Samstag, August 05, 2006

Im Zweifel gegen Israel


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Das Foto der israelischen Kinder, die Raketensprengköpfe bemalten, ging um die Welt. Antisemiten sahen sich in ihrem Wahn bestätigt, die Feinde des jüdischen Staates frohlockten aufgrund dieser Propaganda und viele Freunde Israels reagierten mit befremden. Nun ist es zwar so, dass dieses Bild mitnichten ein Beweis für die Bösartigkeit der israelischen Gesellschaft ist (auf Lisaz Welt steht erhellendes über die tatsächlichen Hintergründer dieser Fotos), doch kann das die Empörung nicht stoppen.

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Diese Empörung hat nämlich Tradition und zwar eine lupenrein antisemitische. So muss die Berichterstattung um dieses Foto auch im Zusammenhang mit einer gegen Israel gerichteten Kampagne gesehen werden, die den Libanon-Konflikt begleitet.

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So beschuldigte Kofi Annan Israel lautstark und ohne irgendeine Stellungnahme oder Untersuchung abzuwarten des absichtlichen Beschusses eines UNO-Stützpunktes. Als sich dann, oh Wunder, Dokumente fanden, die Annans Behauptung widerlegten, entschied er sich dafür, der medienwirksamen Geißelung der israelischen Verbrechen kein ebensolches Dementi folgen zu lassen.

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Ähnlich verlief auch die Berichterstattung um die Tragödie von Kana ab.

Es interessierte die Medien nicht, dass die Ermordung von Zivilisten nicht das Ziel Israels ist und es keine andere Armee auf der Welt gibt, die sich so sehr um die Minimierung solcher Kollateralschäden bemüht. Auf diese Weise wird eine Gleichmacherei zwischen der antisemitischen Terrororganisation Hisbollah und dem demokratischen Staat Israel betrieben, die an Widerwertigkeit kaum zu überbieten ist.

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Dabei wird doch gerade an den Reaktionen der Konfliktparteien in Bezug auf zivile Opfer deutlich, wie elementar Unterschiedlich ihre moralischen Werte sind.

Wenn in Haifa bei einem Angriff auf ein Haus dutzende Israelis sterben, ist dies für die Hisbollah ein Grund zu feiern. Oder anders ausgedrückt:

für Israel sind tote Zivilisten eine Tragödie, für die Hisbollah ein Triumph!

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Als bekannt wurde, dass in Kana viele Menschen ihr Leben verloren, wurde sofort die Meldung verbreitet, Israel habe ein Haus angegriffen. Dass die IDF später ernste Bedenken am tatsächlichen Vorgang der Ereignisse vorbrachte und noch immer viele Fragen offen sind, stört niemanden. Journalistische Sorgfaltspflicht ist bedeutungslos, wenn die Story dem Leser genehm ist. Und Kindermordende Israelis verkaufen sich immer gut.

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Sowohl im Zusammenhang mit dem Beschuss des UNO-Stützpunktes, als auch mit Kana unterließen es die meisten Berichte aus Rücksicht darauf, dass das Feindbild nichts an Klarheit einbüßen darf, der Hisbollah zumindest eine Teilschuld anzulasten. Damit macht sich die überwältigende Mehrheit der Presse zum Unterstützer einer Terrororganisation. Emotional sind die Artikel über die Opfer israelischer Angriffe, doch das es sich dabei in Wahrheit um die Opfer der Hisbollah handelt, die sie auf menschenverachtende Weise als lebende Schutzschilde missbraucht, bleibt unerwähnt.

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Dank dieser Unterstützung kann Hisbollah nur gewinnen. Wenn Israel eine Raketenbasis in dicht besiedelten Gebieten nicht beschießen würde, kann Nasrallah jeden Raketeneinschlag auf israelischem Staatsgebiet als Erfolg feiern, doch wenn beim Ausschalten dieser Basis Zivilisten sterben, stehen die Terrorhelfer der Medien bereit und bezichtigen Israel des Staatsterrorismus, des Kriegs gegen die Bevölkerung, oder einer unverhältnismäßigen Reaktion. Wenn in den Medien diese menschenverachtende Taktik nicht nur nicht kritisiert, sondern offen unterstützt wird, ist eine solche Berichterstattung ebenfalls menschenverachtend.

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Kommen wir noch einmal zum dem Foto der israelischen Kinder zurück. Das Entsetzen war überwältigend und um zu verstehen, weshalb es sich dabei auch in erster Linie um einen, mindestens, antiisraelischen Reflex handelte, lohnt sich ein Blick auf ein anderes aktuelles Kinderfoto.

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Ein Kind steht auf einer israelischen Fahne und unterstütz die Hisbollah. Es ist offensichtlich, dass dieses Mädchen für Propagandazwecke missbraucht wird, doch wie lautet die Bildunterschrift?:


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Im Zeichen des Protests: Ein kleines Mädchen postiert auf einer Israel-Flagge auf einer Demonstration im indischen Hyderabad

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Kindesmissbrauch als Zeichen des Protestes. .

So verschieden können die Reaktionen auf Kinderfotos also ausfallen. Wenn israelische Kinder nach traumatischen Nächten im Bunker naiv auf Raketensprengköpfen rumkritzeln, werden sie zu Repräsentanten des Bösen, wenn muslimische Kinder tausende Kilometer vom Kampfgebiet entfernt von einem Judenhassenden Mob instrumentalisiert werden, handelt es sich um ein Zeichen des Protestes.