Freitag, August 11, 2006

Der Libanonkonflikt und der positive Rassismus gegenüber Arabern und Moslems


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Vor allen in Frankreich setzt man im Zusammenhang mit der Eingliederung schwer integrierbarer Bevölkerungsteile gerne auf Maßnahmen, die unter dem Schlagwort der positiven Diskriminierung bekannt sind. Die Bewohner bestimmter Stadtteile beziehungsweiße die Angehörigen bestimmter ethnischer Gruppen werden demnach besonders gefördert. Es gibt Steuervorteile, großzügige Subventionen und allerlei zusätzliche Vergünstigen, die auf Kosten der Chancengleichheit allen andere vorenthalten bleiben.

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Nun gibt es aber scheinbar nicht nur die positive Diskriminierung, sondern auch den positiven Rassismus. Er zeigt sich schon seit langem im Zusammenhang mit dem Islam und aktuell im Bezug auf den Libanonkonflikt. Er äußert sich darin, dass man den Arabern (und im weiteren Sinne auch den Moslems) schlichtweg nichts wirklich übel nimmt. Wie Kinder dürfen sie sich alles erlauben, ohne das sie Gefahr laufen müssten, dass die mehrheitlich kritischen Israelfreunde Europas, also antiisraelischen Europäer, von ihnen Abrücken würden. In Nibelungentreue hält man auch jetzt zu denen, die sich die Vollendung der Endlösung auf die Fahnen geschrieben haben. Die ausbleibende Empörung über die beinahe täglichen Enthüllungen über die Inszenierungen von Hisbollah sind ein erschreckendes Indiz dafür, mit welchen Maßstäben dieser Konflikt gesehen wird. Den meisten Menschen liegt nichts an einer ehrlichen Betrachtung der Situation, sondern sie wollen nur sehen, was in ihr Weltbild passt. Ganz im Sinne der Meinung, dass Israel den Weltfrieden bedroht, ist man für jede Bestätigung dieser Vermutung dankbar. Auch wenn es sich bei diesen Bestätigungen um Fälschungen handelt.

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Jedes Foto und jede Aufnahme aus dem Libanon, wo verletzte oder besser noch getötete Kinder zu sehen sind, bestätigen dieses gepflegte Vorurteil. Das es sich bei der Empörung über das israelische Vorgehen nicht um eine ehrliche Betroffenheit handelt, wird im Zusammenhang mit den als Fälschungen und Inszenierungen entlarvten Aufnahmen deutlich. Zweifellsfrei steht fest, dass die Hisbollah versucht, möglichst so viele Unschuldige wie möglich zu töten. Sowohl auf libanesischer Seite, indem sie ihre Raketen aus bewohnten Häusern abschießen, als auch auf israelischer, wo sie bewusst auf bewohnte Häuser schießt. Es ist auch nicht widerlegbar, dass unter anderem der mittlerweile zu zweifelhafte Ruhm gelangte Helfer mit dem grünen Helm kein Sanitäter ist, sondern ein Propagandist der aller widerlichsten Sorte. Tote Kinder als Hauptfiguren eines antisemitischen Theaterstücks zu missbrauchen, das im großen Stil und äußerst erfolgreich von den Fernsehsendern der Welt ausgestrahlt wird, auf so etwas sind noch nicht einmal die deutschen Vorbilder des Superlativen Judenmordes gekommen.

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Doch wie reagiert nun die europäische Öffentlichkeit auf diese Enthüllungen? Mit Desinteresse. Man will davon nichts hören und die Tatsache, dass die Bilder und Informationen aus dem Libanon offensichtlich einen äußerst zweifelhaften Informationsgehalt aufweisen, prallt einfach an den Vorurteilsbeladenen und über die Eskalation in Nahost trotzdem schockierten ab. Diejenigen übrigens, die sich von den Filmreifen Inszenierungen nicht beeindrucken lassen, dürfte wohl dieselben sein, die es den Amerikanern bis heute vorhalten, dass sie im Vorfeld der Befreiung des Irak nicht immer die Wahrheit sagten. (Diese Kritik überstand interessanter Weise auch die Entdeckung von Massengräbern.)

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Was ist also von Leuten zu halten, die sich im Zusammenhang mit dem Libanonkonflikt mit gefälschten Informationen zufrieden geben und diese als Argument gegen das israelische Vorgehen nutzen? Nicht viel, außer das aus diesem Verhalten wohl weniger eine tiefe Solidarität mit dem Libanon spricht, als eine beinahe pathologische Abneigung dem jüdischen Staat gegenüber. Nicht zuletzt ist diese schiefe Sympathieverteilung daran abzulesen, dass Teilnehmer an Israel-Solidaritätskundgebungen durchaus nicht auf eben diese von ihren Mitbürgern rechnen können. Der Staat, der auch die Heimat der Überlebenden und Davongekommenen des Holocaust ist, wird von einer antisemitischen Terrororganisation angegriffen, ausgerüstet und finanziert von einem Regime, das die Vernichtung Israels zur Staatsräson erklärt hat - und wie reagiert man in Deutschland, wo man immer wieder die „besonderen Verantwortung gegenüber Israel“ betont? Man wirft Israel vor, dass es sich Verteidigt!

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. (Eine kritische "Freundin" Israels.)

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Es scheint, als ob Israel von vorneherein keine Möglichkeit hat, den PR-Krieg um die Sympathien der europäischen Öffentlichkeit zu gewinnen. Prallen in diesem speziellen Fall doch gleich zwei Leidenschaften aufeinander, die sich beide gegen Israel richten: Die längst konsensfähige Abneigung Israel gegenüber, die nicht selten auch antisemitischen Tendenzen aufweist, und eben der positive Rassismus allem arabischen und islamischen Gegenüber.

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.(Auch ein kritischer "Freund" Israels. Jostein Gaarder.)

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Dieser Rassismus zeigt sich in all den Aussagen, die von Israel die Einhaltung des Völkerrechts fordern und von Hisbollah mit dem Verweiß darauf, dass es sich bei ihr ja um eine nichtsstaatliche Organisation handelt, das wie selbstverständlich nicht verlangen.

Er zeigt sich auch darin, dass die Ermordung von Regimegegnern, die Exekution von Homosexuellen und die Unterdrückung von Frauen in arabischen Staaten nicht der Rede wert ist - wohl aber die rechtliche Situation der Araber in Israel. Es zeigt sich aber auch darin, dass den Arabern dasLügen nicht übel genommen wird, wie in der aktuellen Situation eindrucksvoll zu beobachten ist.

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Das dieser Rassismus sich auf alles Islamische ausdehnt, wird auch an den Reaktionen auf Terroranschläge und die Mohammend-Karikaturen deutlich. Es gehört schon fast zum Standard, dass israelische Reaktionen auf Terrorangriffe früher oder später mit Nazimethoden assoziiert werden, ohne das sich deswegen hörbarer Prostest regt. Doch wenn die nicht zu leugnende Verbindung Islam–Terror ausgesprochen wird, empören sich die Rassisten dafür umso lauter. (Empörter wären wohl nur noch die muslimischen Terroristen, die als tiefgläubige Menschen ihr Leben und das vieler anderer beendeten und jetzt mit anhören müssen, dass ihre Taten nichts mit dem Islam zu tun hätten.)Man kann darum auch davon ausgehen, dass sich der Stern im Zusammenhang mit dem neuste vereitelten Terroranschlag durch Moslems nicht dazu bemüßigt sehen wird, mit der Schlagzeile zu erscheinen: Islam – Was macht diese Religion so gefährlich! Nein, denn die uneingestandenen und offenen Abneigungen gegenüber Juden stechen allemal eine tatsächlich Bedrohung aus und verkaufen sich auch besser und überhaupt ist man ja tolerant und weiß: Islam heißt Frieden, ob die Moslems wollen oder nicht.

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Es ist dieser positive Rassismus, der eine Auseinandersetzung mit den Problemen und Gefahren, die vom Islam ausgehen und die einen direkten Bezug zum Nahostkonflikt haben, unmöglich macht. Wenn man diesen Rassismus aufgeben würde, müssten nämlich einige Fakten anerkannt werden, die bisher eisern ignoriert werden. Etwas, dass der Islam zum mörderischsten Verbreiter des Antisemitismus geworden ist und in der Religion des Friedens die Wurzel des weltweiten Terrors zu suchen ist.

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Des Weiteren müssten die geläuterten Rassisten dann auch erkennen, weshalb die USA tatsächlich der verhasste Feind der Islamisten ist. Nicht wegen dem Irak, oder Afghanistan oder der Unterstützung Israels. Das ist alles bedeutungslos. Die USA stehen für genau das Menschen- und Weltbild ein, das diese religiösen Fanatiker verabscheuen. Sie hassen die USA, weil sie als Führer der Freien Welt und aller damit verbundenen Rechte identifiziert werden. Und die zu hassen, die es Frauen erlauben, Männern zu widersprechen, ist fürwahr etwas Nobles. Die außenpolitischen Aktivitäten der USA sind dabei bedeutungslos. Ansonsten müsste den Amerikanern nämlich hoch angerechnet werden, dass sie die Gemetzel an den Moslems auf dem Balkan stoppten. Würde tatsächlich die Politik eine Rolle spielen, müsste sich der Hass der Islamisten viel eher auf Russland konzentrieren, da dieser Staat seit Jahren erbarmungslos gegen die muslimische Bevölkerung in Tschetschenien vorgeht.

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Ja, all das könnten die Rassisten auch wissen, wenn sie nur beginnen würden, Moslems als gleichwertige Menschen anzuerkennen. Also auch ihre Taten und Worte erst nehmen würden. Und offensichtlich haben die Islamisten ein genaues Gespür dafür, wer ihren Plänen im Wege steht und wer nicht. Nicht umsonst sind die USA der Hauptfeind und nicht Europa. Die Taktik sieht offenkundig so aus, dass man die USA besiegen muss, während Europa sich kampflos ergeben würde. Und bei einem Blick auf die Stimmungslage in Europa scheint diese Ansicht auch nicht verkehrt zu sein. In Europa, gerade in Deutschland, war der Drang nach Freiheit ja nie so immens, als das man nicht auch mal gerne auf sie verzichten könnte.

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Es ist von daher eine nicht ungefährliche Mischung, die sich da aus antiisraelischen, antiamerikanischen und antisemitischen (also letztlich antiaufklärerischen) Vorurteilen auf der eine Seite und dem positiven Rassismus, der gerne die Islamophobie im Munde führt, auf der anderen Seite zusammenbraut und aktuell in letzter Konsequenz Israel das Existenzrecht abspricht.

4 Comments:

At 13 August, 2006 01:13, Anonymous fridgebuzz said...

Auweia, wie war das nochmal mit dem wirren Zeugs? Lieber Fuchsbau, gestern hast du gezeigt, dass du stilistisch mind. wie ein Abiturient formulieren konntest, auch wenn du inhaltlich stets wie ein Fünfjähriger argumentiert hast, heute ist beides auf dem Niveau eines Dreijährigen. Verlierst du durch deine Gerechtenbrille etwa jegliche Wahrnehmungsfähigkeit der Nuancen?
Es ist besorgniserregend ignorant, vereinfachend und falsch, wenn du schreibst: "Die USA stehen für genau das Menschen- und Weltbild ein, das diese religiösen Fanatiker verabscheuen. Sie hassen die USA, weil sie als Führer..."-Anmerkung: Jetzt sprichst du schon vom Führer und unterwirfst dich ihm liebevoll. Wie die Us- Regierung( achte auf die Differenzierung, ich rede nicht von DEN AMERIKANERN oder DEN MOSLEMS, achte mal drauf und lerne!) Freiheit, Menschenrechte und Demokratie achtet, wenn sie ihren politischen Zielen im Weg stehen, ist offenkundig- nämlich garnicht!
"...der Freien Welt und aller damit verbundenen Rechte identifiziert werden. Und die zu hassen, die es Frauen erlauben, Männern zu widersprechen, ist fürwahr etwas Nobles." -Äh??? Ja, was für eine Ironie,...schon mal amerikanische christliche Fundamentalisten( und davon gibt es bekanntlich mehr als genug) nach ihrer Idealvorstellung von der Rolle der Frau befragt? - "...Die außenpolitischen Aktivitäten der USA sind dabei bedeutungslos."-
Wie schlüssig! Aber nicht schlecht, nur so kannst du ernsthaft behaupten bzw. daran glauben(Fuchsbau weiss nichts, fuchsbau glaubt an Gut und böse und daran, dass Burger immer besser schmecken als falaffel), dass die Usa tatsächlich die für immer legitimen Repräsentanten der "FREIEN WELT" sind. Ihre (aussen-)politischen Aktivitäten sind irrelevant, denn sie bleiben für immer gut, weil sie halt die Guten sind...starker Tobak, fuchsbau! Wann rufst du eigentlich aus, dass die Erde doch nur ein Teller ist?

 
At 13 August, 2006 10:13, Anonymous Anonym said...

@fuchsbau Guter Artikel!

@fridgebuzz: schlechte Angewohnheit einfach Sätze mitten drin abzubrechen.

"Die USA stehen für genau das Menschen- und Weltbild ein, das diese religiösen Fanatiker verabscheuen. Sie hassen die USA, weil sie als Führer..."-Anmerkung: Jetzt sprichst du schon vom Führer und unterwirfst dich ihm liebevoll."

Soll jetzt aber nicht als beginn einer Diskussion mit dir missverstanden werden. Ganz sicher nicht. Nur ein Tipp: Auch dieser Satz, hat ne etwas andere Aussagen, als die, die du ihm andichtest. Dafür musst du ihn nur mal über das Signalwort „Führer“ hinaus lesen! Das kommt bei Sätzen übrigens öfters vor als man gemeinhin denkt, dass man sie bis zum letzten Wort konsumieren sollte.

 
At 13 August, 2006 11:01, Anonymous fridgebuzz said...

@ anonym

Das mit dem Führer sollte ein Witz sein, natürlich habe ich den Kontext verstanden, denn ich 'konsumiere' Sätze bis zu ihrem Ende, lieber anaonym. Ich wollte mit diesem 'Signalwort' lediglich fuchsbaus autoritäres Denken karikieren, denn es ist schon mehr als peinlich, was für unsouveräne und unmündige Meinungen in Bezug auf Amerika er in diesem 'guten Artikel' von sich gibt. Nochmals: Die Welt ist differenzierter als ein einseitig hurrapatriotischer fuchsbau und seine Jünger es hier propagieren. Darum sehe ich es als meine Pflicht an, euch darauf aufmerksam zu machen, wie einseitig und verblendet ihr argumentiert. Ich finde fuchsbaus Meinungen wie schon gesagt teilweise sogar rassistisch und menschenverachtend! Ein Einteilen in Gut und Böse kann nur falsch sein. Ich meine, es ist doch absurd, wenn fuchsbau kontinuierlich behauptet Israel kümmert sich um die Zivilisten der Gegenseite und hat noch nie absichtlich Unschuldige getötet, sondern stets sich verteidigt...fuchsbaus Nest ist Kriegspropaganda at its best, natürlich gibt es auch antisemitische Kriegspropaganda der Gegenseite, aber fuchsbaus ideologische Kindergartenkacke ist von ihren Denkstrukturen nicht weit entfernt von der fundamentalistischen Hetze der Islamisten und ihrer Sympathisanten. Der Unterschied ist: fuchsbau ist nicht gefährlich, lediglich verblendet!
Wie vermessen ist es eigentlich die Wahrheit für sich und seinen politischen Standpunkt(gerade wenn er so einseitig ist) zu beanspruchen, zumal fuchsbau immer nur Vorwürfe und einseitige Anschuldigungen formuliert, sie jedoczh nie nüchtern begründen kann/will. Remember: So trügt der Schein, wenn ich es seh-Winterregen wird zu Schnee - Realität in Phantasie verfließt - die EINE Wahrheit gibt es nie.

Ps: Ich entschuldige mich für den beim Zitieren abgebrochenen Satz, echt ne schlechte Angewohnheit.
Übrigens schön, das wir miteinander diskutieren, lieber anonym, auch wenn du das anders siehst!

 
At 20 September, 2006 17:57, Anonymous Heiko said...

@Fuchsbau

Also, wer nicht Proisraelisch ist der ist demnach Antiisraelisch und damit wiederum proislamisch !?

Tut mir Leid aber in deiner Logik ist kein Lebensraum für mich.

Und wie könnte irgendwer den Weltfrieden bedrohen?

Haben wir denn Einen??
Mir erscheint die Welt eigentlich in unfrieden !
Und das schon seit ca, etwa, 2 Mio Jahren.
Du willst den Weltfrieden?
Da müßtest du schon die gesamte Menscheit ausrotten!

 

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