Dienstag, Januar 30, 2007

Ist Waldorf Handballphob???


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“Und das ist auch gut so”, möchte man einwerfen, denn um ehrlich zu sein, ich HASSE Handball. Ich kann nicht genau sagen warum, aber Handball ist und war mir schon immer suspekt. (Waldorf)

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Da wollt ich noch schnell bei Statler und Waldorf vorbeischauen, und danach einen begeisterten Text zum heutigen Handball-Spiel schreiben, und muss dort solche Bösartigkeiten lesen! Es ist offensichtlich, dass auf diesem Blog der niederträchtige Versuch stattfindet, die einzige Sportart in Verruf zu bringen, bei der ich Deutschland die Daumen drücke. Waldorf höhnt über fehlende Fahnenmeere und macht sich über die Körpergröße von Trainern lustig. Billiger Populismus! Diese Provokationen sollte ein Handball-Fan schlicht ignorieren, scheint doch auch an der einen oder anderen Stelle durch, dass Waldorfs Abneigung in persönlichen Niederlagen aus Jugendtagen zu suchen ist. Sein vergeblicher versuch, Handballbegeisterte Mitschüler zu denunzieren, spricht für sich!

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Waldorfs Angriffe gegen diese Sportart gehen konsequent ins Leere. Nicht nur sind die Leistungen der Handballnationalmannschaft um Längen besser, als das, was die Fußballer zusammengurken, nein, auch in punkto Körpereinsatz können Letztere nicht mithalten. Im Vergleich zur Härte eines Handballspiels, ist das Rumlaufen auf dem grünen Rasen die reinste Entspannungsübung. Waldorfs Hasstriaden entbehren somit jeder rationalen Grundlage. Statler und Waldorf, die sonst immer einen Klick wert sind, müssen im Falle dieser Ballsportart als befangen gelten. Niemand sollte sich von ihnen irritieren lassen. Handball gut zu finden, ist nicht peinlich, und Handball zu gucken, auch nicht!

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Montag, Januar 29, 2007

Mal wieder Diskriminierung von Minderheiten!


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Was bitte bringt den Kaufhof dazu, einen Linkshänder Block mit einer Handprothese zu zieren? Mal abgesehen davon, dass es natürlich einiges gibt, was die Welt nicht braucht, und diese Art von Blocks gehört definitiv dazu.

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Sonntag, Januar 28, 2007

(Regen-)Gott, auf wessen Seite stehst du eigentlich?



Es war kalt, es war windig und es hat geregnet, und wenn ich jetzt durch meine Teilnahme nicht mindestens einen Atomkrieg verhindert habe, hat es sich nicht rentiert, bei dem Wetter das Haus zu verlassen!

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Update: Hier gibt es einen weiteren Beitrag zur Demo + viele Fotos! Ach ja, und das Bild, das ich hier veröffentlichte, haben übrigens die lesenswerten Freunde von GayWest gemacht.

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Samstag, Januar 27, 2007

Noch ein Aufruf

Wer am Sonntag ein "Finger weg vom israelischen Öl, Ahmadinedschad" T-Shirt trägt, und sich bei mir meldet, bekommt einen ausgegeben. Ich werd aber keins tragen, weil ich finde, dass man sich nicht wiederholen sollte. Auf Rotkehlchennest gibt es nach wie vor eine fesselnde Reportage über unsere Teilnahme an der Demo in Frankfurt, letzten Sommer.

Ach ja, und hier ein guter Artikel von Felix Rauch über die, die nicht mehr mitmachen wollen, worüber nicht wenige nicht traurig sind.

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Freitag, Januar 26, 2007

Kauft Che T-Shirts!



Wenn man sich schon unbedingt mit diesem Verbrecher in der Öffentlichkeit zeigen will, dann wäre dies die einzige angemessene Form dafür. (via achgut)

Hier gibts noch weitere nette Motive!

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Mittwoch, Januar 24, 2007

Demo am Sonntag



Am Sonntag wird nun endlich gegen das iranische Mullahregime demonstriert. Es wird seit Wochen gestritten, was von dieser Demonstration zu halten ist. Die einen bemängeln die fehlende Aussagekraft des Aufrufes, die anderen, dass die Fotomontage zu reißerisch sei und die Bahamas hat es geschafft, sich zugleich lächerlich als auch verdächtig zu machen. Ihr Aufruf, warum man diese Demonstration NICHT unterstützen soll, lässt ein Weltbild erkennen, indem die Macher dieser Zeitung bestimmen wer ein guter Jude ist und wer nicht. Gute Juden lesen Bahamas und wissen darum, weshalb diese Demo eine Farce ist. Böse Juden machen dies nicht und werden darum auf eine Weise kritisiert, die nicht frei von antisemitischen Untertönen ist.


Wenn man sich diesen unverschämten, anmaßenden, und dummen Aufruf durchliest, kann man den Eindruck gewinnen, dass das Feindesland Israels jenseits der Redaktionsräume der Bahamas beginnt. (Sofern es solche Räume gibt; Alternativwort: WG.)


Warum diese Demonstration unterstützt werden sollte, wird auf Lizas Welt in einem ganz vorzüglichen Artikel begründet!

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Dienstag, Januar 23, 2007

Gerhard Bronner


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Es ist wirklich traurig! Erst vor wenigen Tagen ist Art Buchwald gestorben, und nun lese ich, dass auch Gerhard Bronner nicht mehr lebt. Einiger seiner Lieder fand ich wirklich total lustig. Etwa: Die Ballade vom Spion Lupescu, Erst war der Stalin oder Bielefeld.

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attac attackiert mal wieder die Realität


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"attac campus fu/hu" und "attac Berlin AG Gegen den Krieg" laden zu einer Diskussion ein. Titel: Iran – Die drohende Katastrophe? Der Infoflyer ist wieder einmal ein Meisterwerk weltabgewandten Denkens. Da wird von offenen Angriffsdrohungen der USA gesprochen, denen sich auch Angela Merkel und die EU angeschlossen haben. Die ganze dekadente westliche Welt also! Und auf der anderen Seite die Friedensmacht Iran, zu der attac nur einfällt: Strebt der Iran tatsächlich nach Atomwaffen? Obwohl, ganz so einseitig ist man dann doch nicht und darum heißt es in der dem Anlass angemessenen Allgemeinheit: Auf der anderen Seite gossen wiederholt Äußerungen des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad zu Israel Öl ins Feuer.

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Wie genau der sich äußerte, ist dabei nicht relevant. Wahrscheinlich hat er kritische Worte zum Service in israelischen Hotels gefunden oder den Strand für langweilig befunden oder das letzte Buch von Etgar Keret schlecht besprochen. So etwas dürfte den kriegslüsternen Zionisten schon als Vorwand für einen Krieg ausreichen, denn wie man bei attac ja weiß, wird jedem ehrlichen Israelkritiker sofort die Antisemitismuskeule um die Ohren gehauen. Nun ist eben auch Ahmadinedschad Opfer einer Hetzkampagne zionistischer, kapitalistischer, amerikanischer und heuschreckenhafter Kreise geworden.

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Darum will man sich auf dieser Veranstaltung am Donnerstag auch der drängenden Frage widmen: Macht der Kampf gegen die Globalisierung wirklich dumm!?!?...ach so nee: Welche Auswirkungen hat die westliche Eskalationsstrategie auf die iranische Gesellschaft! Sehr gut, und damit dürfte die erste der beiden Fragen auch schon beantwortet sein.

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Samstag, Januar 20, 2007

Warum jüdische Geschichte einer Zeitmaschine ähnelt


Ein bislang unerfüllter Menschheitstraum ist es, mithilfe der Zeitmaschine in vergangene Epochen zu gelangen. Viele Rätsel könnten so gelöst werden. Saß Archimedes wirklich in der Badewanne, sang Nero vor der brennenden Stadt und was waren Goethes letzte Worte. Doch obwohl Wissenschaft und Technik rasante Fortschritte machen, und uns Mäuse mit Rückenohren bescheren, scheint eine funktionstüchtige Zeitmaschine noch auf sich warten zu lassen. Für all jene aber, die es nicht mehr abwarten können, gibt es übergangsweise eine Alternative: mit Leuten, die über das Judentum durchschnittlich gut informiert sind, über das Judentum sprechen! Wobei unter “durchschnittlich gut informiert” jene fallen, die einen Kausalzusammenhang zwischen Juden und Auschwitz herstellen können, wissen, dass Steven Spielberg jüdisch ist und ahnen, dass das Christentum ohne die biblischen Abentuer der Israeliten nicht denkbar wäre.

Sollte nämlich ein solch “Wissbegieriger” auf einen “Wissenden” treffen und diesen in eine Diskussion verwickeln, tritt eben jener Zustand ein, der einer Reise in der Zeitmaschine an nächsten kommt. Als Sprit dient dabei kein Benzin, sondern eine Argumentationskultur die kein Verweilen kennt und Problemlos für Ereignis A Ereignis B in den Zeugenstand rufen kann, selbst wenn zwischen A und B Epochen, Revolutionen und Königreiche liegen. Es beginnt eine rasante Fahrt durch die Weltgeschichte. Das moderne Israel und den biblischen jüdischen Staat trennen plötzlich keine Jahrtausende mehr, sondern nur zwei Sätze. Wie sah es damals mit Religionsfreiheit aus? Während darauf noch eine mit den UNO-Menschenrechten konforme Antwort gesucht wird, geht es schon folgerichtig weiter. Ein Wort bitte zum bösartigen Auge für Auge, Zahn für Zahn. Dann wird das Neunzehnte Jahrhundert begrüßt. Hallo Emanzipation, hallo Heine. Im Anschluss fällt das Gespräch schon wieder um fünfhundert Jahre zurück: spanische Inquisition. Auf der Suche nach dem exakten Alter des Judentums, stürzen die Zeitreisenden schließlich in die Ursuppe; das war wohl zu weit. Macht nix, nun wird Purim gefeiert, mit Wunderrabbis, Kippa und leider, leider Noam Chomsky. Im Anschluss geht es um die doppelte Loyalität, ehe über Volk und Religion gesprochen wird. Folgerichtig katapultiert dies die Reisenden wieder in die Neuzeit. Hitler kommt zur Sprache, aber nur kurz, denn eine Frage später ragt der Berg Sinai in die Höhe. Die Lebenssituation der Palästinenser ist von dort nur einige Kilometer und tausende Jahre entfernt. Wieder der Hinweis auf Auge für Auge, Zahn für Zahn. Zwischenstopp im Schtetl, scheint alles in Ordnung zu sein, also schnell Lea Rosh vom Friedhof Weißensee vertreiben, die Knochen bleiben wo sie sind! Nächste Stationen: Frankfurter Getto, Hollywood, Wucherzins, Klagemauer, Anatevka. Nach kritischen Worten über den Auserwähltheitsglauben, befinden sich die Reisenden plötzlich vor dem Holocaustmahnmal, warum auch immer. Auch dort ist kein verweilen möglich, weil wieder die Loyalität angesprochen wird (immer diese Loyalität), direkt danach ist weit und breit nur noch Wasser zu sehen. Kolumbus Fahrt nach Amerika! Ein dezenter Hinweis, dass der ja auch angeblich, vielleicht, man munkelt es, ist aber ja auch egal… für Hitler gilt übrigens dasselbe. Und schon geht’s ins Babylonische Exil, aus dem Krusty der Clown errettet. Jüdischer Selbsthass, New York und Zionismuskritik folgen, ehe nach einem letzten Abstecher in König Davids Jerusalem die rasante Tour durch die Geschichte wieder im Nahen Osten des hier und jetzt endet.

Wie gesagt, wer nicht warten will, bis die erste Zeitmaschine serienmäßig auf den Markt kommt, der soll sich bitte auf diese Weise vergnügen. Aber auf Dauer ist diese Reise, wie jede Reise, ermüdend und anstrengend. Die jüdische Geschichte bietet sich dafür so gut an, weil sie immer Echtzeit und immer Gegenwart ist, egal wie lange sie zurück liegt. Darum kann auch ein israelischer Militärschlag mit dem biblischen Rachegott erklärt werden und dass es Deutsche gibt, die keinen jüdischen Nachbarn haben wollen, ist so auch verständlich; wer will schon Tür an Tür mit einem wohnen, der zwischen Feierabend und Tagesschau mal schnell den Heiland ans Kreuz genagelt hat?

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Donnerstag, Januar 18, 2007

Buchwald und Monroe sind nun ein Paar


Gestern ist Art Buchwald gestorben. Gut, er hat sich viel Zeit genommen dafür, aber traurig ist es trotzdem.

(Ach ja, und als Buchwald Experten kann man Uwe Schmitt von der Welt schwerlich bezeichen. In der Zeit, zwischen diesem Text über den lebenden Satiriker und diesem Nachruf, müssen sich offenbar so ziemlich alle wichtigen Lebensdaten verändert haben.)

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Mittwoch, Januar 17, 2007

Israel ist eine Scheibe


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Die Welt ist eine Scheibe!, Onanieren macht blind!, Marsmenschen gibt es! Was verbindet diese drei Feststellungen? Richtig, dass sie allesamt einmal für wahr gehalten wurden, aber nicht wahr sind. In jedem dieser Fälle konnte der Gegenbeweis erbracht werden und darum hält heute kein normaler Mensch mehr an ihnen fest. Eigentlich möchte man meinen, dass diese Reaktion eine Selbstverständlichkeit darstellt. Doch dem ist nicht so, in einem Fall liegen die Dinge gravierend anders. Im Nahostkonflikt nämlich.

Israel ist ein Kolonialstaat, heißt es, oder Israel würde sich nicht um Frieden bemühen oder gar, die Juden hätten sich diesen Staat ergaunert. All jene, die zu spät geboren wurden, um leidenschaftlich die Erdenscheibe zu verteidigen, finden sich nun im Dunstkreis des Nahostkonflikts ein, dieser letzten Nische, in der ein ignorieren von Fakten und Tatsachen nicht nur erlaubt, sondern oftmals beklatscht wird. Kein Biologielehrer, der Schauermärchen über Selbstbefriedigung verbreiten würde, dürfte sich Hoffnungen auf einen Job machen, aber jeder verklemmte Antisemit, der fehlerfrei „unverhältnismäßige israelische Militäraktion“ zu jeder israelischen Militäraktion sagen kann, geht als Nahostexperte durch. Es wäre schön, wenn solche Leute endlich über den Rand ihrer konstruierten Welt fallen würden, und einen nicht weiter mit ihren Desinformationen belästigen.

Eine von Lügen bereinigte Berichterstattung über den Nahostkonflikt – das wäre doch mal was!

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Aus der Welt der Kunst


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Tja, was soll ich sagen? Vor einigen Tagen schrieb ich über das Blog Selektive Erinnerungen und heute ist dort ein Gast-Comic von mir erschienen! Ja, so schnell kann’s manchmal gehen!


Wer es schafft, meine Handschrift zu entziffern, darf sich auf eine hintergründige, intelligente und nachdenkliche Geschichte freuen, wer nicht, staune zumindest über den Zeichenstil!

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Und um der immer gleichen Fragen zuvorzukommen: Nein, ich habe nie einen Malkurs belegt, dieses Comic ist schlicht das Ergebnis meines angeborenen Talentes für Striche und Kurven. Ob ich auch weiterhin Comics zeichnen werde? Wer weiß…

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Unbedingt lesenswert!

Antwort auf das Manifest deutscher Politolgen

Auszug:

8)Und was noch viel beunruhigender ist, ist die Tatsache, dass Sie als Ausgangspunkt Ihres Manifestes Deutschland wie ein demokratisches und erleuchtetes Land behandeln, dessen ganze antisemitische Vergangenheit (noch vor dem Holocaust) eigentlich nicht existierte; als ob die geleisteten Entschädigungszahlungen und die exklusive Auseinandersetzung mit der Holocaust-Epoche und nicht mit der chronischen Krankheit, die sich in der deutschen Öffentlichkeit einnistet, Deutschland heute von der Verpflichtung befreien würden, besondere Beziehungen mit dem jüdischen Staat zu unterhalten. Und deshalb ist Ihrer Meinung nach der Zeitpunkt gekommen, eine objektive Haltung im israelisch-palästinensischen Konflikt einzunehmen.

Jedoch fehlt die zweite Seite der Gleichung unserer Beziehungen: Ich meine hiermit, dass das jüdische Volk Deutschland die Rückkehr in die Völkergemeinschaft ermöglichte ,(…) indem es bereit war, nur acht Jahre nach dem Holocaust, einen Versöhnungsvertrag mit Ihnen zu unterzeichnen, geistige Größe bewies sowie die Fähigkeit zeigte, die Wunden der Vergangenheit zu überwinden.

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Dienstag, Januar 16, 2007

Hisbollah verletzt UNO-Resolution


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Gut, es klingt nicht so toll wie: Israel verletzt UNO-Resolution, ist deswegen aber nicht weniger richtig. Man sollte nämlich nicht ganz vergessen, dass die Resolution vor allen zweierlei von der Hisbollah verlangte. Erstens: Die Freilassung der Entführten israelischen Soldaten. Zweitens: Die Entwaffnung.

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Und wie sieht es in der Realität aus? So: Bis heute werden die Soldaten gefangen gehalten und die Aufrüstung der Terrororganisation geht in einem wahnsinnigen Tempo vorwärts. Interessier aber niemanden, warum auch immer…

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Montag, Januar 15, 2007

Helden deiner Kindheit brauchen deine Hilfe!



Ich hätte nie gedacht, dass Alfred Jodocus Kwak, diese naive, treugütige Ente, ein unglückliches Geschöpf sein könnte. Was mir aber vor zehn Jahren noch nicht aufgefallen ist, sticht heute umso mehr ins Auge. Das charismatische Tier, das sogar eine eigene Serie bekommen hat, ist offensichtlich schwer depressiv. Warum ist denn bisher niemanden der Hilferuf in Liedform aufgefallen?



1.) Warum bin so fröhlich, so fröhlich, so fröhlich
bin ausgesprochen fröhlich, so fröhlich war ich nie
ich war schon öfter fröhlich,
ganz fröhlich, ganz fröhlich,
doch so verblüffent fröhlich war ich bis heut noch nie

2.) Ich bin auch schon mal traurig,
so abgrundtief traurig,
dann bin ich schaurig traurig,
dann tut mir alles weh

3.) Bin manchmal leicht neuronisch,
phsychotisch und chaotisch,
war wirklich nie okotisch,
doch heut bin ich ok

4.) Bin ich deshalb so frölich,
so fröhlich, so fröhlich,
fast übertrieben fröhlich,
so fröhlich war ich nie

5.) Heut bin ich nicht verschlossen,
kein bisschen verschlossen,
ich bin auch nicht verdrossen,
das ist mir anzusehen

6.) Heut bin ich ganz gelassen,
erstaunlich gelassen,
ich kannn es gar nicht fassen,
ich kann es nicht verstehen

7.) Auch bin ich nicht mehr fröhlich,
so fröhlich, so fröhlich,
auch bin ich nicht mehr fröhlich,
dann bin ich tod nur tod

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Ich tippe mal auf eine manische-depressive Erkrankung, die man ja heute eigentlich Bipolare-Störung nennt. Man sollte die Ente auf keinen Fall alleine lassen, da sie offensichtlich suizidgefährdet ist!

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Update: Hier das Lied als Video, von einem Typen irgendwie so gar nicht sinnvoll begleitet.

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Sonntag, Januar 14, 2007

Patriotische Gefühle


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Matthias Matussek, der so verbissen einen neuen, weltoffenen, Spiegel-lesenden Patriotismus herbeisehnt, dürfte vor Neid erblaßen. Gibt es eine unverkrampftere Art, seinen Nationalsstolz zu demonstrieren, als so ;-)?
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PS: Wo liegt eigentlich Adenauer?

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Echter SPAM ist witziger als SPON-SPAM

SPON hat seit einigen Wochen eine Satireabteilung, die sich SPAM nennt. Ähnlich lustig wie der Name, ist auch der Inhalt von SPAM und der Name ist kein bisschen lustig. Es gibt eine Rubrik, in der unbekannte MdBs gebeten werden, eine Anekdote zu erzählen und bis diese dann im Kasten ist, vergeht viel Zeit, und zwar ziemlich humorfreie Zeit. Der ehemalige Titanic-Chef Martin Sonneborn sitzt dann nämlich neben dem MdB und versucht möglichst kühl und distanziert zu wirken, und genau dies gelingt ihm auch. Keine Ahnung, was mit diesen Videos bezweckt wird, ich weiß nur, dass sie jedenfalls keinen satirischen Mehrwert haben. Wirkt ein wenig wie die deutsche, inkonsequente und talentfreie Version von Borat.

Sonneborn tritt aber noch in einer anderen ähnlich gewitzten Rubrik von SPAM auf. Wer sich einfach mal köstlich langweilen will, sollte hier drauf klicken und wer sich noch mehr langweilen will, die SPAM Videos suchen, die sich satirisch mit James Bond auseinandersetzen.

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Samstag, Januar 13, 2007

Focus vs. Spiegel

Der Focus organisiert einen Schülerwettbewerb, der den Titel trägt: Jüdisches Leben in Deutschland - gestern und heute.

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Der Spiegel hält dagegen und erbittet Aufsätze zum Thema: Die Juden sind unser Unglück – gestern, heute und morgen.

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Freitag, Januar 12, 2007

Mein Führer - Die wirklich langweiligste Komödie über Adolf Hitler



Was war das? Okay, es sollte eine Komödie über Hitler werden, aber was war das? Levys Komödie über das Dritte Reich ist in etwa so lustig wie das Dritte Reich. Mit dem Unterschied, dass sie glücklicherweise keine zwölf Jahre, sondern nur eineinhalb Stunden dauert. In jeder Hinsicht ist dieser Film katastrophal. Die Story ist mau, die Darsteller blass, das Drehbuch zum gähnen, die Moral triefend und manche Aussage suspekt.


Es geht gleich mit dem vorangestellten Zitat los. „Küsst die Faschisten, wo ihr sie trefft!“ Dieser Satz stammt von Kurt Tucholsky und zwar nicht aus dem Jahr 2007, sondern aus dem Berlin der Vor-Nazizeit. Es ist immer gefährlich, Zitate aus ihrem historischen Kontext zu reißen und in diesem Fall mindestens naiv. Es darf bezweifelt werden, ob Tucholsky sich auch nach Auschwitz noch so geäußert hätte. Von daher eine heikle Wahl. Zwei Minuten später erklärt die Off-Stimme, während schwarz-weiß Aufnahmen Hitlers zu sehen sind, dass die Deutschen vom Führer verführt wurden. Ein arglistiger Täuscher also, der die Herrenrasse zu ihrem (Un)Glück zwang. Sehr schön, bloß niemanden wehtun Herr Levy. Schließlich soll dieser Film ja Unterhaltung für die ganze Familie sein.

Es ist tragisch, da wagt man es in Deutschland endlich mal, über Hitler eine Komödie zu drehen und vergibt das Projekt ausgerechnet an den einzigen Menschen, der einen noch harmloseren Humor als Thomas Gottschalk hat. Levy könnte vielleicht nette Kinderfilme drehen, aber für Komödien über Nazis ist er in etwa so gut geeignet, wie Hitler zum Menschenrechtler. Was auch immer den Regisseur von Alles auf Zucker dazu trieb, den großartigen Helge Schneider zu Verpflichten, er muss den Grund dafür wieder vergessen haben. Helge Schneider kommt im Film nicht vor. Jeder andere hätte den Hitler ebenfalls spielen können.


Der Jude Adolf (hihihi!) Grünbaum soll den demotivierten Hitler aufmuntern und wird dafür aus Sachsenhausen nach Berlin gebracht. Als er Goebbels vorgestellt wird, gibt es eine der wenigen Szenen, die erahnen lassen, was aus dem Stoff hätte werden können. Der Propagandaminister tritt fröhlich auf Grünbaum zu und fragt: Na, und wo haben wir sie hergeholt? Der Antwortet mit vollen Mund, da er ein Brot isst: Sachsenhausen. Eine tragischkomische Szene, eine der wenigen.


Die Konstellation Grünbaum – Hitler ist nicht lustig. Die Witze, die Levy sich ausgedacht hat, sind dermaßen mit pädagogisch korrektem Tiefgang aufgeladen, dass ihnen jede Leichtigkeit abgeht. Der Jude haut den Führer ausversehen mit der Faust K.O., wow, das ist der Humor, mit dem man ein Kindertheater zum lachen bringt, aber kein einigermaßen anspruchsvolles Publikum. Mitten im Film stößt dann noch die Familie Grünbaum hinzu, was völlig überflüssig ist und der Handlung endgültig jede Lockerheit nimmt. Von nun an stellt die jüdische Familie das absolut Gute da und soll dadurch die Schlechtigkeit der Nazis noch mehr betonen. Es ist die Banalität des Überflüssigen, die dieser Komödie jede Entfallungsmöglichkeit genommen hat. Es muss nicht immer wieder betont werden, dass die Nazis böse waren, so etwas kann auch einfach mal als bekannt vorausgesetzt werden. Der Film ist deswegen eine Enttäuschung, weil er das, wofür er eintreten wollte, nicht nur nicht einhielt, sondern sich zum genauen Gegenteil verkehrt.


Gedacht als Antwort auf den kontrovers aufgefassten Film Der Untergang, wollte Levy den Anti-Untergang drehen. Keine Glorifizierung Hitlers, keine Verklärung und kein Verständnis für diesen Verbrecher. Was er nun ablieferte, ist aber nur die Fortsetzung des Untergangs mit anderen Mitteln. Sein Film ist nicht weniger zu kritisieren, als der von Eichinger und Hirschbiegel. Hitler erzählt von seinem jüdischen Großvater und Levy lässt dies unwidersprochen stehen (!), schnell stellt sich außerdem heraus, dass der Führer nur das Opfer eines jähzornigen Vaters ist, der ihn immer verprügelte. Deswegen verprügelt er jetzt die Juden, so einfach ist das. Der Nationalsozialismus und Auschwitz, nur die Folgen einer unglücklichen Vater-Sohn Beziehung. Und dabei dachte man immer, es wäre irgendwie komplizierter.





Die Story ist im Übrigen völlig daneben. Der Plot macht keinen Sinn. Beispielsweise hört Albert Speer zu, wie Goebbels Himmler einen Attentatsplan erzählt, der Hitler beseitigen soll, damit die beiden die Macht an sich reißen können. Warum Speer danach meint, dass Grünbaum das Attentat durchführen will, ist nur zu erklären, wenn man die Begründung fehlerhaftes Drehbuch gelten lässt.


Und zwischen all den verpatzten Gags und der Langweile, die die Zeit zwischen zwei verpatzten Gags füllt, kommt es immer wieder zu peinlichen Versuchen, in Hitlers Seelenleben einzutauchen. Der Hobby-Psychologe Levy, lässt den sensiblen Hitler in einem schwachen Moment erkennen, dass er ja eigentlich den Juden das gleiche antut, was sein Vater ihm antat. Dani Levy dürfte einer der Ersten sein, der eine so enge Wechselbeziehung zwischen dem Holocaust und dem Elternhaus Hitler zu sehen vermag!


Hitler erscheint in diesem Film als einsamer Mensch, der ein Problem mit seinen Gefühlen hat und nur etwas Zuspruch bräuchte, damit aus einem grausamen Massenmörder, ein freundlicher, schrulliger Kerl wird. Sozusagen die Metamorphose von Adolf Hitler zu Helge Schneider. Kurz vor dem Ende klärt er Grünbaum in einem weinerlichen Ton darüber auf, dass er ja nicht der Einzige gewesen wäre, der die Endlösung vorangetrieben hätte. Der nette Onkel Hitler ist also auch nur bedingt für die Deportationen Verantwortlich, denn er ist ja Opfer seines gewalttätigen Vaters und seiner eigenen Impotenz - was in einer grandios unlustigen Szene dargestellt wird. Was will Levy uns eigentlich mit diesem merkwürdigen Film sagen? Und dass er etwas sagen will, merkt man jeder Szene dieses Films an. Es wird nicht klar und als kurz vor dem erlösenden Abspann der Jude die Rede ans Volk hält, wird Levy noch mal ganz mutig. Hitler hatte doch keine blauern Augen, wie kann er da die Arier anführen und überhaupt war er doch ein kleiner Versager, lässt er da Grünbaum die versammelte Menschenmenge wissen. Man, ziemlich mutig und wichtig, so etwas sechzig Jahre danach aufzudecken….und zwar als x-tausendster.




Der Film ist schlecht und die Frage in den Medien falsch gestellt. Es geht nicht darum, ob man über Hitler lachen darf (seitdem die Nazis nicht mehr an der Macht sind, ist es erlaubt!, mehr gibt es dazu nicht zu sagen), sondern darum, ob man mit Hitler lachen darf. Levy lacht mit Hitler, denn für ihn ist er ein Mann, der Hilfe braucht. Chaplin und Lubitsch lachten über Hitler, und offenbarten in ihren Komödien mehr über dessen Größenwahn, als so manche schwere Aufklärungsliteratur. Es ist eine Frage des Talents und keine der Moral, ob man über Hitler eine Komödie drehen sollte oder nicht. Levy hat zu wenig Talent und zuviel Moral, er hätte die Finger davon lassen sollen.

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Donnerstag, Januar 11, 2007

Gegenseitiges Interesse?



Manche Versteher des islamistischen Terrors klammern sich an jeden Strohhalm, von dem sie hoffen, er könnte ihre gestörte Sichtweise stützen. Ein oft wiedeholter Vorwurf lautet dabei, dass man sich im Westen zu wenig mit dem Islam beschäftigen würde. Die realitätsferne dieses “Arguments”, wird nur noch durch die seiner Verbreiter getoppt. In unseren Buchhandlungen stapeln sich Bücher, die uns den Islam, das Leben Mohammeds oder zumindest die Architektur großartiger Moscheen näher bringen wollen. Und auch ein Überprüfung bei Google (Seiten auf Deutsch) lässt an Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig.


Judentum: 1.550.000 Treffer

Christentum: 1.830.000 Treffer

Islam: 1.950.000 Treffer


Von einem mangelnden Interesse kann also nicht die Rede sein. Umgekehrt sollte man vielleicht eher fragen, ob es für ein friedliches Miteinander das Beste ist, wenn in Geschäften in Kairo, Damaskus und Teheran so wunderbare Werke wie die Protokolle der Weisen von Zion in den Schaufenstern angepriesen werden, in staatlichen Zeitungen regelmäßig antisemitischen Karikaturen erscheinen und in den Bestsellerlisten ein Werk des Schriftstellers Adolf Hitler auftaucht? Würde es vielleicht der islamischen Welt gut tun, sich etwas (mehr) mit dem Westen, seiner Kultur und seiner Geschichte zu beschäftigen?

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Selektive Erinnerungen und Genitalkameras


Das Blog Selektive Erinnerung ist eine Rarität. Eine Rarität deswegen, weil dort zweimal in der Woche (montags und donnerstags), ein neues Comic veröffentlicht wird, das sogar originell und lustig ist. Dies macht es zum Außenseiter in einer – deutschsprachigen – Comicwelt, in der es die Könige der pointenlosen nicht-Unterhaltung als ihr schützenswertestes Gut ansehen, niemals die Reinheit ihrer Einfallslosigkeit durch eine gute Idee zu beschmutzen. Wenn es tatsächlich stimmt, dass das Leben die besten Geschichten schreibt, muss man sich fragen, ob Flix, Zwarwald und Co. eigentlich Untote sind?

Im aktuellen Comic wurde ein von mir verfasster Text verwendet. Ich schrieb ihn nach einem furchtbar… einem eigenartigen Literaturabend in Alzey, wo sich rheinhessische Frohnatur… Saufnasen ihre höchst einfallreichen Humoresken vortrugen. Lacher waren garantiert, wenn es derb, sexistisch und vulgär wurde. Es war den ganzen Abend über derb, sexistisch und vulgär. Die Hemmungen fielen in dem Maße, indem der Alkoholspiegel stieg und zu guter Letzt, wankten auch die restlos Talentfreien auf die Bühne – also die, die noch nicht einmal mehr Rücksicht auf irgendeine Art von Satzbau nahmen.

Die meisten Redner konnten auf jahrzehntelange Karnevalserfahrung zurückblicken und lachten Tränen, wenn jemand Liebe auf Triebe zu reimen verstand. Von dieser faszinierenden Humorkultur angesteckt, verfasste ich am nächsten Morgen einen Text auf roihessisch (das ich nicht beherrsche) und bin höchst motiviert, diese Perle der Kleinkunst alsbald ebenfalls vor einem solchen Fachpublikum vortragen zu dürfen. Hier der Text:




Des Gschenk fürs Enkelsönsche

Neulisch hat mei Enkelsöhnsche Geburtstach gfeiert. Do hab isch gedenkt: die jung Lait, die wolln nich mehr wollig Strümpf, die wolnn ham was modernes. So Hai-Tesch. Also bin isch auf die Stroß und hab dort nen anere Weinsellige getroff und mir ham gebabbelt wie uns de Schnappel gewachse is: „Gudde Fritz!“, „Ei Gudde Klaus un wi?“ „Joo, man lebt e mol, mit nem gudde Jahrgang im Keller un ner schee Reb vor de Aug lebt man, oder?“, „Joo, n golden Wort hoschte da gewschwätzt Klaus! Mir senn uns im Vereinslokalche“.

Joo, un dann bin isch zu de Saturn gerennt, damit mei Enkelsönsche nisch krainen tut an seim Geburtstach. Hab ma zuerscht gedenkt, dass des in lang weg is, nur um n Geschenkchen zu kaufe, extra durch d Milchstroß zu wannnere, aber dann hab isch mir gedenkt, ach wo, des is de sau dumm Nam von dem Gschäft, des wo so heßt.Isch bin do also rinn und will von so nem jung Daivel wisse, wo de moderne Dinger den do sinn. Der hat mich emol zugebabbelt, von weschen Bytes un Bytes un Akkubateriche. Isch hab ihm dann mit mei vorlaut Kosch gesacht: „Ey du alder Schwätzer, hälscht emol die Kosch, isch will dai Bytes und Bytes nich ham, geh damit emol zum Arzt, wenn se dich so tun beschäftige. Isch will was für mein goldisch Enkelsönche, dem kleee Hannes und zwar will isch ne Genitalkamera!“

Da laft de klee Bengel rot a, wie nee nit geernt Traub und es beginnt des gestottere, ob isch damit nisch ne Digitalkamera meene tu? Er hots aber net so gesacht, wie mir das sage tu, sondern anerscht. Und isch hab mir gedenkt, mir flischt de Hut vum Kopp, als isch des hob gehärt: „Meinen sie damit nicht eine Digitalkamera, anstatt Genitalkamera?“, sascht des Bengelche mir do in mai rhoihessich Schnutt hinai.Isch hab ma dann gedenkt: Was soll des do, mei Enkelsöhnsche will ne Genitalkamera un isch geb ihm ne Genitalkamera und überhaupt, kanscht nit deutsch babbele. Aber, so sinn de jung Lait vun hait, babbele nisch mehr unser Heimatsproch un ham Öhrche, die net mehr hören tun, kenscht fast menne, die ham des ganz Leb in nem Weinkellerche geschufft.

Aber weil isch durchst haben tu, komm isch emol zu dem End von der Gschicht. Mei Enkelsönsche hat sich gefrait über sai Genitalkamera und knipst schee Bilder do dmit und des vorlaut Bubche in des Saturn hat ne saftig Ohrfaig vun mir bekomm.

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Mittwoch, Januar 10, 2007

Berliner Fenster

Das Berliner Fenster flimmert in den S-Bahnen über Bildschirme und ist eine Mischung aus Werbefläche, Eventguide und Informationsplattform. Unter anderen wird täglich ein Zitat präsentiert. Gestern war es beispielsweise Mit einem Menschen, der nur Trümpfe hat, kann man nicht Karten spielen. Meistens sind die Sprüche mindestens nett, und hin und wieder sogar erhellend. Heute aber hat es der Altmeister des ideologischen Kabaretts ins Berliner Fenster geschafft, mit der weder witzigen noch richtigen Belehrung: Politik ist nur der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt!

Ach ja und der Hitler-Trailer läuft da auch dauernd und bisher habe ich noch niemanden gesehen, der bei diesem peinlichen, pädagogisch besonders wertvollen Humor auch nur eine Mine verzogen hätte. Da dürfte sogar der Scheibenwischer lustiger sein. Obwohl...nein!!!

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Dienstag, Januar 09, 2007

Ein Blick in die Hölle gefällig?

Hier entlang bitte!

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Montag, Januar 08, 2007

Neukölln wird zu Düsseldorfer Alt

Ein interessanter und unterhaltsamer Text von Ivo Bozics. Für alle zu empfehlen, die entweder bald über einen Straßennamen entscheiden müssen oder es sich zum Hobby gemacht haben, sich über Straßennamensänderung zu informieren. (Solls ja geben...vielleicht)

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Befehl vom Google Groups-Team


Gerade habe ich etwas im Google-Konto rumgestöbert. Man kann dort E-Mail Gruppen gründen und bekommt dann eine Nachricht zugesendet, die mit diesen Worten endet:

Nutzen Sie Ihre Gruppe und machen Sie uns stolz!

Wow, was für ein Ton!

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Sonntag, Januar 07, 2007

Israel: Was macht dieses Land so aggresiv?!?


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Sueddeutsche Zeitung: Teheran warnt Israel vor Angriff

SpiegelOnline: Bei israelischem Nuklearangriff will Teheran massiv zurückschlagen

GMX: Iran will bei israelischem Angriff zurückschlagen

Focus: Iran will Angriff zurückschlagen

Stern: Iran droht mir Vergeltung


Ähh, erinnert sich noch wer daran, dass Ahmadinedschad seit Monaten nicht müde wird den Israelis mit Vernichtung zu drohen. Dass er dafür die Atombombe bauen lässt? Dass im Spätsommer 2006 der Iran durch den verlängerten Arm Hisbollah einen Krieg gegen Israel begann? Anscheinend nicht, wie sonst können solch bizarre Schlagzeilen entstehen? Nicht Israel träumt davon, den Iran zu vernichten, von daher ist diese Umverteilung der Opfer und Täterrollen skandalös. Schritt um Schritt gerät so der Unterschied in den Hintergrund, dass der Iran es in einer gefährlichen Mischung aus religiösen Fanatismus und Größenwahn als seine Aufgabe betrachtet, Israel auszuradieren, während Israel, bescheidener in seinen Zielen, schon damit zufrieden wäre, dies verhindern zu können. Würde der Iran seine Vernichtungspläne einstellen, wäre diese Krise beendet. Es gibt hier keine gegenseitige Bedrohung, wer dies behauptet, setzt die Holocaustträume des Iran mit dem Überlebenswillen Israels gleich.


Nur die wenigsten Zeitungen halten es für nötig, auf diese Unterschiede einzugehen. Darum kann nun der Iran als potentielles Opfer eines israelischen Angriffs dargestellt werden. Es wird wohl darauf hinaus laufen, dass fortan von einer gegenseitigen Bedrohung gesprochen wird und dabei die Hintergründe verloren gehen. Eine gegenseitige Bedrohung kann dem Leser ja auch viel besser vermittelt werden. In einer Konsens- und Kommpromisgesellschaft ist es schlicht nicht einzusehen, dass die Krise einzig dem Verhalten eines Beteiligten geschuldet ist.


Ähnlich wie beim Konflikt mit den Palästinensern bezahl Israel auch in diesem Fall den Preis für eine Berichterstattung, die keine Rücksicht auf Vielschichtigkeit nehmen will. Frei nach dem Motto: "Es braucht immer zwei zum streiten!"“, wird ein Krisenszenario gezeichnet, das mit der Realität wenig zu tun hat. Dabei gibt es ein anderes, wesentlich treffenderes Zitat, das die Zustände im Nahen-Osten auf den Punkt bringt: "Wenn die Araber ihre Waffen niederlegen, wird es Frieden geben. Wenn die Israelis ihre Waffen niederlegen, wird es kein Israel mehr geben.(Wenn in diesem Satz "Araber" durch "Perser/Iraner" ersetzt wird, bleibt er genauso gültig.)


Wird aber niemanden interessieren, stattdessen liest man lieber noch einmal die antisemitische Titelgeschichte des Spiegel und weiß danach, dass einem Volk, dessen Elite sich vor Jahrtausenden das Blut toter Tiere an die Ohrläppchen schmierte, alles zuzutrauen ist. Sogar der Versuch, sich der eigenen Vernichtung zu widersetzen!

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Linkhinweise und Karl Popper


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Ah ja, ehe ich mich wieder den Vorbereitungen meiner Soziologieprüfung widme, noch ein Linkhinweis. Dies hier ist ein Webring von jüdischen Blogger aus Deutschland und Österreich. Rein schauen lohnt sich! Ich bin nicht dabei, auch weil mich die Vorbereitungen für dieses Großereignis völlig in Anspruch nehmen. Dafür ist aber der Kollege David Harnasch ab jetzt Mitglied der Achse des Guten. Sehr schön!


Und gerade in Stunden wie diesen, in denen man sich mit den schlecht geschriebenen Texten soziologischer Autoren herumplagt, wünscht man sich, Karl Popper würde sich neben einen setzen und all diese Satzungetümer - die zumeist banalste Aussagen zu verschleiern suchen - zertrümmern! So wie er es beispielsweise mit diesem Habermas Satz tat:


“Theorien erweißen sich für einen speziellen Gegenstandsbereich dann als brauchbar, wenn sich ihnen die reale Mannigfaltigkeit fügt.“


Popper stutze ihn auf seine eigentliche Aussage zusammen und die lässt sich durchaus weniger pompös formulieren:

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„Theorien sind auf spezielle Gebiete dann anwendbar, wenn sie anwendbar sind“


Ach, wir bräuchten viel mehr Popper und weniger Habermas, gerade in der Vor-Prüfungszeit!

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Hilfe, die Telekom belästigt mich


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Die Telekom steht momentan nicht so gut da. Hunderttausende kehren ihr den Rücken zu und der Konzern versucht verzweifelt gegenzusteuern. Teil der neuen Taktik ist offenbar, Kündigungen nicht mehr zu akzeptieren. Obwohl ich seit Oktober in Berlin wohne und auch schriftlich mitteilte, dass ich zu Alice übergelaufen bin, bekomme ich weiterhin pünktlich meine Telefonrechnung und eine Woche später die Mahnung. Im Oktober habe ich noch per Mail auf diesen Fehler hingewiesen, im November wunderte es mich nur noch und im Dezember landete sie sofort im Mülleimer. Und am Samstag lag wieder eine im Briefkasten. Es rührt einen ja schon, dass sich ein Konzern, der sonst nicht für seine Kundenfreundlichkeit bekannt ist, so um einen bemüht, aber ob dieses Stalking wirklich der richtige Weg aus der Krise ist?

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Samstag, Januar 06, 2007

Den Fuchsbau gibts jetzt auch in Wien



Dieser Artikel von mir ist von der österreichischen Zeitung DIE PRESSE übernommen worden. Einerseits leicht gekürzt, andererseits um diesen Satz erweitert: Ein faschistoider Massenmörder hat sein verdientes Ende am Galgen gefunden.

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Freitag, Januar 05, 2007

Meisterdenker aus dem Morgenland

Die iranische Regierung um den wissensdurstigen Ahmadinedschad zertrümmert mit Leidenschaft europäische Mythen. Zuerst wurde die Leugnung des Holocaust zur Staatsräson erhoben, danach die westliche Meinungsfreiheit als heuchlerisch entlarvt und nun klärt ein orientalischer Meisterdenker über den Juden Hitler auf. In einem Interview weiß der Forscher zu berichten, dass Hitler Zeit seines Lebens gegen dieses negative Familienerbe angekämpft habe, was seinen Hass auf die Juden erkläre.

Klingt plausibel und nun möchte man nur noch gerne erfahren, was auf Ahmadinedschads Bar Mitzwa Feier eigentlich schief gelaufen ist.

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FR und Israelnetz

Hier ein schönes Beispiel für gelebte Realitätsverweigerung bei der FR und hier die bange Frage, ob die Macher von Israelnetz eigentlich fanatische Endzeitchristen sind? So etwas liest sich nämlich ein wenig komisch:

„Der langjährige Bürgermeister von Jerusalem, Teddy Kollek, ist am heutigen Donnerstag auf dem Herzlberg in der jüdischen Hauptstadt beigesetzt worden.“

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Donnerstag, Januar 04, 2007

Dani Levys Film


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Oh je, nächste Woche läuft nun also Dani Levys Hitler-Komödie an und zunehmend habe ich das schlechte Gefühl, dass dieser Film eine Katastrophe wird.



Was spricht gegen eine Katastrophe:

- Helge Schneider!



Was spricht für eine Katastrophe:

- Dani Levy - weil er sich durch einen konsensfähigen heile Welt Humor auszeichnet, mit dem man keine Naziparodie zustande bekommen kann (und auch keinen Film über deutsch-jüdische “Normalität“)!

- Dani Levy - weil er nicht Ernst Lubitsch ist.

- Dani Levy - weil er in Interviews von pädagogischen Aufträgen spricht.

- Dani Levy - weil er zu nett ist.

- Dani Levy – weil er schon in Alles auf Zucker nur Klischees verwendete.

- Der Kinotrailer - weil Schäferhunde, die Hitler anpissen, sehr stark den Eindruck eines pädagogischen Auftrags vermitteln, und nicht den einer originelle Parodie.

- Helge Schneider – weil er sich gerade von diesem Film distanziert hat.

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Dienstag, Januar 02, 2007

28.01.2007

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