Samstag, Juli 22, 2006

Ein Lesehinweis!!!


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Weil schon innerhalb kürzester Zeit die deutsche Nahostberichterstattung und ihre "Ausgewogenheit" nervt (aber es gibt Ausnahmen), bleibt zumindest die tröstliche Gewissheit, dass nicht überall aus Opfern Täter werden, aus Angegriffenen Aggressoren und aus der Terrororganisation Hisbollah so etwas wie ein Verhandlungspartner.

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Erfreulichster Beweis dafür: Das amerikanische Repräsentantenhaus erklärte in dieser Woche mit 410 zu 8 Stimmen seine uneingeschränkte Solidarität mit Israel.

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Undenkbar, dass auch der Bundestag Mal ein solch klares Zeichen gegen eine Terrororganisation wie die Hisbollah aussenden würde. Noch ehe es tatsächlich zu einem solchen Votum für die Menschenrechte und die Freiheit kommen könnte, würde sich Frau Roth in Begleitung eines Sprengstoffgürtels im Plenarsaal blicken lassen und damit die eindeutige Botschaft vermitteln: Solidarisierung mit den Opfern islamischen Wahns nur über unser aller Leichen!

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Einen sehr guten Artikel zum derzeitigen Konflikt verfasste Matthias Küntzel. Ich habe hier drei Auszüge daraus veröffentlicht, der ganzen Artikel findet sich hier und mittlerweile auch dort.. Unbedingt lesenswert!

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Der deutsche Pazifismus ist verlogen - Eine Anmerkung zum iranisch - israelischen Krieg

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Bravo Israel! – auch für Art und Weise, mit der die Regierung Olmert bislang ihre militärische Offensive in eine politisch transparente Strategie einzubinden verstand. Jeder Schritt ist nachvollziehbar: Zum einen erkennt Israel den Libanon als souveränen Staat an, der deshalb für den Überfall der Hizbollah vom 12. Juni 2006 die Verantwortung trägt. In der Tat gehören der libanesischen Regierung ein Mitglied und zwei Sympathisanten der Hizbollah an, darunter der libanesische Außenminister Fawzi Salloukh, der anlässlich der Konferenz der Arabischen Liga am 15. Juli 2006 unzweideutig das Anliegen der Hizbollah im Namen seines Landes vertrat (1). Zum anderen ist Israels Kriegsziel klar definiert: „Wir praktizieren [...] originäre Selbstverteidigung“, erklärte Regierungschef Ehud Olmert am 17. Juli 2006 vor der Knesset. „Wir kämpfen um das Recht auf ein normales Leben.“ (2)
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Die Infrastruktur des Libanon wird zerstört, sofern sie für die Aufrüstung und Kriegsführung der Hizbollah relevant ist. Mit Flugblättern und Radiosendungen wird die libanesische Zivilbevölkerung vor Einsätzen in Wohngebieten (die die Hizbollah gezielt als militärische Stützpunkte nutzt) gewarnt. Während die Hizbollah mit Streubomben auf israelische Bevölkerungszentren zielt, um möglichst viele Unschuldige zu töten, sucht Israel die Zahl der zivilen libanesischen Opfer so gering wie möglich zu halten, auch wenn dies die Einsätze erheblich erschwert.

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Der pazifistische Impuls, den der jüngste israelische Abwehrkrieg in Deutschland und Europa mobilisierte, ist unüberlegt oder verlogen, in jedem Fall aber kontraproduktiv, provoziert er doch in seiner Konsequenz lediglich die noch schlimmere Schlacht. Die Schlussfolgerung aus Hitlers Vernichtungskrieg – „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“ – wurde einst gezogen, damit ein antisemitischer Krieg nie wieder möglich wird. Was heute davon übrig geblieben ist – „Nie wieder Krieg gegen Faschismus!“ –, stellt die historische Erfahrung auf den Kopf.
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Israel darf im Krieg gegen die Hizbollah nicht zum Einlenken gezwungen werden, sondern muss ihn gewinnen. So wie die Hizbollah ihren Krieg stellvertretend für den Iran führt, so bekämpft Israel den genozidalen Islamismus stellvertretend für die westliche Welt. Dass diese westliche Welt Israel nicht in den Rücken fällt, sondern dessen Stellvertreter-Kampf offensiv verteidigt und materiell sowie moralisch unterstützt, ist die Mindestforderung, die man von den aufgeklärten Stimmen Europas erwarten darf.