Freitag, April 06, 2007

Muslimischer Antisemitismus


.

In England gibt es mittlerweile also Schulen, in denen nicht mehr über den Holocaust informiert wird. Warum? Weil es den Schülern nicht zumutbar ist, etwas über die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden zu erfahren. Das Thema wird von den Schülern abgelehnt und mit antisemitischen Beschimpfungen niedergemacht. Es handelt sich dabei aber keineswegs um Schulen, in die bekennende Nazis gehen sondern um Schulen, die mehrheitlich von Moslems besucht werden. Aus welchem Milieu muss ein junger Mensch kommen, wenn er nicht nur keine Empathie mit unschuldigen Opfern hat sondern diese auch noch verhöhnt? Dieses Ereignis sollte nun endgültig zu einem Umdenken führen. Wir können es in Europa nicht dulden, dass bedeutende Teile der Bevölkerung antisemitischen Weltbildern verhaftet sind. Dieser Kontinent, der über Jahrhunderte Leid und Tod über die Juden brachte, der sich nach schrecklichen Kriegen und Krisen endlich auf ein Menschenbild einigte, das jedem ein Recht auf Unversehrtheit, auf Religions- und Meinungsfreiheit zubilligt, darf es nicht zulassen, dass nun der Antisemitismus über die muslimischen Einwanderungsströme wieder einen Platz in Europa findet. Es ist an der Zeit, falsche Rücksichtnahme aufzugeben und klare Worte zu finden. Wer hier leben will, muss seine Religion nicht aufgeben, muss nicht die Meinung der Mehrheit annehmen und auch nicht Mitglied in einer bestimmten Partei werden. Wer hier leben will, kann dies tun wie es ihm gefällt. Solange dabei eine Kleinigkeit respektiert wird: die Menscherechte! Eigentlich ein fairer Deal, zumal für Minderheiten. Leider ist es aber so, dass die Moslems drauf und dran sind die Nazis in Sachen Antisemitismus zu überholen. Letzteren ist es bisher zumindest nicht gelungen, dass sich das Schulsystem ihrem judenfeindlichen Weltbild anpasst. Weil gerade feierlich die Berliner Erklärung veröffentlicht wurde, lohnt ein Blick in diese. Dort heißt es:

Wir verwirklichen in der Europäischen Union unsere gemeinsamen Ideale: Für uns steht der Mensch im Mittelpunkt. Seine Würde ist unantastbar. Seine Rechte sind unveräußerlich. Frauen und Männer sind gleichberechtigt. Wir streben nach Frieden und Freiheit, nach Demokratie und Rechtstaatlichkeit, nach gegenseitigem Respekt und Verantwortung, nach Wohlstand und Sicherheit, nach Toleranz und Teilhabe, Gerechtigkeit und Solidarität.

Nun müssen diesen Worten Taten folgen. An besten geht das, wenn man weniger oft solche Erklärungen veröffentlicht und dafür einfach mal die eigenen Ideale ernst nimmt. Die Situation ist in der Tat alarmierend. Die Moslems in Europa sind zu einer gefährlich großen Zahl antisemitisch. Welche Medien sie konsumieren oder welche – religiösen – Autoritäten sie dabei beeinflussen, muss genauer analysiert werden. Kann es aber sein, dass gerade unter jungen Moslems, die oft kaum Ahnung von der Religion haben der sie angehören, der Antisemitismus als so etwas wie ein integraler Bestsandteil ihres Glaubens verstanden wird? Vorstellbar allemal, denn wie stellt sich die islamische und ganz besonders arabischen Welt dar? Regelmäßig laufen Verfilmungen der Protokolle der Weisen von Zion, Hitler gehört zu den beliebtesten Autoren, in Fernsehinterviews dürfen Kinder stolz berichten wie viele Juden Mutter getötet hat und auch die Freitagspredigten machen nicht den Eindruck, als ob sie zu Toleranz gegenüber Juden aufrufen, die man viel lieber Affen oder Schweine nennt. Wie sollte ein Konsument arabischer Medien auf die verrückte Idee kommen, dass Antisemitismus NICHT Bestandteil des Islam ist?

.

Nun ist es ja kein Geheimnis, dass die arabische Welt eine verkommene, primitive und widerliche ist, in der man die Wahl hat zwischen korrupten Diktatoren oder Islamisten. Wenn man aber die Menschen dort schon im Stich lässt und nicht für ihre Befreiung aus dieser schrecklichen Situation aktiv wird, sollte man zumindest nicht akzeptieren, dass sich im Gegenzug diese Kultur in Europa breit macht. Das macht sie aber. Der Antisemitismus aus der islamischen Welt schwappt über die muslimischen Gemeinden nach Europa. An diesem Punkt muss die EU endlich entschieden und konsequent eingreifen. Oder noch besser die islamischen Gemeinden selber. Wäre es beispielsweise zu viel verlangt, wenn türkische und arabische Vereine eine Demonstration gegen Antisemitismus organisieren würden? Niemand ist dazu gezwungen, aber es wurde auch niemand gezwungen nach den Angriffen auf Asylantenheime in den 90er Jahren an Protesveranstaltungen teilzunehmen. Es war den Deutschen wichtig, sich von den Ausländerfeinden zu distanzieren, die diese Verbrechen begangen hatten. Wie wichtig ist es den Moslems (in Deutschland), sich von muslimischen Antisemiten zu distanzieren?

Labels: , , ,

3 Comments:

At 06 April, 2007 23:16, Anonymous Hamster said...

Der Islam selbst ist zu hinterfragen. Ist dieser antisemitisch? Ist dieser gegen die Marktwirtschaft gerichtet? Ist dieser gegen die Aufklaerung, moderne Wissenschaftlichkeit wie bspw. die Evolutionslehre gerichtet? Ist der Islam nicht "zufaellig" gegen alles gerichtet, was eine moderne westliche Geslellschaft ausmacht?

 
At 09 April, 2007 11:22, Blogger Don Altobello said...

"...darf es nicht zulassen, dass nun der Antisemitismus über die muslimischen Einwanderungsströme wieder einen Platz in Europa findet..." Wie Sie selber oft genug berichtet haben, hat die europäische Linke den Platzhalter für den Antisemitismus gespielt. Insofern wundert es mich nicht, dass manche Politiker "Schnittmengen" zwischen Islam und Sozialismus verorten.

"Wenn man aber die Menschen dort schon im Stich lässt und nicht für ihre Befreiung aus dieser schrecklichen Situation aktiv wird, sollte man zumindest nicht akzeptieren, dass sich im Gegenzug diese Kultur in Europa breit macht." So sympathisch ich die Verlockung finde, Demokratie, Säkularismus und Rechtsstaatlichkeit in den Nahen und Mittleren Osten zu exportieren, so braucht man doch viel mehr Leute dort, die dieses Konzept auch tragen. Ich bin nicht der Meinung, dass Araber grundsätzlich nicht zur Demokratie taugen, aber es fehlt doch eine bestimmte geistige Entwicklung dazu, die bei uns vor über 200 Jahren begonnen hat und immer noch nicht in den Köpfen der Menschen ausgereift ist, bei manchen sogar nie angekommen ist.

"Wie wichtig ist es den Moslems (in Deutschland), sich von muslimischen Antisemiten zu distanzieren?" Das möchte ich auch mal wissen. Ich kenne eine persische Familie, die teilweise schon vor über 25 Jahren ausgewandert ist, weil sie sich ein Leben unter dem Mullah-Regime nicht vorstellen konnten. Leute aus der bürgerlichen Schicht Teherans, die massenweise das Land verlassen hat. Das sind alles studierte und erfolgreiche Ingenieure, Architekten, Physiker etc., perfekt integriert (sprechen nahezu perfekt deutsch, trinken Wein, Frauen sind gleichberechtigt etc.). Sobald es aber um Juden geht, ist alle Vernunft wie weggeblasen. Da sind die Anschläge von 9/11 vom Mossad durchgeführt worden, Ahmadinedschad hat ja die Straßen und Autobahnen von Teheran ausgebaut und die Juden haben eh´ zuviel Macht. Woher kommt das? Die schauen Satellitenfernsehen. Ich kann mich nicht erinnern, o. g. Sprüche irgendwann früher gehört zu haben. Unabhängig davon hat ein früherer Nachbar im Studentenwohnheim (auch Iraner, war sogar im Irak-Krieg dabei) ins gleiche Horn gestoßen. Der Mann liebt westliche Filme, Musik, Philosophie usw. Aber auch er erliegt der Mär von der Weltverschwörung, dem WTC-Anschlag durch den Mossad etc. Der Antisemitismus scheint dort tief zu sitzen und vor keiner gesellschaftlichen Schicht Halt zu machen. Es wird schwer, dort genug Verbündete im Kampf gegen Judenhass zu finden. Die sind schon unter Deutschen schwer zu finden.

 
At 09 April, 2007 16:09, Anonymous Hamster said...

"Sobald es aber um Juden geht, ist alle Vernunft wie weggeblasen. Da sind die Anschläge von 9/11 vom Mossad durchgeführt worden, Ahmadinedschad hat ja die Straßen und Autobahnen von Teheran ausgebaut und die Juden haben eh´ zuviel Macht."

Faszinierend, genau dieselben Erfahrungen habe ich auch gemacht.
Nach jahrelangen freundschaftlichen Kontakten und halbwegs brauchbaren politischen Aussagen, kommen auf einmal Aussagen wie bspw. Scharon und Bush sind Kriegsverbrecher, die Einsaetze im Irak und Afghanistan sind Kriegsverbrechen.
Die Freude, die ein gebildeter Bekannter von mir zum Ausdruck brachte, als Saddam mit SCUD-Raketen 1990 Israel beschoss habe ich auch nicht vergessen.
Und 9-11? - "Das hat mir sehr geschadet." oder auch "Das hat uns sehr geschadet." bekommt man da zu hoeren.

Ursache? Vermutlich der Islam.

 

Kommentar veröffentlichen

<< Home