Sonntag, August 20, 2006

Israel verletzt die Neubewaffnung der Hisbollah...ähh die Waffenruhe



Die wahrscheinlich bizarrste Waffenruhe und der abenteuerlichste Friedensplan die es je gab, humpeln schwer geschunden in den sechsten Tag ihres Bestehens.

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In der Zwischenzeit gab es schon wieder Übertretungen der Vereinbarungen und die vollmundige Versprechung dutzender Staaten, tausende Soldaten in den Südlibanon zu entsenden, harrt weiterhin seiner Realisierung. Es scheint, als ob niemand so richtig weiß, was nun passieren soll. Nichts ist klar, noch nicht einmal auf einen Sieger kann man sich einigen. Hisbollah feiert sich zwar als Gewinner, aber wenn man es schon als Triumph ansieht, nicht völlig vernichtet worden zu sein, kann man viele Siege feiern, ohne das sich davon jemand beeindruckt zeigen müsste.

In Israel sieht die Diskussion erwartungemäß anders aus. Es gibt viele Analysen, die die Vorteile zur Situation vor vier Wochen herausstellen, doch dem Gegenüber auch jene, die Israels Position als geschwächter bewerten.

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Was nun die UNO-Resolution angeht, so droht sie zur Farce zu werden, sollten nicht bald Schritte eingeleitet werden, diese auch in die Tat umzusetzen. Es ist offensichtlich, dass die Hisbollah kein Interesse an einem Frieden hat und wie sollte sie auch? Sie ist eine iranische Züchtung für den Kampf gegen Juden, es gibt keine weitergehende Daseinsberechtigung. Es liegt leider in der Logik der ausgewogenen Berichterstattung, dass man es vermeidet, die Hisbollah auch als die antisemitische Terrororganisation zu benennen, die sie ist, weil ansonsten Israels Aggressor-Image schaden nehmen könnte. Aus diesem Grund wird auch übersehen, dass die Hisbollah schon wieder eifrig dabei ist, die Waffenkammern aufzufüllen.

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Israel vereitelte gestern einen solchen Deal, indem es tief im Libanon angriff. Was bei dieser Kommandoaktion zerstört wurde, waren Waffen, die früher oder später auf Israel abgeschossen worden wären. Es handelte sich also um legitime Selbstverteidigung gegen einen mörderischen Feind, der nicht in erster Linie Israel, sondern die israelischen Juden vernichten will. Die offiziellen Reaktionen darauf, lassen aber befürchten, dass sich an der „Israelkritischen“ Einstellung der UNO nichts geändert hat. Kofi Annan, der sich schon während der Kampfhandlungen mehrmals negativ hervortat, indem er seinem Wunschdenken folgend Israel die Verantwortung für Ereignisse aufbürdete, die dann bei genauerer und nicht ideologiebelasteten Betrachtung diese Eindeutigkeit vermissen ließen, gelang es einmal mehr, alle Vorbehalte, die man in Israel gegenüber den Vereinten Nationen hat, zu bestätigen.

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"Tief betroffen" sei er darüber, sagte er am Samstag in New York. In einer Mitteilung der Vereinten Nationen hieß es, Israel habe mit seiner Militäraktion im Osten des Libanon in der Nacht zum Samstag die Resolution des UN-Sicherheitsrats über das Ende der Feindseligkeiten verletzt.

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Warum nutzt Annan nicht die Gelegenheit, um Syrien und den Iran unmissverständlich klar zu machen, dass die UNO den fortgesetzten Waffentransfer an die Hisbollah nicht akzeptieren kann? Und jetzt weitergedacht: Warum sollte Israel darauf warten, bis die UN-Resolution mal in die Tat umgesetzt wird? Man hat doch gewisse Erfahrungen mit Resolutionen, die den Libanon und die Hisbollah betreffen und die Ergebnisse dieser waren ein vierwöchiger Raketenhagel auf den Norden des Landes. Auch die Zusammensetzung der Friedenstruppe dürfte mittlerweile die anfängliche Begeisterung für die UN-Resolution gedämpft haben.

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Stellt doch Bangladesch momentan mit 2000 Mann das größte Kontingent und feste Zusagen gibt es ansonsten unter anderem von Indonesien und Malaysia. Länder also, die nicht nur keine diplomatischen Beziehungen zu Israel pflegen, sondern deren Regenten sich immer wieder durch hasserfüllte und antisemitische Reden hervortun. Wer glaubt denn ernsthaft, dass Soldaten solcher Länder auch nur einen Finger für die Sicherheit eines Staates krumm machen werden, den sie nicht anerkennen und der als das Feindbild schlechthin gilt? Unter diesen Voraussetzunge scheint vor allen eines gesichert: Die gute und langjährige Kooperation der UNO mit der Hisbollah.

1 Comments:

At 20 September, 2006 16:09, Anonymous Anonym said...

Tja, es ist im Nahen Osten auch auf lange Sicht keine Ruhe rein zu bringen. Und ich muß zugeben das ich immer wieder hin und her gerissen bin zwischen den Belangen Palistinas und denen Israels.
Und nun kommt schon wieder der Libanon daher macht Stunk³.
Die Köpfe sind dermaßen vernagelt, das eine friedliche Lösung der Konflikte nicht nur nicht wahrscheinlich ist, nein sie ist schier utopisch.
Ich bin wirklich gegen Krieg und erst recht gegen Völkermord. Aber inzwischen bin ich fast der Meinung wir sollten alle mal kurz wegsehen und Israel tut was Israel tun muss.

Ich bin zwar Pazefist, aber eben auch Realist. Frieden schaffen ohne Waffen ist immer mehrere Versuche wert und macht sich auch richtig gut auf den Tranzparenten. Den wahren Frieden schafft man aber wohl nur ohne Antisemiten. Und die Libanesen haben ihren Standpunkt ja mehr als deutlich gemacht. Wer sich auf die Geschichte besinnt, dem wird schnell klar daß sich an diesem Standpunkt noch in 1000 Jahren nichts geändert haben wird.

Soll Israel noch 1000 Jahre mit dieser Bedrohung leben müßen?

Wir sollten aufhören dort unten den Friedensstifter zu mimen. Das hat doch keinen Zweck mehr oder?
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Der anonyme Feigling

 

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