Donnerstag, September 07, 2006

Pathologisch weltfremd

Ein Mensch treibt im Meer, er ist sichtlich angeschlagen und kann sich nur mit Mühe über Wasser halten. Als dann endlich die Rettung in Gestalt der Küstenwache auftaucht, ihn aus den Wasser ziehen und vor dem Ertrinken retten will, weigert er sich, diese Hilfe anzunehmen und stellt seinerseits Forderungen. Erst nachdem die Küstenwache das Boot saubergemacht hat und höfflich darum bittet, ihn doch retten zu dürfen, lässt sich der Ertrinkende unter Vorbehalten aus dem Wasser ziehen. Schweigend wird er zum Strand gebracht und verschwindet dort tonlos und irgendwie beleidigt. Und als die Retter dann noch bemerken, dass dieser merkwürdige Kauz während der Fahrt seekrank wurde und sich auf Deck übergeben hatte, seufzen sie sich zu: „Na ja, so isser halt unser Präsident Siniora. Immer etwas weltfremd – selbst beim Badeurlaub.“

1 Comments:

At 07 September, 2006 22:38, Anonymous Bernd Dahlenburg said...

Dazu passt der heutige Kommentar von Josef Joffe nicht schlecht:

http://www.zeit.de/2006/37/Nahost-Truppe?page=1

Gegen Kähne voller Katjuschas

Die deutsche Marine bereitet sich auf ihren Kampfeinsatz vor Libanons Küste vor. Das Ziel: Waffenlieferungen an Hisbollah zu verhindern. Das Problem: Wer gibt das Kommando, wenn es Ernst wird? Von Josef Joffe

 

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