Mittwoch, August 30, 2006

"Und abfaulen soll dir deine rechte"



Im Zusammenhang mit dem Artikel Linke Wut bekam ich Schützenhilfe von unerwarteter Seite. Mir wurde ganz diskret mitgeteilt, dass Gott, dieser schreibfaule Weltenerschaffer und Zerstörer, der in all den Jahren doch tatsächlich nur zehn mehr oder weniger originelle Ideen zu Stein brachte, auf meiner Seite steht. Dazu folgende Liste von Ereignissen, in denen Linkshändigkeit in Talmud und dem Neue Testament thematisiert wird:

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Die Rabbinen lehrten: stets stosse man mit der Linken (Hand) fort und ziehe man mit der Rechten heran (Talmud).

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Die Rabbinen lehrten des weiteren: Wenn man einen Schwur leistet und sagt „bei meiner linken Hand“, dann ist der Schwur bindend (Talmud). Dazu passend eine Stelle aus dem Buch Daniel: Der Prophet Daniel sieht in seiner Vision im letzten Kapitel einen Mann in einem leinenen Kleid, der über den Wassern des Stroms steht und der einen Schwur tut, indem er seine rechte und linke Hand gen Himmel hebt.

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Buch Richter, Kapitel 3 Vers 15, "... Ehud der Sohn Geras... der war linkshändig."

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Außerdem ist im Buch der Richter 20,16 auch von 700 auserlesenen Männern die Rede, die... allesamt linkshändig waren. .

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Und sogar die Christen schließen sich dieser pro-linken Weltsicht an. Im neuen Testament heißt es: es wisse die Linke (Hand) nicht, was die Rechte tut, auf dass die Wohltätigkeit im verborgenen sei (Matth. 6,3)

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Tja, es scheint fast so, als ob man sein Seelenheil nicht in der Taufe suchen sollte, sondern im Umschulungskurs von rechts auf links. Denn, wie heißt es so schön und abschließend im Talmud: „Und der Himmel wird bewacht von einem Engel und dieser benutzt seine Linke um Rechtshänder abzuweißen und Linkshänder hereinzuwinken.“