Dienstag, Juni 13, 2006

Wenn eine Gesellschaft das Lügen zu einer politischen Waffe macht

Eigentlich ist es doch eine ganz einfache Sache, wer notorisch Lügt, dem glaubt man erstmal nicht. Wir haben doch so viele ätzende Metaphern für dieses Phänomen, wir kennen die kurzen Beine einer Lüge, sowie die Redewendung: „Wer einmal lügt, dem Glaubt man nicht“, und auch Formulierungen wie „Der lügt ohne Rot zu werden“ sind nicht als Kompliment zu verstehen. Das Lügen ist also gesellschaftlich nicht hoch angesehen.

Warum wird dann in zweifelhaften Fällen ausgerechnet auf die kurzbeinigen Palästinenser Vertraut, wenn sie ihre Version der Wahrheit verbreiten?
Sind denn all diese nervigen pädagogischen Warn-, und Lernsätze nichts mehr Wert, sobald sie auf eine etwas barbarischere Gesellschaft übertragen werden?
Das Lügenregister der Palästinenser ist beeindruckend und erweitert sich täglich.
Letztes Beispiel ist eine Explosion am Strand von Gaza. Mehrere Mitglieder einer Familie kamen dabei ums Leben. Sofort verkündeten die Palästinenser, dass die Israelis mit einer Rakete diese Menschen ermordeten. Die Presse, der diese seriöse Quelle genügte, veröffentlichte es prompt.

Weil tatsächlich in der Nähe israelischer Beschuss stattfand, übernahm die Armee dann auch die Verantwortung und die Verwundeten sollten auf Kosten Israels behandelt werden.
Nach und nach mehrten sich aber die Unstimmigkeiten in dieser Version der Vorgänge.
Die israelische Seite gab bekannt, vorläufig doch nicht die Verantwortung zu übernehmen, solange der Vorfall nicht genau untersucht ist.

Das Verhalten der Hamas machte zusätzlich stutzig. Sie säuberte den Einschlagsort von allen Splittern, ebenso die Verwundeten, ehe diese zur Behandlung nach Israel gebracht wurden. Mittlerweile hat Israel bekannt gegeben, nicht für die Explosion am Strand verantwortlich zu sein.

Es sei bewiesen, dass es sich nicht um ein israelisches Geschoss gehandelt habe, außerdem sei am Ort der Explosion kein typischer Krater wie nach einem Granateneinschlag entstanden, teilten die Ermittler mit.

Ein erneutes Beispiel für den infantilen Realitätsbezug auf palästinensischer Seite. Da vernichtet eine Hamasbombe zufällig eine palästinensische Familie anstatt wie vorgesehen eine israelische und die Verantwortlichen haben noch nicht einmal soviel Respekt vor den Toten ihres Volkes, dass sie den Hinterbliebenen wenigstens die Wahrheit sagen. Für eine Organisation, die sich damit brüstet, mutig gegen den zionistischen Feind zu kämpfen, ist das ein ungewöhnlich Feiges Verhalten.

Ein ähnliches Verhalten kennt man aber schon von anderen Explosionen von Hamas-Sprengstoff. Nach dem Gaza Rückzug Israels fuhr auf einer Parade der feiernden Palästinenser auch ein mit Munition und Bomben beladener Wagen mit. Die Leute klatschten, dann gab es einen lauten Knall und danach nicht nur den Wagen samt Besatzung nicht mehr, sondern auch einige Befreite weniger. Hamas entblödete sich auch in diesem Fall nicht, Israel dafür Verantwortlich zu machen. Noch nicht einmal AL-Jazzera glaubte das und Abbas fiel dazu nur ein: „Wer mit einem Ölfass durch die Gegen läuft, sollte damit rechnen, dass jemand ein Streichholz anmacht.“

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Vier weitere populäre Lügen, die bei den Palästinensern zum Teil die Bedeutung von historischen Wahrheiten besitzen:

1.) Mohammed al-Dura, er soll angeblich am 30. September 2000 zu Beginn der Intifada von israelischen Soldaten erschossen worden sein. Das Bild des kleinen Jungen, der sich ängstlich an seinen Vater kauert ging um die Welt. Später wurde festgestellt, dass die tödlichen Schüsse von palästinensischer Seite abgefeuert wurden. Das ging nicht mehr um die Welt.
2.) Scharon habe die zweite Intifada ausgelöst. Diese Lüge wiegt sogar schwerer als das ehrliche Wort von Arafat, der sich sogar brüstete, diesen Krieg begonnen zu haben und damit auch (ganz genialer Diplomat) während der Verhandlungen von Camp David drohte. Es ist Ironie der Geschichte, dass die Palästinenser Arafat gerade das eine mal nicht glaubten, als er mal (was selten genug geschah) die Wahrheit sprach.
3.) Das Recht auf Rückkehr. Es gibt keine andere Vertriebenengruppe, deren Forderungen auf so wackeligen Füßen steht. Das geht schon damit los, dass kaum ein Palästinenser vertrieben wurde. Fast alle wurden außerhalb Israels geboren. Die, die tatsächlich flüchten mussten, lebten oft noch nicht lange in Israel. Sie wurden von der gestiegenen Lebensqualität angezogen, die mit der Bewirtschaftung des brachliegenden Landes durch die jüdischen Pioniere einherging.
4.) Das palästinensische Volk: Ja, das ist jetzt natürlich nicht politisch korrekt, aber auch dieser Begriff ist leider ziemlich schwammig. Historisch gibt es dieses Volk nicht, die Eltern der Araber, die sich seid Mitte des 20. Jahrhunderts unter dieser neuen Nationalität zusammenfanden, identifizierten sich zumeist entweder mit Syrien oder gar mit dem Osmanischen Reich. Sich selber als eigenes Volk zu begreifen, kam ihnen nicht in den Sinn. Man kann es vielleicht auch etwas polemischer Ausdrücken: Das palästinensische Volk ist eine Waffe, die die arabischen Staaten für den Kampf gegen Israel erfunden haben. Ob es ohne den Holocaust den Staat Israel geben würde ist schwer zu sagen, dass es aber ohne den Holocaust auch keine Palästinenser gegeben hätte, steht fest.