Sonntag, Juli 16, 2006

Die Terrorpaten bekommen Angst



Während Israel sich für den Moment noch darauf konzentriert, den Job zu erledigen, den der Libanon schon vor sechs Jahren hätte erledigen sollen, nämlich die Terrororganisation Hisbollah zu zerschlagen, wächst in Syrien die Besorgnis, dass dieses Mal eventuell auch die Hintermänner des Terrors zur Verantwortung gezogen werden. Im Klartext: Damaskus fürchtet israelische Angriffe.

Es ist mehr als nur ein offenes Geheimnis, dass Syrien den Terror gegen Israel seit langem sowohl logistisch als auch finanziell Unterstützt. Die Raketen, die gestern in Haifa einschlugen, stammten aus syrischen Waffenfabriken. In Damaskus finden sich Büros verschiedenster Organisationen von der Hamas bis zur, welch Überraschung, Hisbollah.

Nachdem Israel sich Jahrelang die Scharmützel an der Nordgrenze gefallen ließ und sich weder die Libanesen noch die UNO dafür einsetzten, dass endlich die Resolutionen durchgesetzt werden, die an den israelischen Abzug geknüpft waren, erzwang die Hisbollah nun durch den Überfall auf Israel eine Reaktion des zionistischen Gebildes.



Bleibt zu hoffen, dass die nun eingeleiteten Schritte tatsächlich zum Ende dieser permanenten Bedrohung der israelischen Bevölkerung führen, sowie die libanesische Regierung endlich die Grenzsicherung übernimmt.

Die Zustimmung in der israelischen Bevölkerung für die Aktionen der Armee ist außerordentlich hoch und lässt die Resignation darüber erahnen, es hier offensichtlich mit Gegnern zu tun zu haben, die zwar waffentechnisch mit der Zeit gehen, moralisch aber irgendwo im Mittelalter stehen geblieben sind.

Die Feinde Israels nehmen keine Rücksicht auf Menschenleben, weder auf die des Feindes, dessen Zivilbevölkerung sie gezielt attackieren, noch auf die der eigenen Anhänger, weswegen die Hisbollah ihre Waffenlager und Einrichtrungen absichtlich in dicht besiedelten Gebieten platziert. Das Kalkül dahinter ist ebenso klar wie zynisch, die Hisbollah weiß, dass Israel Zivile Opfer unter allen umständen vermeiden will. Die Terroristen versuchen diesen Respekt für das menschliche Leben auszunutzen und halten die Skrupel der Israelis für eine Schwäche. Nichts verdeutlicht besser, mit was für Menschenhassern wir es hier zu tun haben.

Selbst aus der israelischen Linken gibt es nur höchst verhaltenen Protest gegen die Operationen der Armee. Von der Regierung wird gefordert, dass die Truppen doch endlich die Befugnis bekommen sollten, die Terrorinfrastruktur nachhaltig zu zerstören.
Denn, obwohl es in den deutschen Medien behauptet wird, eine Invasion ins Nachbarland fand noch nicht statt.

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Es sind wohl diese Forderungen der Bevölkerung, den Terror konsequent zu bekämpfen, die die syrischen Machthaber in Sorge versetzt. Vielleicht dachten sie bisher, dass ihre Feigheit, nicht mehr selber gegen Israel in den Krieg zu ziehen, sondern diesen stattdessen von Stellvertreter führen zu lassen, sie vor Reaktionen aus Israel bewahrt. Offensichtlich mehren sich aber die Zeichen dafür, dass sie sich geirrt haben und nun ebenfalls für ihre Terrorunterstützung zur Rechenschaft gezogen werden.


Sollte es tatsächlich soweit kommen, hat die deutsche Presse für den Ernstfall schon vorgesorgt. Nachdem die aufgezwungene Reaktion auf den Angriff aus dem Libanon von Beginn an als Aggression bewertet wurde (z.B. hier, hier, hier, hier und hier) und dabei solche Meinungen keinen Platz fanden, wird nun Syrien als nächstes Opfer israelischen Größenwahns präpariert.

Erwartungsgemäß gelang es auch in diesem Fall dem Spiegel, sich bei der wir-machen-den-Täter-zum-Opfer Verwandlung ganz vorne einzureihen. Er weiß von einem Land zu berichten, dem jede Kriegslust fremd ist, aber indem die Symphatien für die Hisbollah trotzdem so groß sind, dass ein alt gedienter Militär klarstellt: "Ich würde mich unter den Befehl des Hisbollah-Führers Nasrallah stellen."

Wie so oft schafften die Hamburger auch dieses Mal den Spagat zwischen der eigenen Sicht der Dinge und der Wirklichkeit. Weil nicht der Eindruck entstehen soll, dass Assad gar ein Freund der Hisbollah sei (ungeachtet der schon erwähnten engen Zusammenarbeit mit eben diesen Terroristen), druckt man zwar ab, was er sagte, interpretier seine Aussagen aber sogleich im eigenen Sinne um. Das liest sich dann so:

Assads Beteuerung, das syrische Volk stehe mit "absoluter Unterstützung" hinter der Hisbollah, war einerseits ein Zugeständnis an die hochgeschaukelten Emotionen in der Bevölkerung - und gleichzeitig die Beschreibung einer für die Regierung höchst unangenehmen Tatsache.


Die nächsten Tage werden es zeigen, ob Assad einen Preis für den von ihm finanzierten Stellvertreterkrieg zahlen muss oder nicht. Es wird wohl davon abhängen, ob Israel sich unter dem Druck der internationalen Gemeinschaft für ein vorzeitiges Ende seines Antiterroreinsatzes entscheidet, oder diesen konsequent durchführt. Sollte letzteres der Fall sein, werden auch die Terror-Paten aus Damaskus ihre Strafe erhalten... und über den Iran haben wir ja noch gar nicht gesprochen.

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PS: Mal so am Rande erwähnt, was soll man eigentlich davon halten, dass ausgerechnet die hier bei der Vorstellung der Hamas und der Hisbollah Klartext redet und sich den Stuss von wegen moderater Lager und gemäßigter Flügel ganz einfach schenkt? Spricht das jetzt für sie oder gegen alle anderen?

2 Comments:

At 20 Juli, 2006 22:00, Anonymous Anonym said...

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At 22 Juli, 2006 10:14, Anonymous Anonym said...

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