Freitag, Juni 23, 2006

Interessante Zeitschriften

Gut, ich persönlich verbinde Fußball vor allen mit Aggressivität, Gewalt und Sauferei und wenn es ganz mies läuft auch noch mit echt langweiligen Spielen. Dass es aber auch andere Ansichten rund um diese Ballsportart gibt, erfuhr ich heute einmal mehr beim Fernsehen. Auf Phoenix sprach ein Philipp Köster über die Faszination Fußball, von der magischen Atmosphäre im Stadion und warum diese Sportart in den letzten zwanzig Jahren immer mehr zu einer Ware wurde.

Weil er aber nicht nur darüber sprechen sondern auch schreiben will, gehört er zu den Herausgebern einer Zeitschrift, deren Namen sich nicht nur wie ein Widerspruch in sich anhört, sondern auch ungewollt komisch klingt: 11 Freunde – Zeitschrift für Fußball-Kultur.

Diese Publikation ergreift Partei für den gemeinen Fan, den die Beschallung des Stadions durch laute Musik vor dem Anpfiff daran hindert, sich ordentlich warm zu singen.

Darüber hinaus leitet Köster auch ein Museum, indem keine prähistorischen Funde oder antiken Speerspitzen zu bestaunen sind, sondern die ausgeschlagenen Zähne des ehemaligen argentinischen Fußballstars Batistutas, die er während eines wichtigen Spiels durch Fremdeinwirkung verlor. Daneben liegen auch noch Kämme aus, mit denen in den 1970er Jahren Kicker ihre Haarpracht bändigten, sowie noch einige weitere ähnlich geartete Exponate.

Der ganze Stolz der Ausstellung ist jedoch eine von Franz Beckenbauer getragene Armschlinge und wer sich vor dieser Reliquie nicht in Tränen aufgelöst auf den Boden wirft und “Wir werden Weltmeister – Deutschland Deutschland Deutschland“ ruft, der ist kein wahrer Patriot.