Samstag, März 31, 2007

Waschmaschinenexperten und Waschmaschinenexpertenmeister (1)



Waschmaschinen aus Gebrauchtwarenläden können einem viel Geld sparen, wenn sie denn funktionieren. Leider tat mir meine nicht diesen gefallen. Weil aber ein Jahr Garantie besteht, wurde mir ein Techniker zugewiesen, der sich den Fall angucken sollte. Ich hatte schon bedenken, wie qualifiziert ein solcher „Techniker“ denn sein kann, der in einem Geschäft arbeitet, indem Kaffeemaschinen, Kühlschränke und andere Elektrogeräte verkauft werden, die zuvor unter Umständen die ich nicht genau kennen möchte in den Besitz dieses Ladens kamen. Aber was da eben vor mir stand, hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen. Sonnebrille, blaues T-Shirt - wohl ein Tribut an die Blaumänner früherer Tage - und eine braune Hose.

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Dieser Spezialist beugte sich also über die Maschine und klotzte die verschiedenen Knöpfe und Scheiben mit einem Blick an, als ob ich ihm gerade den Area51 Alien vorgestellt hätte. Ich erklärte, dass sowohl der Trockner als auch die Waschmaschine defekt seien. Es kam zu ersten Missverständnissen. „Was sind die?“, „Defekt.“, „Defekt?“, „Ja, das Programm läuft nicht durch.“…“Ist kaputt!“, „Äh…ja, genau, kaputt.“ Wieder starrte er die nie gesehen Knöpfe an und stellte den Trockner auf zwölf Minuten ein. Nicht geschah. Die Drehuhr blieb seelenruhig auf der Zehn sitzen, anders kenne ich es von ihr nicht. Doch aus irgendeinem Grund konnte der Experte eine Bewegung ausmachen. Schon hatte der Zeiger sich auf die Neun vorgearbeitet, danach müsste die acht folgen und daraus, dass der Trockner funktioniert. Das einzige Problem war nun aber, dass sich der Zeiger beim besten Willen nicht bewegte! Irgendwann schob der Techniker seine Sonnebrille zurecht und ließ von dieser kühnen Behauptung ab. Na ja, und jetzt ist er gegangen und wir haben vereinbart, dass am Montag ein Meister kommt und die Maschine repariert. Ich bin gespannt, was da auf mich zukommt. Von irgendwem muss dieser seriöse Herr ja gelernt haben…

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Freitag, März 30, 2007

Es gibt gute Gründe für einen Abzug der Briten aus dem Irak

„Zieht die Truppen aus dem Irak ab - ein Krieg, der zu nichts führt – und bringt sie in den Iran, um einen Krieg zu führen, der einen Sinn hat.“ (Leserbrief Plymouth Herald)

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UN-Watch Rede


LizasWelt hat die Rede von Hillel Neuer ins Deutsche übersetzt.
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Herr Präsident,

vor sechs Jahrzehnten, während der Nachwirkungen des Nazi-Horrors, versammelten sich Eleanor Roosevelt, Réné Cassin und andere bedeutende Personen hier, am Ufer des Genfer Sees, um die Grundsätze menschlicher Würde noch einmal zu beteuern. Sie gründeten die Menschenrechtskommission. Heute fragen wir: Was wurde aus ihrem noblen Traum? In dieser Sitzung erfahren wir die Antwort. Angesichts eindringlicher Berichte aus aller Welt über Folter, Verfolgung und Gewalt gegen Frauen: Was hat der Rat verkündet, und was hat er entschieden?

Nichts. Seine Antwort war Schweigen. Seine Antwort war Gleichgültigkeit. Seine Antwort war kriminell. Man könnte in Harry Trumans Worten sagen, dass dies ein untätiger und nichtswürdiger Rat geworden ist. Aber das wäre ungenau. Denn der Rat hat etwas getan. Er hat eine Resolution nach der anderen verabschiedet, in denen ein einzelner Staat verurteilt wurde: Israel. In acht Stellungnahmen – und drei weitere werden in dieser Sitzung folgen – wurde der Hamas und der Hizbollah Straffreiheit zugesichert. Der gesamt Rest der Welt – mit Abermillionen Opfern in 191 Ländern – wird weiterhin ignoriert.

Also: Ja, der Rat tut etwas. Und die Diktatoren des Nahen Ostens, die diese Kampagne orchestrieren, werden Ihnen sagen, dass das gut so ist. Und dass sie versuchen, die Menschenrechte zu schützen, die Rechte der Palästinenser. Die rassistischen Mörder und Vergewaltiger der Frauen von Darfur berichten uns, dass sie sich um die Rechte der palästinensischen Frauen kümmern, die Besetzer Tibets kümmern sich um die Besetzten, und die Schlächter der Muslime in Tschetschenien kümmern sich um die Muslime. Aber kümmern sich diese selbst ernannten Verteidiger wirklich um die Rechte der Palästinenser?

Denken wir an die vergangenen Monate. Mehr als 130 Palästinenser wurden durch palästinensische Streitkräfte getötet. Das ist das Dreifache der Zahl der Toten, die den Vorwand für die beiden Sondersitzungen im vergangenen Juli und November bildete. Doch die Meister der Rechte der Palästinenser – Ahmadinedjad, Assad, Ghaddafi, John Dugard –, sie sagen nichts. Der kleine dreijährige Junge Salam Balousha und seine zwei Brüder wurden in ihrem Auto von Truppen des Premierministers Haniya ermordet. Warum hat dieser Rat beschlossen zu schweigen? Weil Israel nicht dafür beschuldigt werden konnte. Weil in Wahrheit die Despoten, die diesen Rat führen, sich um nichts weniger scheren als um die Palästinenser und generell um die Menschenrechte.

Sie versuchen, die israelische Demokratie zu dämonisieren, den jüdischen Staat zu delegitimieren, das jüdische Volk zum Sündenbock zu machen. Sie versuchen außerdem noch etwas anderes, nämlich die eigentliche Sprache und Idee der Menschenrechte zu entstellen und zu pervertieren. Sie fragen: Was ist aus dem Traum der Gründer geworden? Durch furchtbare Lügen und moralische Verdrehungen wurde er in einen Albtraum verwandelt.

Vielen Dank, Herr Präsident

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Die Antwort des Präsidenten des Menschenrechtsrats, Luis Alfonso de Alba:
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Zum ersten Mal in dieser Sitzung werde ich keinen Dank für eine Stellungnahme aussprechen. Ich sollte das gegenüber dem angesehenen Repräsentanten der Organisation, die gerade zu Wort kam, betonen, gegenüber dem angesehenen Repräsentanten von United Nations Watch, wenn Sie so freundlich wären, mir zuzuhören. Es tut mir Leid, dass ich mich außerstande sehe, Ihnen für Ihre Äußerungen zu danken. Ich sollte erwähnen, dass ich keine ähnlichen Stellungnahmen hier im Rat dulden werde. Die Art und Weise, in der hier auf Mitglieder des Rats Bezug genommen wurde und in der auf den Rat selbst Bezug genommen wurde, ist unzulässig. In Erinnerung an die Personen, auf die Sie sich bezogen haben, die Gründer der Menschenrechtskommission, und zum Wohle der Menschenrechte ermahne ich Sie, bei zukünftigen Stellungnahmen ein Minimum an gutem Benehmen und korrekter Sprache an den Tag zu legen. Andernfalls wird jedes Statement, das Sie in einem ähnlichen Tonfall wie heute von sich geben, aus dem Protokoll gestrichen werden.

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Donnerstag, März 29, 2007

Artikel 7 gilt nicht mehr


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Dienstag, März 27, 2007

Entweder Sendlinger oder bin Laden



Die immer komplexer werdende Welt trägt ja eine große Mitschuld daran, dass sich Menschen überfordert fühlen und sich deswegen Ideologien anschließen, die simple Erklärungen parat haben. (Zumindest hört man diese These ständig von irgendwelchen Experten.) Man wird also Islamist, Kommunist, Attac- oder Petamitglied, um endlich zu wissen, was gut und was böse ist. Für diese überforderten Geister gibt es aber schon seit Jahrzehnten eine Alternative! Ihr lieben Fortschrittsfeinde, wenn ihr eine Nische sucht, um eure verunsicherten Köpfe vor der Schnelllebigkeit der Welt zu schützen, kauft diesem Verlag die Regale leer! Denn Kelter bietet euch all das, was ihr bei bin Laden und anderen zu finden hofft. Arabella Romane, Fürstenkinder, Toni der Hüttenwirt und das freundliche Ärztehaus erfüllen die Sehnsucht nach Einfachheit, nach Geborgenheit und nach Harmonie. Zu Recht steht auf der Kelter-Homepage als Firmenphilosophie:


Eine Liebesgeschichte, die die Erwartungen der LeserInnen und den Wunsch nach Sinn, Orientierung und positiven Nachrichten in einer schwierigen, oftmals brüchig erscheinenden Welt erfüllt, sollte mit viel Herzblut und professioneller Begeisterung geschrieben sein.


Also nicht verzagen, es gibt ein harmonisches, einfaches Leben außerhalb des extremen Spektrums, man muss nur wissen wo man es bestellen kann! Na ihr Islamisten, wie sieht’s aus, vielleicht die Kalaschnikow doch gegen die Dr.Norden Romane eintauschen? Ihr würdet es nicht bereuen, zumal Doktor Norden seine Ziele immer erreicht, was für euch ja auch mal eine interessante neue Perspektive wäre.

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Scientolophobie



Warum soll der eigentlich nicht bei Wetten dass…? auftreten dürfen, wenn gleichzeitig dieser Freak vor einigen Wochen bei Gottschalk zu Gast war? Travolta hat in seinem Leben sicherlich weniger Mordaufrufe unterstützt als Yusuf Islam. Wetten dass!!!

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Sonntag, März 25, 2007

Ulmen gut - Husmann Dieb


Ich kenne Christian Ulmens neue Serie "Dr. Psycho" nicht und es mag stimmen, dass sie schlecht ist. Mir ist das egal, denn Ulmen hat mit "Mein neuer Freund" eine der unterhaltsamsten Serien zu verantworten, die in den letzten Jahren im deutschen TV liefen.

Was allerdings bei den Kritiken rund um seine aktuelle "Polizisten-Psychologen-Serie" immer wieder stört, ist der Verweis darauf, dass "Dr. Psycho" immerhin vom "Stromberg"-Erfinder Ralf Husmann erdacht wurde und darum das schwache Niveau umso mehr überraschen muss. Nun ja, dabei gibt es aber eine Kleinigkeit, die gerne übersehen wird. Stromberg ist die Kopie der englischen Comedy-Serie "The Office". Und die hat sich Ricky Gervais ausgedacht. Husmann (bzw. Pro7) kann sich höchsten etwas darauf einbilden, versucht zu haben "The Office" zu klauen, um keine Lizensgebühren zahlen zu müssen. Irgendwie hat es sich aber bis nach England rumgesprochen, dass im deutschen TV "The Office" läuft und so mussten die netten Ideendiebe schließlich doch noch in den Geldbeutel greifen.
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Soweit also das Comedy-Genie Husmann, früher nannte man solche Leute eigentlich eher Betrüger oder Gauner. Ich weiß nicht warum sich das geändert hat und man jetzt dafür gefeiert wird, wenn man ausländische Serien klaut und hofft, dass das niemandem auffält?
Aber wenn das so ist, okay...Hey Husmann, sollte es mit der eigenen Kreativität nicht zum Besten stehen, habe ich einen Tipp für dich: hier! Aber pssst, das weißt du nicht von mir ;-)

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Die EU hat Geburtstag



SpiegelOnline hat siebenundzwanzig Prominente Europäer zu Wort kommen lassen (in der Bildergallerie), die ihre Gedanken und Eindrücke über den Zustand der EU, die Zukunftsperspektiven, Fehler und Chancen mitteilen sollten. Die meisten Aussagen ähnelten sich in ihrer Begeisterung für fünfzig Jahre Frieden und der Hoffnung, dass diese Erfolgsgeschichte so fortgeschrieben wird.


Solche Deutungen sind es, die der ebenfalls befragte ungarischen Historiker Krisztian Ungvary als „Deutungshoheit“ westlicher Intellektueller bezeichnet, die zu wenig Sensibilität für die Opfer des Kommunismus zeigen würden. Denn in der Tat ist es für einen Polen oder Tschechen schwer einsehbar, wo denn die jahrzehntelange europäische Friedensphase gewesen sein soll, als sie Unterdrückt und ihrer Freiheitsrechte beraubt waren. Ungvary kommt zum Ergebnis: „Die Versuche, eine europäische Erinnerung zu schaffen, ohne die Interessen der Osteuropäer zu berücksichtigen, empfinde ich als geistige Kolonisation.“


Liza Marklund, eine schwedische Schriftstellerin, hängt ganz anderen Gedanken nach. Sie sähe den Irak gerne als EU-Mitglied. Ein weiterer Vorschlag aus dem Norden kommt von Jukka Kuoppamäki, der sein Geld als Schlagersänger verdient. Er ist für das „alte Europa im positiven Sinn“, in dem er ein „Gegengewicht zur anglo-amerikanischen Kultur“ sieht. Kuoppamäkis EU-Vision reduziert sich – wenn sie aller Phrasen entkleidet ist - darauf, dass die Europäer und insbesondere die Finnen, bitte schön seine Schnulzen kaufen sollen und nicht die von amerikanischen Konkurrenten.


Die rumänische Komponistin Adriana Hölszky weißt auf eine Tatsache hin, die nicht oft genug betont werden kann: „Die Menschen dürfen nicht nur etwas von den europäischen Politikern und Vertragswerken erwarten, sondern jeder für sich muss auch mithelfen, dass Europa eine Erfolgsstory wird.“ Und Steve Roman, Chefredakteur der „The Baltic Times“ findet: „Für die osteuropäischen Staaten war der Anschluss an das Bündnis europäischer Demokratien eine Chance, endgültig dem Einfluss Moskaus den Rücken zu kehren.“ Womit er eine der größten Leistungen der EU anspricht. Die Unabhängigkeit von Russland, die den Ländern des einstigen Ostblocks die Freiheit brachte, hätte ohne die EU nicht auf diese konfliktfreie Weise stattfinden können.


Was jedoch bei aller Begeisterung für die Erfolgsgeschichte EU negativ auffällt, ist der fehlende positive Bezug auf die Rolle, die die USA dabei spielten und spielen. Ohne die USA gäbe es heute keine EU sondern Planwirtschaft in Frankreich und Mauertote in Spanien, weil die Flucht über das Mittelmeer die Chance bieten würde, dem europäischen Gefängnis zu entkommen. Vaclav Havel äußerte als einziger Befragter deutliche Kritik: „Soll die EU die USA in der Wirtschaft einholen und überholen? Möge sie es tun, aber möge sie vor allem die Vereinigten Staaten in der Kritik autoritärer Regime einholen und überholen, welche über den ganzen Erdball verstreut sind und in unglaublicher Art und Weise menschliche Freiheiten unterdrücken.“


PS: Joseff Joffe schrieb in der ZEIT einen euphorischen Geburtstagsgruß an die EU.

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Samstag, März 24, 2007

Berliner Bilder (1)


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Freitag, März 23, 2007

Info zu: Selektive Erinnerung

Der ein oder andere wird vielleicht schon bemerkt haben, dass der Webcomic Selektive Erinnerung momentan nicht erreichbar ist. Der Grund sind technische Probleme. Ich weiß nicht genau wie lange es dauern wird bis die Seite wieder erreichbar ist, aber aus gut unterrichteten Kreisen wurde mir mitgeteilt, dass sie bald wieder für Besucher geöffnet sein wird (24 Stunden am Tag!).

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Donnerstag, März 22, 2007

Rassistische Richter


Die Empörung über die Frankfurter Richterin, für die eheliche Gewalt nicht gleich eheliche Gewalt ist sondern unter bestimmten Umständen Ausdruck einer schützenswerten Kultur, war verständlicherweise groß. Kaum eine Zeitung verzichtete darauf, die Einführung der Scharia in Deutschland zu verkünden. Diese Art der Panikmache ist allerdings unbegründet. Deutschland wird noch eine zeitlang der Scharia widerstehen können, worüber die Mehrheit der muslimischen und nichtmuslimischen Deutschen gleichermaßen glücklich sein dürften. Was in Frankfurt passiert ist, hat nämlich wenig mit einer Kapitulation vor der Scharia zutun aber dafür viel mit Rassismus. Es muss deutlich gesagt werden: Diese Richterin ist aus dem Grunde untragbar, weil sie eine Rassistin ist.

Für sie gibt es wertvolle und wertlose Menschen. Frauen die das Pech haben in Ländern zu leben, wo Steinigungen oder Witwenverbrennungen kulturell verankert sind, müssen damit klar kommen nicht in den Genuss der vollen Menschenrechte zu kommen. Ihr Problem, wenn sie nicht aus Stuttgart oder Hamburg sind! Diese Form des Kulturrelativismus ist das zynischste, was der Westen in den letzten Jahrzehnten hervorgebracht hat. Denn die Menschenrechte machen nur dann Sinn, wenn sie auch potentiell für alle Menschen gelten! Aktuell kommt aber nur eine Minderheit in ihren Genuss. Das ist schon schlimm genug, aber wenn dann sogar im Sinne einer falsch verstandenen Toleranz gegenüber fremden Kulturen auch in Deutschland die Menschenrechte an die primitiven und brutalen Regeln eines intoleranten und frauenfeindlichen “Rechtssystems” angepasst werden, rüttelt dies an den Grundfesten der liberalen Demokratie. Kultur ist nun mal nicht immer schützenswert, sie ist es nur dann, wenn sie die Menschenrechte anerkennt. Menschenrechte und Kulturrelativismus schließen sich aus. Man kann nicht beides haben!

Der Frankfurter Fall ist aber auch aus dem Grunde ein Skandal, weil er deutlich macht, wie schwer es deutsche Gerichte oftmals den Migrantinnen machen, die sich gerne den Schlägen ihrer Männer entziehen würden und denen es dabei sogar egal ist, dass jeder ihrer blauen Flecken kulturgeschichtlich begründet werden kann. In diesem aktuellen Beispiel stammten die Eltern der jungen Frau aus Marokko, ebenso ihr Ehemann. Weil ihm nicht passte, dass sie einen zunehmend westlichen Lebensstil führte – was auch immer das bedeuten mag! -, begann er sie zu verprügeln. Irgendwann fasste die Frau den Mut einen Antrag bei Gericht einzureichen, der ihrem Ehemann vorschrieb mindestens 50 Meter Abstand zu ihr und der Wohnung zu halten. Eine Frankfurter Richterin (bei der es sich um die handelte, die sich später auf die Scharia stützte) genehmigte dies zügig. Danach sollte eine Anwältin im Auftrag der jungen Frau die Scheidung organisieren. Aber der Antrag auf Härtefall-Regelung, der den Scheidungsprozess erheblich verkürzt hätte, wurde abgelehnt. Und nun kommt die Scharia beziehungsweise der Rassismus ins Spiel. Die gleiche Richterin lehnte es ab, die Trennung vor Ende des Trennungsjahres zu genehmigen und begründete dies folgendermaßen: „Die Ausübung des Züchtigungsrechts begründet keine unzumutbare Härte gemäß Paragraf 1565 BGB.“ Sie stellte auch klar, dass es für einen islamischen erzogenen Mann eine Ehrverletzung darstellen könne, wenn seine Frau nach westlichen Regeln leben möchte. Außerdem belehrte sie weiter: „Für diesen Kulturkreis ist es nicht unüblich, dass der Mann gegenüber der Frau ein Züchtigungsrecht ausübt. Hiermit musste die in Deutschland geborene Antragstellerin rechnen, als sie den in Marokko aufgewachsenen Antragsteller geheiratet hat.“ Diese Belehrungen muss sich ein Mensch gefallen lassen, der nach jahrelangen Schlägen und Demütigungen durch einen asozialen Ehemann endlich den Mut gefasst hat, sich an ein deutsches Gericht zu wenden in der Hoffnung, von diesem aus diese Hölle befreit zu werden.

Die Sätze der Richterin sollte man in Ruhe lesen, sich danach vergewissern, dass man sich tatsächlich im Jahr 2007 befindet und schließlich konsequenterweise antworten: „Für einen Rechtstaat ist es unüblich, dass Rassisten Recht sprechen!“

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Dienstag, März 20, 2007

Raketenabwehrsysteme greifen an!

Liebes, friedfertiges Europa, beruhige dich, alles ist in Ordnung! Ja, Russland wird weiterhin in der Lage sein, die USA anzugreifen. Mit Raketen, trotz einem Raketenabwehrsystem in Osteuropa. Die Pacefahnenträger, Antiamerikaner und Gerhard Schröder können also aufatmen. Denn in einer Welt in der ein Land Angriffe auf sein Territorium vereiteln könnte, dem (das alte) Europa seit über einem halben Jahrhundert seine Freiheit verdankt, will man doch als gemeiner Amerikakritiker nicht leben. Menschen brauchen Träume!

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Diese Sorge war übrigens von Beginn an unbegründet. Hätten sich die Kritiker eines Raketenabwehrsystems mal zwei Sekunden ihres Intellekts bedient, anstatt das Denken an Putin abzutreten, wären ihnen einige Depressionen erspart geblieben. Schon der Name: RaketenABWEHRsystem hätte aufhorchen lassen können. Abwehr ist nicht Angriff. Wenn ein Raketenabwehrsystem ein Wettrüsten auslösen sollte, ist die Frage doch: Warum? Wenn Person A einen Feuerlöscher kauft und Person B daraufhin wütend loszieht um den Vorrat an Brandbeschleunigern zu modernisieren und zu erweitern, wer wäre einem dann verdächtiger?

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Aber selbst wenn diese Logik bei denen aussetzen mag, die Michael Moore für den brillantesten Amerikaner neben Noam Chomsky halten, gibt es ein weiteres nicht zu unterschätzendes Detail. Ein Raketenabwehrsystem in Osteuropa kann russische Raketen gar nicht aufhalten. Das wissen die Russen, das wissen die Amerikaner, das wissen alle, die hin und wieder kalte Fakten den eigenen Wunschträumen vorziehen. Denn russische Raketen würden nicht über Europa fliegen, wenn sie in de USA einschlagen sollen. Warum: Ein Blick auf den Globus hilft! Anders sieht es beispielsweise mit iranischen Raketen aus. Diese würden sehr wohl über Osteuropa fliegen. Was also eigentlich eine recht vernünftige Erklärung für das Raketenabwehrsystem sein könnte - das auch Europa vor Angriffen schützen würde - wird lieber verschwiegen, weil vor allen Deutschland ein Interesse daran hat, Russland zu besänftigen. Dafür müssen auch Opfer gebracht werden und es ist doch klar, dass die Freiheit der Tschechen im Zweifelsfall weniger zählt, als die Festigung der Wirtschaftsbeziehungen zu einem Land, das auf dem besten Weg ist wieder eine Diktatur zu werden.

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Dass ausgerechnet die beiden Ländern selbstgefällig die Souveränität Tschechiens in Frage stellen, die im Rahmen eines Vernichtungskriegs über dieses Land herfielen beziehungsweise im Dienste einer menschenverachtenden Ideologie ein Gefängnis daraus machten, ist ein interessantes Detail am Rande.

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Sonntag, März 18, 2007

Schindlers unbekannte Schwester



Gelesen auf SPON

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Donnerstag, März 15, 2007

Es muss nicht immer Peymann sein - Vollmer über die RAF


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Anfang März gab Antje Vollmer der Berliner Zeitung ein Interview zum Thema RAF. Man weiß gar nicht mehr, welche Zeitung eigentlich noch frei ist, von Terroristenverstehern, RAF-Jobvermittlern und alt gewordener 68ern, die nun in einer Mischung aus Sentimentalität und Verdrängung drauf und dran sind, die Terroristen von damals zu Globalisierungskritikern zu verklären, die halt nur etwas emotionaler waren, als der gemeine deutsche Kleinbürger.
Antje Vollmer wollte dem an höchsten subventionierten Kapitalismuskritiker Deutschlands, Claus Peymann, das Feld nicht alleine überlassen.


Denn auch sie hat einige interessante Thesen rund um schwarze Rächer, den deutschen Herbst und Bild-Kampagnen auf Lager. Aber zuerst einmal redet sie sich mit einer Standartlüge warm, die von vielen Linken geteilt wird und längst in den Rang einer de facto Wahrheit aufgestiegen ist. Die Mär der Haftverlängerung für Christian Klar, aus Rachsucht! Klingt schön, stimmt aber auch dann nicht, wenn eine Abaya-Trägerin es behauptet: “Heute geht es darum, Christian Klar länger im Gefängnis zu halten oder erst dann freizulassen, wenn er seinen Entschuldigungsbrief über die Bild-Zeitung vermarktet.” Falsch, Klar wird nicht länger im Gefängnis sitzen, als es der Richterspruch vorsieht. Er wird aber auch nicht, und das kritisieren Vollmer und Peymann in Wahrheit, früher entlassen! Und das Schreckgespenst Bild-Zeitung dürfte wohl zu den letzten Urüberzeugungen der Grünen gehören, von denen sie sich bisher nicht haben lösen können. Mindestens den Pazifismus hat sie schon überlebt.

Zu den RAF-Terroristen fällt Vollmer, ganz Theologin, ein: “Auch die waren nicht als Mörder geboren.” Und das Gespräch, das Gaus 2001 mit Christian Klar führte, war auch ein Fehler. Warum: Weil sogar Gaus ahnte, dass dieses Interview “Christian Klar ein paar Haftjahre mehr bescheren würde.” Tragisch! Man fragt sich, ob Antje Vollmer genauso viel Empathie aufbringen könnte, wenn es sich hier nicht um einen linken Terroristen handeln würde, sondern einen Neonazi? (Abgesehen davon, dass hier wieder behauptet wird, Christian Klar würde länger sitzen müssen, als eigentlich vorgesehen.)

“Diese Gesellschaft ist nicht rachsüchtig”, stellt Vollmer nun fest, nur um einzuschränken, “wenn man sie nicht medial aufpeitscht.” Und wo die Medienpeitsche geschwungen wird, ist die Bild nicht weit. Tatsächlich fordern “Bild, Beckstein und Westerwelle noch einmal ein paar Jahre mehr.” Was nicht zuletzt deswegen unverschämt ist, weil Terroristen wie Klar “länger gesessen haben als jeder andere” woraus zwangläufig folgt, “dass es dann auch wirklich vorbei sein darf, weil auch die Gesellschaft ein gutes Ende liebt.” Richtig, Klar bekommt einen Preis für besonders langes sitzen und die Gesellschaft hat das gute Ende, das es sich immer gewünscht hat. Alle können sich also freuen…ach ja, die Hinterbliebenen der Opfer sind nicht zur großen Versöhnungsparty eingeladen.

Für Vollmer ist es auch kein Beweis für einen funktionierenden Rechtsstaat, wenn Haftstrafen nicht deswegen verworfen werden, nur weil die von ihr Betroffenen zufällig linke und keine rechten Terroristen sind. Überhaupt verwendet sie lieber den Begriff “nachsiegen”, wo Rechtsstaat richtig wäre. “Wenn die Auseinandersetzung entschieden ist, sogar erfolgreich, dann noch mal und noch mal „nachzusiegen“, das ist etwas, das ich ablehne.” Wie steht Frau Vollmer eigentlich dazu, dass (viel zu wenige) Nazis nach der erfolgreich entschiedenen Auseinandersetzung Opfer von “nachsiegen” wurden? Dazu äußert sie sich nicht, es sei denn, der kryptischer Satz “Insgesamt hat es für die Verbrechen der Terroristen, gemessen an der Anzahl der Täter, eine Menge an Haftjahren gegeben”, gibt da irgendwie Antwort drauf.
Sie macht sich aber noch weitere Gedanken um das Phänomen des nachsiegen, und kritisiert die RAF. “Auch das RAF-Unternehmen, den deutschen Nationalsozialismus dreißig Jahre nach seiner Niederlage noch einmal, und zwar mit Gewalt, besiegen zu wollen”, fällt unter den Versuch des nachsiegen. Nun kann man die Bemühungen der RAF aber auch anders Interpretieren. Beispielsweise so, dass sie der Tradition ihrer Nazieltern treu blieben, und weiterhin in der Ermordung von Juden eine progressive Tat sahen. Nicht nur Ulrike Meinhof jubilierte, als israelische Sportler bei den Olympischen Spielen umgebracht wurden. Den linken Terroristen fiel auch die zweifelhafte Ehre zu, als erste Deutsche nach 1945 Juden von Nichtjuden zu selektieren.

Aber das alles ist gar nicht so wichtig, findet Vollmer, die sowieso für einen Schlussstrich von oben plädiert. “Persönlich habe ich mir das gewünscht und fände auch richtig, wenn diese ganze Zeit mit einem politischen Schlusswort des Bundespräsidenten beendet würde.” Wenn das so einfach ist, sollte Köhler aber nicht in den 1970ern aufhören. Wie wäre es denn, wenn auch die Zeit von 1933 bis 1945 mit einem Machtwort aus Bellevue gebannt wird?
Doch der Höhepunkt des Interviews ist erreicht, wenn Antje Vollmer die endgültige Terrorismusdefinition liefert. “Das Grundmuster von Terrorismus ist moralisch motivierter Lebensbruch […]!” Weil sie auch keinen Unterschied zwischen RAF-Terroristen und dem islamischen Terrorismus sieht, und nur weiß, dass auch “heute im Kampf gegen den weltweiten Terrorismus die Fehler gemacht werden, die damals hier passiert sind: Hysterie, Übertreibung, Überreaktion, Feinderklärungen, `Achse des Bösen´”, dürfen wir uns also Osama Bin Laden als einen moralisch motivierten Lebensbrecher vorstellen, dessen Taten zwar zu verurteilen sind, seine dahinter stehenden Motive aber durchaus edel sein können. Danke für dieses Interview, und jetzt, husch husch, schnell wieder die Abaya anlegen, und zu den Freunden nach Saudi-Arabien fliegen.

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Mittwoch, März 14, 2007

Entdecke die Umgebung deiner Stadt - Frankfurt/Oder

Vor einigen Wochen veröffentlichte ich hier den Reisebericht Marzahn. Heute ging es nicht in einen weiteren Berliner Stadtteil, sondern tief in die Provinz. Frankfurt an der Oder war das Ziel. Eine Stadt, die, wenn der Besuch Eintritt kosten würde, als Freilichtmuseum einstiger DDR-Tristesse durchgehen könnte. Besondere Attraktionen sind: der Fluss, die polnische Grenze, die einfahrenden Züge und der abendliche Sonnenuntergang. Es folgen einige Impressionen:


Der berühmte Oderturm. Bis 1989 hieß er noch Stalinturm der sozialistischen Jugend...vielleicht.
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Über diese Brücke kann man jeden Tag nach Slubice rüber und sich für 4 Euro die Haare schneiden lassen. Das sollte aber bis 21.00 Uhr erledigt sein, sonst kommt man erst wieder um 06.15 Uhr zurück. Was solls, auch die Hotels sind auf der anderen Flussseite wesentlich günstiger.
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Ich, auf dem Weg ins polnische Exil. (Für zwei Stunden). Die Oder ist ein interessanter Fluss. Im Gegensatz zum Rhein fließt er noch frei und wild vor sich hin. Der Tulla ist noch nicht geboren, der es mit dieser Schönheit aufnehmen könnte.
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Ein polnischer Supermarkt. So ganz anders als bei uns in Deutschland.
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Die Polen haben traditionell eine Abneigung gegen das Blasen von Trompeten.
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Wieder zurück in Frankfurt fiel die Schule ohne Rassismus auf. Welche Behörde dieses Qualitätssiegel ausstellt, ist nicht bekannt. Umkehrschluss: Alle anderen deutschen Schulen sind MIT Rassismus?
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Weil ich McDonalds in meiner Linkliste stehen habe, war dieses Foto überfällig!
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Die Ausgeh- und Flaniermeile Frankfurts.

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Montag, März 12, 2007

Aus: Schöner Denken



Stichwort Links:

Gütesiegel für Gesinnungen. Stand früher einmal für fortschrittlich, aufklärerisch, human, demokratisch, internationalistisch, sozial und egalitär. Steht heute für antiwestlich, beharrend, kulturrelativistisch, antiwissenschaftlich, protektionistisch, etatistisch, bürokratisch und elitär. Schade.

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Sonntag, März 11, 2007

Berlin vom Hügel aus gesehen



Hin und wieder muss man aus Berlin raus, um von draußen Fotos von Berlin zu machen. Wer sich etwas auskennt, findet den Fernsehturm auf dem Alexanderplatz.

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Samstag, März 10, 2007

Premiere


Gekommen von Herrn F. D. Rosenfeld

4 Jobs, die du in deinem Leben gerne getan hättest
- Hubschrauberpilot am 22.März 2004 in Gaza
- hauptberuflicher Stöckchenbeantworter
- Hubschrauberpilot am 17.April 2004 in Gaza
- Redner auf meiner Beerdigung

4 Filme, die du immer wieder anschauen kannst
- Frankenstein Junior
- Garden State
- Das Leben des Brian
- Manche mögen`s heiß

4 Städte in denen du gerne gelebt hättest
- Wien
- New York
- Atlantis
- Berlin (hat ja geklappt!)

4 Plätze, in denen du im Urlaub warst
- Wien
- Florenz
- deutsche Provinz
- Legoland Dänemark

4 deiner Lieblingsserien
- Seinfeld
- Simpsons
- King of Queens
- Dog – The Bounty Hunter ;-) “Das kann hart werden Jungs, entsichert das Pfefferspray!”

4 Plätze wo du gerade gern wärst
- im Berlin nach der Klimakatastrophe (10. März und 26 Grad Celsius, geil!)
- Prag
- Los Angeles
- Guantanamo (amerikanisch), wenn ich bisher in Guantanamo (kubanisch) wäre

4 Bücher, die du gerne gelesen hast
- Die schönsten Sagen des klassischen Altertums
- Hiob
- Buch der Lieder
- Wie die Sex & Drugs & Rock`n´Roll Generation Hollywood rettete

4 CDs, die du immer wieder hören kannst
- Beatles
- Simon and Garfunkel
- Bob Dylan
- Helge Schneider
(sind zwar Interpreten und keine CD`s, aber was soll’s)

4 Blogger, denen du das Stöckchen weitergibst
- Rotkehlchennest
- GayWest
- Herr OlliB.
- PlanetHop (sobald aus dem Urlaub zurück)

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Freitag, März 09, 2007

Oft gestellte Fragen, Teil 1



Frage: Wie nennt man Leute, die eine Kippa auf dem Kopf haben?


Antwort: Journalisten!

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Donnerstag, März 08, 2007

Die anonymen Nazis und Antisemiten stellen sich vor


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In den letzten Tagen haben hier ein paar Geistesgestörte ihre Meinung zum RAF-Terroristen Christian Klar zum Ausdruck gebracht. Teilweise mit ganz offener Sympathie. Die Argumente waren zwar nicht besonders überzeugend, aber für RAF-Groupies gilt dasselbe, wie für überzeugte Nazis: Als Sympathisant einer menschenverachtenden Ideologien braucht man keine Argumente, man hat ja die Ideologie. Wobei RAF-Fans und Nazis ja sowieso viele Gemeinsamkeiten haben. War doch die RAF für all die Deutschen, die zu spät geboren wurden, um in Auschwitz als Wärter zu arbeiten oder an Vernichtungskriegen teilzunehmen, eine totalitäre Oase inmitten des liberalen Schweinesystems. Fröhlich wurde da Menschen das Lebensrecht abgesprochen, die Amerikaner zum Feindbild erklärt, und auch die Tradition des Selektierens von Juden weitergeführt.
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Nun ja, ich ließ die Kommentare also stehen und dies rief zunehmend den Zorn derer hervor, die zwar den Mord an Schleyer für eine progressive Tat halten, aber in Israels Bemühungen, palästinensische Terroristen daran zu hindern, sich inmitten von Juden in die Luft zu sprengen ein Menschheitsverbrechen sehen. (Wobei das wenigstens konsequent ist, da auch in Bezug auf das Lebensrecht von Juden zwischen RAF-Groupies und Nazis ein Konsens besteht.) Es wurde protestiert, dass es doch unverschämt sei, hier einen Kommentarbereich anzubieten und trotzdem keine anderen Meinungen zu akzeptieren. Was dadurch etwas bizarr wirkt, weil, nun ja, diese Vorwürfe sowie die angeblich unterdrückten abweichenden Meinungen in eben diesem Blog veröffentlich wurden.

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Weil ich auch weiterhin nicht auf ihre Kommentare einging, die in rasantem Tempo dem Irrsinn zueilten (Zionismus ist Antisemitismus), brannte da offenbar heute Abend irgendetwas in ihren Köpfen durch, was wohl metaphorisch an ehesten als der seidene Faden zu beschreiben ist, der sie noch im hier und jetzt hielt. Der Frust über die Nichtbeachtung brachte es mit sich, dass die Deppen plötzlich dazu übergingen, antisemitische Einträge zu verfassen. Ja, so ist es eben mit Nazis, egal ob sie sich als links oder rechts definieren, sie bleiben nun mal in erster Linie erbärmliche Antisemiten. Das ist nichts Neues.
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Nur eine Frage bleibt weiter unbeantwortet. Warum sind eigentlich ausnahmslos alle diese Nazis, RAF-Groupies und Islamisten-Sympathisanten solche erbärmlichen Feiglinge? Keiner schrieb unter seinem Namen. Es ist eine Aneinanderreihung von anonymen-Kommentaren. Gibt es da eine Erklärung für? Also die Angst vor dem Feind sollte doch eigentlich keine Primärtugend von Nazis und linken Terroristenfreunden sein!

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Gilt für die EU: Nur ein wilder Moslem ist ein guter Moslem?

jungelworld: Sie halten also trotz allem an der Idee von Demokratisierung und Regime Change fest?

Michael Rubin: Demokratisierung ist Regime Change unter einem anderen Namen. Gäbe es Demokratie in Ägypten, wäre Mubarak dort nicht mehr Präsident. Demokratie ist auch in der muslimischen Welt möglich. Es gibt Beispiele. Nehmen wir Mali: Es gehört zu den fünf ärmsten Ländern der Welt, 95 Prozent der Bevölkerung sind Muslime, und doch wird es von Freedom House als eines der freiesten Länder in Afrika bezeichnet.


Wenn Mali es schafft, warum nicht auch Saudi-Arabien? Doch wir stehen mit diesen Ideen im Westen relativ alleine da. Es erstaunt mich immer wieder, wie feindlich die Europäer gegenüber den zwei funktionierenden Demokratien im Nahen Osten, Israel und der Türkei, eingestellt sind, während sie versuchen, Länder wie Syrien zu stärken. Momentan sagen die Europäer: Die Menschen im Nahen Osten wollen eben keine Demokratie. Uns wird Neoimperialismus vorgeworfen, aber diejenigen, die in kolonialistischen Mustern denken, sitzen in europäischen Außenministerien.


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Ein interessantes Interview mit Michael Rubin über den Irak und die Chancen für den Nahenosten. Hier entlang bitte.

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Mittwoch, März 07, 2007

Offener Brief an ein paar sehr dumme Katholiken

Exzellenzen, ein Elternmörder steht vor Gericht - und bittet um Milde, weil er Waise ist. Palästinenser bomben und morden seit fast einhundert Jahren, entführen Flugzeuge, trainieren die RAF, erpressen ganze Länder mit Terror, erziehen ihre Kinder zu Selbstmördern, zetteln Bürgerkriege an, versuchen Umstürze im Libanon und Jordanien – und beklagen ebenso larmoyant wie lautstark ihre Lebensbedingungen.

Seit den Nazis hat die Welt keine vergleichbare Propagandamaschinerie wie die der Palästinenser erlebt. Die Nazis haben eine halbe Welt zerstört – und haben es propagandistisch zumindest im inneren geschafft, ihr Morden alsNotwehr darzustellen. Die Palästinenser zünden Bomben in israelischen Bussen und überfallen israelische Schulen – und verbreiten mit historischer Dreistigkeit ihr Bild als Opfer.

Palästinensische Arbeiter erstechen wieder und wieder heimtückisch ihre israelischen Arbeitgeber – und klagen lautstark und überrascht über den Verlust ihrer Arbeitsplätze in Israel. Palästinensische Terroristen dringen wieder und wieder nach Israel ein um mörderische Attentate durchzuführen – und rufen die Welt zu Hilfe gegen den israelischen Schutzzaun.

Palästinensische Frauen täuschen Schwangerschaften vor, um Bomben zu transportieren – und beklagen Kontrollen am Checkpoint medienwirksam als Schikane. Die PLO hat ein Vermögen von 4 Milliarden Dollar angehäuft, ihr Führer Arafat bereicherte sich mit 900 Millionen Dollar, statt Lebensmittel kaufen die Palästinenser für Unsummen Waffen, Munition und Sprengstoff - und weinen vor laufenden Kameras über ihren niedrigen Lebensstandard.

Wie viel Weihrauch braucht man, um diese Zusammenhänge zu vernebeln? Wie hartnäckig muss man wegsehen, um die täglichen Raketenüberfälle aus Gaza nicht zu bemerken? Einseitigkeit ist kein Dämon, von dem man besessen wird, sondern ein Zweck. Die Westbank mit dem Warschauer Ghetto zu vergleichen ist von kosmischer Perfidie. Und dies war keine Pilger-Reise sondern ein PR-Trip.

Auch als Bischöfe haben Sie in einer Demokratie das Recht auf politische Unglaubwürdigkeit. Dieses Recht haben sie exzessiv genutzt. Auf ihre schamvolle Entschuldigung in 500 Jahren verzichte ich im voraus.

Hochachtungsvoll
Dipl.sc.pol. Leo SucharewiczIL
I - I Like Israel e.V.Vorstand

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Die Irren sind gerecht verteilt!

Was den Juden ihr Moishe A. Friedmann ist, ist den Schwulen ihre Palästina-Solidarität. Mehr dazu auf GayWest.

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Montag, März 05, 2007

Selbstversuche: taz vs. Fuchsbau


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Im Moment reden also alle über irgendeinen taz-Journalisten, der in Begleitung zweier Helfer eine Kippa für ne Stunde durch Berlin trug und jeder Konfrontation aus dem weg ging. Wenn wir jetzt schon dabei sind, uns für mutige oder einfach nur gefährliche Aktionen zu rühmen, will ich da nicht nachstehen. Ich glaube nämlich, dass mein Selbstversuch etwas extremer war. Vor drei Jahren veranstalteten Nazis in einem Kaff irgendwo in der Pampa von Hessen ein Konzert und ich nahm mir vor, da mal einzusickern. Und weil es nicht schon schwer genug ist, überhaupt als Außenstehender Zutritt zu einem Nazikonzert zu erhalten, legte ich die Hürde noch höher und gab mich als Journalist aus, der über diese Veranstaltung berichten will.


Die erste Kontaktaufnahme war die schwerste. Reihenweise drehten sich die Anwesenden auf dem Parkplatz weg, wenn ich sie in ein Gespräch verwickeln wollte. Irgendwann aber stieß ich auf eine Truppe von drei Männern und zwei Frauen, die sich offen zeigten. Sie hätten halt so schlechte Erfahrungen mit Journalisten gemacht, darum seien sie so vorsichtig. Außerdem würden eh alle nur schlecht über sie schreiben und irgendwie mit dem System unter einer Decke stecken. Dann zogen wir zusammen Richtung Konzerthalle, wo ein großer Pulk darauf wartete eingelassen zu werden. Einer aus meiner Gruppe versprach mir, den Organisator zu holen, weil ich sonst nicht reinkämme. Und plötzlich stand da einer der Typen vor mir, die mir zuvor ein Gespräch verweigert hatten und forderte mich auf, zu verschwinden. Ich entgegnete ebenso aggressiv, dass ich ein Freund vom Organisator sei und er besser aufpassen solle, was er hier sagt. Das imponierte ihm wohl, danach ließ er mich in Ruhe. Das einzig gute an Nazis ist eben ihre Hierarchienfixiertheit.


Nun kamen doch noch Gesprächen zustande. Zwei Leute erzählten mir, warum die Bundesrepublik nicht anerkannt werden darf und welchen negativen Einfluss die Juden auf die Welt im Allgemeinen und die Lösung des Nahostkonflikts im Besonderen hätten. Überhaupt gelte den Palästinensern jede Solidarität. Zustimmend nickend warf ich die Frage in die Runde, ob man nicht aber doch Respekt haben muss, vor den Leistungen der Israelis, zumindest im militärischen Bereich. Ist doch schon beeindruckend, zum Beispiel der Sechstagekrieg. Den Plan für den Sechstagekrieg hätten die Juden – sie sprachen konsequent von Juden und ich von Israelis - aber von den Deutschen geklaut und für eine Einsatz im Nahenosten angepasst. Der Holocaust war brutal, keine Frage, aber alle Völker haben in ihrer Geschichte Verbrechen begangen und die Zahlen sind ja völlig übertrieben. Warum?, weil die Juden uns das Geld aus der Tasche ziehen wollen.


Nachdem das geklärt war, kam meine Begleitung zurück und brachte mich zum Eingang, wo der Veranstalter wartete. Wir wechselten nur ein paar Worte, es sollen keine Fotos gemacht werden und fertig. Dann stand ich in der Halle. Eine Band spielte und die Atmosphäre war aggressiv. Auf den Tischen im Eck lag die Art Literatur, die man braucht, um vor der Halle über den Würgegriff des Weltjudentums diskutieren zu können. In der Tat ist es erstaunlich wie treu die Nazis ihrem alten Feindbild geblieben sind. Die Bedrohung kommt weiterhin oder mehr denn je aus der jüdischen Ecke. Auch die Wahrheit über den 11.September konnte hier für fünf Euro erstanden werden, und in der Zeit, in der ich mich beim Verkaufsstand aufhielt, wurde dieses Werk fünfmal verkauft. Also wo der Reiz liegt, ein Enthüllungsbuch zu kaufen, dessen Auflösung von vorneherein feststeht, erschließt sich mir nicht! Denn ohne einem der Käufer die Leselust nehmen zu wollen, hätte ich trotzdem einen heißen Tipp dafür, wer tatsächlich hinter dem 11.September steckt: Moishe Rubinstein, bitte übernehmen sie.

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Eine halbe Stunden später ging ich dann nachhause. Damit endete mein erfolgreicher Selbstversuch, die Naziszene zu unterwandern. Tja, taz, so mutige Journalisten hast du nicht!

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Könnte auch von einer rechtsradikalen Band sein*

Wir haben zwar fast noch jeden Krieg verlor'n
Doch zum Ordnung machen sind wir auserkor'n
Und wer nicht Cola trinkt und keine Burger frisst
ist in jedem Fall ein bloody fuckin' Terrorist

Als erste waren gleich die Indios dran
wir schickten sie zum Manitu dort kau'n sie Pemmikan
Egal ob Ku-Klux-Klan mit Texas-Hut
Wo wir auch immer sind dort wird alles gut

USA - A USA
God Bless America
USA - A USA
Bevor uns einer ruft - sind wir schon da
USA - A USA
God Bless America
USA - A USA
Bevor uns einer ruft - sind wir schon da

Wenn Scho - Banjo

In Vietnam ging's uns nicht ganz zsam
Auch aus Kuba und Korea fuhr'n wir traurig ham
Doch beim Wüstensturm und in Hiroshima
Da war eine Bombenstimmung made in USA

Es geht uns nicht um Macht und Öl und Geld
Wir wollen nur eins, das ist die ganze Welt
Dann bauen wir überall ein Disney Land
Und singen „Mickey Mouse for President“

USA - A USA
God Bless America
USA - A USA
Bevor uns einer ruft - sind wir schon da
USA - A USA
God Bless America
USA - A USA
Bevor uns einer ruft - sind wir schon da

In der guten alten Zeit der neuen Welt
da stand Onkel Tom am Baumwollfeld
Heute rappt er uns die Country-Charts kaputt
Und demnächst gehört ihm auch noch Hollywood

Darum nehmen wir ihn mit in den Irak
Und dort spielen wir gemeinsam Knüppel aus dem Sack
Wir helfen der Demokratie zum Recht
Und am besten geht das mit dem Folterknecht

USA - A USA
God Bless America
USA - A USA
Bevor uns einer ruft - sind wir schon da
USA - A USA
God Bless America
USA - A USA
Bevor uns einer ruft - sind wir schon da

(* Ist übrigens von Erste Allgemeine Verunsicherung)

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skyscrapers bloom in Malaysia


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Michael Holmes hat einen interessanten Artikel über seine Reise durch Malaysia geschrieben. Hier entlang bitte. Sehr schön war die Erklärung des Taxifahrers, welchen Stellenwert die Petronas Towers für die Bevölkerung haben: “Yes, for us the Twin Towers are like… uhm… uhm… maybe like what Jürgen Klinsmann is to Germany.”

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Freitag, März 02, 2007

Klar raus - Peymann rein!?!



Vorschlag: Christian Klar darf sofort aus dem Knast, wenn dafür Claus Peymann seinen Platz einnimmt.


Begründung: Christian Klar schaffte es nicht, in den letzten Jahrzehnten seine mörderischen Pläne zur Umwandlung der liberalen Demokratie in einen Unterdrückungsstaat aufzugeben. Vielleicht hing das damit zusammen, dass er von der Realität etwas abgeschnitten war, und nicht miterleben konnte, wie der Kapitalismus dafür sorgte, dass vor allen in der Dritte Welt der Lebensstandard erheblich gesteigert wurde. Claus Peymann kann aber seit Jahrzehnten die Folgen des real existierenden Kapitalismus ungefiltert miterleben und meint trotzdem berichten zu müssen: „Das, was Klar sagt, ist doch eigentlich die Meinung von fünf Milliarden Menschen auf der Welt. Er spricht das aus, was der weitaus größte Teil der Weltbevölkerung außerhalb von Westeuropa und Amerika denkt.“



PS: Nein, Peymann, du Terroristen-Versteher, das, was Klar sagt, ist in erster Linie die Meinung von Menschenhassern und Freiheitsfeinden, die lieber heute als morgen die offene Gesellschaft in eine totalitäre verwandeln wollen.

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Donnerstag, März 01, 2007

Borat


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Nachschlagwerk rund um Borat (via S&W)

An besten ist immer noch der "Chair Joke"!!! Ganz rechts, zweiter Kasten!

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