Dienstag, Juni 27, 2006

Deutsche wehrt euch – zahlt nicht ans ZDF!!!

Das ZDF darf ja neben der ARD und RTL die Spiele der WM übertragen und das machen es auch nicht schlechter als die beiden anderen. Weil aber der Durchblick doch darunter leidet, wenn man seine Programmkonzeptionen grundsätzlich mit einem zugehaltenen Auge durchführt, hat sich der Sender aus Mainz etwas besonderes ausgedacht. Das ZDF fühlt sich nämlich verpflichtet, primitiven, vulgären und ordinären Stammtischschwätzern ein Podium zu bieten und sie für ihren geballten Stuss dann auch noch mit dem Geld zu entlohnen, das die GEZ mit grenzwertigen Droh-Spots von den Fernseh- und Radiogeräte Besitzern einfordert.

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Das ganze findet im Rahmen der kabarettistischen Sendung Nachgetreten statt, die im Anschluss an die 21.00 Uhr Partie ausgestrahlt wird und ein flammendes Plädoyer gegen die deutsche Humorkultur darstellt. Das Erfolgsrezept besteht aus einer großen Portion Schadenfreude, gewürzt mit etwas Sexismus und extra viel Altherrenwitz.

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Präsentiert wird diese Sendung von Leuten wie Ingolf Lück, Oliver Welke und Guido Cantz und wenn bei einem Produzenten bei solchen Namen nicht sofort alle Niveausirenen Alarmschlagen, sollte dies als Kündigungsgrund ausreichen.

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Die Idee hinter Nachgetreten ist recht simpel und kommt eigentlich im Titel der Sendung schon ganz gut zur Geltung. Nachtreten eben und dabei bitte nicht mit Unverschämtheiten, plumpen Beleidigungen und Schimpfworten sparen!!!

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Und weil die drei eben genannten sowieso ihre ganze berufliche Existenz auf diesen Säulen aufbauen, kommen sie dieser Vorgabe mit Begeisterung nach.

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So geben sich die Humoristen in ihren Kommentaren über die Nationalmannschaften der Teilnehmerstaaten wirklich Mühe, jedes negative Klischee zu nutzen. Das ist nicht einmal mehr abstoßend, sondern nur noch widerlich.

Es tut einem für Lück und Co fast Leid, das sie ein paar Jahrzehnte zu spät in die Blüte ihres humoristischen Schaffens eingetreten sind. Im Dritten Reich wären sie die absoluten Stars gewesen. Da hätten sie dann mit ihren Gästen in der Sendung Deportiert gesessen und sich gegenseitig ihre antisemitischen Klischees präsentieren. Der Humor wäre der selbe.

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Da sie sich aber Aufgrund der Tragik der späten Geburt auf Witze über die Völker beschränken müssen, deren völlige Vernichtung nicht schon einmal ganz oben auf der deutschen Agenda stand, müssen sie leider auf gekrümmte Nasen, Geldgeilheit und Parasitentum als sichere Lacherfolge verzichten.

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Doch dafür arbeiten sie sich dann umso zuverlässiger durch die politisch unverdächtigen Klischees hindurch. Wie man sich das vorzustellen hat, verdeutlicht das Beispiel Schweden. Als dieses Land in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit trat, bestanden minutenlang sowohl alle Haupt-, als auch Nebensätze ausschließlich aus folgenden Worten: IKEA, Knäckebrot, Elche.

In der aktuellen Sendung von heute kamen dann noch die Begriffe Spaghetti, Mafia und Pizza hinzu und ich verrate jetzt einfach mal nicht, welches Land damit wohl gemeint ist. Außerdem wendeten die anwesenden Zyniker ihre wunderbare Ironie auch gegen die an, die mit Wohnwagen und Holzschuhen über diese Erde wandeln.

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Es ist ein Armutszeugnis, dass das ZDF eine solche Sendung finanziert, denn ein Humor, der gänzlich auf das abwerten des Spottobjekts aufgrund negativer Assoziationen abzielt, ist im Endeffekt nichts anderes als dummer Rassismus.

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Hier noch eine Auflistung einiger regelmäßigen Gäste beziehungsweiße der Reservebank der Hölle:

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Gabi Decker, eine Frau, die vorgibt weibliche Prototypen zu karikieren und dabei vergisst, dass es zwischen karikieren und verkörpern einen Unterschiede gibt.

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Kim Fischer, weder witzig noch sonst wie komisch veranlagt, gehört sie zu dem Typ Mensch, für den Lachen in erster Linie Auslachen bedeutet.

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Mike Krüger, widerlicher Klischeewärmer, immer wenn ein abgestandenes Vorurteil außer Mode zu kommen droht, setzt er sich für dessen erhalt ein. Ihm ist es zu verdanken, dass die Polen klauen Autos Witze immer noch so hoch im Kurs stehen.

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Martin Schneider, hat seine Paraderolle gefunden und parodiert geistig behinderte Menschen. Köstlich!!!

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Janine Kunze, scheint zu Wissen, dass sie so Schlagfertig wie eine zerbrochenen Teetasse ist und versucht diese Peinlichkeit mit besonders hysterischen Gekicher zu überdecken.

2 Comments:

At 27 Juni, 2006 14:37, Anonymous Boche said...

Das Grauen aus Mainz hast du gut beobachtet!

 
At 05 September, 2007 06:06, Anonymous Anonym said...

Du hast es noch etwas zu Zaghaft ausgedrückt... Aber Du triffst den Nagel exakt auf den Kopf. Gabi Decker - die Ulknudel der Nation, die kein Mann freiwillig anfassen würde, ohne vorher zu K..... na, Du weißt schon ;-). Diese frustierte Frau versucht doch tatsächlich komisch zu sein, aber auch der Versuch, und sollte er noch so verunglücken, ist strafbar. Gnade vor solchen Semi-Amateuren, die nicht einmal Stammtischniveau erreichen. Kim Fischer? Sollte ich dazu wirklich etwas sagen? Ich spar's mir. Tja, bleibt noch Lück und Co und der Rest an billigen Deppen die glauben ihr "Humor" würde über den Stammtischen schweben. Aber, man sollte es diesen Leuten im Guten sagen: Geht zurück zu eueren Tischtennisvereinen und erzählt eueren untersten Schubladen-Schuljungengrimassenhumor bei ein paar Weizen im Vereinsheim den Vereinskameraden - die lachen bestimmt über euch. Nicht weil ihr besonders talentiert oder witzig seid, sondern weil ihr ganz besonders blöd und peinlich seid! Man muss rot anlaufen vor der Flimmerkiste, wenn solche Straßenblödis ein Forum bekommen für die dümmsten Sprüche und Witze die man bislang bestenfalls aus dem Wirtshaus kannte. Dass mal irgendwann so etwas im Fernsehen kommt, wer hätte das gedacht? Dass sich die Herren Lück & Co. dabei selber so dermaßen blamieren und ihre eigene Person der Lächerlichkeit preisgeben ist schon phänomenal. Aber scheinbar kann man mit nichts, außer einer doofen Fresse richtig fett Kohle machen....

 

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