Montag, Juli 24, 2006

Was Israel von Zidane lernen kann

Als der Kapitän der französischen Mannschaft kurz vor Ende des WM – Finales einen Gegenspieler mithilfe eines Kopfstosses zu Boden streckte, hielten das viele für die richtige Reaktion auf eine vorausgegangene Beleidigung.

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Als nun die Hisbollah israelische Soldaten entführte und über den Norden des Landes Raketen nieder regnen ließ, wurde schlichtweg jede Reaktion darauf als überzogen verurteilt.

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Nun stellt sich natürlich die Frage, warum Zidane durch sein Handeln schon beinahe in die Gefahr gerät, mit Preisen für Zivilcourage ausgezeichnet zu werden, während gleichzeitig die Antiterroreinsätze der IDF als unverhältnismäßig angesehen werden?

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Es kann sein, dass die Antwort auf diese Frage aufs engste mit einem Wort zusammenhängt: Ehrgefühl!

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Vielleicht sollte darum in Jerusalem Mal ein Regierungssprecher folgendes in die Mikrophone von CNN, Al Jazzera und RTL sprechen: „Verehrte Pressemeute, es geht doch gar nicht darum, dass die Hisbollah Soldaten von uns tötete und andere verschleppte und es geht auch nicht darum, dass man im Norden des Landes nicht mehr seines Lebens sicher ist, nein, es geht einzig darum, dass uns der Geheimdienst sichere Beweise dafür lieferte, dass Nasrallah uns als Söhne von Terroristen Huren bezeichnete. Das können wir nicht akzeptieren.“

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Wenn es Israel darüber hinaus auch noch gelingen sollte, dass es sich bei diesem Pressesprecher zufällig um Zidane handelt, könnte das die Wende im Imagekrieg bringen. Auf einen Versuch sollt man es ankommen lassen!

7 Comments:

At 25 Juli, 2006 00:18, Anonymous Anonym said...

Herzlichen Glückwunsch dafür, dass Sie den Kopfstoß eines Fußballspielers mit dem massenhaften Abschlachten unschuldiger Menschen vergleichen. Immerhin merkt man, welch extreme Klimmzüge Sie leisten müssen, um den Massenmord im Libanon zu rechtfertigen. Nebenbei noch ein Witzchen gemacht, wie Broder und Co., dann kann man mit all diesen Abscheulichkeiten, all diesem tausendfachen Leid, auch gleich ganz locker umgehen. Es macht einen schon ein wenig korrupt, wenn man selbst in solchen Extremfällen sagen muss "Right or wrong, my country", nicht wahr? Ich frage mich wirklich, was los wäre, wenn der Libanon oder ein anderes Land in Israel einfallen und hunderttausende in die Flucht treiben würde, während hier in deutschen Blogs launige Kommentare dazu zu lesen wären. Erbärmlich!

 
At 25 Juli, 2006 01:17, Anonymous mitglied der franz-werfel-jugend said...

Hi Herr anonym:
Warum schreibst du hier überhaupt etwas, wenn du weder in der Lage bist, Ursache und Wirkung auseinander zu halten, Texte inhaltlich nicht begreifst und offensichtlich eine polemische Schreibweiße nicht einmal erkennen würdest, wenn es groß und dick über dem Beitrag stehen würde?

 
At 25 Juli, 2006 01:36, Blogger Fuchsbau said...

@ mutiger anonym,
um deine fantasie etwas zu entlasten mal ne kleine anmerkung:
„Was los wäre“, wenn israel aus dem libanon überfallen wird und „hunderttausende in die Flucht“ getrieben würden, kannst du tagtäglich erleben.
du wirst davon nichts mitbekommen haben (weil es dich nicht interessiert) aber momentan sind hunderttausende israelis auf der flucht. und um launige kommentare dazu zu lesen, musst du noch nicht einmal in deutschen blogs suchen gehen, sondern es reicht, einfach mal den fernseher einzuschalten.

wir sehen uns beim fußballspielen

 
At 25 Juli, 2006 18:53, Anonymous heplev said...

Prima Blog, habe ihn in meine Links aufgenommen.

Nur eine Frage: Ist die Verwendung des ß in jeder Form von "Weise" (Schreibweise, Art und Weise, etc.) Absicht?

 
At 25 Juli, 2006 19:46, Anonymous Anonym said...

@anonym vom 25 Juli, 2006 00:18

Von welchem Massenmord im Libanon reden sie, wo soll der denn stattfinden und warum erfährt man nichts darüber

In Afrika hat es einige Regionen, wo man bei locker sechs- bis siebenstelligen Leichenzahlen in wenigen Jahren von Massenmord reden kann - aber das interessiert kein Schwein in Europa, da sind nämlich keine Juden in der Nähe, denen man das in die Schuhe schieben könnte

oder sollten sie sich nur ein kleines bisschen mit Ort und Zeit vertan haben und meinen das Abschlachten von 10.000 frommen Zivilisten im Hama - dafür hat sich in Europa auch keiner interessiert
Grund: siehe oben, falsche Täter


Irgendwie werden arabischen Mordopfer nur interessant, wenn Juden in der Nähe sind, die man dafür schuldig sprechen kann

Die Israelis werden dann als entmenschlichte Bestien bezeichnet, die in Auschwitz gegen alle Erwartungen nichts gelernt haben (inzwischen wäre ich auch nicht mehr erstaunt, wenn einer aus ihren Kreisen deshalb Nachsitzen fordern würde) und denen man wegen unbotmässigen Verhaltens dieses ohnehin viel zu teuere Geschenk Israel sofort wieder wegnehmen muss

In Gaza kamen 2005 mehr junge Männer bei internen Auseinandersetzungen ums Leben als im Kampf gegen die Juden - nur davon hat man in keiner europäischen Zeitung ein Wort gelesen, in keiner Nachrichtensendung ein Bild gesehen und keiner dieser friedensbewegten Gutmenschen mit dem mörderischen Hass auf Zionisten hat auch nur ein Peace-Fähnchen deswegen geschwenkt
der Grund - sie wissen es schon


Leichen, die man auch mit den Spitzenkräften von Pallywood-PR-productions (die immerhin für solche Dramen wie "The Beach" verantwortlich zeichnen) beim besten Willen nicht den Juden in die Schuhe schieben kann, werden eher still und heimlich beerdigt - da gibt es weder Hassausbrüche mit Gewehrsalven noch werden Strassen und Schulen umgetauft noch werden Lieder geschrieben, wie süß der Tod doch ist, wenn ein Freund die Kugel abschießt...

sorry, stecken sie sich ihre geheuchelte Betroffenheit und ihre schlecht getarnte antizionistische Haltung dorthin, wo ihr Mitleid für Ermordete in deren Nähe sich keine Juden aufhielten offenbar schon ist

 
At 25 Juli, 2006 23:38, Blogger Fuchsbau said...

Der letzte Kommentar bringt die Sache genau auf den Punkt!

Natürlich geht es solchen Typen, wie dem empörten Schreiber des ersten Textes nicht um die Opfer, es geht ihnen um die Täter und auch da nur um eine besondere Tätergruppe: Juden.

Es ist echt widerlich, wenn solche Leute nicht einmal zu ihrem gepflegten Antisemitismus stehen, und sich stattdessen hinter moralisch scheinbar unantastbarer Empörung zu verstecken suchen.

Für diesen Zweck entdecken sie dann auch die Menschenrechte für sich – als Propagandainstrument.

Und um ein solches Verhalten zu beschreiben, leihe ich mir dann doch noch ein Wort von ihm aus: Erbärmlich!

 
At 20 September, 2006 18:11, Anonymous Heiko said...

Hm... aber die Effekthandlung eines adrenaliengeschwängerten Fußballers, mit einem durchdachten Raketenangriff auf egal wen gleich zu setzen, ist doch schon mehr als grenzwertig.

 

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