Montag, Oktober 09, 2006

Interview mit Hirsi Ali

Hirsi Ali: Was ich sage, ist: In Europa und in den USA behandeln wir den Islam wie den nackten Kaiser in „Des Kaisers neue Kleider“. Jeder kann sehen, dass der Islam gewalttätig ist. Aber niemand will es sagen. Alle sagen, er sei friedvoll.
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das ganze Interview hier.

4 Comments:

At 09 Oktober, 2006 12:02, Anonymous Christine said...

Hallöchen:-)

Also meine ganz ehrliche Meinung zu dem Thema: Man muss aufpassen, dass man dem Islam genauso viel Respekt entgegen bringt, wie man es auch für sich selbst erwartet.
Natürlich gibt es Fundamentalisten, natürlich passieren schreckliche Dinge auf dieser Welt, ABER genauso wie bei allen anderen Religionen, die ebenfalls schon furchtbare Kriege geführt haben und es noch tun, leben und legen einige Menschen die Religion falsch aus.
Man sollte die Augen nicht vor Schandtaten verschließen, aber genauso wenig sollte man alle Moslems über einen Kamm scheren.
Das macht die ganze Situation nicht besser, verschlimmert sie eher, wenn wir unseren Mitbewohnern nicht genausoviel Akzeptanz entgegen bringen -auch ihrem Glauben- wie wir sie selbst erwarten und fordern.
Ich kenne viele Moslems, die keiner Fliege was zu leide tun würden und mir mit mehr Akzeptanz begegnet sind, als es vermeindliche Christen getan haben.

Fazit: Es gibt Fundamentalisten, es gibt schreckliche Kriege, furchtbare Schandtaten, vor denen man nicht die Augen verschließen sollte, aber man sollte es ihnen nicht gleichtun und sich in die Anti-Islam-Einstellung verennen.

Und ich will nicht sagen, dass der Islam gewalttätig ist.
Es sind die Menschen, die gewalttätig sind.

Wenn ich sagen würde, der Islam ist gewalttätig, müsste ich das auch über alle anderen Weltreligionen sagen.

Nur meine kleine Meinung dazu, aber jetzt natürlich nicht auf dich bezogen, eher auf das Zitat in dem Interview und meine alltägliche Erfahrung bezogen.

Liebe Grüße an dich
Christine

PS: Der Link zu dem ganzen Interview funktioniert leider nicht, hätte mich sehr interessiert.

 
At 09 Oktober, 2006 12:37, Blogger Fuchsbau said...

Hi Christine, so, jetzt geht der Link. Du hast Recht mit deiner Meinung, aber les mal das Interview, es widerspricht deiner Auffassung gar nicht. Im Gegenteil, geht es darin ja auch darum, dass ein eReligion nicht von Radikalen missbraucht werden darf.

Beste Grüße

PS: Heut Abend geht der Umzug los.

 
At 09 Oktober, 2006 12:57, Anonymous Christine said...

Ok, Interview werde ich dann lesen.
Das ist das Problem mit Zitaten;-)
Viel Erfolg beim Umzug wünsche ich dir!!!
Bis bald!

 
At 10 Oktober, 2006 16:29, Blogger Astuga said...

"Und ich will nicht sagen, dass der Islam gewalttätig ist.
Es sind die Menschen, die gewalttätig sind. Wenn ich sagen würde, der Islam ist gewalttätig, müsste ich das auch über alle anderen Weltreligionen sagen."

Hi, christine!
Natürlich sind es aber die Menschen die eine Religion ausmachen.
Jede Religion, wie auch jedes hermetische Welterklärungsmodell, muss sich mit der Möglichkeit von Militanz in der Außenwirkung und in der Verbreitung seiner Lehre auseinandersetzen.
Und genau hier kommen dann in der Religion erstmals nicht die Menschen sondern die religiösen Dogmen und Texte ins Spiel, und genau hier sieht der Islam - leider, schadet uns ja - schlechter aus als jede andere Religion.
Es ist ja auch nicht jede politische Gruppierung zwingend militant (korrumpiert werden können freilich alle) aber auch hier sind es eben schon vom Ansatz her manche mehr und manche weniger, und manche absolut.

"Ich kenne viele Moslems, die keiner Fliege was zu leide tun würden..."

In China hält man noch heute die Erinnerung an einen Deutschen wach, der als überzeugter Nationalsozialist einer großen Zahl Chinesen während der Besetzung Shanghais durch die Japaner das Leben gerettet hat.
Aber was sagt uns das über den Faschismus?
Wirklich gefährlich sind auch nicht die einzelnen Gewalttäter, sondern die Masse an Menschen die stillschweigend mit deren Zielen übereinstimmen, selbst aber nie zur Gewalt greifen würde - womit wir wieder zurück bei meinem ersten Satz wären.

 

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