Montag, August 28, 2006

Wie man den Deutschen Kabarettpreis gewinnt



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"Ich weiß, auch mein Kanzler hat gesagt, wir sollen nicht in einen oberflächlichen Antiamerikanismus abgleiten, aber meiner ist gar nicht oberflächlich."

"Ich hab auch nichts gegen Amerika, verstehen sie mich nicht falsch. Es ist ein wunderschönes Land, wenn sie die Gelegenheit haben, fliegen sie mal dorthin, es ist ein traumhaft schönes Land, ein Riesenland, das Problem sind die Menschen die da leben."

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"Als in Ruanda 1,5 Millionen Menschen starben, weil die UNO-Blauhelmtruppen sich auf Befehl der Amerikaner zurückgezogen haben, weil da ging’s nicht um Öl oder irgendwas anderes was die Amis interessiert, es ging nur um Menschenleben und das interessiert die Amerikaner nun wirklich nicht […]."

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Diese drei Textstellen stammen aus dem Programm „Bis neulich…“ von Volker Pispers. Ebenso wie Gerhard Schröder hat auch er erkannt, wie karriereförderlich beziehungsweise arbeitsplatzsichernd es sein kann, sich betont “Amerikakritisch“ zu präsentieren. Dem einen brachte dieser Schachzug drei weitere Kanzlerjahre ein, dem anderen alle relevanten Preise, die man in Deutschland als Kabarettist gewinnen kann. Pispers ist sehr gefragt, seine Tourneen sind ausverkauft und er tritt regelmäßig im Fernsehen auf.

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Um zu begreifen, wie verkommen das Kabarett-Milieu ist und wie unfähig, sich von jahrzehntelang gepflegten Feindbildern zu lösen, ist ein genauerer Blick in das bisher erfolgreichste Pispers Programm „Bis neulich…“ lohnenswert.

Es versteht sich fast von selbst, dass Pispers erst durch den Irakkrieg größere Bekanntheit erlangte. Wenn nämlich dem Friedensfreund die Michael Moore Bücher ausgegangen sind (es gab mal Zeiten, in denen man sich in „linken“ Kreisen an Marx versuchte), muss er sich nach anderen Informationsquellen umsehen. Und da bietet sich Pispers natürlich an, setzt er doch gewissenhaft fort, was die Personifizierung des white trash so über den Atlantik schickt. Und das tollste dabei: Pispers ist längst nicht mehr auf den Import angewiesen, er produziert selber und zwar in Lizenz und massenhaft. Vielleicht sogar besser als das Vorbild, Made in Germany eben.

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Wie sieht also der Lauf der Weltgeschichte für einen aus, der um den antiamerikanischen Publikumsgeschmack weiß und weder gegen diesen ankämpfen will noch muss? In erster Linie sehr simpel. Nicht grundlos teilt Pispers mit den Islamisten nicht nur die Verachtung für die USA, sonder konkurriert mit ihnen auch darum, wer komplexe Zusammenhänge an radikalsten auf ein einziges Vorurteil herunter brechen kann.

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Gut möglich, dass er dabei die Nase vorn haben wird. Ihm gelingt es tatsächlich, für alle Krisen der Welt die USA mehr oder weniger direkt verantwortlich zu machen. Kleinigkeiten wie der Kalte Krieg oder der Zusammenbruch der Sowjetunion können ihn dabei nicht irritieren. Wer schon immer fand, dass die islamische Revolution im Iran und der Irakkrieg doch eigentlich mithilfe weniger Worte erklärbar sein müssten, wird nun erhört. Vorhang auf für Herr Pispers antiamerikanischen Geschichtsunterricht:

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Man hat zum Beispiel in Persien, heute ist das der Iran, hat man einen sympathischen talentierten jungen Diktator, den Schah von Persien, hat man solange aufgerüstet, bis der Schah von Persien über die viertgrößter Armee der Welt verfügte. Als Dank dafür und um die Armee finanzieren zu können, hat der Schah von Persien in guter alter amerikanischer Menschenrechtstradition seine eigene Bevölkerung dermaßen unterdrückt, geknechtet und ausgebeutet, dass die verzweifelten Perser sich eines Tages hinter einen religiösen Führer gescharrt haben um diesen Verbrecher loszuwerden.

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Wer kann das für uns [Anm.die Amerikaner] machen, die machen das eigentlich ungern selber. Da haben die wieder einen sympathischen jungen Mann gefunden, der wohnte da um die Ecke, Saddam Hussein hieß der. Ein talentierter junger Diktator zu der Zeit. Die Amerikaner haben gesagt, pass mal auf Hussein, wir rüsten dich auf, dann marschierst du im Iran ein, klaust dem Chomenie ein paar Ölquellen […] Der Vorteil ist, wir stoppen die islamistische Revolution und du hast die Ölquellen. Der Hussein ist ein ganz normaler Schweinediktator, dem geht’s um Geld und Macht, also das, womit die Amerikaner eigentlich gerne Geschäfte mit machen.

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Bei soviel Relativierung, Verkürzung und aggressiver Unbildung, ist es wirklich schwer, nicht der Versuchung zu erliegen, diesen Kabarettisten nicht einfach einen dummen Stammtischschwätzer zu nennen. Ich zumindest bin ihr erlegen.

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Pispers zeichnet sich aber nicht nur als unbestechlicher Analyst historischer Ereignisse aus, sonder hat auch den Durchblick für das aktuelle Weltgeschehen. Islamitischer Terror, die Anschläge des 11.Septembers und der Afghanistankrieg, ebenfalls alles erklärbar, ohne in die Verlegenheit des Differenzierens kommen zu müssen. Antiamerikanismus hat eben auch unbestreitbare Vorteile, gerade wenn man von Natur aus Denkfaul ist. Wo liegen denn die Gründe für den Hass der Islamisten auf den Westen? Wo andere zu stundelangen Monologen ansetzen müssten, nur um am Ende zugeben zu müssen, dass die Gründe für diesen Terror wohl nicht gänzlich rational erklärbar sind, genügt einem wie dem Pispers folgendes:

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Der Russe wurde auch in Afghanistan bekämpft […] da haben die Amerikaner gesagt, der muss da raus, wer kann das für uns machen? Haben die wieder einen sympathischen jungen Mann gefunden, der hieß Osama bin Laden. Jedenfalls, die Amerikaner haben gesagt, Osama du bist unser Mann, du gläubiger Moslem, wir gläubige Christen, wir bekämpfen die gottlosen Russen. Man hat Osama bin Laden finanziert, die Mudschahedin sind in den USA ausgebildet worden,[…] und dann hat der Osama bin Laden gekämpft. Zehn Jahre lang, zehn Jahre lang gegen die gottlosen Russen. Das Land war am Ende komplett zerstört, eine Millionen tote afghanische Zivilisten in diesem Krieg, 50.000 tote russische Soldaten. Das Land am Ende komplett zerstört, aber die Russen haben sich zurückgezogen und die Amerikaner haben gesagt: Osama, super Job, okay, euer Land sieht scheiße aus, aber is ja euer Land, also viel Spaß damit.

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Der Terrorismus, der heute den Westen bedroht, ist also das Produkt amerikanischer Außenpolitik und von daher selbstverschuldet. Ganz klar, so macht Geschichtsunterricht auch Antiimperialisten und Antiamerikanern Spaß.

Fast schon unnötig zu erwähnen, dass der islamistische Terrorismus mit dem Afghanistankrieg in etwa soviel zu tun hat, wie Volker Pispers mit geistreichem Kabarett.

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Neben diesen ebenso abenteuerlichen wie in sich logischen Welterklärungs-Theorien (ein Privileg der antiamerikanischen und antisemitischen Verschwörungsfantasien), zeichnet sich Pispers aber auch durch eine Menschenverachtung aus, die mit dem Begriff Zynismus längst nicht mehr angemessen bezeichnet wäre und in ihrer Geschmacklosigkeit nur noch von ihrer Dummheit übertroffen wird. Vor allen beim Aufrechnen von Opferzahlen wird dies deutlich. Dazu heißt es in einer Pispers Kurzbiografie anerkennend:

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Seine knallharten und oft makabren Schlüsse garniert er so liebevoll mit seiner brillianten Mimik und Gestik, daß dem Zuschauer höchst amüsiert und lachend die Absurdität des herrschenden Wahnsinns klar wird.

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Wobei mit höchst amüsanten Aussagen solche gemeint sein dürften:

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Jeden Tag sterben in Afghanistan zehn Menschen, weil sie auf eine Landmine treten. Jeden Tag zehn und das seit zehn Jahren. Das sind auch 3650 im Jahr, wo ist da eigentlich die jährliche Gedenkfeier? Das ist ein World-Trade Center jedes Jahr in Afghanistan, seit zehn Jahren. Aber sie können es eben medial nicht so aufbereiten, das ist eben der Unterschied.

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Eigentlich ist es unfassbar, wie jemand für solche Statements mit Preisen überschüttet werden kann. Er hat aber noch mehr dieses Kaliber auf Lager. Auch der Genozid in Ruanda geht nämlich auf die Kappe der Amis, weil die UNO-Blauhelmtruppen sich auf Befehl der Amerikaner zurückgezogen haben, weil da ging’s nicht um Öl oder irgendwas anderes was die Amis interessiert, es ging nur um Menschenleben und das interessiert die Amerikaner nun wirklich nicht.

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Da fallen dann so kleine Randbemerkungen wie Wir können ja gerne mal diskutieren, welche Politik bisher mehr Menschenleben gekostet hat, die von Saddam Hussein oder die von Georg W. Bush. auch kaum mehr ins Gewicht. An ärgerlichsten ist es aber, dass man beim hören dieser Hasstiraden in erster Linie bemerkt, wie ungebildet dieser Mensch ist. Oder ist es vielleicht schon mehr als nur Unbildung, wenn einem nicht auffallen will, dass das bloße Gegenüberstellen von Opferzahlen keine Aussagekraft besitzt? Konsequent weiter gedacht, könnte dann nämlich Volker Pispers brauner Doppelgänger auf NPD-Veranstaltungen selbstgefällig und dumm die deutschen Opferzahlen des Zweiten Weltkrieges mit denen anderer Länder vergleichen und eine Opferrolle beanspruchen.

Die wohl dämlichste Aufrechnung in dem vor dämlichen Aufrechnungen strotzenden Programm „Bis neulich…“ dürfte aber diese sein:

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50.000 Deutsche sterben jedes Jahr an Lungenkrebs vom Rauchen, noch mal 50.000, ich hab es eben schon mal gesagt, sterben an Leberzyrose durchs Saufen, aber die eigentliche Bedrohung für uns, die geht doch vom islamistischen Terror aus.

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Wie niveaulos diese Art des Kabaretts ist, machen auch die permanenten persönlichen Beleidigungen deutlich. Da werden Enzensberger und Biermann als Alkoholiker beschimpft, weil sie Saddam Hussein vor dem 1.Golfkrieg für einen großen Verbrecher hielten, Bush ist sowieso dumm, ebenso wie Merkel und Beckstein. Das politische Kabarett in Deutschland hat offenbar das Ende des Kalten Kriegs nicht verkraftet, ist immer noch in primitiven Gut-Böse Schemata verhaftet und hat in der momentanen Form längst keine Daseinsberechtigung mehr. Wo eine persönliche Beleidigung die Auseinandersetzung mit den Ideen eines Gegners ablöst, befindet man sich nicht mehr auf der Bühne, sondern am Stammtisch.

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Heute kann man also mit einem durch und durch antiamerikanische Grundeinstellung zu einem der beliebtesten Kabarettisten aufsteigen. Das sagt viel über den Charakter eines Volker Pispers aus, aber noch viel mehr über das Milieu, dass für sich das Etikett „politisches Kabarett“ reklamiert.

52 Comments:

At 28 August, 2006 16:02, Blogger msh said...

Schönes Blog übrigens, habs in meine Blogroll aufgenommen:

martin-hagen.blogspot.com

 
At 28 August, 2006 16:03, Blogger msh said...

Jedesmal, wenn ich diesen Prototyp eines miralinsauren altlinken Sozialkundelehrer-Arschlochs im TV sehe, überkommt mich unweigerlich ein übler Brechreiz!

 
At 28 August, 2006 17:17, Blogger Franklin D. Rosenfeld said...

Exzellenter Kommentar mal wieder, gratuliere. Allerdings hat es dem lieben Gazprom-Gerd nur drei Jahre gebracht, und nicht vier...

 
At 28 August, 2006 17:51, Blogger Fuchsbau said...

es waren aber
gefühlte vier jahre :-)!!!

 
At 29 August, 2006 01:17, Anonymous gbg said...

Nun gut, ich kannte den Typen zwar nicht, aber bei Kabaret denke ich immer an Moulin Rouge, Paris und da dürfte der Typ vom Niveau her sicherlich noch öfters anzutreffen sein. Vielleicht aber doch nicht Paris, sondern eher Görlitz, but you get my point.

 
At 29 August, 2006 14:17, Blogger Thomas said...

Dazu passend der Auftritt des Pianisten Joja Wendt neulich im Frühstücksfernsehen (sah ich mir nur an, weil ich mich von einem bevorstehenden Zahnarztermin ablenken mußte) der offenbar gerade von einer Welttournee zurückkehrt war und jetzt seine "Erfahrungen" kundtun mußte.

Als ich gerade eingeschaltet hatte war er gedanklich in Amerika. "Sind ja schon sehr oberflächlich, die Amerikaner". Die Moderatorin rutschte schon ein wenig unruhig hin und her, denn dass da einer in einem GEZ-finanzierten Programm Antiamerikanismen von sich gab, gefiel ihr gar nicht, aber Wendt war nicht zu halten: "Wir [er und seine Reisebegleitung] haben immer gedacht: Amerika wär ein tolles Land, wenn nur die Amerikaner nicht wären".(sic)

Das erstaunlichste an der Ganzen sache ist ja, dass diese Leute denken sie seien TOTAL gegen den 'mainstream' und würden 'unliebsame' Meinungen vertreten, die sich sonst keiner traut auszusprechen.

 
At 29 August, 2006 14:25, Blogger Thomas said...

Übrigens: Ich bin ein Anhänger des anti-beardianism. Fast alle Schrecken der Menschheit wurden von Männern mit Bart verursacht. Hitler, Stalin, Khomenei, Castro, Bin Laden. Wie heißt's doch so schön: Ein Mann mit Bart hat was zu verbergen.

Und wenn Pisper seinen noch ein wenig wachsen läßt geht er als Nasrallah durch.

 
At 29 August, 2006 14:29, Anonymous Doro said...

Volker Pispers lernte ich am Silvestermorgen 2004 kennen, als ich einen ruhigen Bürovormittag einlegen wollte, in Erwartung schön leerer Flure in die Firma stiefelte und stattdessen leider von einem schön leeren Kopf in Form eines Chefs begrüßt wurde. Der hatte Aldi-Lachs und Sekt dabei zur Ermunterung der zwei weiteren Leute, die an einem solchen Tag tapfer erschienen - UND ZUR UNTERMALUNG DES FRÜHSTÜCKS EINE CD-ROM MIT PISPERS-AUFNAHMEN!!! Nach jedem Lacher des CD-Auditoriums schaute er uns drei, von denen ich schon schier an dem Lachs erstickte, bedeutungsschwanger an und sagte immer den gleichen Satz: "Genial, was? Und das schlimme ist: Der Mann sagt die Wahrheit!"

Nach dem dritten Mal bin ich wortlos aufgestanden und habe den Konferenzraum verlassen - seitdem hat er mich nie mehr anders als fachlich angesprochen.

Das wirklich schlimme ist: Die andern Kollegen wollten Kopien der CD haben. Und die haben auch alle studiert. Ich werde den memory-chip zu dieser Geschichte nun unverzüglich eliminieren ;-)

 
At 29 August, 2006 14:40, Anonymous Chajm said...

Antiamerkanismus ist längst doch „Comedy-Mainstream”. Schau Dir das gefeierte „Programm” von Michael Mittermeier an: Da wird Bush mal kurz mit Hitler verglichen und die Leute grölen wie die Irren. Platter gehts nun wirklich kaum...

 
At 29 August, 2006 14:50, Anonymous hutab said...

ja, diese type ist mir auch schon ein paar mal negativ aufgefallen, typischer alt-68er, der lustig sein will, es aber nicht ist. naja, bald wird er sein publikum im altersheim aufsuchen müssen. mein tipp: umschalten, zuhören lohnt nämlich nicht.

 
At 29 August, 2006 14:53, Anonymous Anonym said...

Tja, antiamerikanisch/antideutsch sein = gut (weil links) und antiislamistisch/antitürkisch(oder was auch immer) sein = böse (weil rechts). So einfach ist es ...

 
At 29 August, 2006 15:10, Anonymous Anonym said...

Ich habe Herrn Pispers ins Gästebuch geschrieben: "Als Linker (nicht parteigebunden) kann ich mit Ihrem Programm nichts anfangen. Sie bedienen hauptsächlich Ressentiments."
Man kann also durchaus auch als Linker das Kotzen von diesem unsäglichen Typ bekommen.
Durfte ihn auch vor 3 Jahren live in der Provinz erleben. Seine antisemitsichen Ausfälle, die ja bekanntlich immer mit der rhetorischen Floskel "Ich frage Sie, ist man Antisemit, wenn..." anfangen, wurden natürlich frenetisch beklatscht.

 
At 29 August, 2006 17:35, Anonymous Trafo said...

Danke für diesen Beitrag! Immer wenn ich den merkbefreiten Vollhonk sehe/höre (letztens bei Mitternachtsspitzen im WDR) wird mir schlecht. Da ich dann schon weggezappt habe, sind mir diese Glanz..äh... Kotzstücke des deutschen Kabaretts zum Glück entgangen!

Gutes Blog - direkt verblogrollt :-)

 
At 29 August, 2006 22:30, Anonymous apollon said...

So, Sie können sich also nicht amüsieren über Volker Pispers?!

Schätze, dass das wohl an Ihrer Bildung liegen wird. Kann schon ein echtes Kreuz sein, das.

 
At 29 August, 2006 23:25, Anonymous Anonym said...

bitte nicht aufregen.rotlackierte faschisten gab es immer in der geschichte. pispers ist des nachdenkens nicht wert, höchstens der trend. wie immer gilt: die grössten kritiker der elche sind im grunde selber welche.

 
At 30 August, 2006 06:55, Anonymous Anonym said...

Es entbehrt nicht der Armseligkeit, sich daran abzuarbeiten, daß Herr P. sich der altbekannten Stilmittel kabarettistischer Handwerkskunst bedient. Dazu gehören die Überspitzung, die Vereinfachung, und die Bedienung von Ressentiments -- gerne auch antiamerikanischer Ressentiments, gerade beim europäischen Publikum ist das sehr beliebt. Das ist aber ein Problem mit dem Publikum, nicht mit dem Kabarettisten, der die Überzeugungen des Publikums schon aus rein egoistischen, wirtschaftlichen Motiven bedient.

Im persönlichen Gespräch jedenfalls, zu dem sich anläßlich eines Besuchs einer von Herrn P's Vorstellungen vor einigen Jahren die Gelegenheit bot, präsentierte sich Herr P durchaus differenzierter als in seinem Bühnenprogramm. Immerhin ist dieses Programm nichts als eine Rolle, die er -- und schon deswegen hat er sich jeden seiner Preise redlich verdient -- offenbar gut genug spielt, um sogar Sie zu täuschen.

Man muß die politischen Ansichten von Herrn P. nicht teilen, um ihn witzig und einige seiner Punkte nicht doch zumindest fragwürdig zu finden. Es ist ja beileibe nicht so, als habe die US-Politik der letzten Jahrzehnte nicht vielfach Anlaß zur Kritik geboten. Maß man heutzutage noch ernsthaft über die unrühmliche Rolle der USA in, beispielsweise, Nicaragua, Iran und Afghanistan diskutieren? Politik ist nicht deswegen vor Fehlern gefeit, weil ein bestimmter Staat oder bestimmte Personen sie betreiben.

Antiamerikanismus muß -- selbst dann, wenn jemand damit kokettiert -- nicht zwangsläufig der Grund sein, wenn die Rolle der USA in der Politk der letzten Jahrzehnte kritisch beurteilt wird und, wie in der Politik jedes anderen Landes dieser Welt, Höhen und Tiefen erkannt werden. Ebenso darf Proamerikanismus nicht zu völliger Kritiklosigkeit führen -- dies wird der Sache kaum gerecht und ist nicht minder dumpf und destruktiv, wie der Antiamerikanismus.

 
At 30 August, 2006 07:10, Blogger Dr. Dean said...

Politisch, äh, prowestlich inkorrekte Satire ist nicht so recht Ihr Fall, was?

Sie benötigen halt einen Kabarettisten, wenn Sie überhaupt einen benötigen, der zu der von Ihnen bevorzugten politischen Ideologie linientreu ist.

Ähem, ich will mir - im Augenblick - garnicht ausmalen, wie der Kabarettist aussieht, der Ihrem politischen Millieu entsprechen würde...

*gnihihi*

Schade nur, dass mich Pispers einfach nicht interessiert - und somit auch nicht Ihre Kritik an ihm. Ich fand diesen Kabarettisten, als ich ihn vor vielen Jahren einmal kurz auf der Glotze hattte, etwas langweilig und flach, aber vielleicht urteile ich voreilig.

Da ich den Pispers also so gut wie garnicht kenne, fehlt mir der Vergleich zu Ihrer Kritik, bei der ich nicht glauben mag, dass diese auch nur entfernt objektiv ist.

Ich werde aber den Eindruck nicht los, dass Sie hier wie ein klassischer Fanatiker lediglich kund getan haben, dass irgend ein Kabarettiste Ihren persönlichen politischen Geschmack verfehlt hat.

Sorry.

Und es ist Ihr politisches Gleichschaltungsbedürfnis, Sie nennen es vermutlich "Freiheitsliebe", dass Ihnen diesen Kabarettisten so unerträglich erscheinen lässt.

Dieser "Witz" mit dem Völkermord in Ruanda, sollte der seitens Pispers wirklich so gefallen sein, erscheint mir allerdings auch peinlich und überdies extrem eindimensional.

Dieser Völkermord hatte sicherlich einige Ursachen und am Wenigsten die Ursache im diplomatischen Verhalten der USA.

Der Völkermord in Ruanda war ein Versagen der ganzen Welt, die USA inklusive wie auch unser Versagen.

Vermutlich aber gehören Sie nicht zu den Mennschen, die sich den Begriff "Versagen" zusammen mit der von Ihnen idealisierten USA denken wollen.

Sollte ich mit dieser, eigentlich verwegenen, Behauptung recht haben, sind Sie insofern an diesem Punkt Pispers sehr ähnlich. Denn dann wäre sowohl bei Pispers, als auch bei Ihnen die Richtung des Urteilens und Spottens im Wesentlichen durch das Wollen bestimmt.

In Ihrem Fall "pro" USA und im Fall von Pispers "contra" USA.

Die Wahrheit jedoch ist deutlich komplexer - die USA haben Vieles, von dem wir lernen können, und umgekehrt auch Vieles, das eher nur als schlechtes Vorbild taugt.

Sorry to said that. Ich hoffe, Sie halten das aus.

 
At 30 August, 2006 10:15, Blogger Fuchsbau said...

@dr.dean

„Schade nur, dass mich Pispers einfach nicht interessiert - und somit auch nicht Ihre Kritik an ihm.“

Leicht abgewandelt kann ich das gleiche über ihren Kommentar sagen.


@anonym
„Es entbehrt nicht der Armseligkeit, sich daran abzuarbeiten, daß Herr P. sich der altbekannten Stilmittel kabarettistischer Handwerkskunst bedient. Dazu gehören die Überspitzung, die Vereinfachung, und die Bedienung von Ressentiments -- gerne auch antiamerikanischer Ressentiments, gerade beim europäischen Publikum ist das sehr beliebt.“

Oh je, also wenn sie so etwas als Stilmittel verteidigen, tut es mir ja fast Leid, dass sie nicht mehr in den Genuss von kabarettistischen Höhepunkten wie z.B. dem „Stürmer“ kommen können. Da wurden regelmäßig Juden und Amis (oft sogar amerikanische Juden!) so richtig nach allen Regelen der kabarettistischen Handwerkskunst verulkt. Ja, ja, der Streicher, der war schon ein Scherzkeks!

Also wenn für sie Antiamerikanismus im Prinzip ein Synonym für Kabarett ist, haben sie da etwas ganz schrecklich missverstanden.

„Immerhin ist dieses Programm nichts als eine Rolle, die er -- und schon deswegen hat er sich jeden seiner Preise redlich verdient -- offenbar gut genug spielt, um sogar Sie zu täuschen.“

Was für ein Argument ist das denn?!?! Aber okay, ich hab verstanden, auch wenn es abenteuerlich klingt. Nur hät ich dann doch noch ne Frage, wenn das nur ne Rolle ist, wieso können sie dann schreiben:

„Man muß die politischen Ansichten von Herrn P. nicht teilen,“

Hier endet mein Verständnis dann doch.

 
At 30 August, 2006 10:52, Anonymous Anonym said...

Nicht den Obertroll füttern... nur nicht den Dean füttern, sonst wirst Du ihn nie wieder los!

 
At 30 August, 2006 11:44, Anonymous wirtschaftsweiser_ch said...

eigentlich hättest du nur einen satz schreiben brauchen:

"ich find pispers doof, die sau."

weil mehr, steht in dem langen text nicht drin. keine begründung, keine analyse... einfach nur die gegenaussage zu pispers...

"neee, der unrecht... die sau"

und für mich stellt sich nun die frage:

erhebt pispers denn tatsächlich den anspruch, mit seinen beispielen eine ausführliche analyse mit beweisführung aufzubauen?

nein, ich denke nicht. er macht kabarett. dabei gibt er zwar seine politische meinung zum besten, aber es ist was es ist... kabarett.

und, er wird auch nur deswegen zerrissen, weil er nicht eure politische meinung vertritt. würde er das tun, würdet ihr ihn vergöttern und die linken blogs zerreissen.

das geschwätz hier ist in etwa so anspruchsvoll wie pispers in form einer politischen analyse zu betrachten. ach... wird hier ja auch gemacht.

 
At 30 August, 2006 14:02, Anonymous Dieter L. said...

Also ich verlange von einem Kabarettisten schon, dass er eine vernünftige Analyse betreibt, wenn er denn politisches Kabarett macht. Und ich (als Linker) finde ihn unerträglich. Würde ich Kabarett machen, würde ich die Leute nicht in ihren dummen Vorurteilen bestätigen, sondern dem Publikum den Spiegel vorhalten. Vor vielen Jahren konnte ich einmal Georg Kreisler in dieser Rolle anschauen, das war gut. Alle Unbill dieser Welt auf die USA (und Israel, also die Juden) zurückzuführen ist billig, das hat Herr Göbbels auch schon gemacht. Die komplexen Zusammenhänge zu durchschauen dazu gehört Intelligenz, Neugier und Urteilsvermögen, die hat weder Pispers noch sein Publikum. Wir alle haben wohl dieses Problem, aber wir sollten uns wenigstens bemühen an die Wahrheit heranzukommen und vor allen Dingen nicht von vornherein schon zu wissen, wer die Bösen und wer die Guten sind. Die Rolle der USA bzgl. der jetzigen Weltprobleme zu untersuchen, ist sicher eine lohnende Sache, aber welche Interessen das "Friedenslager" (Chirac, Putin und früher Schröder) antreibt bzw. antrieb, das ist noch eine Ecke spannender.

 
At 30 August, 2006 16:43, Anonymous holg said...

Oh Gott wie armseelig!
Auch wenn es meies Erachtens bessere Kabarettisten gibt, Dies sei gesagt:
Wenn die politische Meinung eines Kabarettisten nicht paßt, und welche Meinung eines solchen außer aus der rechten Ecke paßt Euch, wird ihm der künstleriche Wert abgesprochen.
Kabarett ist einseitig, denn es soll provozieren und im besten Fall zum nachdenken und reflektieren anregen.
Der lange Eingangsartikel läßt leider vermuten, daß der Verfasser auf dem Humorlevel des frühen "Mainz bleibt Mainz-Niveau" hängen geblieben ist.
Ein paar Ti**en- und Är***ewitze und ein paar halbseidene Ausfälle gegen Linke und Grüne und fertig ist der Schenkelbrecher. Humbää, Narhallamarsch.
Aber wehe es geht gegen die eigene Gesinnung, dann wird schnell die Stürmerkarte gezogen.
Traurig! Traurig!!

 
At 30 August, 2006 18:02, Blogger Fuchsbau said...

„und welche Meinung eines solchen außer aus der rechten Ecke paßt Euch“

Frage: Wen meinen Sie mit „euch“ und was genau mit „rechten Ecke“?

„Kabarett ist einseitig, denn es soll provozieren und im besten Fall zum nachdenken und reflektieren anregen.“

Und bei Pispers kommen Sie zum nachdenken? Inwiefern?

 
At 30 August, 2006 19:19, Anonymous Herr Ober said...

Also mich regt Pispers durchaus zum Nachdenken an. Aus Neugier habe ich mir gestern ein paar Schnipsel auf Youtube angeschaut und die Zufallstreffer waren glücklich: Direkt hintereinander zwei Clips im Abstand von einigen Jahren, wie der Mann einmal Steuersenkungen und einmal Steuererhöhungen mit der gleichen Masche geißelt, nämlich alle zu doof für die Grundrechenarten außer mich. Das Klatschvieh war jedesmal hemmungslos begeistert, denn es ging jedesmal gegen CDU und Merkel.

Seitdem denke ich schon darüber nach, ob ich nicht auch in dieser schönen einfachen Lila-Laune-Welt leben möchte.

 
At 31 August, 2006 01:40, Anonymous Anonym said...

Fuchsbau schrieb:
> > „Man muß die politischen Ansichten
> > von Herrn P. nicht teilen,“
>
> Hier endet mein Verständnis dann doch.

Angesichts Ihres Postings fürchte ich: Ihr Problem ist nicht das Verständnis, sondern der Verstand -- und der hat nicht erst hier, sondern bereits viel früher ausgesetzt. Offenbar fehlen Ihnen die Argumente, so daß sie auf deplatzierte Nazivergleichen auweichen müssen, um Ihre Gegner zu diskreditieren und mundtot zu machen. Derartige Auswüchse hätte ich höchstens beim Unaussprechlichen Don vermutet, nichtmal Parteibuch-Bartels hat ein derart primitives Auftreten nötig.

Ihr Diskussionsstil ist unterirdisch. Sie stellen sich damit auf dieselbe Stufe des ideologischen Fanatismus, die Sie Herrn Pispers vorwerfen. Im Gegensatz zu Herrn P geht Ihnen allerdings die Fähigkeit ab, andere Sichtweisen zu tolerieren und sich sachlich damit auseinanderzusetzen. Auf dieses Niveau werde ich mich keinesfalls herablassen.

 
At 31 August, 2006 02:45, Blogger Fuchsbau said...

@anonym:

sie haben offenbar nicht verstanden, auf welchen widerspruch ich da aufmerksam machte.

sie können nicht auf der einen seite behaupten, dass pispers doch nur eine rolle spielt, es sich also nicht um seine wahre meinung handelt, und dann wenige sätze später sagen, dass man zwar "pispers politische ansichten" nicht teilen müsse ABER usw...

bemerken sie nicht, dass sie nicht beides haben können. auf der einen seite eine leere rolle, auf der anderen eine fundierte meinung?

sie müssen sich halt mal entscheiden, was sie genau verteidigen wollen.

(wobei es aber schon arm ist, sich so für einen typen einzusetzen, der seinen antiamerikanismus für "wohl begründet" hält.)

 
At 31 August, 2006 12:43, Anonymous wirtschaftsweiser_ch said...

"(wobei es aber schon arm ist, sich so für einen typen einzusetzen, der seinen antiamerikanismus für "wohl begründet" hält.)"

nunja, bis auf genau die gegenteilige aussage kommt von dir ja auch nix rüber. von daher ist das vom niveau her das gleiche.

und auf welchem niveaulevel man eine reine behauptung nun ansiedelt, definier ich nun mal nicht aus.

antiamerikanismus muss es im übrigen nicht immer zwangsläufig sein. auch, wenn es immer gerne dahin dramatisiert und dann am besten noch mit demokratiefeindlich gleichgesetzt wird.

jedenfalls muss niemand amerikafeindlich sein, damit er sich kritisch mit amerika auseinandersetzen kann. pisper zieht z.b. u.a. auch den unterschied zwischen den küstenregionen und dem innerländlichem kuhjungentum.

die differenzierungen sind also tatsächlich vorhanden, wobei die überspitzungen nicht fehlen. das ist ein wesentlich feinerer humor, als hier in sehr plumperweise dargestellt wird.

 
At 31 August, 2006 15:18, Anonymous Anonym said...

Und wenn er da nun stehen würde und betonen, dass "sein Antisemitismus gar nicht so oberflächlich" sei, wäre das dann auch differenziert genug um es von blindwütiger Hetze zu Kunst zu erheben?

 
At 31 August, 2006 15:40, Blogger Fuchsbau said...

der letzte kommentar bringt die sache sehr gut auf den punkt!
wer es jetzt immer noch nicht verstehen will, macht sich langsam verdächtig.

und im übrigen ist antiamerikanismus nicht eine irgendwie überspitzte kritik an der us-politik. warum: weil es eben antiamerikanismus ist.

 
At 31 August, 2006 21:45, Anonymous Herr Ober said...

Hier übrigens ist der Clip, aus dem zitiert wird. Möglichst vor dem Essen anschauen.

 
At 02 September, 2006 11:57, Blogger Thomas said...

innerländlichem kuhjungentum

Ich nehme mal an, dass ist jetzt nicht anti-amerikanisch, sondern...hmhh... 'lustig'?

 
At 03 September, 2006 18:53, Anonymous Anonym said...

Schon klar, Fuchsbau, du setzt Antiamerikanismus sofort mit Judenhass gleich, sehr schön. Das gibt auf der BLÖD-Skala 11 von 10 Punkten.
Willst du nicht Pispers auch gleich noch vorwerfen, den Holocuast zu leugen oder Kinder zu fressen?

Wie verblendet muß man eigentlich sein, um so etwas auch noch in ein Blog zu schreiben?

Ich mache die Amerikaner nicht für alle Fehler des 20. Jahrhunderts verantwotlich, aber ich bin beim Thema USA durchaus zu einer differenzierten Meinung fähig und habe Herrn Pispers Programm sehr genossen.

 
At 03 September, 2006 19:16, Blogger Fuchsbau said...

@anonym

Ähh, sag mal, genießt du vielleicht nicht nur gerne den Antiamerikanismus des Herrn Pispers, sondern auch hin und wieder ein bisschen zu viel Alkohol? Wie kommst du denn darauf?

"Schon klar, Fuchsbau, du setzt Antiamerikanismus sofort mit Judenhass gleich, sehr schön."

Übrigens ist es ein Widerspruch in sich, eine „differenzierte“ Meinung zu den USA zu haben und trotzdem Volker Pispers genießen zu können. Das nur nebenbei erwähnt.

 
At 03 September, 2006 19:35, Anonymous Anonym said...

Ich zitiere:

Fuchsbau said...
"der letzte kommentar bringt die sache sehr gut auf den punkt!
wer es jetzt immer noch nicht verstehen will, macht sich langsam verdächtig."

Und was wolltest du uns damit sagen? Und mit dem Rest deines Blogeintrags?
Für dich gilt offenbar:
Kritik an der Politik der USA = Antiamerikanismus = Antisemitismus = verdächtdig = Neonazis

Und du hast mich nicht verstanden. Ich wollte dir durch die Blume sagen, daß DU bestimmt keine differenzierte Meinung zum Thema USA besitzt.

Dafür bist du viel zu sehr damit beschäftigt pro-israelische Propaganda zu verbreiten.

 
At 04 September, 2006 10:37, Blogger Fuchsbau said...

@anonym
wenn du nicht verstehen willst, wieso der vergleich mit dem oberflächlichen antisemitismus richtig ist, kann ich dir auch nicht mehr helfen.

aber mal was anderes: erklär mir das doch mal genauer:

"daß DU bestimmt keine differenzierte Meinung zum Thema USA besitzt."

weil

"Dafür bist du viel zu sehr damit beschäftigt pro-israelische Propaganda zu verbreiten."

USrael oder was?

 
At 13 September, 2006 17:46, Anonymous peter said...

leider kein rein deutsches Phänomen, siehe

http://www.timesonline.co.uk/article/0,,6-2312891,00.html/

 
At 18 September, 2006 00:50, Anonymous Anonym said...

Jeder Hirnverbohrte Honk mit Geltungsucht und der ungebrochenen Überzeugung, dass seine Meinung ein Gottesgeschenk an die Menschheit ist, welches ihr keinesfalls vorenthalten werden darf, eröffnet heutzutage einen Blog. Dort werden dann unausgegorene Ideen und unqualifizierte Aussagen unter das geistig verarmte Volk gestreut. Sie sollten sich, falls es ihr Intellekt ihne ermöglicht, analytisch mit den Texten des Volker Pispers auseinandersetzen und seine Aussagen einmal mit den bekannten Fakten vergleichen, die es zu den Themen nun mal gibt. Auch wenn dies nicht in ihr Weltbild passen mag. Dann erst sind sie moralisch in der Position, in der sie sich ja so gut gefallen, um vor die Öffentlichkeit treten zu können und ihr, ihre wohldurchdachte und qualifizierte Meinung dar zu bieten. Was sie jedoch hier betreiben, ist näher an der Hetze, als am seriösen Journalismus. Da kann ich auch ebensogut die Bildzeitung lesen.

 
At 18 September, 2006 01:05, Anonymous Anonym said...

Jeder Hirnverbohrte Honk mit Geltungsucht und der ungebrochenen Überzeugung, dass seine Meinung ein Gottesgeschenk an die Menschheit ist, welches ihr keinesfalls vorenthalten werden darf, eröffnet heutzutage einen Blog. Dort werden dann unausgegorene Ideen und unqualifizierte Aussagen unter das geistig verarmte Volk gestreut. Sie sollten sich, falls es ihr Intellekt ihne ermöglicht, analytisch mit den Texten des Volker Pispers auseinandersetzen und seine Aussagen einmal mit den bekannten Fakten vergleichen, die es zu den Themen nun mal gibt. Auch wenn dies nicht in ihr Weltbild passen mag. Dann erst sind sie moralisch in der Position, in der sie sich ja so gut gefallen, um vor die Öffentlichkeit treten zu können und ihr, ihre wohldurchdachte und qualifizierte Meinung dar zu bieten. Was sie jedoch hier betreiben, ist näher an der Hetze, als am seriösen Journalismus. Da kann ich auch ebensogut die Bildzeitung lesen.

 
At 18 September, 2006 09:27, Blogger Fuchsbau said...

Und jedem "Hirnverbohrten" Feigling mit Geltungssucht ermögliche ich es, hier Anonym schreiben zu dürfen. Übrigens: Wer Pispers feiert, hat kein Recht sich über die BILD-Zeitung zu erheben!

 
At 19 September, 2006 19:18, Anonymous Anonym said...

Wie bitte?

...jedem "Hirnverbohrten" Feigling mit Geltungssucht ermögliche ich es, hier Anonym schreiben zu dürfen?

Das ist eine vorzügliche Kostprobe deines Intellektes! Jemand mit Geltungssucht will also Anonym bleiben! Du bist wirklich ein Honk.
Du solltest langsamer schreiben, das gäbe deinem verstrahlten Hirn noch eine Chance mit deinen Texten mithalten zu können.
Ich wäre meiner Aussage gegenüber, doch inkonsequent gewesen, hätte ich meinen Namen veröffentlicht.
Und was bedeuten hier schon Namen?

Ich heisse z.B. Karl Liebknecht, oder vieleicht doch Max Mustermann?
Nein, ganz ehrlich jetzt, mein Name ist Bond ..... James Bond.
Wenn du glaubst hier schreiben Alle ihren wirklichen Namen hinein hast du mein Beileid.

 
At 20 September, 2006 01:15, Blogger Fuchsbau said...

@anonym

Vom Stil her würde ich beim Klarnamen eher direkt auf Volker Pispers tippen, aber andererseits, warum sollen die Anhänger in ihren Argumentationen weniger dämlich sein als der Großmeister selber?

Leute mit Geltungssucht sind nervig, aber Leute mit Geltungssucht, die noch dazu feige sind (anonym), sind einfach nur erbärmlich.

Es ist vielleicht unter Liebhabern des politischen Kabaretts ausreichend, seinen Standpunkt durch das überschütten des Gegenübers mit Schimpfwörtern zu untermauern, aber in diesem Blog wird erwartet, dass die Kritik inhaltlicher Natur ist!

Diese primitiven Beleidigungen bestätigen übrigens nur, was in meinem Text steht und obwohl ich Kommentare eigentlich lösche, die sich im Ton so dermaßen vertun, lasse ich diesen stehen. Er entlarvt doch ziemlich deutlich die Mentalität derer, die sich im Kabarett den zumeist antiamerikanischen Dreck genüsslich um den Bauch schmieren lassen und dann extrem aggressiv reagieren, wenn das auch mal geschrieben wird.

„Wo eine persönliche Beleidigung die Auseinandersetzung mit den Ideen eines Gegners ablöst, befindet man sich nicht mehr auf der Bühne, sondern am Stammtisch.“

PS: Übrigens hatte ich etwas Mitleid, als ich den missratenen Humorversuch las, der schließlich bei James Bond endete. Na ja, aber originell sind beim politische Kabarett ja weder die Kabarettisten noch das klischeegeile Publikum. Von daher auch Stilecht.

 
At 20 September, 2006 06:36, Anonymous Anonym said...

@fuchsbau

Zitat: "Vom Stil her würde ich beim Klarnamen eher direkt auf Volker Pispers tippen,"

Das hättest du wohl gerne, aber glaubst du wirklich er würde sich mit sowas abgeben?
Ich fasse ja nicht einmal daß ich soetwas tue!

Zitat: "Leute mit Geltungssucht sind nervig, aber Leute mit Geltungssucht, die noch dazu feige sind (anonym), sind einfach nur erbärmlich."

Litt ich unter Geltungssucht, würde ich wie die anderen Profilneurotiker einem Blog eröffnen und das Internet mit meiner geistigen Dünnschiß zu müllen.

Zitat: "Diese primitiven Beleidigungen bestätigen übrigens nur, was in meinem Text steht und obwohl ich Kommentare eigentlich lösche, die sich im Ton so dermaßen vertun, lasse ich diesen stehen."

Ja, das würde zu dem Bild passen was ich von dir habe. Wer nicht nicht mit mir ist wird Opfer meiner Zensur!

Zitat: „Wo eine persönliche Beleidigung die Auseinandersetzung mit den Ideen eines Gegners ablöst, befindet man sich nicht mehr auf der Bühne, sondern am Stammtisch.“

Ja, da muß ich mich allerdings entschuldigen. Mich hatte wohl das Lesen deines Blogs auf dieses Stammtischniveau herunter gezogen. Also, entschuldigung bitte.
Allerdings zeigt deine Wortwahl schon deine Grundeinstellung, die du zu Diskusionen hast. Gegner hat es im Krieg, nicht im Wortgefecht. Unsere schöne deutsch Sprache bietet da doch bessere Alternativen.
Diskusionspartner oder Kontrahent klingen doch erheblich weniger aggressiv.

Zitat: "Übrigens hatte ich etwas Mitleid, als ich den missratenen Humorversuch las, der schließlich bei James Bond endete."

Danke, aber ich muß dich enttäuschen, es war kein Humorversuch. Vielmehr war es mir wichtig daß du verstehst was ich damit sagen wollte.

Aber jetzt sollten wir mal ein Mißverständniß klären, welches wir deinem Tunnelblick verdanken.
Ich bin kein Anhänger des Volker Pispers. Ich bin nämlich aus dem Alter raus in dem man sich noch irgendwelcher Vorbilder bedient.
Ich hätte meinen Komentar auch unter einem deiner anderen Beiträge posten können, denn wie dir leider entgangen ist ging es nicht um den Inhalt deines Blogs, sondern um den Blog an und für sich.
Meine Aussage lautete im Kern:"Blogger sind der Tod des seriösen Journalismus!".

Antiamerikanisch bin zwangsläufig, denn ich bin ein Antfaschist und Pazifist.Und schon alleine die letzten 50 Jahre der amerikanischen Geschichte lassen mir keine andere Wahl.


Was das Anonyme hinterlassen von Postings angeht, so garantiere ich dir daß es kein Akt der Feigheit ist.
Wenn man überall zu den verschiedensten Themen in den diversesten Foren seinen richtigen Namen hinterläßt, ist es für Jeden, auch für unsere Volksbespitzeler, ein Einfaches nach diesem Namen zu "googeln". Mit den so gewonnen facettenreichen Erkenntnissen, lässt sich sehr bequem ein umfangreiches Persönlichkeitsprofil anlegen.
Ich finde wir sind schon gläsern genug. Dir als aufgeklärten Hobbyjournalisten, muß ich ja nicht erst erläutern, wer alles scharf auf solche Daten ist und was diese Menschen damit zu tun gedenken.

In diesem Sinne

MfG
Paulchen Panther

 
At 20 September, 2006 09:47, Blogger Fuchsbau said...

Ein Pazifist. Hmmm, hät man eigentlich von selbst drauf kommen können - bei der Grundaggressivität. Und paranoid noch dazu.

Ich wünsch auch für die nächsten 50 Jahre viel Spaß beim aufrichtigen Antiamerikanismus und hoffe, dass dein Gehirn irgendwann doch noch fasst, was du hier tust und dann zukünftig die Kommentarbereiche dieses Blogs meidest.

 
At 20 September, 2006 14:11, Anonymous Anonym said...

Wie die nächsten 50 Jahre?
So alt bin ich ja nun auch wieder nicht.

Grundaggressiv und paranoid ..hm..
woran erinnert mich das nur?

Ach ja!...

...Das Gesetz HB 249 CS erweitert das Recht auf Selbstverteidigung, das Bürger Floridas bereits haben, wenn sie auf ihrem Grundstück, in ihrer Wohnung oder in ihrem Wagen angegriffen werden (castle doctrine). Bislang aber hätten sie, wenn sie in der Öffentlichkeit bedroht wurden, zunächst versuchen müssen, der Gefahr zu entgehen, also zu fliehen, bevor sie auf einen Angreifer schießen durften. Jetzt dürfen sie straffrei, "Gewalt mit Gewalt beantworten", wo immer sie sich aufhalten, wenn sie einer rechtmäßigen Tätigkeit nachgehen und sich dort zu Recht aufhalten. Im Senat wurde das Gesetz einstimmig angenommen, im Repräsentantenhaus stimmten 94 Abgeordnete dafür und 20 dagegen.

Some loudmouthed lunkhead at the kid's soccer game bumps up against you, uses a nasty epithet, reaches into his pocket and pulls out . . . What? Could be his Blackberry. Or it just might be a black anodized aluminum Colt .45 pistol with seven in the clip and one in the chamber. Assume the worst. Whip out your AK-47 and empty the banana clip.
Kommentar im Miami Herald

Da ich aber keine Waffen besitze, mich auch immer Angstfrei durch's Land bewege und nicht hinter jeder Häuserecke einen CIA-Agenten vermute oder mich mit den haarsträubensten Verschwörungstheorien beschaftige, kann man mich wohl kaum als ameri.. äh .. paranoid bezeichnen.
Daß ich der Wirtschaft nicht gerne Meine Vorlieben und Gewohnheiten preis gebe, dient einzigst der Abwehr von massiver und geziehlter Werbeflut. Ich dachte eigentlich das diese Vorgehensweise des Marktes allgemein bekannt sei. Die gesamelten Datensätze werden übrigens tatsächlich gehütet wie das Gold in Fort Knox. Die interessieren sich sogar dafür wie das Haus aussieht in dem du wohnst.

So findet man unter www.datenschutzzentrum.de folgendes:

Der Tele-Info Verlag in Garbsen bei Hannover ist dabei, "eine der größten Bilddatenbanken der Welt" unter der Produktbezeichnung "City Server" aufzubauen. Ein in sechs Kleinbussen installiertes, mit jeweils acht Digitalkameras ausgestattetes mobiles Bildaufnahme- und Wiedergabesystem liefert "täglich Millionen punktgenau geokodierte, hoch aufgelöste digitale Farbfotos von Liegenschaften aller Art: Häuser, Gebäude, Straßen, Informationen zur Verkehrsführung in Stadt und Land." Rund viermal pro Sekunde werden in den Kleinbussen die Aufnahmen abgespeichert. Mittels simultaner Bildarchivierung werden Rundumsichten ermöglicht. Jedes Objekt wird aus neun verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Per Satellitennavigation soll die Position der Kamerawagen auf einen Meter genau bestimmbar sein; mindestens alle drei Meter soll auf der digitalen Landkarte künftig ein Panoramabild vorhanden sein. Aus Presseberichten war zu entnehmen, daß über Bilderkennungssoftware auch Hausnummern erfaßt werden. Es sollen angeblich 75 bis 80 % aller bebauten Straßen Deutschlands derart registriert werden. Nach Angaben des Verlages werden zunächst Städte und Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern erfaßt.

"Mit einem gebäudeorientierten Selektionsverfahren sollen sich Wirtschaft, Industrie oder auch Behörden, ohne vor Ort gehen zu müssen, über bebaute Immobilien ein Bild machen können. Verkauft werden soll das System nach Angaben des Verlages an Rettungsdienste, Notärzte, Polizei oder die Einsatzleitung der Feuerwehr, "die sich ein Bild über die Größe eines Hauses, Anzahl der Stockwerke oder Bauzustand machen müssen". Als weitere Anwendungen werden das Gebäude- und Anlagen-Management, das Risk-Assessment bei Banken und Versicherungen, die TV-Berichterstattung mit "Instant Real World Image Library", Versorgungsunternehmen, Städte- und Verkehrsplanung und sog. Carriers (Zuteildienste, Speditionen, Taxizentralen) genannt. Hauptverkehrsstraßen sollen jährlich, Nebenstraßen zweijährlich aktualisiert werden. Das niedersächische Wirtschaftsministerium unterstützt das Projekt nach Pressemeldungen mit einer Förderung von über 1 Mio. DM."

Wenn die Daten in die falschen Hände geraten (und das werden sie), dürfen wir uns nicht wundern wenn wir plötzlich mit zielgerichteter Werbung von Fasadenrenovierern, Fenster- und Türenbauer, Gärtnereien und Dachdeckern bombardiert werden.
Immerhin haben bereits verschiedene Firmen offen ihr Interesse an dieser Datenbank bekundet.
Oder noch besser Herr X bewirbt sich um einen Arbeitsplatz und bekommt ihn nicht weil sein Garten halb verwildert ist. Das läßt ja auf Faulheit und Disziplinlosigkeit schließen. Ob Herr X den Garten seit Aufnahme des Fotos kultiviert hat oder nicht ist von keinerlei Belang.

"In einer ersten offiziellen Reaktion auf das Projekt erklärte der Bundesbeauftragte für den Datenschutz (BfD) schon im Oktober 1998: "Das geschilderte Verfahren stellt eine neue Dimension von Datenmacht in privater Hand dar. Dies ist ein schwerer Einschnitt in die Privatsphäre jedes Einzelnen. Das Vorhaben steht in krassem Widerspruch zum Schutzinteresse der Bürgerinnen und Bürger."

Bin ich wirklich paranoid?
Oder ist das ein Fall von Ich sehe was, was du nicht siehst ?
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wikipedia defeniert Pazifismus wie folgt:"Als Pazifismus bezeichnet man eine ethische Grundhaltung, die Krieg prinzipiell ablehnt und politisch danach strebt, bewaffnete Konflikte zu vermeiden, zu verhindern und die gesamtgesellschaftlichen Bedingungen für einen dauerhaften Weltfrieden zu schaffen."

Wo steht da was von Aggressionsfrei ? Laut dieser Definition könnte ich mich sogar mit anderen prügeln und wäre dennoch Pazifist solange ich keine Waffe nutze.

MfG
Mahatma Gandhi

 
At 29 September, 2006 00:29, Anonymous Stif said...

Volker Pispers darf solche Comedy machen. Dass die Witze makaber sind, stört mich nicht.
Mich stört seine selbstherrliche Art und dass er wissentlich antiamerikanische Ressentiments schürt. Diese offensichtlichen Wahrheiten, die außer ihm und seinen schlauen Zuschauern einfach niemand erkennen will. Am traurigsten finde ich, dass er damit Erfolg hat.
Gut, dass diesen Kerl mal jemand thematisiert, der fällt mir schon seit Jahren negativ auf.

 
At 22 November, 2006 15:09, Anonymous Simon said...

Einem Kabarettisten ernsthaft Überspitzung und Verkürzung vorzuwerfen, ist ja beste Realsatire.

Selten so gelacht.

 
At 22 November, 2006 15:46, Blogger Fuchsbau said...

@simon
aber monate zu spät auf einen artikel eingehen und den dann noch nicht einmal begreifen, ist auch nicht schlecht.

 
At 23 November, 2006 09:41, Anonymous Simon said...

Excuse me, dass ich das wichtigste Blog des Internets erst gestern das erste Mal gelesen hab.

 
At 23 November, 2006 22:46, Blogger Fuchsbau said...

also, dass du den pispers text nicht verstanden hast, ist die eine sache, dass dich aber auch der eine antwortsatz von mir überforderte, die andere.

 
At 09 Februar, 2007 19:18, Anonymous Tim said...

die sämtlichen kommentare habe ich nicht gelesen - deswegen weiß ich nicht, ob folgende punkte schon erwähnt worden sind. loswerden möchte ich sie trotzdem:

punkt 1 - "differenzierung": in meinen augen ist es "etwas" undifferenziert, pispers erfolg auf antiamerikanismus zurückzuführen. diese erklärung wird dem anspruch und der an pispers gestellten forderung nach differenzierung nicht gerecht.

punkt 2 - "persönliche beleidigungen": diese werden pispers vorgeworfen. gleichzeitig wird er als „denkfaul“, „ungebildet“ sowie als „dummer stammtischschwätzer“ bezeichnet. no comment.

 
At 03 Juli, 2008 12:21, Anonymous Arnd said...

Autsch, autsch, autsch. Pispers lebt also nur vom Antiamerikanismus, ist "moralinsauer", Dummschwätzer", "Altlinker" und wird mit noch vielen weiteren, nicht weniger polemischen Schimpfwörtern belegt. Ihm obendrein Antisemitismus zu unterstellen ist vorsichtig ausgedrückt Unsinn. Aber es scheint im Geiste dieses Blogs zu liegen, dass Kritik an einzelnen oder spezifisch benannten Gruppen von Juden ebenso verpönt ist, wie Kritik an den USA. Ja die Kritik Pispers an den USA wird sogar damit abgewertet, dass es schon zuviel davon gäbe, sprich "Mainstream" sei. Dass die Weltmacht USA großen Raum in seinen Programmen einnimmt liegt sicher daran, dass die Einflüsse der USA bis in viele Lebensbereiche der hiesigen Gesellschaft reichen. Seine Kritik an Bildungs- und Gesundheitssystem, seine bösen Seitenhiebe auch auf Schröder, Putin und andere Personen aus verschiedensten geographischen und politischen Hintergründen wird einfach ignoriert. Ich habe Pispers schon lange vor seinen Programmen "... bis neulich" gesehen; Themen wie Subventionen, Wiedervereinigung, Wirtschaft waren und sind ein wesentlicher Bestandteil.

Um es zusammenzufassen: Der "Antipisperismus" der hier geübt wird ist extrem oberflächlich. Die Reduktion seines Kabarettprogramms auf antiamerikanische Aspekte ist eindimensional, billig und entbehrt jeder faktischen Grundlage.

Wenn jemand nach dem Hören seines Programm sagt, Pispers sage nur die Wahrheit ist das sicher nicht richtig. Es stellt allerdings Fakten der jüngeren Geschichte und des aktuellen Zeitgeschehens in einen Zusammenhang, der vielen ganz offenbar nicht bewusst ist. Anders ist es wohl nicht zu erklären wie die von Pispers verwendeten Tatsachen hier abgetan werden.

Die USA haben sich unter Clinton aus Ruanda zurückgezogen und vertraten fortan den Standpunkt, dass nur lebenswichtige Interessen der USA(!) einen militärischen Einsatz begründen könnten. Die Einsätze im Irak erscheinen somit vor einem Hintergrund, der mit den Äußerungen Pispers noch vorsichtig umschrieben ist. Doch das alles darf natürlich nicht gesagt werden, in diesen Zeiten des Mainstream-Antiamerikanismus'. Die hier wiedergegebenen Ansichten lassen eben jene Objektivität vermissen die sie Pispers kategorisch absprechen.

 
At 03 Juli, 2008 15:24, Blogger Gideon Böss said...

"Ihm obendrein Antisemitismus zu unterstellen ist vorsichtig ausgedrückt Unsinn."

Zu unterstellen, dass ich Pispers als Antisemiten bezeichnet habe, ist vorsichtig ausgedrückt Unsinn.

"Dass die Weltmacht USA großen Raum in seinen Programmen einnimmt liegt sicher daran, dass die Einflüsse der USA bis in viele Lebensbereiche der hiesigen Gesellschaft reichen."

Es geht um die Art der USA-Kritik. Genaueres dazu findet sich in meinem Artikel.


"Die USA haben sich unter Clinton aus Ruanda zurückgezogen und vertraten fortan den Standpunkt, dass nur lebenswichtige Interessen der USA(!) einen militärischen Einsatz begründen könnten."

Was ist genau ihr Problem...???

"Doch das alles darf natürlich nicht gesagt werden, in diesen Zeiten des Mainstream-Antiamerikanismus'."

Sie haben es aber gerade gesagt...

 

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