Samstag, Juli 01, 2006

Warum die Irakkriegsgegner sich nicht über Abu Ghraib empören dürfen!

Wer sich an den Antikriegsdemos im Vorfeld der Befreiung des Irak beteiligte, hat kein Recht sich über Abu Ghraib zu entrüsten.
Abu Ghraib war Jahrzehntelang der Standard im Irak, Demütigungen und Folter gehörten zum Alltag der Gefangenen in Saddams Kerkern.

Das brachte keinen Demonstranten auf die Straße. Im Gegenteil demonstrierte man sogar für die Aufrechterhaltung dieses Terrorsystem und kann es den Amerikanern bis heute nicht verzeihen, dass sie aus dem Irak ein Land machten, in dem Vorfälle wie in Abu Ghraib endlich als das empfunden werden, was sie sind: ein Skandal und eine Schande.

Anders sieht die Sachlage für jene aus, die die Befreiung des Irak von einem Massenmörder und Terrorunterstützer für gerechtfertig halten, sie haben das Recht über solche Vorfälle entsetzt zu sein. Denn in Abu Ghraib werden genau die Werte mit Füßen getreten, die die USA dem irakischen Volk bringen will, unter anderem den Respekt vor den Menschenrechten.

Die Leute aber, die sich in PACE Fahnen gehüllt gegen diesen Krieg aussprachen, haben damit schon klar Stellung für ein Weltbild bezogen, indem Abu Ghraib eben kein Skandal ist.

Wer sich von ihnen trotzdem empört ist entweder Rassist oder Antiamerikaner, weil es ihm nicht auf die Opfer sondern die Täter ankommt.

2 Comments:

At 05 August, 2006 07:27, Anonymous Anonym said...

"Die Leute aber, die sich in PACE Fahnen gehüllt gegen diesen Krieg aussprachen, haben damit schon klar Stellung für ein Weltbild bezogen, indem Abu Ghraib eben kein Skandal ist."

Ungefähr so, wie sich jeder, der sich während der Cuba-Krise gegen einen Atomangriff auf die Sowjetunion aussprach, als Kommunist und Diktatorenfreund outete, nehme ich an.

multi_io

 
At 20 September, 2006 19:32, Anonymous Heiko said...

Mit dem kleinen aber wesentlichen Unterschied das Husein sich nicht als bewahrer der Menschenrechte aufspielte.

Die Amerikaner aber schon und zwar gebetsmühlenartig. Die haben ihre Bill of rights sowas von besudelt.
Hätten sie von vorneherein offen und ehrlich gesagt:"scheiß auf Menschenrechte", die Empörungen wären weit aus leiser Ausgefallen.
Garnichtmal wegen der Verlogenheit der Amerikaner, sondern weil sie mit solchen Aktionen zeigen für wie dumm sie den Rest der Welt halten.

 

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