Donnerstag, August 31, 2006

Norman Paech bald Atommacht?


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Norman Paech von der Linkspartei äußerte sich zum Konflikt mit dem Iran. Für ihn wäre es kein Problem, sollte Teheran in den Besitz von Atomwaffen gelangen. Und er begründet das so: „Was man Israel oder Pakistan gewährt hat, kann man dem Iran nicht verweigern.“

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Klingt gut, kling fair, das Problem ist nur, dass dieses Eintreten für die Gerechtigkeit unredlich ist. Wenn Paech nämlich schon findet, dass dem Iran zusteht, was Israel schon hat, sollte er sich mit der gleichen Vehemenz auch dafür einsetzen, dass die Bevölkerung des Iran einmal genießen darf, was die Israelis schon genießen.

Darum müsste sein Interview um folgende Passage ergänzt werden:

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„Und was man den israelischen Bürgern gewährt, darf man den Iranern nicht verweigern. Also Demokratie, Glaubens- Religions- und Meinungsfreiheit. Eine unabhängige Presse, Reisefreiheit, das Gründen von Parteien und Vereinen. Satiren über die Regierenden und Mächtigen, Witze über Gott. Menschenrechte auch für Frauen, keine Steinigungen, keine Heiraten mit zwölf, keine Exekution wegen Homosexualität.“

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Und wenn im Iran hoffentlich einmal solche Verhältnisse herrschen werden, könnte man ja noch mal darüber sprechen, wie es denn jetzt aussieht mit Atomwaffen und so. Aber Moment, dann würde sich ja in Teheran niemand mehr dafür interessieren.

Säßen die antisemitischen Mullahs dann doch längst im Exil - im Wohnzimmer vom Paech in Berlin. Dort würden sie traurig ihre Pläne zur atomaren Vernichtung Israels betrachten und dabei die eine oder andere Tränen nicht unterdrücken können.

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Paech würde ihnen dann mitfühlend die Taschentücher reichen und sich als Trostspender versuchen: „Freunde, an uns hat es nicht gelegen. Die Christine Buchholz hat doch noch im Jahr 2006 der Junge Welt gesagt, dass sie die Hisbollah, Israels Friedensbewegung und die internationale Antikriegsbewegung als Verbündete betrachtet und auf deren Seite stehe.“