Mittwoch, Juli 26, 2006

Solidarität mit Maxim Biller


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Dem Schriftsteller Maxim Biller steht ein Gerichtsprozess bevor, der ihn bei einem Schuldspruch nicht nur 100.000 Euro kosten könnte, sondern auch der deutschen Literatur die Existenzgrundlage entziehen würde. Mehr dazu unter anderem hier, hier und hier.

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Darum an dieser Stelle mein Vorschlag:

Kauft so viele Bücher von Maxim Biller, wie es euer Geldbeutel zulässt - auf das er dem Richter im Ernstfall die Summe lächelnd auf den Tisch hauen kann, zusammen mit dem Versprechen, als nächstes über die sexuellen Abenteuer eines nur minimal anonymisierten Juristen zu schreiben, der nur richtig in Fahrt kommt, wenn ihm die Staatsanwältin dabei ins Ohr flüstert: „Vertreten sie in diesem Fall den Staat oder betrügen sie einfach nur ihre Frau?“

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Hier eine Leseprobe aus Moralische Geschichten.

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Der Kuß

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Kohn hatte noch nie eine Frau geküsst. Als er und Shoshi sich das erste Mal küssten, sah er Funken, Blitze und Davidsterne. Shoshi dagegen sah einfach nur Kohn, nackt und auf einem Tigerfell.

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Wer noch weitere und längere Texte lesen will -> bitte schön!