegelOnline veröffentlichte.

Nicht nur präsentieren sie ein Plakat von http://www.antiimperialista.org/. Eine Homepage, die unter anderem die Mörder unzähliger irakischer Zivilisten und israelischer Bürger als Widerstandskämpfer verherrlicht und auf übelste Weiße antiisraelische Propaganda betreibt.

Warum ein angesehenes Nachrichtenmagazin solchen Ideen ein Podium bietet, ist nicht nachvollziehbar.

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Doch endet die Beihilfe zur Terror-Unterstützung durch den Spiegle damit noch nicht, es wird auch ein Bild veröffentlicht auf dem ein Juden mit einem Palästinenser zu sehen ist, mit der Unterschrift: Für ein freies Palästina: Unter diesem Motto demonstrierten gestern orthodoxe Juden und palästinensische Araber gemeinsam, einen Tag vor Bushs Ankunft in Wien.

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Eine zumindest Realitätsabgewandte wenn nicht gar verrückte Splittergruppe des Judentums als Kronzeuge gegen Israel zu missbrauchen, war bisher eigentlich das Vorrecht rechts-, und linksradikaler Medien, dass der Spiegel sich dieser Taktik auch zu bedienen weiß, hat er hiermit bewiesen. Bravo!!!

Dienstag, Juni 20, 2006

Freakshow in London - kommt und staunt!!!

In Deutschland sind Freakshows im Zirkus und auf Jahrmärkten längst verboten. Das Ausstellen von bizarr entstellten Menschen mit Wasserköpfen, einem elften Finger oder Ganzkörperbehaarung ist nicht mehr so ohne weiteres mit der Menschenwürde zu vereinbaren.

Das bedeutet aber nicht, dass es keine Freakshows mehr gibt!

Ganz im Gegenteil, sie erfreuen sich sogar in einigen Kreisen größter Beliebtheit. Der einzige Unterschied zu früher ist, dass die Abnormalität geistiger und nicht mehr körperlicher Natur ist. Außerdem haben die Veranstalter heute andere Motive als damals. Es geht nicht mehr um Zuschauerbelustigung, sondern um Volksverdummung. Momentan findet gerade eine öffentliche Veranstaltung in London statt. Billigflieger können einen schon für wenige Euro mitten ins Vergnügen bringen. Unter anderem tritt Ilan Pappe auf, der die Meinung vertritt, , es gebe keine "jüdische Diaspora" und "Die einzige Diaspora, die es gibt, ist die der Palästinenser."

Direkt danach steigt in den Ring Rabbi Ahron Cohen von der Vereinigung "Natorei Karta". Er wird dem Zuschauer erklären, wie freundlich er bei seiner Iranreise empfangen wurde und warum er Präsident Mahmud Ahmedinedschad unterstützt. Enden wird er mit der Feststellung: "Zionismus und Judaismus sind zwei Konzepte, die unkompatibel sind." (Dazu sei dieser Text empfohlen)

Als letztes und besonders für deutsche Besucher interessant, erhebt Hajo Meyer seine “andere jüdische Stimme“. Er vertritt die Ansicht, dass die Israelis die Palästinenser genauso behandeln wie die Nazis die Juden behandelten.

Montag, Juni 19, 2006

Dieses T-Shirt muss Grundlage der EU-Verhandlungsstrategie werden!!!


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Wie Marcia Pally die Bedürfnisse von Antiamerikanern befriedigt

Ich halt von der Frankfurter Rundschau nicht besonders viel und ehe ich das mühselig mit langen Erklärungen begründe, fasse ich es mit einem Namen zusammen: MARCIA PALLY

Was ist das für eine merkwürdige Institution innerhalb der FR? Regelmäßig darf sie ihre Sicht auf die USA loswerden und weil die nicht nur von Anfang an fest steht (das Land der Idioten) sondern oft auch Unwahr ist, tarnt man ihre Artikel mit dem Etikett Satire.

Dabei machen sie die Redakteure der FR eine Technik zu Eigen, mit der auch Diktaturen für ihre Position werben. Sie greifen einen wichtigen Wert der westlichen offenen Gesellschaft heraus, in diesem Fall also die Satire, und wollen sich mit dessen Erwähnung unangreifbar machen. Das sie diesen Begriff allerdings seines Inhalts berauben, stört sie dabei nicht.

Die Hamas und dutzende weitere Regierungen, die alles andere im Sinn haben, als die Demokratie, die ihnen die Machtergreifung auf friedlichem Wege ermöglichte, auch zu leben, pochen darauf, Demokratisch zu sein. Dabei ignorieren sie bewusst, dass Demokratie mehr bedeutet als sich auf demokratischem Wege wählen zu lassen, ja, dass das nur der Anfang sein kann.

Ähnlich die FR mit Marcia Pally. Sie schreibt viel dummes, manchmal auch geschmackloses Zeug. Als sie vor einigen Wochen behauptete, Georg W. Bush kümmere sich absichtlich nicht um den Katastrophenschutz in den Städten, weil die Stadtbewohner Demokraten seien und Tote nicht mehr wählen können, bekam ich auf meinen Beschwerde die Antwort, dass ich offensichtlich die Ironie nicht verstanden hätte.

Auch in diesem Fall wird ein Begriff missbraucht. Die FR steht also feigerweise nicht mal zu den wüsten Beleidigungen die ihre Qouten- Antiamerikanerin, die sogar als besonderer Leserservice selber Amerikanerin ist, von sicht gibt!!! Da ist das Vergnügen noch größer, wenn sich der weiße, gebildete Alteuropäer morgens seine FR zu Gemüte führt und kopfschüttelnd zu Kenntnis nimmt, was die da drüben doch für Versager sind.

Auch Pallys neuste Veröffentlichung erfüllt alle Wünsche, die ein Amerikakritischer-Antiamerikaner eben so hat, wenn er beim Frühstück Kraft für einen anstrengen Tag im Büro oder einer Schulklasse sammeln muss. Es ging um das Nationalsprachengesetz der USA, dass die Immigranten ermutigen soll, die Landessprache zu erlernen.

Was die Texte von Pally noch unerträglicher macht als der aus jedem Satz herausquellende Antiamerikanismus und die ekelhafte Anbiederung an ein Publikum, dass genau das von ihr verlang, ist die Tatsache, dass Pally glaubt, originell schreiben zu können und nicht wahrhaben will, dass ihr Talent dafür ähnlich bescheiden ist, wie das der Palästinenser für Selbstkritik.

Wo sie glaubt, ein Florett zu führen, macht sie doch nur mit der Dampfwalze alles platt, was ihr in den Kopf und danach zu Papier kommt. Für ein Duell mit dem Florett bleibt da gar nichts übrig, da Ironie und Subtilität den Einsatz von solch schweren Maschinen nicht überstehen.

Ein gelungenes Beispiel ihres Humorverständnisses bietet folgender Absatz:

In meinem Haus werden alle Reparaturen in nur einem oder zwei Jahren erledigt, weil die Chefs mit ihren Arbeitern spanisch und haitianisches Kreolisch sprechen können. Wenn sie eine Sprache sprechen müssen, die sie nicht sprechen, wird mein Dach dann noch vor Wintereinbruch abgedichtet?

Die Dampfwalze Pally hat sich da auf den Witz eingeschossen, dass doch alle Minderheiten in den USA ihrer eigenen Sprache sprechen und das Englisch für sie völlig fremdes Land sei. Auf Grundlage dieses köstlichen Witzes, den sie in minimal abgewandelter Form gleich dreimal in ihrem kurzen Artikel macht, glaubt sie den ganzen Irrsinn dieses Gesetzes aufzeigen zu können. Da ist es nur ein kleiner Schönheitsfehler, dass sie offensichtlich nicht nur USA Kennerin und Kritikern ist, sondern auch die allgemein akzeptierte Zeitrechnung nicht anerkennt. Zwar liegt es mir fern, ihren wirklich beeindruckenden Witz bezüglich der langen Reparaturzeit bei Hausarbeiten in Frage zu stellen, aber es bleibt doch festzuhalten, dass ihr Dach auch nicht vor Wintereinbruch abgedichtet wäre, wenn Kreolisch Sprechende Arbeiter sich darum kümmern würden. Denn, Bush hin, Bush her, ein oder zwei Jahre Reparaturzeit beinhalten in jeden Fall auch ein oder zwei Wintereinbrüche.

Weil Frau Pally aber nicht nur nicht mit dem Florett umgehen kann, sondern auch die Realität für ihre Zwecke gerne mal ignoriert, kommt sie kurz darauf auf eine

gegenwärtige Anti-Einwanderer-Hysterie

zu sprechen. Diese Anti-Einwanderer-Hysterie findet offensichtlich größtenteils innerhalb deutscher Tages-, und Wochenzeitungen statt, denn die US-Regierung hat mal eben einfach so und wahrscheinlich ohne Pally um Erlaubnis zu Fragen, damit begonnen, Millionen Illegale Einwanderer per Generalamnesti zu Amerikanern zu machen.
In diesem Sinne ist es dann ganz folgerichtig, dass Pally den einmal eingeschlagenen Weg in das Reich des Wunschdenkens auch konsequent weitergeht und mit einem griffigen Slogan endet:

Werft die Einwanderer raus!

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http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/?sid=084ec86f3d427eaa804bad79f0ded707&em_cnt=908078

Neue Historiker sind für alle da - Benny Morris über die Selbstwahrnehmung der Palästinenser

Eines der Charakteristika der palästinensischen Nationalbewegung ist seit jeher, dass der Palästinenser sich als ewiges Opfer anderer sieht – osmanische Türken, britische Beamter, Zionisten, Amerikaner – und dass er einfach nicht sehen will, dass er zu einem großen Teil Opfer seiner eigenen Fehler und Niedertracht ist. Palästinensischer Weltanschauung zufolge haben Palästinenser nie auch nur einen falschen Schritt getan; ihr Missgeschick ist seit jeher die Schuld der anderen. Unumgängliches Korollar dieser Weigerung, die eigene Rolle in der eigenen Geschichte anzuerkennen, ist ein unaufhörliches Gewinsel – anders, so fürchte ich, kann man es nicht nennen – an die Adresse der übrigern Welt, die Palästinenser vor etwas zu retten, was sie für gewöhnlich selbst verschuldet haben.

Sonntag, Juni 18, 2006

George W. Bush und die Meere

Man sollte meinen, dass es Engagements gibt, für die alle nur lobende Worte übrig haben.
Spenden für Afrikanische Kinder zum Beispiel, oder der Einsatz gegen Armut, oder der Kampf gegen Rassismus, oder der Umweltschutz.

Nun hat die Süddeutsche Zeitung mich eines bessere belehrt. Es kommt nicht nur darauf an, gutes zu tun, nein, man darf gleichzeitig auch nicht George W. Bush heißen.
Wenn doch, wird aus einem bedeutenden Beitrag zur Sicherung der Artenvielfalt schnell ein Zwitter aus Propagandacoup und Unmündigkeit.
Schon der erste Absatz klingt wie eine Kriegserklärung. Sozusagen ein Präventivschlag, völlig überraschend für Freund und Feind.

Die Entscheidung kam über Nacht, und sie hat selbst regierungsfreundliche Umweltschützer überrascht: Der Präsident, der das Klimaschutzabkommen von Kyoto gekündigt hat, der die letzte unberührte Wildnis von Alaska für Ölbohr-Plattformen öffnen will, schafft mit einem Federstrich, mit einer einzigen Unterschrift und praktisch ohne vorherige Ankündigung das größte Meeresnaturschutzgebiet der Welt

Zwar habe ich in der SZ noch nie etwas von regierungsfreundlichen amerikanischen Umweltschützern gelesen, aber der Rest des Satzes hat es ja rhetorisch in sich. Mit einem Federstrich, mit einer Unterschrift, ohne Ankündigung - das sitzt ein Alleinherrscher im Weißen Haus und unterwirft die Ozeane!!!

Doch die Frage, die den SZ-Journalisten umtreibt, ist damit noch nicht beantwortet. Warum macht dieser Mann so etwas? Das ist vielleicht das größte Problem bei Feindbildern, dass sie immer in den vorgegebenen Rahmen passen müssen. Und darum kann dieser Präsident nicht einfach mal etwas richtig gemacht haben. Wo ist also der Haken, wo kann angesetzt werden?

Viele sehen in der unerwarteten Entscheidung den großen Einfluss, den Laura Bush auf ihren Mann ausübt. Nicht immer hat sie Erfolg, aber immer versucht sie, mäßigend zu wirken.

Dass ist eine Möglichkeit und sogar eine elegante. Auf diese Weiße bleibt alles beim Alten. Bush ist weiterhin ein etwas debiler Ex-Alkoholiker und alle begrüßenswerten Amtshandlungen werden mit Verweiß auf die eigentliche Urheberin entschärft.
Außerdem sorgt auch gleich das nächste Detail wieder für Ruhe.

Und im Fall der Hawaii-Inseln hatte Laura Bush Anfang April gemeinsam mit ihrem Mann eine Filmdokumentation von Jean-Michel Cousteau, dem Sohn des legendären Meeresforschers Jacques Cousteau, im Weißen Haus angeschaut.
Cousteau hatte auf der Inselkette 2003 sechs Wochen lang gefilmt. Die Sondervorführung muss Bush ziemlich beeindruckt haben.

Typisch, wir alten-intellektuellen-gebildeten Europäer, also wir Leser der Süddeutschen Zeitung, würden eine solche Entscheidung nicht aus dem Bauch bzw. dem Kinosessel heraus fällen. Wir würden eine Kommissionen beauftragen das betreffende Gebiet zuerst vierzig Jahre aus der Ferne zu beobachten, dann noch auf Anraten eines unabhängigen Experten diverse Reformen am Gesetzestext vornehmen und Geduldig auf den Abschlussbericht der Kommission warten. Erst danach würde die Regierung die Hawaii-Inseln dann zu einem offiziellen Meerschutzgebiet erklären - ungeachtet dessen, dass sie mittlerweile längst durch iranische Atombombentests vernichtet wurde.

(http://www.sueddeutsche.de/,tt4m2/ausland/artikel/423/78345/)

WM 06


Ghana feiert überraschenden Sieg überraschend mit israelischer Fahne.

Reinhard Mey und warum früher alles leichter war

Reinhard Mey hat wieder zugeschlagen. Der, gleich nach Jürgen Drews, wichtigste politische Barde Deutschlands knöpft sich aber mal ausnahmsweise nicht die Terroristen, Fundamentalisten und Fanatiker dieser Welt vor, sondern die USA.

Vielleicht dachte er sich: "Jetzt hab ich soviel über Grosny gesungen, habe Lieder über Hingerichtete iranische Homosexuelle verfasst, deren vergehen es war, sich zu lieben, habe Fiedel Castro auf das Normalmaß eines gewöhnlichen Diktators gestuzt, trällerte mir eins auf die Steinigungen in Saudi Arabien und goss die palästinensische Selbstmordanschläge in wunderschöne Reime. Damit habe ich die schlechten dieser Welt schon mehr als genug Angeklagt. Damit jetzt aber nicht der Eindruck ensteht, dass ich irgendwie nur gegen Feinde der Menschenrechte bin, sind jetzt mal die USA dran!"

Vielleicht dachte er das wirklich, vielleicht war es aber auch simpler und der Gegner von Garten-Nazis (womit er Nachbarn meint, die ihren Rasen mähen) wollte einfach nur seinem gewohnten Weltbild treu bleiben. Und das befindet sich nicht erst seit Nein, meine Söhne geb ich nicht in naiv-pazifistischen Gefilden, irgendwo über den Wolken, ohne Sichtkontakt zur Realität.

Der folgende Liedtext ist ein weiterer Beweis dafür, dass unter den so genannten Linken Sängern viele noch immer den Fall der Mauer nicht überwunden haben und in einer Mischung aus Nostalgie und Gegenwartsangst ihre Lieder weiter nach dem bewährten Gut-Böse, Wir unten – die Oben Schema zimmern.

In diesem Sinne, Vorhang auf für Meys USA und Realitäts Kritik:


Alles o.k. in Guantánamo Bay

Wir sagen schwarz ist schwarz und weiß ist weiß
Und wenn wir das so sagen, dann genügt das als Beweis.
Man weiß, die Bösen sind böse, die Guten sind wir
Also stell’n Sie keine Fragen, wir stell’n die Fragen hier!
Geh’n Sie hinter die Absperrung, bitte bleiben Sie nicht steh’n,
Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu seh’n,
Es ist alles o.k. in Guantánamo Bay.

Wir haben da ein vorbildliches Lager gemacht
Und jeder Vorbildvergleich ist völlig unangebracht.
Ein Lager, in dem es mit rechten Dingen zugeht,
Das Recht ist immer da, wo unsere Fahne weht.
Wir machen hier die Regeln und wir sind das Gesetz,
Also erspar’n Sie uns Ihr weinerliches mitleid’ges Geschwätz!
Es ist alles o.k. in Guantánamo Bay.

Wir sind die Guten und die andern sind die Schlechten,
So einfach ist das mit den Menschenrechten.
Was kümmert es uns, wenn Ihr uns anpinkelt und kläfft,
Kümmert Euch um Euer eigenes Geschäft.
Es ist alles o.k. in Guantánamo Bay.

Wir haben einen guten Stacheldrahtzaun
Sie sollen nicht drüberschau’n, Sie sollen uns nur vertrau’n.
Auch wenn man nicht sieht, was dahinter geschieht,
Mit dem, der da mit verbundenen Augen niederkniet.
Wir haben ihn gefaßt, wir sind das Weltgericht,
Ob es der Weltöffentlichkeit nun mal paßt oder nicht,
Denn es ist alles o.k. in Guantánamo Bay.

Wir sind die Guten und die andern sind die Schlechten,
So einfach ist das mit den Menschenrechten.
Was kümmert es uns, wenn Ihr uns anpinkelt und kläfft,
Kümmert Euch um Euer eigenes Geschäft.
Es ist alles o.k. in Guantánamo Bay.

Im Land der Tapferen und in der Heimat der Frei’n
Warten wir nicht auf Ihren Rat, mischen Sie sich nicht ein!
Keine Diskussion, keine Genfer Konvention,
Dieses hier ist Gottes eigene Nation:
We do it our way in Guantánamo Bay.
Es ist alles o.k. in Guantánamo Bay.
Tout est parfait à Guantánamo Bay.
Khobé, khobé Guantánamo Bay.
Koullu tamam fi Guantánamo Bay.



Oh je, gerade eben habe ich den Fehler gemacht, doch noch einmal auf eine Homepage der Antiamerikane… äh Friedensbewegten zu gehen. Sie mobilisieren gerade gegen Georg Bush. Dieselben, die mir Antworteten, dass sie eine Demonstration gegen Ahmadenischad nicht Unterstützen können, weil das Bush in die Hände spielen würde!!!
Man schätzt die Nähe zu einem Menschenhasser, Antisemiten und Terroristen mehr, als die zu einem Demokraten. Für mich gilt da im Zweifelsfall immer noch: Bush ist abwählbar, Allah nicht! Weil ich mich mit diesen Idioten nicht weiter beschäftigen will, verlinke ich hier einfach zu meinem Beitrag: 10 Gründe warum ich die Friedensbewegung hasse.

http://der-fuchsbau.blogspot.com/2006/06/lauschangriff-gegen-nazis-islamisten.html

Samstag, Juni 17, 2006

Nur hier, nur jetzt, nur auf www.zensurfilm.de

Das offizielle FIFA T-Shirt zur Irankrise 2006:

http://www.zensurfilm.de/141277.html

Protestkundgebung gegen das iranische Regime

Zurück aus Frankfurt. Heute fand eine große Kundgebung gegen das iranische Regime und dessen antisemitischen Vernichtungsfantasien statt. Auf dem Opernplatz versammelten sich laut Veranstalter über 1000 Menschen, wobei ich persönlich Glaube, dass es doch etwas weniger waren.

Als Redner traten unter anderem auf, Arno Lustiger, Micha Brumlik, Hannes Stein und Michel Friedman. Letzterem gelang es an besten, die Unaufrichtigkeit in Worte zu fassen, mit der Deutschland sich gegenüber dem Iran verhält. „Ich würde“, behauptete er „lieber als freier Mann frierend in meinem Zimmer sitzen, als durch Öl gewärmt zu werden, dass von einem solchen Terrorregime gekauft wurde.“ Außerdem stellte er die Frage, warum der weißrussische Präsident nicht in die EU Einreisen darf, dasselbe aber nicht auch für Ahmadinedschad gilt.

Wiederholt betonte die Redner die Motivation der Veranstaltung. Nicht das iranische Volk, oder die Fußballmannschaft werden bekämpft, sondern die, die seit Jahrzehnten die Menschenrechte im Iran mit Füßen treten, die Religionsgemeinschaft der Bahai verfolgen, keine Glaubensfreiheit zulassen und weltweiten Terror finanzieren.
Das so viele Iraner vor Ort waren, zeigten, dass diese Botschaft verstanden wurde.

Kehlchen und ich hatten uns im Vorfeld der Veranstaltung ein T-Shirt bedrucken lassen.
Auf ihm steht: “Finger weg vom israelischen Öl, Ahmadinedschad“. Die allermeisten Teilnehmer fanden es sehr gut, wenige verstanden die Ironie nicht und ein Idiot im Mainzer McDonald stotterte abends, dass ihn der Spruch beleidigt.
Warum genau, wurde nicht klar und da ihn schon das lesen des Satzes merklich ermüdete, lief er wortlos davon.

Die Veranstaltung selber war wirklich gelungen. Bei guter Atmosphäre und trotz einer ziemlichen Hitze, hielten die allermeisten tatsächlich bis zum Ende durch.
Danach zogen Kelchen und ich mit israelischen Symbolen überfrachtet zu Fuß zum Bahnhof.
Aus den Hosentaschen hingen blau-weiße Fähnchen, auf dem Kopf saß eine Schirmmütze mit Davidsternen, ein israelisches Tuch kühlte den Nacken und natürlich die T-Shirts.

Als Idealist könnte man meinen, die Passanten würden in uns selbstbewusste Juden sehen, als Rationalist weißt du, dass sie uns wohl eher für durchgeknallte christliche Israeljünger halten werden.

Wie auch immer, diese Veranstaltung war gelungen und in den nächsten Tagen werden auf diesem und auf Kehlchens Blog noch weitere News und vor allen Fotos veröffentlicht.

Auch wenn die antideutsche Demonstration gestern irritierend und merkwürdig war, trotzdem ein neuer Link-Hinweis:

http://www.redaktion-bahamas.org/

Demo: Solidarität mit Israel

Tag zwei des Zensurfilm Demonstrationsmarathons ist beendet.
Heute nahmen Kelchen und ich an einer eher fragwürdigen Veranstaltung teil. Mehrere Gruppe, darunter die AK Antifa Mainz, das Bündnis gegen Antisemitismus Rhein/Main und der Zusammenschluss antideutscher Kommunisten Heidelberg riefen zu einer Solidaritätskundgebung für Israel auf. Unter dem Motto “Deutschland das Existenzrecht entziehen“, dass offensichtlich nur die wenigstens als Ironie oder Satire verstanden wissen wollten, versammelten sich cirka 150 Linke auf dem Merianplatz. Kurz vor 19.00 Uhr setze sich der Zug dann in Bewegung. Israelfahnen, Wimpel und Transparente wurden präsentiert. Schade für die Optik war es, dass es nur sehr wenige israelische Fahnen gab.

Um einen Kleinbus herum formierten sich die Teilnehmer. Die einen liefen vorne und skandierten abwechselnd zweifelhafte (Nie wieder Deutschland!), bis geschmacklose (Was tut allen Deutschen gut – Bomber Harris und die Flut) Schlachtrufe, die von “Lang lebe Israel“ Sprechchören ergänzt wurden. Die anderen waren währenddessen hinter dem Bus im Stillen mit dem einatmen der Autoabgase beschäftigt.

Vor der Paulskirche kam unser Zug dann erstmals zum stehen. Die Fußballfans reagierten verwundert bis gar nicht auf unsere Anwesenheit. Über den Lautsprecher lief erneut eine Tonbandaufnahme, die über gesellschaftliche Missstände aufmerksam machen und für eine kommunistische Weltsicht werben sollte. Ein interessierter Mann näherte sich den Trägern des Transparents “Deutschland war als Kind schon Scheiße“ und bekundete verwundert, dass er sowohl auf der Seite Deutschlands und Israels stehe.

„Warum seid ihr gegen Deutschland?“
„Weil Deutschland ein wichtiger wirtschaftlicher Partner der arabischen Staaten gegen Israel ist.“
„Aber das stimmt doch so nicht. Deutschland ist auch ein fester Freund Israels. Merkel hat der Hamas den Geldhahn zugedreht und auch Fischer betonte immer die enge Beziehung zu Israel.“
„Es gibt in Deutschland Umfragen, die einen bedrohlich hohen Anteil an Antisemitischen Vorurteilen in der Bevölkerung erkennen lassen.“
„Das ist wieder etwas anderes. Was ihr hier macht ist reaktionär.“
„Nein wir sind progressiv.“
„Nein das ist reaktionär. Ihr stellt euch nicht der Realität.“
„Man kann doch auch Theoretisch sein. Marx war auch Theoretiker.“
Danach verschwand der nette Herr lächelnd und seinen Kopf schüttelnd.

Dieser Dialog bringt das ganze Dilemma dieser Veranstaltung oder zumindest der eigenen Teilnahme auf den Punkt. Hätte er mich angesprochen, ich hätte ihm größtenteils Recht geben müssen und das aus Überzeugung. Die antideutschen Heidelberger Kommunisten vertreten ein schwer durchschaubares Sammelsurium von Thesen und Forderungen. Das sie meistens von dem was sie da Vertreten selber keine Ahnung haben, macht eine Solidarisierung mit ihnen nicht leichter.

Die Deutschlandfeindlichen Sprüche auf den Plakaten werden außerdem bei vielen Passanten schon von Beginn an verhindern, dass sie sich ernsthaft mit der Meinung der Protestler auseinandersetzen wollen. Und für mich selber habe ich nicht das Gefühl, es hier mit gleich gesinnten zu tun zu haben. Ich hasse Deutschland nicht, ich hasse kein Land, indem auch die Gegner dieses Landes oder seines Systems (in diesem Fall beides) ihre Meinung äußern dürfen. In Kommunistischen Ländern, oder muslimischen Gottesstaaten wird es schwerlich Demonstrationen gegen die Partei oder die Scharia geben. Ich hasse Systeme, in denen es diese Freiheit, diese extremste Form der Meinungsfreiheit nicht gibt.

Die Unterstützung Israels sowie der Kampf gegen den Antisemitismus sind wiederum Überschneidungen mit den eigenen Interessen. Das ist ein großes Verdienst dieser Gruppen, da die restliche Linke diese Themen nicht mit dieser Konsequenz vertritt. Außerdem konzentriert sie die antideutsche-kommunistische Gesellschaftskritik in erster Linie auf Missstände in Deutschland und meint nicht etwa die Wurzeln des Bösen auf der anderen Seite des Atlantiks suchen zu müssen. Ebenfall ein wohltuender Unterschied gegenüber zum Beispiel den Antiamerikanern der Attac.
Leider habe ich aber den Eindruck, dass diese positiven Elemente in ein ideologisch total wahnwitziges, illusorisches und unrealistisches Weltbild verpackt sind.

Von der Paulskirche aus ging es dann weiter in die Innenstadt. Es kam zu einigen spontanen Beifallsbekundungen spanischer Fußballfans, die begeistert “Israel, Israel“ riefen und danach zur Konfrontation mit einer Seite Deutschlands, die es nach dem Weltbild viele Teilnehmer gar nicht geben dürfte. Sie stand in Gestalt eines dunkelhäutigen jungen Mannes auf einem Balkon. Er verteidigte von dort aus mit der BRD-Flagge in Händen seine Heimat gegen die Schmähungen. Da hat die Realität die Rhetorik überholt. Die Flugblätter, die in Deutschland in erster Linie einen rassistischen und fremdenfeindlichen Staat sehen, schmolzen in diesem Moment kurz zu dem zusammen was sie sind: dumme Propaganda.

Zum Abschluss der Veranstaltung postierten wir uns noch für cirka eine halbe Stunde auf einem zentralen Platz in der Innenstadt. Die Rektionen der Passanten erschienen mir eher negativ bis irritiert. Doch kam es auch zu konstruktiven Gesprächsansätzen mit Neugierigen, die sich meist nicht weiterentwickelten, da zu vieles an der Motivation der Kundgebler rätselhaft blieb. Mehrere Männer näherten sich dann noch mit Iran-Flaggen und schrieen ihre Meinung über diesen Aufmarsch so ehrlich in den langsam dämmernden Frankfurter Himmel, dass die Polizei ihnen sehr bald weitere Äußerungen verbat. Dann lösten wir uns auf.


Freitag, Juni 16, 2006

Anti-Kehlchen Pics


Kehlchen, dass ist doch ein hübscher Mann! Wo ist dein Problem mit ihm???

Amerika dich hasst sich`s besser

Das Cafe Kurzschluss ist eine kleine Studentenkneipe der FH Frankfurt. Es steht eingerahmt und etwas verloren zwischen mehreren Gebäudekomplexen. Um 20.00 Uhr sollte in ihm eine Veranstaltung zum Thema Antisemitismus/Antiamerikanismus stattfinden. Redner Andrei Markovitz, der Autor des Buchs Amerika dich hasst sich`s besser . Vierzig Minuten vor Beginn standen Kehlchen und ich jedoch vor verschlossenen Türen. Wir gingen mit dem Hunger den Kompromiss ein, es in einer halben Stunde noch einmal zu versuchen und zwischenzeitlich bei McDonald einzukehren.

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Beim zweiten Versuch hatten wir dann mehr Glück. Die Tür stand offen. Wenige Personen liefen herum, sortierten den Infotisch oder bedienten sich an der Theke. Nur ein Mann saß ungerührt auf einem Stuhl und guckte das WM Spiel England – Paraguay. Hin und wieder kam ihm dabei ein Unterstützendes „wooooosch“ oder anerkennendes „woahhh“ über die Lippen. Eine Aura reinsten Fußballinteresses umgab ihn, und ließ die Organisatoren aus der ansonsten eher zupackenden Kommunistischen und Anti-Deutschen Szene respektvoll darauf warten, dass der Schiedsrichter die Partie beendete, ehe sie den Referenten dwieder mit den Nichtigkeiten des Abends belästigten.

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Glücklicherweise kamen dann doch noch einige Interessierte, weswegen sich der Raum bis auf den letzten Platz füllte. Nach einer Einleitung in die Thematik, sowie einem aktuellen Artikel aus einem Frankfurter Szeneblatt, indem eine Filmkritik zu Flug93 dazu genutzt wurde, die offizielle Version der Anschläge als Lüge zu enttarnen, womit ein krasser Fall von Antiamerikanismus außerhalb der extremen Ränder der Gesellschaft präsentiert wurde, begann Markovitz seinen Vortrag. Wer sein Buch schon gelesen hat, der wird nicht viel Neues gehört haben und doch war es interessant, ihm zuzuhören.

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Leider sparte er den Bereich Antisemitismus aber völlig aus und sprach nur über den Antiamerikanismus in Europa. Und auch wenn seine Theorien in den allermeisten Fällen zu unterstützten sind und das drängende Problem des Antiamerikanismus, der das Fundament der europäischen Identität bildet, klar angesprochen wird, gibt es dennoch mehrere kritische Anmerkungen zu machen.

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So formuliert er etwas missverständlich, ob für ihn Antiamerikanismus grundsätzlich inakzeptabel ist, oder ob dabei auch geschichtlichen Hintergründe berücksichtigt werden müssen.

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Er nannte das Beispiel Griechenland, wo die USA vor Jahrzehnten die Militärjunta unterstützten, weswegen dort das USA Bild negativ sei.

Ob er damit einen quasi guten weil nachvollziehbaren Antiamerikanismus präsentiert, der vom rein auf Vorurteile aufgebauten bösen Antiamerikanismus zu Unterscheiden ist, wurde nicht klar.

Er meinte aber wohl, dass bei den meisten Griechen das Amerikabild eben eher schlecht ist, weil die USA tatsächlich schlechtes taten und dass darum kein Antiamerikanismus, sonder legitime Amerikakritik sei. Aber wie gesagt, an dieser Stelle fehlte ein klares Wort.

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Was dann aber tatsächlich etwas irritierte, war seine Unterscheidung zwischen Kultur und Charakter. Er verneinte die Wechselwirkung dieser beiden Phänomene und nutze dies zu einem überraschenden Plädoyer auf die Charakterstärke der Deutschen. Gerade an ihnen könne man gut erkennen, dass keine Gesellschaft kollektiv einen determinierten Charakter habe, da sie trotz all der Regimewechseln in den letzten 100 Jahren und den brutalen Kriegen heute „das friedlichste Land der Welt seine und keinem Eichhörnchen etwas zu leide tun könnten.“

Diese Feststellung ist nicht nur deshalb unrichtig, weil sie die Friedensliebe der Deutschen betreffend schlicht falsch ist, sonder auch wegen der Opposition in der sie zu den Thesen von Markovitz eigenen Buchs stehen. Wenn der Antiamerikanismus seid Jahrhunderten ein Kernbestandteil der Europäischen Kultur ist, muss das doch Konsequenzen auf den Charakter vieler Europäer haben. Kultur und Charakter existieren doch nicht Autonom nebeneinander her, sondern bedürfen einander.

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Außerdem wirkten einige Äußerungen von ihm wie ein Plädoyer gegen sein eigenes Buch. Es gäbe alleine von der Lufthansa täglich über dreißig USA Flüge, was die engen Verbindungen zwischen den beiden Kontinenten verdeutlichen würde. Über 70 Prozent der Europäer seien USA freundlich eingestellt (was übrigens einer Umfrage widersprach, die in der Einleitung zum Abend vorgetragen wurde). Man fragt sich bei solchen Erkenntnissen, ob der Antiamerikanismus dann wirklich ein so ernstzunehmendes Problem seien soll. 70 Prozent Zustimmung ist doch gar nicht so schlecht.

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An dieser Stelle muss aber auch gesagt werden, dass vielleicht die zwar sehr seltenen, aber dennoch vorhandenen Schwierigkeiten von Markovitz, sich im Deutschen präzise auszudrücken, für Missverständnisse gesorgt haben.Außerdem sprang er auch mehrmals zwischen der heutigen Situation und der in andere Epochen, gut möglich, dass dabei einfach verschiedenen Statistiken im falschen Kontext erwähnt wurden.

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Teilweiße kam danei nämlich das Gefühl auf, dass das Fazit seines Buchs viel zu pessimistisch ausfiel: Noch nie war der Antiamerikanismus so stark wie heute, da er mittlerweile auch außerhalb der schon immer Vorurteilsbeladenen Elite bei der breiten Bevölkerung auf Zuspruch trifft und zu einem Konsensthema geworden ist.

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Vielleicht war Markovitz aber auch einfach nicht ganz bei der Sache und in Gedanken längst beim letzten WM-Spiel des Abends Schweden – Trinidad-Tobago, weswegen er teilweiße nicht konkret genug formulierte. So bleiben aber doch einige Fragen offen, die sich vielleicht per Nachfrage klären lassen. Nach dem Endspiel.

Donnerstag, Juni 15, 2006

Zäune und Musik

Auszüge aus einem etwas merkwürdigen Interview mit einem deutschen Lehrer in Palästina.


SPIEGEL ONLINE: Sie legen großen pädagogischen Wert auf die musikalische Ausbildung Ihrer Schüler. Durch Musik lerne man zu hören, wann Harmonie entstehe, sagen Sie. Immer wieder kommt es jedoch zu ziemlichen Dissonanzen im musikalischen Zusammenspiel.

Dürr: Es gibt eine von Daniel Barenboim und Edward Said gegründete Stiftung "West-östlicher Diwan". Die Zusammenarbeit wird jedoch immer schwieriger. Etliche palästinensische Kinder und Jugendliche können an Workshops oder Musikwettbewerben nicht mehr teilnehmen, weil sie von Israel keine Erlaubnis bekommen, um nach Ostjerusalem ins Konservatorium zu kommen.



Das Problem mit der verbindenden Kraft der Musik ist doch, dass die Hamas diese Projekte gerne sofort beenden würde. Die Scharia ist nicht unbedingt besonders musikfreundlich, wer das nicht glaubt, der denke nur an die ganzen von den Taliban betriebenen Diskos. Von daher sind solche Musik-Initiativen gute Beispiele für das zuviel an naivem Gutmenschen Engagement und zu wenige an realistischer Einschätzung der Wirklichkeit.


Und nun die sonderbarste Passage des Interviews:

SPIEGEL ONLINE: Gibt es nicht auch positive Entwicklungen - der Abzug der Israelis aus dem Gaza-Streifen etwa?
Dürr: Der Rückzug der Israelis wird hier als entwürdigend empfunden - aus dem einen Grund: Niemand redet mehr mit den Palästinensern.

Eine Entwürdigung! Na klar, ein echter arabischer Krieger will sein Land aus eigener Kraft und der Waffe in der Hand von den Juden befreien. Alles andere kann er nur als eine Demütigung empfinden. Da hät man Rücksicht nehmen müssen! In Zukunft also besser keine Siedlungsauflösungen mehr, dass treibt die Gedemütigten nur Scharenweiße in Depressionen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,421448,00.html

Pädagogen und die gewalttätige Welt

Die Pädagogik ist eine zwielichtige Wissenschaft.
In ihr gehört das relativieren zum guten Ton und das Opfer wird dafür Verantwortlich gemacht, dass der Täter aggressiv wurde. Umgedrehte Logik also.
Gestern durfte ich an einem weiteren Höhepunkt pädagogischen Denkens teilnehmen.
In einem Seminar wurde der Begriff Gewalt diskutiert.
Völlig klar war von Begin an, dass Gewalt an sich wertneutral ist.
Es gibt positive und negative. Was genau fällt alles darunter?, eine kleine Auswahl: Kriege, Nachhilfeunterricht, Massaker, Einschulungen, Boxkämpfe und die Verkehrsregeln.

Ein ganz besonders gewalttätiges Exemplar Mensch stellte Mahatma Gandhi dar („Der hat definitiv eine ganz extreme Form der Gewalt gelebt“). Übrigens ist es auch hier interessant, wie sehr Pädagogen auf den Täterschutz bedacht sind. Namen wie Hitler, Stalin, Mao, Che Guevara oder Saddam Hussein fielen nämlich nicht. Auch nicht der schlagende Ehemann, oder der Serienmörder. Der naive und weltfremde Hindu stand allein auf weiter Flur.

Später wurde die Frage aufgeworfen: „Kann der Frieden aus religiöser Sicht nur über vorhergehende Opferungen erreicht werden?“
Und obwohl die Frage mit einem einfachen Ja, zumindest für Christen und Moslems, zu beantworten wäre, entschied sich die nächste Generation Täter-Faszinierter Street-worker für eine andere Sichtweiße. Weil diese Religionen eine friedliche Botschaft verkünden, kann es nicht sein, dass sie gewalttätig ihr Ziel erreichen. Wenn sie ihre Werte selber ernst nehmen!
Ich habe mich dann auch gemeldet und gesagt, dass Religionen, die eine Universelle Heilslehre vertreten, so wie die beiden genannten, im Kern immer aggressiv sind. Ganz abgesehen davon, dass zumindest der Islam auch im Kern keine friedliche Religion ist. Ein Feldheer als Stifter, die Einteilung der Welt ins Haus des Friedens und des Krieges und die Verpflichtung zum Jihad wirken nicht besonders pazifistisch.

Die Pädagogik ist wirklich eine sonderbare Disziplin. Was bringt denn ein Begriff, der einfach für alles einsetzbar ist? Wenn Gewalt sowohl Amokläufe als auch Geburtstagsfeiern, als auch großen Ehrgeiz umfasst, wird dieser Begriff völlig wertlos. Auschwitz und die Anmeldung zu einen Tanzkurs, zwei Seiten der gleichen Medalie.
So ein Wort kann man dann nur noch in den Papierkorb werfen, oder an besten die Wissenschaft, die dieses Wort so benutzt. Es gilt weiterhin der kluge Satz des griechischen Philosophen Gideon*: Was für alles einsetzbar ist, ist für nichts einsetzbar.


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* Als Alternative zum sehr passenden Zitat von Adorno, dass mir gerade nicht einfällt.

Mittwoch, Juni 14, 2006

Und noch einmal Palästina

Es wird immer wieder davon gesprochen, dass die Palästinenser PR-Weltmeister wären und sich im Gegensatz dazu die Israelis immer wieder ungeschickt präsentieren würden.
Da mag etwas dran sein, vorausgesetzt, man wünscht sich, dass ISrael sich in Zukunft ähnlich pietätlos Verhält wie die Gegenseite.
Zwei aktuelle Beispiel:

1.) Bei einem israelischen Angriff auf einen mit Raketen beladenen PKW wurden mehrere Zivilisten getötet oder schwer verletzt. Wie wurde diese Tragödie aufgearbeitet?:
Drei Kleinkinder sterben im Operationssaal vor laufenden palästinensischen Kameras.

2.) Aus einem Artikel von Ulrich Sahm:
Am Freitag tötete eine mysteriöse Explosion sieben Mitglieder der Rhalia Familie aus Beth Lahia bei Gaza. Sie machten Picknick am Strand nahe der ehemaligen Siedlung Dugit. Die 12-jährige Huda rannte umher und suchte ihren Vater, bis sie sich heulend neben seiner Leiche in den Sand warf. Ein palästinensischer Kameramann war "zufällig" mit seiner Kamera dort, filmte die Szene, anstatt dem Mädchen zu helfen. Er schuf eine neue Ikone palästinensischen Leids und israelischer Brutalität.
[...]
Derweil leidet die zwölfjährige Huda Rhalia unter ihrer neuen Rolle als Fernsehstar. Erst herzt sie Präsident Mahmoud Abbas, dann adoptiert sie Premierminister Ismail Hanija und zwischendurch absolviert sie unzählige Pressekonferenzen. Unmittelbar vor der "Propagandaoffensive" von Amir Peretz ist sie Stargast einer Talkshow beim arabischen Sender Al Jezeera. Ein palästinensisches Informationszentrum informiert per SMS über die laufende Show. Unter Tränen erzählt das Mädchen, dass "die Juden" ihren Vater und ihre Geschwister ermordet hätten. Der Westen akzeptiert die Zeugenaussage einer Zwölfjährigen, während die arabische Welt noch nichts von Kindesmissbrauch gehört hat. Die Palästinenser erweisen sich als PR-Meister, während die Israelis glauben, mit einer "Propagandaoffensive" die Welt erobern zu können.

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Ich sehe da keine talentierte PR-Profis am Werk, sondern einfach nur besonders verachtenswerte Verbrecher. Wer Leid auf diese perfide Art ausnutzt, kann vieles sein, vielleicht ein Sadist, ein Terrorist oder ein kühl kalkulierender Menschenhasser, aber eines ganz sicher nicht: ein begnadeter Stratege.
Es spricht für die moralischen Standards und den Respekt vor dem menschlichen Leben, dass man in Israel auf solche ekelhaften Propagandahilfen verzichtet.
Das dieser Missbrauch von Kindern nicht in aller Deutlichkeit von der UNO und von Menschenrechtsorganisationen kritisiert wird, ist ein Skandal.

Abbas und das Rückkehrrecht

Aus der selben Rede noch folgendes:

"Unsere Bemühungen zur Unterstützung und zum Schutz der Flüchtlinge sowie zur Verteidigung ihrer Rechte müssen verdoppelt werden. Es ist notwendig, eine Konferenz mit Vertretern der Flüchtlinge zu organisieren, in deren Rahmen das verpflichtende Recht auf Rückkehr hervorgehoben und die internationale Gemeinschaft aufgerufen wird, die UN-Resolution 194 umzusetzen, die das Recht der Palästinenser auf Rückkehr sowie das Recht auf Entschädigung festlegt."

Tipp: Die Mauer, die momentan zu weit über 90 Prozent nur ein Zaun ist, wirklich zu einer Mauer machen und sich nicht weiter mit solchen Leuten beschäftigen. Wenn den Palästinensern die Vernichtung Israels mehr bedeutet als die Gründung eines eigenen Staates, bringen Verhandlungen nichts mehr. Es gibt für Israel weder einen rechtlichen noch moralischen Grund auf diese Forderung einzugehen. Ganz abgesehen davon, dass es einfach zynisch ist, von einem Staat zu verlangen, Millionen Personen aufzunehmen, die diesen Staat hassen.
Vielleicht kühlt der Schatten der Mauer ja die Gehirne der Palästinensichen Führer und sie kehren mal aus ihren 1001-Nacht Träumen zurück in die Gegenwart. Sie lassen ihr Volk für eine wahnhafte Idee lieber in Lagern verroten, als ihnen ein gutes Leben zu ermöglichen. Es scheint, als wäre Golda Meirs Aussage weiterhin Gültig: "Frieden mit den Palästinensern wird es erst geben, wenn sie ihre Kinder mehr lieben, als sie uns hassen."

Abbas und die Grenzen von 1967

In einer aktuellen Rede sagte Abbas: "Von der Hamas bis zur kommunistischen Partei besteht ein allgemeiner nationaler Konsens darüber, dass wir einen palästinensischen Staat in den Grenzen von 1967 wollen."

Das klingt soweit ganz gut, abgesehen davon, dass es keinen Palästieneserstaat in den Grenzen von 1967 geben kann, weil es dort einen solchen nie gab. Dieses Land gehörte seit der israelischen Staatsgründung 1948 bis zum 6 Tage Krieg 1967 zu Jordanien (warum es in dieser Zeit zu keiner Staatsgründung kam, bleibt das Geheimniss der arabischen Nationen.)

Ein netter Nachtrag noch. In Abbas Rede geht es direkt danach mit folgender beruhigenden Anmerkung weiter: "Das ist es, was wir im Augenblick erreichen können und das ist es, was uns gerade angeboten wird."

Wer da nicht an den ehrlichen Friedenswillen glaubt, ist selber Schuld!
(http://www.hagalil.com/archiv/2006/06/abu-mazen.htm)

Dienstag, Juni 13, 2006

Wenn eine Gesellschaft das Lügen zu einer politischen Waffe macht

Eigentlich ist es doch eine ganz einfache Sache, wer notorisch Lügt, dem glaubt man erstmal nicht. Wir haben doch so viele ätzende Metaphern für dieses Phänomen, wir kennen die kurzen Beine einer Lüge, sowie die Redewendung: „Wer einmal lügt, dem Glaubt man nicht“, und auch Formulierungen wie „Der lügt ohne Rot zu werden“ sind nicht als Kompliment zu verstehen. Das Lügen ist also gesellschaftlich nicht hoch angesehen.

Warum wird dann in zweifelhaften Fällen ausgerechnet auf die kurzbeinigen Palästinenser Vertraut, wenn sie ihre Version der Wahrheit verbreiten?
Sind denn all diese nervigen pädagogischen Warn-, und Lernsätze nichts mehr Wert, sobald sie auf eine etwas barbarischere Gesellschaft übertragen werden?
Das Lügenregister der Palästinenser ist beeindruckend und erweitert sich täglich.
Letztes Beispiel ist eine Explosion am Strand von Gaza. Mehrere Mitglieder einer Familie kamen dabei ums Leben. Sofort verkündeten die Palästinenser, dass die Israelis mit einer Rakete diese Menschen ermordeten. Die Presse, der diese seriöse Quelle genügte, veröffentlichte es prompt.

Weil tatsächlich in der Nähe israelischer Beschuss stattfand, übernahm die Armee dann auch die Verantwortung und die Verwundeten sollten auf Kosten Israels behandelt werden.
Nach und nach mehrten sich aber die Unstimmigkeiten in dieser Version der Vorgänge.
Die israelische Seite gab bekannt, vorläufig doch nicht die Verantwortung zu übernehmen, solange der Vorfall nicht genau untersucht ist.

Das Verhalten der Hamas machte zusätzlich stutzig. Sie säuberte den Einschlagsort von allen Splittern, ebenso die Verwundeten, ehe diese zur Behandlung nach Israel gebracht wurden. Mittlerweile hat Israel bekannt gegeben, nicht für die Explosion am Strand verantwortlich zu sein.

Es sei bewiesen, dass es sich nicht um ein israelisches Geschoss gehandelt habe, außerdem sei am Ort der Explosion kein typischer Krater wie nach einem Granateneinschlag entstanden, teilten die Ermittler mit.

Ein erneutes Beispiel für den infantilen Realitätsbezug auf palästinensischer Seite. Da vernichtet eine Hamasbombe zufällig eine palästinensische Familie anstatt wie vorgesehen eine israelische und die Verantwortlichen haben noch nicht einmal soviel Respekt vor den Toten ihres Volkes, dass sie den Hinterbliebenen wenigstens die Wahrheit sagen. Für eine Organisation, die sich damit brüstet, mutig gegen den zionistischen Feind zu kämpfen, ist das ein ungewöhnlich Feiges Verhalten.

Ein ähnliches Verhalten kennt man aber schon von anderen Explosionen von Hamas-Sprengstoff. Nach dem Gaza Rückzug Israels fuhr auf einer Parade der feiernden Palästinenser auch ein mit Munition und Bomben beladener Wagen mit. Die Leute klatschten, dann gab es einen lauten Knall und danach nicht nur den Wagen samt Besatzung nicht mehr, sondern auch einige Befreite weniger. Hamas entblödete sich auch in diesem Fall nicht, Israel dafür Verantwortlich zu machen. Noch nicht einmal AL-Jazzera glaubte das und Abbas fiel dazu nur ein: „Wer mit einem Ölfass durch die Gegen läuft, sollte damit rechnen, dass jemand ein Streichholz anmacht.“

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Vier weitere populäre Lügen, die bei den Palästinensern zum Teil die Bedeutung von historischen Wahrheiten besitzen:

1.) Mohammed al-Dura, er soll angeblich am 30. September 2000 zu Beginn der Intifada von israelischen Soldaten erschossen worden sein. Das Bild des kleinen Jungen, der sich ängstlich an seinen Vater kauert ging um die Welt. Später wurde festgestellt, dass die tödlichen Schüsse von palästinensischer Seite abgefeuert wurden. Das ging nicht mehr um die Welt.
2.) Scharon habe die zweite Intifada ausgelöst. Diese Lüge wiegt sogar schwerer als das ehrliche Wort von Arafat, der sich sogar brüstete, diesen Krieg begonnen zu haben und damit auch (ganz genialer Diplomat) während der Verhandlungen von Camp David drohte. Es ist Ironie der Geschichte, dass die Palästinenser Arafat gerade das eine mal nicht glaubten, als er mal (was selten genug geschah) die Wahrheit sprach.
3.) Das Recht auf Rückkehr. Es gibt keine andere Vertriebenengruppe, deren Forderungen auf so wackeligen Füßen steht. Das geht schon damit los, dass kaum ein Palästinenser vertrieben wurde. Fast alle wurden außerhalb Israels geboren. Die, die tatsächlich flüchten mussten, lebten oft noch nicht lange in Israel. Sie wurden von der gestiegenen Lebensqualität angezogen, die mit der Bewirtschaftung des brachliegenden Landes durch die jüdischen Pioniere einherging.
4.) Das palästinensische Volk: Ja, das ist jetzt natürlich nicht politisch korrekt, aber auch dieser Begriff ist leider ziemlich schwammig. Historisch gibt es dieses Volk nicht, die Eltern der Araber, die sich seid Mitte des 20. Jahrhunderts unter dieser neuen Nationalität zusammenfanden, identifizierten sich zumeist entweder mit Syrien oder gar mit dem Osmanischen Reich. Sich selber als eigenes Volk zu begreifen, kam ihnen nicht in den Sinn. Man kann es vielleicht auch etwas polemischer Ausdrücken: Das palästinensische Volk ist eine Waffe, die die arabischen Staaten für den Kampf gegen Israel erfunden haben. Ob es ohne den Holocaust den Staat Israel geben würde ist schwer zu sagen, dass es aber ohne den Holocaust auch keine Palästinenser gegeben hätte, steht fest.