Samstag, August 26, 2006

Was ist Islamophobie?


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Das der Begriff Islamophobie nicht längst zum Unwort des Jahres gewählt wurde, ist eigentlich unerklärlich. Dabei ist er doch zynischer als Kollateralschaden, hinterlistiger als Tätervolk und erschreckender als Diätenanpassung. Was steht dieser Würdigung eigentlich noch im Wege? Vor allen die Islamophobie selber, beziehungsweise ihre Effektivität. Soll dieser Kampfbegriff doch vor allen diejenigen zum Schweigen bringen, die etwas an den Zielen der Islamisten auszusetzen haben. Also ziemlich viele, darunter auch alle Moslems, die nicht mit dem Terrorismus sympathisieren.

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Natürlich ist die Islamophobie eine Erfindung, sie ist eine Kopie des Antisemitismus, erdacht von fanatischen Antisemiten(*). Mit ihrem Gespür für geschichtlich begründete Sensibilitäten, ist es den Islamisten gelungen, die Kritik an ihrer Ideologie mit Kritik am Islam gleichzusetzen. Der 11.09., Madrid, und London verblassen neben diesem Triumph. Wer sie kritisiert, kritisiert den Islam. Wer den Islam kritisiert, steht im Verdacht, mindestens ein Rassist zu sein. In Europa ist man mittlerweile aber höchst empfindlich, was die Behandlung von Minderheiten angeht. Offener Rassismus und Antisemitismus werden von den Staaten bekämpft und sind keinesfalls Mehrheitstauglich. Diese Sensibilität machen sich nun jene zu nutze, die mit dem Kampfbegriff Islamophobie ihre Kritiker bedrängen.

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Es muss deutlich gesagt werden: Es gibt keine Islamophobie. Wenn Moslems in Europa diskriminiert werden, dann handelt es sich dabei um Rassismus und Ausländerfeindlichkeit. Das macht die Sache nicht weniger schlimm. Aber der Hintergrund ist doch ein anderer.

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Wie widersinnig es ist, von Islamophobie zu sprechen, wird spätestens dann deutlich, wenn sie mit dem Antisemitismus verglichen wird. Der Antisemitismus verfügt über ein in sich geschlossenes Weltbild, in dem die Juden für alles schlechte verantwortlich sind. Der Antisemit sieht sich durch die Juden bedroht und betrachtet sie als ein Kollektiv. Nichts davon kann auf den Begriff Islamophobie übertragen werden.

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Umso gefährlicher ist es, dass die Islamophobie immer mehr als der Zwillingsbruder des Antisemitismus betrachtet wird. In Deutschland tun sich ausgerechnet der Zentralrat der Juden und die israelische Botschaft dabei hervor, diesen Begriff endgültig zu etablieren. Es werden Diskussionsabende veranstaltet, auf denen über die Probleme gesprochen werden, die Juden und Moslems durch den Antisemitismus beziehungsweise die Islamophobie entstehen.

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Es besitzt seine eigene bittere Ironie, dass es jüdische und israelische Organisationen sind, die sich um dieses Wort verdient machen. Die Islamisten, die diesen Begriff nutzen, werden es ihnen nicht danken. Wenden sie sich doch zuerst gegen die Juden und dann gegen die ganze westliche Lebensweise. Je länger ein hartes Vorgehen gegen sie aus falsch verstandener Rücksichtnahme auf den Islam aufgeschoben wird, desto schrecklicher werden die Folgen sein.

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Es ist höchste Zeit zu erkennen, wie blind die Angst vor dem Vorwurf der Islamophobie den Westen gegenüber den Gefahren des Islamismus gemacht hat. Vielleicht hätten es die Kofferbomber nicht so leicht gehabt, wenn schon vor Jahren härter gegen islamistische Strömungen vorgegangen worden wäre. Jetzt zahlt man den Preis für seine Feigheit und korrigiert hoffentlich diesen Irrtum.

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Man sollte also diesen Begriff schleunigst zum Unwort des Jahres küren und danach entsorgen. Wir haben hier Gesetze, die die Ausübung einer Religion gewährleisten, mehr ist nicht nötig. Vor allen nicht, dass sich, geschützt durch die Waffe Islamophobie, islamistische Strömungen breit machen, die eher früher als später alles attackieren werden, was ihrem Weltbild nicht passt: moderate Moslems, Juden und Christen.

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(*) Der Vorwurf „Islamophobie“ wurde erstmals 1979 von iranischen Mullahs gegen Frauen verwendet, die sich der Zwangsverschleierung nach der islamischen Revolution widersetzten. Heute gibt es islamistische Organisationen wie die Islamic Human Rights Commission, deren Ziel es ist, „Informationen über den Missbrauch der Rechte Gottes zu sammeln.“ Worunter alles fällt, was der fundamentalistischen Moral widerspricht, etwa Homosexualität, Ehebruch und Blasphemie.

33 Comments:

At 03 September, 2006 19:48, Anonymous Anonym said...

Islamophobie ist keine Erfindung.Ich gestehe selber eine starke Abneigung gegen saemtliche Islamisten zu empfinden. Es stimmt, dass nicht jeder Muslim ein Terrorist ist, aber es stimmt ebenso, dass jeder Terrorist ein Muslim ist.Ich bin allergisch gegen ihren Hass auf "Unglaeubige", gegen die westliche Lebensart. Islamophobie weist keine Aehnlichkeit mit Antisemitismus auf. Die Juden der westlichen Welt wollten stets ein integraler Bestandteil der Gesellschaft sein, zu derem Wohlergehen sie wesentlich beitrugen. Die muslimische
Migranten wollen hingegen die westliche
Gesellschaft islamisieren, ihr Beitrag ist
hingegen negativ.

 
At 03 September, 2006 20:02, Anonymous Anonym said...

Dass der Begriff Antisemitismus nicht längst zum Unwort des Jahres gewählt wurde, ist eigentlich unerklärlich. Dabei ist er doch mittlerweile zynischer als Kollateralschaden, hinterlistiger als Tätervolk und erschreckender als Diätenanpassung. Was steht dieser Würdigung eigentlich noch im Wege? Vor allem der Antisemitismus selber, beziehungsweise seine Effektivität. Heute soll dieser Kampfbegriff doch vor allem diejenigen zum Schweigen bringen, die etwas an den Handlungen Israels auszusetzen haben. Also ziemlich viele, darunter auch alle Juden, die nicht mit der israelischen Regierung sympathisieren. Mit ihrem Gespür für geschichtlich begründete Sensibilitäten ist es den Zionisten gelungen, die Kritik an der israelischen Regierung mit Kritik an „den Juden“ gleichzusetzen. Sabra und Schatila, Gaza und Kana verblassen neben diesem Triumph. Wer sie kritisiert, kritisiert „die Juden“. Wer Juden kritisiert, steht im Verdacht, mindestens ein Rassist zu sein. In Europa ist man mittlerweile aber höchst empfindlich, was die Behandlung von Minderheiten angeht. Offener Rassismus und Antisemitismus werden von den Staaten bekämpft und sind keinesfalls mehrheitstauglich. Diese Sensibilität machen sich nun jene zunutze, die mit dem Kampfbegriff Antisemitismus ihre Kritiker bedrängen.

Es muss deutlich gesagt werden: Es gibt keinen Antisemitismus. Wenn Juden in Europa diskriminiert werden, dann handelt es sich dabei um Rassismus und Ausländerfeindlichkeit. Das macht die Sache nicht weniger schlimm. Aber der Hintergrund ist doch ein anderer.

Wie widersinnig es ist, von Antisemitismus zu sprechen, wird spätestens dann deutlich, wenn er mit der Islamophobie verglichen wird. Der Islamhasser verfügt über ein in sich geschlossenes Weltbild, in dem Muslime von Ehrenmorden über Zwangsheiraten bis zum Terrorismus für alles Schlechte verantwortlich sind. Der Islamophobe sieht sich durch die Muslime bedroht, begegnet jedem von ihnen mit höchstem Misstrauen und weiß die Mehrzahl der Medien hinter sich. Nichts davon kann heute noch auf den Begriff Antisemitismus übertragen werden.

Es ist höchste Zeit zu erkennen, wie blind die Angst vor dem Vorwurf des Antisemitismus den Westen gegenüber den israelischen Kriegsverbrechen gemacht hat. Vielleicht hätte es die Regierung Olmert nicht so leicht gehabt, wenn schon vor Jahren härter gegen entsprechende Übergriffe vorgegangen worden wäre. Jetzt zahlt man den Preis für seine Feigheit und korrigiert hoffentlich diesen Irrtum.

Man sollte also diesen Begriff schleunigst zum Unwort des Jahres küren und danach entsorgen. Wir haben hier Gesetze, die die Ausübung einer Religion gewährleisten, mehr ist nicht nötig. Vor allem nicht, dass sich, geschützt durch die Waffe Antisemitismus, der nahe Osten zum Brandherd entwickelt, während kriegslüsterne Zionisten eher früher als später alles attackieren werden, was ihrem Weltbild nicht passt: moderate Juden, Muslime und Christen.

 
At 03 September, 2006 21:39, Blogger Fuchsbau said...

Wenn Idioten clever sein wollen, wird es immer peinlich. Siehe letzten Kommentar.

Wenn es diesem intellektuellen Totalverweigerer aber soviel Spaß macht, Worte stupide auszutauschen, kann ich noch weitere Denksportaufgaben präsentieren. Wie wär’s zum Beispiel mit folgenden:

Ersetze in Romeo und Julia jedes „Liebe“ durch „Wasserhahn“ und in der Bibel „Jerusalem“ durch „Autobahnmaut“.

Die Ergebnisse werden auch in diesen Fällen entlarvend sein.
Viel Spaß dabei.

 
At 03 September, 2006 23:02, Anonymous Erik said...

Der "Clevere Idiot" hat mit ihnen nur den Karl Popper gemacht.

Er hat nicht nur bewiesen, das ihr theoretischer Ansatz nicht verifizierbar ist, sondern auch nicht falsifizierbar ist.

Nach vielen Theorien ist Antisemitismus rassistisch, Antijudaismus eine Form der Religionsphobie.

Man kann problemlos jedem Materialisten nachweisen das er ein Religionsphobiker ist.

In der Schweiz, gab es ein ein Jesuitenverbot in der Bundesverfassung, was wohl weder rassistisch noch fremdenfeindlich war.
Sondern Jesuitenphobie.
Genauso durfte die Kathlische Kirche keine neuen Bistümer auf schweizerischem Territorium gründen, das noch bis in die 90er Jahre des letzen Jahrtausend.

Das Schächten ist in der Schweiz jetzt noch verboten, man kann das sowohl unter Judäophobie wie aquch unter Islamophobie rubrizieren.

Ihre Argumentation ist eben nicht konsistent und das hat der "Clever Idiot" deutlich gemacht.

Erik

 
At 03 September, 2006 23:26, Blogger Fuchsbau said...

@Erik
Nein, er hat bewiesen, dass er in der Lage ist, einen Text zu lesen und bestimmte Signalworte auszutauschen. An Popper dachte ich dabei weniger, als viel mehr an die ersten Denksportübungen im Kindergarten. („Sortiert Äpfel zu Äpfeln und Birnen zu Birnen)

Und was ihr Eintrag jetzt so direkt mit Antisemitismus – Islamophobie zu tun hat, bleibt wohl ihr Geheimnis. Eine Meinung dazu erkenne ich in ihrem Text jedenfalls nicht.

 
At 04 September, 2006 00:44, Anonymous Säbelzahnigelchen said...

Habe zuletzt den "Abriss" eines Kabarettisten gelesen. Der war gut.

Aber diesmal?! ;)

Ich bin islamophob, habe Angst vor den Bärtigen. Eigentlich wäre ich froh, wenn die genannte Religion verschwindet.

Ich denke darüber nach, ob es gut ist diese zu verbieten.

Huntington hatte vermutlich recht. ;)

 
At 04 September, 2006 09:42, Anonymous Erik said...

Oh Huntington, werter Vorposter

jetzt wirds aber spannend der Schüler des Antisemiten Spengler,

der die Ablehnung der arabischen Emigranten in Frankreich als Form des Antisemitismus betrachtet, inspiriert sie zum Verbot einer Religion mit über einer Milliarde von Gläubigen.
Ein Beweis mehr, das Angst den Grössenwahn gebiert.
Ich bin Agnostiker und weiss, das keine Religion in ihren Texten und ihrer realen Machtentfaltung ohne brutale Gewatlt auskommt.
Machen sie sich den Gefallen, die Bibel zu lesen, nicht die Sonntagsschulfiebel, nein die richtige Bibel und sie wissen danach wie blutrünstig Religion ist.

Zu Rotfuchs: Sie haben eben so schlecht argumentiert, dass der "Clevere Idiot" einfaches Spiel hatte, die Schwäche ihres Textes zu demonstrieren.

Der Punkt ist doch der: Politischer Islam (Islamismus) im Erdoganschen Sinne (Türkei), kann vlt. hingenommen werden wie Politisches Christentum (CDU), Politischer Islam ä la Chomeini (Schiiten) und Taliban (Sunniten) ist tatsächlich der Feind jeder demokratisch-rechtsstaatlicher Ordnung und muss bekämpft werden.
Aber sicher nicht mit so kommischen Begriffsbannungs-Fingerübungen, wie sie es betrieben haben.

Erik

 
At 04 September, 2006 09:48, Blogger Fuchsbau said...

@säbelzahnigelchen

Darin besteht aber doch genau der Unterschied zum Antisemitismus. Es gibt im Islam Bewegungen, die die Weltherrschaft erringen wollen, Ungläubige ermorden usw. Die Islamophobie soll aber die Thematisierung mit diesem Problem verhindern, weil dies als Islamfeindlich dargestellt wird. Das ist der Unterschied zum Antisemitismus. Die antisemitischen Verschwörungstheorien sind eben nichts als Lügen, während z.B. die Angst vor islamistischem Terror durch die Wirklichkeit islamistischen Terrors entstand.

Manche Kritiker des Begriffs Islamophobie geben außerdem zu bedenken, dass man den Islam als eine Ideologie betrachten müsse, deren Ablehnung oder Kritik nicht als Phobie deklariert werden könne, da dies schon impliziere, die Kritik sei bereits widerlegt.

 
At 04 September, 2006 09:59, Blogger Fuchsbau said...

@Erik

Ehrlich gesagt habe ich zunehmend das Gefühl, dass sie die Aussage meines Textes schlicht nicht begreifen. Auf diese Vermutung verfalle ich aus zwei Gründen:

1.) Sie feiern hier einen Typen, der es geschafft hat, ein paar Worte auszutauschen und den Unterschied zwischen Rassismus – Antisemitismus negiert.
2.) Was hat denn ihre Differenzierung zwischen Taliban – Türkei Islam mit meinem Artikel zu tun, bzw. weshalb sollte dies in Opposition zu meiner Meinung stehen.

Ihr Problem ist, dass sie genau die Differenzierung nicht hinbekommen, von der in meinem Artikel die Rede ist. Die Unterscheidung also zwischen dem Islam und dem Islamismus.

Vielleicht lesen sie dazu noch mal, was ich im Kommentar direkt darüber geschrieben habe.

 
At 04 September, 2006 11:04, Anonymous Erik said...

Sie wollen mit einem Theoretischen Apparat einen Begriff bannen, wofür nicht tauglich ist.

Ihr Apparat ist ein Fleischwolf, wenn sie oben Rindfleisch reinwerfen kommt unten Rindshack raus, wenn sie Lamm nehmen, kommt eben Lammhack raus.

Solche Beweisapparate taugen nichts.

Ob sie nun aus dem Islam ne Ideologie machen, oder es ne Religion sein lassen, spielt keine Rolle.

Islamophobie gabs schon im Mittelalter, wie es auch Judäophobie gab.
Die Ablehnung einer Religion mit universalem Machtanspruch, seis nun der Islam oder das Christentum ist immer auch mit Abwehr und Abscheu verbunden.

Die Christliche Judäophobie geht auf Konkurrenz-Situationen während der Zeit der Religionsgenese des Christentums zurück und ist eine hässliche Sache, die der Christlichen Religion eingeschrieben ist, Judäophobie ist ein konstituirender Teil der christlichen Religion.

Ein tief religiöser Christ hat gegen jede andere Religion Phobien, darum auch gegen den Islam.

Momentan wird die Islamophobie durch den radikalen Islamismus genährt.

Ich lehne den Islam nicht nur wegen der fehlenden Trennung von Kirche und Staat ab, sondern auch wegen der Geringschätzung der Frauen.

Die kommt zwar in allen Religionen vor, nur scheint sie in den meisten Religionen schwächer zu werden, während sie im Islam wieder stärker wird.

Da eine Religion nicht ausmerzbar ist, ist es wichtiger mit den "angenehmen Gläubigen" zu verkehren und die Fanatiker zu schwächen.

Fordern sie Muslime in ihrer Umgebung zur Diskussion heraus, stellen sie dar, dass sie Selbstmordattentate schlimm, die Förderung solcher Attentate als charakterlose S*ice betrachten, verlangen sie im Gespräch eine Distanzierung von Terrorismus im Namen Allahs aber akzeptieren sie auch, dass nicht jeder Muslim Israel lieben wird, denn im Gegensatz zum Jüdisch-Christlichen Antagonismus ist der Muslimisch-Jüdische Antagonismus

nicht auf Ausrottung gerichtet,
"nur auf Vertreibung".

Nur, das wollen die "Eretz Israelis" auch.

In Israel gab und gibt es immer noch Bestrebungen alle "arabischen" Israelis zu transferieren.
Bibi Netanyahu steht solchen Besterebungen sehr nahe.

Arabische Muslime stehen also in echtem physischem Konflikt zu Juden im Gegensatz zu den Christen, die nie in physischer Konkurrenz zu Juden standen.

Also statt einen Begriff zu bekämpfen, den sie nicht bekämpfen können, weil es die Unterliegende Phobie tatsächlich gibt, sollten sie sich in die Diskussion mit intelligenten Muslimen stürzen.

 
At 04 September, 2006 11:35, Anonymous AmaPhil said...

@ Fuchsbau aka Gideon Böss

Du hast unglaublich viel Scheisse geschrieben, das kann man gar nicht fassen! Alleine schon der Satz "Es gibt keine Islamophobie" ist voll daneben! Es gibt mittlerweile viele, die sich ganz offen als Islamophoben bekennen (siehe etwa bei PI).

Dass dieser Beitrag von Henryk M. Broder verlinkt wurde, ist für ihn schon ziemlich peinlich.

@ "Clevere Idiot"

Fein gemacht! Ausserdem bessere Rechtschreibung!

@ Erik

Fuchsbau aka Gideon Böss ist ein Dogmatiker und Ideologe, d.h. Fakten und Logik prallen an ihm ab.

 
At 04 September, 2006 12:22, Blogger Fuchsbau said...

@amaphil
Der Text von mir war recht kurz, da sollte man doch meinen, dass sein Inhalt auch verstanden werden kann. Der Antisemitismus ist ein paranoides Welterklärungsmodell, indem Juden das Böse vertreten.

Jetzt erklär mir mal, ab wann man deiner Meinung nach von Islamophobie sprechen könnte? Ist es deiner Meinung nach schon eine Phobie, Angst davor zu haben, von einem islamistischen Terroristen in die Luft gesprengt zu werden. Nein, es gibt gefährliche Strömungen im Islam und diese zu kritisieren und zu bekämpfen, ist alles andere als ein dem Antisemitismus vergleichbares Verbrechen.

Doch genau dieses kritisieren, soll durch den Kampfbegriff Islamophobie bekämpft werden. Was PI macht, interessiert mich nicht, es gibt auch Menschen, die die Mondlandung für eine große Fälschung halten. Und was sagt uns das jetzt?

 
At 04 September, 2006 12:28, Anonymous Anonym said...

Mal ne Frage an die “Kritiker“ des Artikels: Wenn Islamophobie dasselbe ist wie Antisemitismus, warum müssen dann französische Rabbiner den Juden raten, in der Öffentlichkeit nicht als solche erkannt zu werden, während Moslems problemlos als solche erkannt werden können.

Warum müssen dann in Deutschland jüdische Einrichtungen von der Polizei bewacht werden, während dies bei Moscheen nicht nötig ist?

Warum stellt jedes koschere Geschäft ein Sicherheitsrisiko dar, während Dönerbuden zum Stadtbild gehören?

 
At 04 September, 2006 12:54, Anonymous AmaPhil said...

Ich werde keine terminologischen Diskussionen führen (ist langweilig und Zeitverschwendung). Schaut doch einfach bitte bei Wikipedia nach, was Islamophobie bedeutet.

"es gibt gefährliche Strömungen im Islam und diese zu kritisieren und zu bekämpfen, ist alles andere als ein dem Antisemitismus vergleichbares Verbrechen."

Niemand hat das auch behauptet !!!

 
At 04 September, 2006 13:41, Blogger Fuchsbau said...

@amaphil

"Niemand hat das auch behauptet !!! "

Dann nimmst du deine Umgebung aber sehr selektiv wahr.

Es ist oftmals die Angst davor, als Feind des Islams hingestellt zu werden, die ein härteres Durchgreifen nicht nur bei der Terrorbekämpfung, sondern auch beim „reformieren“ von Familienstrukturen verhindert, in denen Gewalt und die Vormachtstellung von Männern noch gang und gäbe sind.

Eine Angst, die durch den Kampfbegriff "Islamophobie" geschürt wird. Hast du eigentlich die Bemerkung gelesen, die unter meinem Artikel steht? Ist es nicht irgendwie merkwürdig, wer sich dieses Wort ausdachte?

Aber wenn du wirklich glaubst, was du da geschrieben hast, wird dich das auch nicht irritieren.

 
At 04 September, 2006 14:08, Anonymous Erik said...

Der erste Anonymus zeigt doch mit diesem Satz:

"Es stimmt, dass nicht jeder Muslim ein Terrorist ist, aber es stimmt ebenso, dass jeder Terrorist ein Muslim ist."

Das es Islamophobie gibt.

Selbstmord-Attentate waren und sind bevorzugte Tötungsmethoden der hinduistischen Tamil Tiger im Bürgerkrieg auf Sri Lanka, so wurde auch der indische Ministerpräsident Rajiv Ghandi umgebracht.

Die ETA in Spanien ist keine muslimische Organisation.
Die Irischen Nationalisten und Unionisten, die sich gegenseitig Terrorisieren sind Katholiken resp. Protestanten.
Der Mörder Rabins war ein jüdischer Terrorist.

aber anonymus 1 glaubt zu wissen, das jeder Terrorist Muslim ist.

Da kann es doch total egal sein, wer den Begriff erfunden hat, anonymus 1 leidet unter Islamophobie.

Erik

 
At 04 September, 2006 14:34, Blogger Fuchsbau said...

@ Erik

Man kann nicht mehr tun, als zu begründen, weswegen es keine Islamopobie gibt. Wenn sich jemand dagegen verweigert, ist das seine Sache.

Diese Beispiel belegen nicht, wesewegen "Islamophobie" gleichzusetzen ist mit Antisemitismus.

Aber in ihrem Fall sei es verziehen, immerhin stimmen sie ja auch zu, wenn Antisemitismus mit Rassismus gleichgesetzt wird.

 
At 04 September, 2006 14:38, Anonymous AmaPhil said...

Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

 
At 04 September, 2006 14:54, Blogger Fuchsbau said...

@amaphil
Ein gewisses Niveau bei der Wortwahl kann schon verlangt werden.

Habe jetzt auch Mal die anony-Funktion deaktiviert, vielleicht werden dann ja auch Mal interessante Diskussionen möglich sein.

 
At 04 September, 2006 15:42, Blogger Erik said...

Natürlich ist Islamophobie nicht das selbe wie Antisemitismus.

Islamophobie ist ja nicht an die Vorstellung von Rasse gebunden.
Islamophobie richtet sich gegen eine Religion.
Antiarabismus wäre ein Form von Rassismus.

Aber verstehen sie;
einem Agnostiker wie mir dürfen sie gerne unterstellen, dass er mal früher eine Religiophobie hatte und somit logischerweise nebenbei eine Islamophobie.

Schauen sie der Islam kennt keine oberste Theologische Instanz, sogar ein Grossayatollah der Schiiten hat die nicht, es muss also die Aufgabe der Freunde des Demokratischen Rechtsstaates sein, liberale Muslime zu bestärken gegen die fundamentalistischen Strömungen massiv aufzustehen und eine eigene Mächtige Strömung zu bilden.

Ich finde die Reaktionen gemässigter Muslime gegen den Fundamentalistischen Islam offengestanden auch "sehr gemässigt", das heisst zu zaghaft.

Das kann natürlich auch an der Angst der gemässigten Muslime gegenüber den Scharfmachern zu tun haben, was dann verständlich aber doch zu kritisieren wäre.

Aber sie dürfen nicht erwarten, dass solche Muslime Freunde Israels werden.
Es muss ihnen genügen, dass sie aufhören Feinde zu sein.

Erik

 
At 04 September, 2006 16:03, Blogger Fuchsbau said...

@Erik

Ich habe ja in meinem Artikel ausdrücklich darauf hingewiesen, dass moderate Moslems zu den ersten Opfern von denen gehören, die den Kampfbegriff „Islamophobie“ verwenden.

Das Problem mit diesem Begriff ist doch aber, dass es schlicht nicht möglich ist, zu überprüfen, ab wann jemand eine irrationale Angst vor dem Islam hat. Ist es schon irrational, Angst vor Selbstmordanschlägen zu haben? Viel eher handelt es sich bei Attacken auf Moslems um Ausländer- und Fremdenfeindlichkeit oder Rassismus.

Würde es denn einem Syrier wirklich etwas bringen, wenn er einem prügelnden Mob erklärt, dass er doch gar kein Moslem, sondern Christ sei?

Was die „Islamophobie“ außerdem noch vom Antisemitismus unterscheidet, ist der fehlende Vernichtungswille. Niemand ruft zur Vernichtung der Moslems auf.

Die Koppelung Antisemitismus/Islamophobie ist deswegen falsch, weil die „Islamophobie“ spätestens dann nicht weiterexistieren würde, wenn es hier keine Moslems gäbe. (Der Antisemitismus ist allerdings nicht auf Juden angewiesen.) Von daher handelt es sich wie oben erwähnt, um Fremdenhass und Rassismus. Aber ein paranoides Weltmodell kann ich darin nicht erkennen.

 
At 04 September, 2006 16:28, Blogger Erik said...

@Rotfuchs,

Wenn in der Schweiz Muslimen bauzonengerechte Minarette und Islamgerechte Grabfelder mit allen möglichen Mitteln, auch direktdemoktischen, werweht werdn sollen, kann dahinter natürlich Xenophobie und Rassismus liegen, Manifest wird es aber als Islamophobie.

Dasselbe gilt für die Diskussion um die Aufnahme das laizistischen Staates Türkey in die EU, man argumentiert mit dem Islam, der nicht in die angeblich christlich geprägte EU zu integrieren sei.

Ich habe tatsächlich Bedenken, ob die EU die Türkei integrieren kann,

das liegt aber eher an wirtschaftlichen und kulturellen Bedenken, die ich auch gegenüber der Integration von Kroatien, Serbien, und anderen Balkanischen Ländern hege, die nicht muslimisch sind.

Diese sehr spezielle "Ich will deinen unbedingten Respekt"-Macho-Kultur findet sich sowohl in der Türkei wie auch in Serbien und Kroatien, sie passt sehr schwer in unsere Welt, in der wir eine andere Vorstellung haben wie miteinander respektvoll umgegangen wird.
Aber vor einem Erdogan habe ich keine Angst, da find ich Haiders und Finis schlimmer.

Dass der Begriff "islamophobie" auch missbraucht werden kann, heisst nicht, dass es das Phänomen nicht gibt.

Und nochmals der "clever Idiot" hat ja nur aufgezeit, dass man mit ihrer Methode auch den Begriff "Antisemitismus" dekonstruieren kann.
Was nicht heisst, das die beiden Begriffe auf der gleichen Ebene anzusiedeln sind.

Erik

 
At 04 September, 2006 16:48, Blogger Fuchsbau said...

@Erik

Es wundert mich, dass sie diesen Kommentar so hoch schätzen.

"Es muss deutlich gesagt werden: Es gibt keinen Antisemitismus."

Ist das etwa auch ihre Meinung?
Es gibt viele Stellen in diesem kurzen Kommentar, an denen deutlich wird, dass der Verfasser überhaupt nichts versteht. An offenbarsten wird es aber hier:

"Wie widersinnig es ist, von Antisemitismus zu sprechen, wird spätestens dann deutlich, wenn er mit der Islamophobie verglichen wird. Der Islamhasser verfügt über ein in sich geschlossenes Weltbild, in dem Muslime von Ehrenmorden über Zwangsheiraten bis zum Terrorismus für alles Schlechte verantwortlich sind. Der Islamophobe sieht sich durch die Muslime bedroht, begegnet jedem von ihnen mit höchstem Misstrauen und weiß die Mehrzahl der Medien hinter sich. Nichts davon kann heute noch auf den Begriff Antisemitismus übertragen werden."

Wem soll man die Schuld für Ehrenmorde u.ä. denn sonst geben, außer den Verantwortlichen. Deutlich wird hier nur die Gefahr, die von der Gleichsetzung "Islamophobie"/Antisemitismus ausgeht. Da werden Realitäten wie z.B. Ehrenmorde, mit antisemitischen Vorwürfe gleichgesetzt, die offenkundig Verleumdungen sind.

 
At 04 September, 2006 17:29, Blogger Erik said...

@Rotfuchs,

Der "clevere Idiot" will ja gar nicht behaupten, dass es Antisemitismus nicht gibt, er benützt eine Methode um aufzuzeigen, dass ihre Behauptung, das Islamophobie nicht existiert durch ihr Beweisverfahren nicht gestützt werden kann.

Würde dieser Text ohne ihren vorgehenden Text alleine für sich stehen, wäre dieser Text unerträglich,
so ist eine Satirische Kritik ihres Beweisverfahrens.

Darum sag ich ja:
Er hat den Popper mit ihnen gemacht. Er hart aufgezeigt, das ihr Argumentationsmodell alles und auch sein Gegenteil beweisen kann.
Das ist etwas jedem immer wieder passieren kann.
Karl Popper kritisiert z.Bsp. die Psychoanalyse als ein System, das alles und auch sein Gegenteil beweisen kann.
Sie sehen solche Beweise rutschen jedem und ich meine jedem immer wieder raus.

Der "clevere" Idiot hat das drastisch aufgezeigt.

Statt also Wörter auf die Verbotsliste zu setzen, die sich nicht mehr Unterdrücken lassen können, macht es mehr Sinn aufzuzeigen, wer, wann, wie und wo diesen Begriff missbraucht, wie sie es in ihrem Essay beschreiben.

Denn nicht jeder der den Islam kritisiert hat eine Phobie gegen den Islam.

Erik

 
At 05 September, 2006 01:44, Anonymous Anonym said...

Naja. Karl Popper ist schon ein ziemlich schweres Geschütz.
Jeder der nicht eine fundierte Philosophische Ausbildung genossen hat, sollte sehr vorsichtig damit umgehen.

Seine Kritik an der Psychoanalyse hat sich ja, da diese sich als fruchtbar erwiesen hat, nicht unbedingt ins schwarze getroffen. Ausserdem haben wir das Freud- Jahr, und nicht daß Popper- Jahr.

Also, sehen wir den Begriff "Islamophobie" einmal von der richtigen, der Psychologischen Seite aus.

Eine Phobie bezeichnet eine Irrationale Angst. Und, der härtere Punkt, Sie verhält sich völlig konträr zur islamophobie. Denn ein Phobiker lebt ein völlig normales leben, bis er mit seinem Stimulus konfrontiert wird. Beim "Islamphobiker" ist es genau umgekehrt. Er lebt seine "Phobie" oft unter normalen umständen aus, und verhält sich in kontakt mit muslimen normal und wohlerzogen.

Nun ist mir völlig bewußt, daß der Begriff "Phobie" oftmals, so auch hier, nicht in korrektem sinne gebraucht wird. Aber, da der Autor von "die offene Gesellschafft und ihre Feinde", mit sicherheit ein überzeugter Anti- Islamist wäre, würde er einen solchen Anwurf lächelnd hinnehmen. doppelt lächelnd, weil er als verfechter der Sauberkeit im Denken, der er die Sauberkeit der Sprache voranstellte, über den begriff als solches schon lachen müßte.


Gruß,

shogun

 
At 05 September, 2006 14:00, Anonymous Erik said...

Es tut mir leid,
ich muss insistieren,
Gestern hat die Partei des Rechtsbürgerlichen Bundesrates und Populisten "SVP" im Kantonsrat ein Gesetz zum Verbot von Minaretten angeregt.
Sie ist die momentan grösste Partei im Kantonsrat und ist eine Ansammlung von liberalkonservativen, Ueberfremdungsgegnern, latenten Antisemiten und Islamophoben.
Die Neue Zürcher Zeitung schreibt:
"Die SVP will nicht existierendes Problem lösen".

Weiters können sie im Tages-Anzeiger (Zürich) von heute und in der besagten NZZ lesen.

Es gibt sie eben die Islamophobie, bezeichnenderweise gerade in dem Millieu, dass in der Frage der jüdischen Konten auf Schweizer Banken, immer schon auch Anti-Semitisch war.

Ich glaube, klar dargelgt zu haben, dass es Islamophobie gibt, dass man aber berechtigte Kritik am Islam und an Muslimen nicht darunter rubrizieren sollte.

Erik

 
At 05 September, 2006 14:55, Blogger Fuchsbau said...

@ Erik

"Ich glaube, klar dargelgt zu haben, dass es Islamophobie gibt"

Nein, das haben sie nicht. Aber ich glaube, dass es keinen Zweck hat, hier noch weiter darüber zu reden. In meine Artikel steht drinnen, weshalb es einen solchen Verwandten des Antisemitismus nicht gibt, wenn sie das nicht begreifen wollen, kann ich da nichts dran ändern. Sie konnten bis zum Schluss nicht erklären, wo denn "Islamophobie" beginnt und ob die Angst vor islamistischen Terror darunter fällt. Ihre Beispeile aus der Schweiz bestätigen meinen Text, es handelt sich dabei primär um Auslände- und Fremdenfeindlichkeit.

PS: Im übrigen ist ihr Diskussionsziel irritierend, geben sie doch auch zu, dass "Islamophobie" nicht mit Antisemitismus gleichzusetzen ist. So steht es in meinem Text.

 
At 05 September, 2006 15:52, Anonymous erik said...

Also abschliessend:

Islamophobie ist nicht wesensgleich wie Antisemitismus.

Antisemitismus ist eine Form von Rassismus.

Islamophobie genauso wie Anti-Katholizismus ist eine Form von Antireligionismus oder Religiophobie.

Was beides verbindet ist die Abscheu vor dem "Fremden" also Xenophobie.

Aber sie können eben nicht beweisen, dass es Islamophobie nicht gibt, nur weil ihnen das Wort nicht passt.

Will man Missstände, und der radikale Islamismus ist eine bedrohliche Gefahr, bekämpfen, bringt es eben nichts, Begriffe die nicht mehr auszurotten sind zu bekämpfen wie Windmühlen.

Der Satz ihres Erstantworters:

Nicht alle Muslime sind Terroristen. aber alle Terroristen sind Muslime ist Beweis genung das es Islamophobie gibt.

Das ist ein Phobischer Satz, Ausdruck irrationaler angstgeprägter Realitätsverzerrung.

Den wie schon gesagt: in Nordirland finden sie christliche Terroristen und in Sri Lanka hinduistische Terroristen.

Ihr Erstantworter ist "Islamophob".

Q.e.d.

Erik

 
At 05 September, 2006 16:43, Blogger Fuchsbau said...

@Erik

"Antisemitismus ist eine Form von Rassismus."

Weil ich echt keine Lust habe da jetzt auch noch drauf einzugehen, nur eines: kompletter Schwachsinn.

Wenn sie wissen wollen warum, lesen sie sich Mal etwas zu diesen beiden Begriffen durch.

 
At 20 September, 2006 11:32, Anonymous Bernard Couvre said...

Ursprünglich mag Islamophobie ja ein kreiertes Wort gewesen sein. Aber inzwischen ist es wohl mehr als das.
Eine Phobie ist eine unbegründete und anhaltende Angst vor Situationen, Gegenständen, Tätigkeiten oder Personen.
Wie z.B.: Akrophobie (Höhenangst), Arachnophobie (Spinnenangst), Agoraphobie (Angst vor Menschenansammlungen). Nach dem 11.9.2001 wurde in den USA erst das Mißtrauen, dann die Angst der Menschen vor ihren Muslimischen Mitbürgern immer intensiver, was nicht zuletzt auch die Schuld der meinungsbildenten Medien ist. Auch in Deutschland ist eine gewisse Angst der Bevölkerung vor allem Islamischen bereits spürbar. Es betrifft zuerst die Unaufgeklärten und Desinformierten der Bevölkerung. Die Boulevardpresse tut das ihre, um diesen Zustand noch zu verstärken. (Hauptsache hohe Auflage). Diese Ängste beschränken sich deshalb eben nicht auf die radikalen Islamisten sonder bezieht den gesamten Islam und seine Vertreter mit ein. Eine solche Angst ist jedoch unbegründet. Nimmt diese Angst zu, wovon im Moment ausgegangen werden kann (nach der Papstrede),würde sie durchaus die Kreterien einer Phobie erfüllen.
Da der Bezeichnung einer Phobie sich auf deren Auslöser bezieht, hieße diese Angst eben "Islamophobie" und würde bedeuten: "Eine unbegründete Angst vor allem Islamischen"

Ich kann mich natürlich auch irren ;-)

 
At 27 September, 2006 08:41, Blogger higfi said...

Hallo,
eine kurze Erweiterung zum Kommentar des Vorschreibers:

1.Definition Phobie:ist ein angstvermitteltes Vermeidungsverhalten, d.h. hier, der Islamophobe vermeidet alles was für ihn mit dem Islam zu tun hat. Hintergrund ist eine aversive Vorerfahrung mit dem phobischen Reiz ("Islam")
2. eine Phobie ist irrational, dass heißt von dem phobischen Objekt geht real keine Gefahr aus (z.B. Spinnen, Mäuse, Federn..."Islam")
3. der Betroffene erkennt an, dass dieses Verhalten unangemessen ist, d.h. die Phobiker kommunizieren derartig, dass sie der Umwelt gestehen, dass ihre Angst unsinnig ist. Sie sind sich dieser Tatsache bewusst. Damit weiss ich als Phobiker also, dass meine Angst vor dem Islam, die ich real durchaus spüre, objektiv keinen Grund hat, weil vom Objekt "Islam" für mich keine Gefahr ausgeht.

Wenn ich nun der Meinung bin, dass der Islam für mich eine reale Bedrohung ist, weil ich täglich von deren Vertretern bedroht bin, dann habe ich Realangst vor diesen.
Das jedoch ist keine Phobie, d.h. die Verwendung dieses Begriffs im oben dargestellten Sinn ist hier nicht passend.

So muss sich m.M. nach jeder selbst ausreichend und verzerrungsfrei wahrnemend reflektieren, um seine (berechtigte) Angst oder Islamophobie zu diagnostizieren.

Viel Erfolg im weiteren Diskurs!

 
At 01 Januar, 2007 16:48, Anonymous Anonym said...

guckst du hier, wo auf den Fuchsbau verwiesen wird
http://nebeldeutsch.blogspot.com/2007/01/islamophobie.html

 
At 11 Oktober, 2007 01:58, Blogger Manfred said...

Ich bin zwar etwas spät dran mit meinem Kommentar, aber sei's drum, das Thema ist ja nach wie vor aktuell.
Ich habe neulich einen Beitrag zum selben Thema geschrieben, mit gleicher Tendenz, aber anderer Argumentation:

http://korrektheiten.wordpress.com/2007/09/28/christentum-islamophobie-antisemitismus/

 

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