Sonntag, Juni 25, 2006

Der 11.September war nur die erste Lüge – wie der SPIEGEL die USA entlarvt!!!

Marc Pitzke, der auch schon mal für Leute Werbung macht, die wiederum auf antisemitische und antiisraelische Webseiten verlinken, berichtete nun über die Zerschlagung einer Terrororganisation in den USA. Mit welcher Intention er das tut, wird schon in der Überschrift deutlich: Die Möchtegern Osamas aus Miami. Klingt irgendwie nach die Möchtegern–Beatles für völlig talentfreie Nachwuchsbands oder die Möchtegern-Ronaldos für ebenfalls nicht besonders beeindruckende Fußballer. Also beinahe symphatisch und vor allen harmlos.

Der ganze Artikel bezieht stark Stellung und zwar gegen die Ankläger. Einer der Angeklagten habe als schrullig aber harmlos gegolten und lebte in einer fensterlosen Lagerhalle, die er mit Sperrmöbel dekoriert hatte. Bei Pitzke klingt das schon nach dem perfekten Alibi.
Den US-Justizminister beruhigte diese Information aber nicht und darum wurden der schrullige Lagerhallenbewohner, sowie sechs weitere Männer verhaftet. Wobei Pitzke nicht verschweigen kann, dass die Anklageschrift mit großem Trara verlesen wurde.
Direkt danach wurden fünf von ihnen sogar noch dem Haftrichter vorgeführt und als ob das nicht schon dreist genug wäre, klagt der Spiegel-Artikel noch richtigerweise an, dass sie dabei in Ketten gelegt wurden.

In Ketten? – ja spinnen die Amis eigentlich! Die Möchtegern-Ronaldos wollten doch nur Fußball spielen…ach so nee, hier ging es ja um die Möchtegern-Osamas und die wollten doch nur Menschen töten. Das diese ganze Affäre nicht der Rede Wert ist, macht schon das Studium der Anklageschrift deutlich.

Denn darin zeigen sich die Angeklagten eher als großmäulige Dilettanten und Amateure. Der renommierte US-Sicherheitsdienst Stratfor titulierte sie denn auch gleich als "Kramer-Dschihadisten", in Anlehnung an den Tolpatsch Cosmo Kramer aus der US-Sitcom "Seinfeld": "Sie trachten nach spektakulären, verheerenden Anschlägen", erklärte Stratfor, "sind aber wegen handwerklicher Pannen (oder persönlicher Spleens) stümperhafte Idioten."

Na, dann ist ja alles in Ordnung. Das stümperhafte Idioten trotzdem Anschläge durchführen können, scheint Pitzke dabei ebenso zu verdrängen, wie die Tatsache, dass er selber der beste Beweis dafür ist, dass man für den Beruf, den man sich ausgeguckt hat, nicht unbedingt Talent mitbringen muss, um es in ihm zu etwas zu bringen. Durchschnittlicher Schreiberling und durchschnittlicher Terrorist, beides möglich, wenn man nur will!

Auf welch tönernen Füßen die US-Anklage steht, wird spätestens dann deutlich, wenn Pitzke einen der Möchtegern–Osamas zu Wort kommen lässt: “Wir sind keine Terroristen!“
Man möchte beim lesen dieses Absatzes gerne mit einem Hammer auf seinen Schreibtisch schlagen und rufen: Unschuldig im Sinne des SPIEGELS!!!

Dieser entwaffnend ehrlichern Aussage eines potentiell verhinderten Massenmörders stellt Pitzkes dann die Version der Kläger entgegen.

Ziel der Gruppe sei es gewesen: "Individuen zu rekrutieren und auszubilden, um gegen die Vereinigten Staaten Krieg zu führen", heißt es dort unter dem Aktenzeichen 06-20373.

Die letztgenannte Zahlenkombination stellt wahrscheinlich eine ABM Maßnahme für Verschwörungstheoretiker dar. Welche Wahrheiten verschleiert dieser Code? Mein Tipp, man nehme 6 addiere diese mit der 3 und schon ergibt das eine 9, wenn nun die drei anderen Zahlen ebenfalls miteinander addiert werden und vom Ergebnis 12 dann der Wert ein abgezogen wird, kommt folgendes heraus: 9/11!!!! Zufall???

Das einer der Angeklagten sich ab dem 16. Dezember vorigen Jahres regelmäßig mit einem Mann traf, den er für ein Al-Quaida Mitglied hielt (aber ein FBI Informant war), verschweigt Pitzke zwar nicht, doch bringt ihn diese Tatsache nicht zum Nachdenken darüber, ob die Verhafteten wirklich nur trottelige Idioten waren. Stattdessen merkt er kritisch an: Wie er den Mann überhaupt erst kennen lernte und die angebliche Qaida-Connection aufkam, erklärt die Anklage nicht.
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Hmm, ja warum verrät der Geheimdienst nicht wie er seine Agenten in Terrornetzwerke einschleust? Würd mich auch mal interessieern und die Terroristen bestimmt auch.
Auch das der Angeklagte dem vermeintlichen Al-Quaida Mann anvertraute, dass er eine "islamische Armee" aufstellen wolle und dafür Kampfstiefel, Uniformen, Maschinengewehre, Walkie-Talkies und Fahrzeuge benötige, ist nicht weiter beunruhigend. Typische Lagerhallen Spinnereien eben.


Im weiteren Verlauf der Vorbereitungen zur Sprengung der Sears-Tower kam dann der Wunsch auf, in einem Al-Quaida Trainingslager zu üben, um für den Bodenkrieg gerüstet zu sein. Das Ziel wurde folgendermaßen formuliert: etwas inszenieren, das „genauso gut ist wie der 9/11 oder besser“. Außerdem forderte die Gruppe nun auch noch Ferngläser, kugelsichere Westen und Schusswaffen an. Außerdem baten sie um 50.000 Dollar in Cash – sicher nur um damit die Lagerhalle zu renovieren.

Was am Ton dieses Artikels an meisten anwidert, ist diese ekelhafte Verharmlosung. Da spionieren motivierte Terroristen in Miamie mit Kameras ausgestattet potentielle Ziele aus und für Pitzke klingt das alles eher nach Klassenfahrt. Für ihn kurvte die Gruppe kreuz und quer durch die Stadt. Kann man denen wirklich böse sein? - die sind doch wie wir! Wenn sie zufällig in Pisa Terrorziele ausspioniert äh Sehenswürdigkeiten angesehen hätten, hätten sie sich gegenseitig dabei fotografiert, wie sie den schiefen Turm stabilisieren. Wirklich ganz harmlos!

Dann zieht Pitzkes noch eine zweite Quelle für seine Beweisführung gegen die USA aus dem Ärmel. Es handelt sich um die alternative Website blacknewsweekly.com und die formulierte ihre eigene Sicht auf die angebliche Terror-Verschwörung - mit einem Schimpfwort, das in den USA nur Schwarze selbst auf sich anwenden können: "Dumme Nigger in Miami."

Für Pitzke genügt es offensichtlich, dass im Zusammenhang mit dieser kontextfreien Behauptung das Wort Nigger fällt, um sie als ernstzunehmend zu akzeptieren.
Nun ist es zwar mit alternativen Quellen so eine Sache für sich, doch wenn man bedenkt, dass Pizker zuvor einen Angeklagten mit der Beteuerung zu Wort kommen ließ “Wir sind kein Terrorist“ ist diese ominöse Internetseite schon beinahe als Quell reinster Seriosität anzusehen. Zum Ende des Artikels hin rückt Pitzke dann endlich mit der ganze Wahrheit raus:

Die Vorwürfe gegen Batiste & Co. kamen zum richtigen Zeitpunkt. Sie verdrängten das am selben Tag aufgeflogene Stöbern der CIA in weltweiten Swift-Bankdaten prompt aus den Schlagzeilen.

Mutig! Warum der SPIEGEL seine Leser überhaupt noch damit nervt, rund um die Wahrheit noch so etwas wie eine Rahmenhandlung zu konstruieren verstehe ich nicht. Das ist doch reine Zeitverschwendung, denn sowohl Leser als auch Schreiber wollen doch nur das hören, was jetzt folgt!

Es war, als dienten sich die auf allen Kanälen propagierten Festnahmen von Miami geradezu an, um die Amerikaner an die ewige Terror-Bedrohung zu erinnern und drakonische Maßnahmen wie die Swift-Aktion indirekt zu rechtfertigen. Kaum Zufall war es wohl auch, dass das FBI unabhängig davon am selben Tag eine lange Liste seiner Erfolge im Kampf gegen den Terror veröffentlichte. "Das stinkt nach Politik", schimpfte der liberale Kommentator Bill Press. "Am selben Tag wie die Bank-Geschichte? Ich rieche einen Braten."

Es ist interessant, dass der SPIEGEL bei Anschuldigungen gegen die US-Regierung auf zu große sprachliche Rücksicht verzichtet. Zwar darf jeder Terrorist mit einem "der angebliche" rechnen, doch Richtern, Politikern und der Regierung der USA bleibt eine solche Schonung versagt.

Und weil Pitzke noch nie etwas von den Worten Befangen oder Familienbanden gehört haben will, darf dann noch einmal eine Schwester des angeblichen Batiste-Komplizen Stanley Grant Phanor einen Schreibfehler in der Anklage korrigieren:
Er heiße bei Freunden nicht "Bruder Sunni", [...] sondern "Bruder Sunny" - "wissen Sie, wie wenn die Sonne scheint".

Also wir halten fest: Die USA missbrauchen naive Lagerhallenbesitzer für ihre finsteren Ziele und geben sich beim manipulieren so wenig Mühe, dass sie nicht einmal die Namen der "Terroristen" richtig schreiben. Den 11.September haben sie besser vertuschen können! Danke Pitzke!!!