Samstag, September 30, 2006

Warum Heine kein Deutscher war


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Im Nationalsozialismus wurde Heinrich Heine von Germanisten nachgewiesen, dass seine Sprache nicht deutsch, sondern jiddisch sei. Davon zeuge schon der erste Vers der Loreley: „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“. Ein deutscher Mann hätte geschrieben: "Ich weiß nicht, was es bedeuten soll".

Nicht nur wiesen die Germanisten diese sprachlichen Unzulänglichkeiten nach, nein, sie zeigten ebenso auf, was geschieht, wenn die Verse in Heines jiddischer Fassung gelesen werden und zwar folgendes: "Sofort fahren uns die Worte in die Arme und zwingen uns zu einem Zucken der Achseln, während die Handflächen auseinander gehen: eine typisch jüdische Geste."
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Wer übrigens Lust darauf hat, seine Achseln zucken zu lassen, dem sei das Buch "Der Fall Heine" von Marcel Reich-Ranicki empfohlen. Es enthält vier sehr gut geschriebene und außerordentlich informative Essays über den Dichter.