Donnerstag, November 02, 2006

Der Gewinner steht fest!


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Die Jury in Teheran hat entschieden! Der Preis für die beste Holocaust-Karikatur geht an einen Marokkaner, der auf die ungewöhnlich originelle Idee kam, den Holocaust als eine jüdische Erfindung darzustellen. Er darf sich über 12.000 Dollar freuen. Auch die nächst platzierten (und wohl alle folgenden) reichten Bilder ein, die von ihrem Aussagegehalt her dem Gewinnerwerk frappierend ähnelten.

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Spätestens ab heute sollten aber alle Künstler dieser Welt vorbehaltlos für Israels Existenzrecht eintreten, denn dieser gut dotierte iranische Wettbewerb soll solange jährlich neu ausgeschrieben werden, bis das zionistische Gebilde endlich zerstört ist. In Zeiten schwindender Subventionen für Kunst und Kultur eine nicht zu unterschätzende Einnahmequelle.

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Am Rande sei noch Mal auf diesen kurzen Text von Andre Glucksmann verwiesen, indem erklärt wird, warum es nicht dasselbe ist, ob man sich über Mohammed oder den Holocaust lustig macht

5 Comments:

At 02 November, 2006 20:25, Anonymous Roland said...

kranker scheiß.

meine mutter würde jetzt sagen: "denen gehört mal so richtig der hintern versohlt!" Oh Gott, das soll jetzt kein aufruf zur gewalt sein.

der westen ist ungläubig und dekadent, aber unsere software benutzen sie gerne, was? (diese "karikatur" ist ja offensichtlich mit freehand oder photoshop erstellt worden, siehe farbverläufe)

kommt nicht ein erheblicher teil moderner software aus israel?

das ganze verhält sich zu humor wie "störkraft" zu musik.

 
At 02 November, 2006 22:12, Anonymous toni said...

Dass wir in Deutschland unter Strafe stellen,dass einer die Judenvernichtung abstreitet , ist genauso unrechtlich wie die Strafe in der Türkei für Leute die die Armeniervertreibung als Völkermord bezeichnen und wie das Gesetz in Frankreich,das bestraft,wenn einer diese NICHT als Völkermord bezeichnet.
Da hat das Strafrecht seine Grenze.

Ansonsten:
Lass sie veröffentlichen was sie wollen,
wir müssen aber von ihnen auch das Recht einfordern,bei ihnen in ihren muslimischen Ländern auch unsere Propaganda und unsere Gottesdienste abzuhalten.
Ich habe lange genug in einem Haus mit überwiegend sudanesischen,marokanischen,irakischen Menschen gelebt um zu wissen,dass man nur durch klares ,eindeutiges und,wenn nötig,hartes Handeln von denen anerkannt wird.
Dabei darf man sich nicht durch ihre rituellen "Nazi"-Rufe irritieren lassen.
toni,mainz

 
At 02 November, 2006 23:10, Anonymous roland said...

hi toni,
das mag bei dir funktioniert haben, aber:
israel wird von den gleichen leuten nicht anerkannt, obwohl es doch auch "klar, eindeutig und hart" handelt.

zum strafrecht/türkei/D/F:
der artikel von glucksmann (siehe fuchsbau-link oben) scheint mir da recht interessant!

 
At 02 November, 2006 23:55, Anonymous Anonym said...

Ich habe im Focus gelesen, daß der zweite Preis an einen Franzosen gegangen ist, der aber anonym bleiben wollte. Vielleicht ist es Nicolas Dab's, den ich in meinem Artikel porträtiert und den dann an einige Franzosen rumgeschickt habe. Der Karikaturist, der überhaupt nur arbeiten kann auf dem Hintergrund unserer Werte, entblödet sich nicht, der iranischen Propaganda zu dienen.

Gudrun

http://www.eussner.net/artikel_2006-03-13_16-24-48.html

 
At 03 November, 2006 07:47, Anonymous Markus said...

Die Unterscheidung von Glucksmann zwischen Glaube und Tatsache ist schon entscheidend. Ich bin der Überzeugung, dass, sofern man diese Unterscheidung innerlich vollzogen hat, eine andere Vorstellung von Humor hat. Das Wegleugnen und negierende Umdeuten von Tatsachen ist dann einfach aussserhalb der Humorvorstellung. Humor (zumindest eine sehr grosse Teilmenge des Humors) zieht seine Kraft eben aus dem Zusammanprallen von Glaube&Vorstellung mit der Wirklichkeit. Und damit meine ich nicht nur den politischen Humor, sondern bereits den Kinderwitz ("Hänschen in der Schule"). Kurzum: auch jenseits aller Tabus und europäischen Gesetze sind die dargestellten Holocaust-Cartoons einfach langweilig. Von einem hochstehenden Karrikatur-Begriff sind deren Macher meilenweit entfernt.

Politischer Humor darf auf Verletzlichkeiten keine Rücksicht nehmen - NIEMALS -, aber eben auch nie verletzen WOLLEN. Dann spürt man die Absicht und ist verstimmt. Insofern ist das ziemliches Kindergartenniveau.

 

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