Samstag, Juni 30, 2007

Warum ist Äquidistanz bescheuert?


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Weil nach ihr der nächste Börne-Preisträger Alfred Grosser heißen müsste.

Freitag, Juni 29, 2007

Ein antisemitischer Straßenfeger


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Die Berliner Obdachlosenzeitschrift “Der Strassenfeger“ befasste sich aktuell mit dem Sechstagekrieg von 1967. Erfrischend ungezwungen wusste der Autor von jüdischen Kriegstreibern, jüdischen Landräubern, jüdischen Terrorbanden und jüdischen Schädlingen zu berichten. (Mehr dazu hier.) Ich schrieb heute eine E-Mail an die Redaktion, auf die auch direkt eine Antwort folgte. Verfasst wurde diese vom Autoren des Artikels selbst. Ebenso unbeschwert, wie er in der Zeitschrift antisemitische Klischees aufgreift, und für Fakten hält, ist er auch im privaten Umgang. Zwar geht er nicht direkt auf meine Mail ein, dafür nutz er aber die Chance, all die judenfeindlichen Vorurteile in seiner Antwort unterzubringen, die wohl aus Platzmangel von der Endredaktion aus seinem Schmutzigen Krieg der Zionisten rausgekürzt wurde. Hier die beiden E-Mails:

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Gideon Böss
an redaktion@strassenfeger-berlin.de
cc info@strassenfeger-berlin.de
datum 28.06.2007 09:47
betreff Frage an die Redaktion und an scharmann


Guten Tag liebe Macher vom Straßenfeger, ich hätte eine Nachfrage bezüglich ihres Artikels „Der schmutzige Krieg der Zionisten.” Zuerst einmal würde es mich interessieren, weshalb von “Zionisten” die Rede ist, wo doch “Israelis” das richtige Wort wäre. Außerdem verstehe ich nicht ganz, weshalb jemand diesen Artikel schreiben darf, der so offensichtlich keine Faktensicherheit hat, und dieses Fehlen durch ein Übermaß an plumpen antiisraelischen Vorurteilen auszugleichen versucht? Hier nur ein paar Beispiele.

“Was Theodor Herzl im Jahre 1896 beschrieben hatte, nämlich eine religiös motivierte Bewegung in Richtung Jerusalem, brachte den Menschen, die seit zwei Jahrtausenden dort lebten, zuerst nur eine sehr unbedeutende, eher touristische Schar ein.”
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Es handelte sich um eine Nationalbewegung, die tiefe Wurzeln in der Arbeiterbewegung hat. Die führenden Zionisten waren säkulare, oft assimilierte Juden, die irgendwann die Illusion verloren, dass Juden in den europäischen Staaten als akzeptierte Mitbürger werden leben können. Bitte klären sie mich über die religiöse Motivierung auf, die ihr Autor in den Werken “Der Judenstaat” und “Altneuland” (ich gehe davon aus, dass er diese Bücher gelesen hat) entdeckt haben will.

.“Es ist eine Tatsache, dass am Tag der Gründung des Staates Israel nur drei Prozent des Landes den neuen Eigentümern gehörten. Wie heute sämtliche Historiker bestätigen. Ebenso ist unbestritten, dass sich gegen die Landnahme der jüdischen Siedler anfangs nur wenig Widerstand regte.”
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Bitte klären sie mich über das Zustandekommen ihrer drei Prozent-These auf. Der zweite Satz ist im Übrigen so ausgesprochen dumm, dass ich dazu nichts weiter sagen werde. Selbst in einer Schülerzeitung würde er die journalistischen Mindeststandards nicht erfüllen.
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“Daher lehnten viele Mitgliedsstaaten der Arabischen Liga diesen Beschluss ab – damit war ein permanenter Konfliktherd entstanden, da es nicht zur Bildung eines palästinensischen Staates gekommen ist.”
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Wer wollte 1948 einen Palästinenserstaat? Bitte reichen sie mir die Unterlagen weiter, in denen davon die Rede ist. Außerdem vergessen sie zu erwähnen, dass ein arabischer Staat gegründet wurde, der den Großteil des ehemaligen Mandatsgebiets Palästina einnimmt. Dieser Staat heißt Jordanien.
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“Es ist von entscheidender Bedeutung festzuhalten, dass die Regierung des Staates Israel immer und immer noch auf die kriegerische Lösung von Konflikten setzt. Doch immer noch ist auch die Mehrheit der Israelis der Auffassung, dass Konflikte nicht anders gelöst werden können.”
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Sie kennen sicher die Fernsehbilder von Friedensdemos in Tel Aviv oder Jerusalem? Wie oft haben sie solche Bilder aus Damaskus, oder Ramallah oder Gaza gesehen?
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Liebe Strassenfeger-Redaktion. Ich erwarte auf meine E-Mail eine angemessene Antwort, da ich es widerliche finde, in was für einem Stil sie hier über ein Land berichten, das seit Jahrzehnten Opfer von Terror ist, dessen Vernichtung das erklärte Ziel des iranischen Präsidenten ist, und das die einzige liberale Demokratie im Nahen-Osten ist. Ist ihnen bewusst, dass nur in Israel Religionsfreiheit gewährleistet ist, dass schwule Palästinenser nach Israel fliehen, weil sie in Gaza oder dem Westjordanland aufgrund ihrer sexuellen Orientierung Angst um ihr Leben haben müssen, dass nur in Israel eine freie Presse existiert, die Regierung kritisiert werden kann, und dass israelische Araber mehr Freiheiten und mehr Lebensqualität haben, als syrische, jordanische und palästinensische? Schämen sie sich eigentlich nicht für diesen Artikel? Wenn nicht wegen dem Hass auf Israel, der aus jeder Zeile herauszulesen ist, so doch wegen dem Ignorieren jeder Art von journalistischer Sorgfaltspflicht?
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Ich sage es ganz ehrlich, mir ist es eigentlich egal, was ihr euch denkt. Nach diesem Hetzartikel habe ich das letzte Mal eure Zeitschrift gekauft. Wenn ich durch mein Geld solches Gedankengut fördere, verzichte ich da gerne drauf. Nach Gesprächen mit Bekannten kann ich sagen, dass ich mit dieser Entscheidung nicht alleine stehe.
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Mit freundlichen Grüßen
Gideon Böss
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anscharmann@web.de
an gideonboess@googlemail.com
datum 28.06.2007 21:36
betreff Zu “Frage an die Redaktion und an scharmann”
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Guten Tag, Herr Böss,

Ihre Post ist mir zugegangen. Zuerst habe ich Ihnen mitzuteilen, dass ich nicht im Namen der Redaktion des strassenfeger antworte. Doch da Sie sich in Ihrem Betreff auch an mich wenden, erscheint es mir nur angemessen, Sie nicht zu enttäuschen.
Ihre moralisierenden Aussagen ( Übermaß an plumpen antiisraelischen Vorurteilen , ausgesprochen dumm , widerlich , schämen Sie sich eigentlich nicht , Hetzartikel ) werde ich selbstverständlich nicht besprechen. Dass Ihr Anlaß, uns zu schreiben, offensichtlich nicht darin begründet ist, uns Ihre eigene Position nahebringen zu wollen, zeigt der abschließende Teil Ihres Briefs, in dem Sie auch gern die Form der Anrede ändern: …mir ist es eigentlich ganz egal, was Ihr Euch denkt. - Übrigens erscheint es mir unsinnig, dass Sie den strassenfeger ablehnen wollen, weil Ihnen EIN Beitrag nicht zusagt. Soviel also zur freien Meinungsäußerung. Kalmieren Sie sich! Werden Sie wesentlich! Stellen Sie Ihre Position dar! Halten Sie es mit Hegel: Das Wahre ist das Ganze.
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Ebenso ist es ein ausgesprochen schwächliches Vorbringen, wenn Sie mit den zustimmenden Auffassungen Ihrer Bekannten argumentieren. Es zeugt von Ihrer sozialen Kompetenz, dass Sie Ihren Freundeskreis nach Ihrer Fasson auswählen. Allerdings sprechen wir in der Philosophie in diesem Falle von einer unerlaubten Verallgemeinerung. Halten Sie Ihre und die Ansichten Ihrer Freunde für die herrschende Meinung im Sinne der Rechtsphilosophie?
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Dazu teile ich Ihnen mit, dass die 30. UN-Vollversammlung bereits am 10.11.1975 den Zionismus als eine Form des Rassismus und der Rassendiskriminierung verurteilt hat. Schon am 23.3.1970 waren die israelischen Terrormaßnahmen gegen die arabische Bevölkerung in den seit Juni 1967 besetzten Gebieten durch die UN-Menschenrechtskommission verurteilt worden. In anderen Resolutionen wurde der Rückzug der israelischen Armee aus den besetzten Gebieten gefordert. - Im Übrigen lehne ich Formulierungen wie israelische Terrormaßnahmen - auch wenn sie von der Menschenrechtskommission benutzt werden - ab. Sie sind nicht nur sprachlogisch, sondern vor allem inhaltlich einfach falsch.
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In diesen Zusammenhang stelle ich Ihr Vorbringen, dass es sich in der Überschrift um Israelis anstelle von Zionisten hätte handeln müssen. In Begriffsbestimmungen (bei Ihnen: das richtige Wort - sic!) werden inhaltliche und formale Zusammenhänge gefaßt. Nicht die Bevölkerung Israels führte im Juni 1967 einen Krieg. Übrigens einen Angriffskrieg. - Schlagen Sie den Begriff des Zionismus in Ihrem Brockhaus nach! Damit erlischt auch Ihr Vorbringen bezüglich Theodor Herzls. - Obwohl ich nicht versäumen möchte, Sie darauf hinzuweisen, dass Ihr Begriff der Nation sich in einer Schieflage befindet. Sie wissen nicht, dass als Kriterien dieser Bestimmung neben der gemeinsamen Kultur auch die Gemeinsamkeit des Territoriums, des Wirtschaftslebens (Schaffung eines inneren Marktes) und der Sprache gelten. Schon im Brockhaus finden Sie den Hinweis, dass in der zionistischen Bewegung die hebräische Sprache sich erst im Jahre 1913 als allgemeingültig durchzusetzen begann. Übrigens per Beschluss. - Als Illustration: Zur Zeit der Französischen Revolution von 1789 existierte de facto keine französische Nation. Nur ca. acht Prozent der Bewohner des Königreichs konnten sich in der Amtssprache verständigen.
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Ihr Vorbringen zu den Eigentumsverhältnissen an Grundbesitz im eben erst gegründeten Staat Israel kommt über die abstrakte Negation leider nicht hinaus. Falsifizieren Sie! - Zu den Anfängen einer widerständischen Bewegung von arabischer Seite: von Ihnen leider gar nichts.
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Dafür zitieren Sie mich gerne falsch, denn verkürzt. Bei mir hieß es: Angesichts der über Jahrtausende am jüdischen Volk verübten Verbrechen, besonders aber nach den Schrecken der Vernichtungslager, war die Frage, dass somit die Rechte der arabischen Bewohner Palästinas unterdrückt wurden, ganz offensichtlich zur Nebensache geworden. Daher lehnten viele Mitgliedsstaaten der Arabischen Liga diesen (UN-)Beschluss ab… - So der dargestellte Zusammenhang. Hier wird außerdem gesagt, da es nicht zur Bildung eines palästinensischen Staates gekommen ist. Ich lese immer noch IST. Sie deuten an: WAR. Meine Aussage bezog sich auf die Missachtung der Selbstbestimmungsrechte der arabischen Bewohner, die wie Sie sehr genau wissen - bis auf den heutigen Tag fortbesteht. Ihre Einlassung bezüglich Jordaniens ändert nichts an der Tatsache, und das ist die Aussage dieses Beitrags, welche Besatzungsmachtrechte die israelische Regierung sich seit vierzig Jahren anmaßt.
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Anschließend kommen Sie nun mit Fernsehbildern von Friedensdemonstrationen in Tel Aviv und Jerusalem daher. Dann berichten Sie bitte auch, wie viele Millionen Bewohner Israels sich an diesen Demonstrationen beteiligen! Der wesentliche Zusammenhang erschließt sich bei den Wahlen zu einer repräsentativen bei Ihnen: liberalen Demokratie. Wie Ihnen bekannt ist, hat eine Initiative Frieden jetzt keine Wahlerfolge zu feiern. Dass in besetzten Gebieten eher selten Friedensdemonstrationen stattfinden, wird Ihnen aus der Geschichte bekannt sein. - Mit liberal meinen Sie sicherlich freiheitlich ? Als Beschreibung der Herrschaft, die über besetzte Gebiete ausgeübt wird? Oder wollen Sie z.B. die Wassergesetzgebung bezweifeln? Die Einbehaltung der Zoll- und Steuergelder durch die israelische Regierung? Die Vertreibungspolitik, die ich angedeutet habe? Ist Ihnen denn bewusst, welches Unrecht Sie durchgehen und gelten lassen wollen? Nicht allein die Shoa, sondern auch die Analyse der modernen Verhältnisse hat uns zu beschäftigen! Offensichtlich braucht es soviel strassenfeger eben doch.
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Ich möchte mich abschließend nicht damit aufhalten, dass ein Land natürlich nicht Terroropfer sein kann. Sie meinen die Bevölkerung Israels. Dann nehmen Sie die arabische Bevölkerung der besetzten Gebiete mal mit dazu wie oben angedeutet! Auch Ihr Vorbringen, dass ja der iranische Präsident… Relativieren Sie doch: Auf diesem Planeten wird unter jeder Menge an durchgeknallten Präsidenten gelitten. Was wäre mit Ihrem Argument geklärt? Auch muss bezweifelt werden, dass die israelische Regierung Aufenthaltsgenehmigungen für Schwule, Lesben, Transen usw. in einem Maße gewährt, von dem Sie sprechen. Wir hätten von zehn bis zwölf Prozent der palästinensischen Bevölkerung zu reden so die Schätzungen. Ihren Ansichten fehlt es an Substanz: ….dass israelische Araber mehr Freiheiten und mehr Lebensqualität haben… Damit sollten Sie mit vier Millionen Vertriebenen sprechen!
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Bedauerlicherweise kommen Sie ex cathedra daher. Daran werde ich mit meiner Antwort nichts ändern können. Allerdings bitte ich Sie falls Sie mir schreiben möchten darum, die Umgangsformen zu wahren. Gern bin ich dann auch bereit, Sie über die Entstehung einer Arbeiterbewegung übrigens immer lauter national abgegrenzte Entwicklungen aufzuklären. Denn von tiefen Wurzeln kann nicht die Rede sein. Nehmen Sie die zionistische Sammlungsbewegung Rußlands als Beispiel: Von welchem Proletariat möchten Sie sprechen? Schlagen Sie bei Lenin nach!
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Ganz zu schweigen davon, dass Sie sich hochnotpeinlich im Ton vergriffen haben.
scharmann

Montag, Juni 25, 2007

Wer die Hamas nicht bekämpft, muss belohnt werden.


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Alle Welt will Abbas nun finanziell unterstützen. Und warum: Weil er auf der ganzen Linie versagt hat. Kein Wunder, dass die Palästinenser nie etwas Konstruktives hinbekommen, wenn sie immer nur für das Gegenteil belohnt werden.

Wir lassen uns das Atmen nicht verbieten!



Gewidmet all meinen Freunden, die das Wochenende wegen Asthma im Krankenhaus verbrachten.

Samstag, Juni 23, 2007

Aufrechte Demokraten


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Für den SPD-Abgeordneten Klaus-Uwe Benneter ist die Verkörperung Graf von Stauffenbergs durch Tom Cruise ein „Schlag ins Gesicht aller aufrechten Demokraten.“ Und ich dachte bisher immer, einen wie Staufenberg als aufrechten Demokraten zu bezeichnen, wäre ein Schlag ins Gesicht aller aufrechten Demokraten.

Freitag, Juni 22, 2007

e pluribus unum



Übrigens: Dieses Blog ist verboten! Und ja, die die Macher haben mich mit dieser South-Park Version meiner selbst bestochen.

Montag, Juni 18, 2007

Ryan Adams


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Nur zu empfehlen!

Der Golan ist israelisch


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Von Nadav Shragai


Es ist beinahe schon politisch inkorrekt, ja ketzerisch, heutzutage zu behaupten, dass der Golan weder wirklich syrisch noch ein Pfand oder eine Trumpfkarte bei Verhandlungen ist. Doch es ist Zeit, dies jenen israelischen Politikern zu sagen, die versuchen, das Bewusstsein der Öffentlichkeit in diesem Punkt zu trüben.


Der Golan ist weitaus mehr „israelisch“ als „syrisch“. Er ist seit 40 Jahren israelisch. Somit ist er doppelt so lang in israelischer Hand wie er jemals in syrischer Hand war. Seit 26 Jahren steht er unter israelischer Souveränität. Der Golan hat weder eine ausländische Bevölkerung noch ein demographisches Problem. Er ist Teil des israelischen Lebens. Er ist das am meisten besuchte Gebiet des Landes, übersät mit Dutzenden von jüdischen Gemeinden, landwirtschaftlichen Nutzflächen, Industriegebieten, Touristenzentren, Naturreservaten und unberührten Landschaften.


Die israelischen Wurzeln, die dort wuchsen, sind kein Klischee mehr. Zumindest im Laufe der letzten beiden Generationen – wenn nicht länger - hat sich der Golan als untrennbarer Teil unseres Staates in unserem Bewusstsein verankert. Er ist nicht nur Teil der nationalen Heimstätte. Die meisten von uns betrachten seine Landschaften und selbst seine Produkte als Teile unseres israelischen Wesens, ob wir nun über das Mineralwasser „Eden“ sprechen, über die Golanweine, über Unterkünfte („Zimmerim“), die Übernachtung und Frühstück anbieten oder über Ausflüge von Schulen und Jugendbewegungen. Man braucht keine Umfrage um zu wissen, dass die israelische Öffentlichkeit mit dem Golan verbunden ist, ihn liebt und auf Grund gesunder Intuition fühlt, dass er ein Teil von ihr ist.


Wer auch immer darüber spricht, den Golan an Syrien „zurückzugeben“, führt in die Irre. Der Golan war in Folge des Kolonialabkommens, das die Region teilte, unter französisches Mandat gestellt. Syrien erlangte seine Unabhängigkeit erst im Jahr 1946. Während der kurzen Zeit, in der Syrien den Golan - 0,5% seines Staatsgebietes – innehatte, hat es dieses Gebiet in eine Abschussrampe verwandelt und versucht, von hier aus Israel zu erobern und zu vernichten. Die syrische Armee bombardierte die israelischen Gemeinden entlang der Grenze, attackierte Fischer am See Genezareth, versuchte, den Wasserlauf umzuleiten und machte das Leben dort zu einer Hölle wie sie heutzutage in Sderot existiert. Der Golan wurde von Israel in einem gerechtfertigten Verteidigungskrieg erobert. Wir haben für ihn mit Blut bezahlt. Die Syrer haben ihn ganz klar verloren.


Auch in früheren Zeiten wurde der Golan nicht als Teil von Syrien betrachtet. Er ist voller Fundstücke jüdischen Heldentums und jüdischer Souveränität, beginnend mit der Herrschaft Salomos über die Periode des zweiten Tempels, den heldenhaften Kampf der Stadt Gamla bis hin zur talmudischen Periode. Der Golan war kein fremdes Land, das erobert wurde. Unsere Verbindungen zum Golan sind älter als die heutigen Gründe der militärischen Sicherheit oder die Notwendigkeit, den Wasserzulauf für Israel zu bewachen, oder andere gute Argumente.


Wer nun die ultimative syrische Forderung nach einem vollständigen israelischen Rückzug aus dem Golan und der Evakuierung jeder einzelnen Gemeinde wie einen himmlischen Erlass behandelt, ist irregeführt und irreführend. Die „Preisschild“-Konvention muss zerschmettert werden. Die Herangehensweise muss sich von Grund auf anders gestalten. Der Golan ist nicht syrisch. Er ist israelisch. Syrien kann eine Menge vom Frieden bekommen, doch nicht notwendigerweise Territorium. Israel steht einer seltenen Gelegenheit gegenüber, dies der Welt ohne Aufregung zu erklären. Denn Syrien ist inzwischen überall auf der Welt als Unterstützer des Terrors bekannt, als Teil der „Achse des Bösen“.


Es ist möglich, dass letzten Endes in ein oder zwei Generationen auch ein Kompromiss für den Golan gefunden werden wird, doch dieser wäre weitaus besser, wenn der Ansatzpunkt ein anderer wäre, d.h. wenn sich beide Parteien von Anfang an einig darin wären, dass der Golan einer Seite gehört.


Die Ergebnisse des zweiten Libanonkrieges haben den Appetit Syriens vergrößert und es dazu geführt, mit einem Krieg gegen Israel zu drohen, wenn Israel den Golan nicht an Syrien übergeben würde. Neben der Abschreckung, von der der designierte Verteidigungsminister Ehud Barak spricht, ist dies genau der richtige Zeitpunkt, die Geschichte Israels auf den Golanhöhen zu erzählen.


(Ha’aretz, 17.06.07)

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PS: Und selbst wenn es nicht so wäre, wüsste ich nicht, warum man den Golan an eine Drittwelt-Diktatur "zurückgeben" sollte, die diese Gebiete in einem von Syrien begonnenen Krieg verloren hatte, dessen Ziel die Vernichtung Israels war. Und warum Assad überhaupt meint, Forderungen stellen zu können, ist auch so ein Rätsel...

Der Kompromiss: Zwei Kinofilme!


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Auf welt.de regt man sich darüber auf, dass die Futurama-Crew bessere Kinosstars abgegeben hätte als die Familie Simpson. Außerdem wird die Absetzung von Bender, Fry und Co. bedauert. Da kann ich mich nur anschließen, aber dennoch ist die Stoßrichtung des Artikels falsch. Idealerweise sollte es nämlich nicht einen Simpsons Film oder einen Futurama Film geben, sonder sowohl als auch. Ach ja, und weil, wie immer, auch dieses mal nur Matt Groening als Kopf hinter diesen Serien gefeiert wird, will ich nun auf den eigentlichen Macher von Futurama hinweisen. Er heißt David X. Cohen und hat auch schon (zusammen mit u.a. James L. Brooks) die anfangs erschreckend witzfreien Simpsons auf Vordermann gebracht.

Samstag, Juni 16, 2007

Provokation für den schwarzen Block


Ihr Autonomen, lasst euch das nicht gefallen, geht hin und protestiert dagegen! (Oder macht sowas nur in liberalen Demokratien Spaß? Wenn ja, warum wohl?)

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PS: Der Psychopath, der mir seit Monaten E-Mails schickt, hats wohl noch nicht ganz gerafft, in was für eine Situation er sich gebracht hat. Es kommen weiterhin "Kommentare" von ihm, einer davon war nun sogar für seine Verhältnisse besonders bizarr. Um dieses Blog damit nicht zuzumüllen, habe ich es auf dieses gestellt. Er hat dabei meinen Eintrag nach allen Regeln der geistigen Umnachtung auseinandergenommen.

Gewählte Terroristen schießen auf gewählte Terroristen


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Was gerade im Gazastreifen stattfindet, soll also ein Bruderkrieg sein. Andere nennen es Bürgerkrieg oder zumindest bürgerkriegsähnlich. Man kann sich die ganze Mühe aber auch sparen, und ganz einfach zu Kenntnis nehmen, was dort wirklich los ist: Terroristen schießen auf Terroristen, wobei die einen mehr Munition haben als die anderen. Nun, da Palästinenser sich gegenseitig ermorden, Büros stürmen und Häuser anzünden, sind auch wieder all jene an der Fernseh-, Zeitungs-, und Radiofront aktiv, die sich Nahostexperten nennen (in irgendetwas muss man ja Experte sein) und in einer Mischung aus Faszination, Voyeurismus und Größenwahn ihre Thesen verbreiten. Der ein oder andere hat es sogar schon geschafft, den Israelis die Schuld zu geben. Auf Udo Steinbach beispielsweise ist in solchen Fällen immer verlass. Er weiß, dass „Unmittelbar nach der Wahl […] die Hamas-Regierung im Prinzip gesprächsbereit“ war, und Israel durch den einseitigen Rückzug aus dem Gazastreifen die Lunte für die aktuellen Kämpfe legte.
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Und „Unverantwortlich“ war dieser Schritt der Israelis auch. Nun gehört die prinzipielle Gesprächsbereitschaft der Hamas sicherlich in dieselbe Kiste journalistischer 1001-Nacht Fantasien, in der schon die indirekte Anerkennung des zionistischen Gebildes durch die Hamas liegt, doch auch der zweite Vorwurf hat es in sich. Unverantwortlich ist also der israelische Abzug. Der Abzug, der bis dahin als notwendig angesehen wurde, um im Friedensprozess überhaupt vorwärts zu kommen!?! War es nicht viel eher so, dass die palästinensische Entscheidung, auf Terror statt Verhandlungen zu setzen, unverantwortlich war? Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Steinbachs dieser Welt diesen Schritt deswegen unverantwortlich finden, weil dadurch offensichtlich wird, dass offenbar doch nur eine Seite an der legendären Gewaltspirale dreht. Wäre den Palästinensern Frieden wichtiger als Judenmord, hätten sie zum einen aus dem Gazastreifen kein Terrorcamp gemach hat, und zum anderen bei den Wahlen nicht die Hamas gewählt, die nie einen Hehl daraus machte, was ihre Ziele sind.
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Um die aktuelle Gewalt richtig einschätzen zu können, ist es vielleicht sinnvoll, die ganze Situation aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Gehen wir mal davon aus, dass es kein palästinensisches Volk gibt, sondern nur verschiedene kriminelle Banden, die die ansässigen Araber zu einem solchen erklärten, um sie für ihre Interessen zu missbrauchen. Die Mutter all dieser Banden wurde in den 1960er Jahren aktiv, und behauptete, sich für die Rechte dieses Volkes einzusetzen. Es genügt ein Blick in die palästinensische Geschichte (oder die Biografie Arafats) um zu sehen, dass es diesen Führern nie um das Wohl der Palästinenser ging. Warum auch, es ist nicht die Aufgabe von Kriminellen, sich um Schwächere zu kümmern, und noch weniger, ein Gesundheitswesen aufzubauen, die Müllabfuhr zu regeln oder freie Presse zu garantieren. Tragisch ist es, dass die EU diese Banden von Beginn an tatkräftig unterstützte. Nun können wir sehen, wohin es führt, wenn man jahrzehntelang Kriminellen, Terroristen und Islamisten subventioniert.

Drei Emotionen


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In nie zuvor und danach erreichter Prägnanz zeigt das Bild die drei Handlungsalternativen, die Palästinensern in jeder x-beliebigen Situation zur Wahl stehen:

a) Durchdrehen.
b) In die Luft schießen.
c) Resignieren.

(Übernommen aus diesem SoE-Artikel)

Mittwoch, Juni 13, 2007

Abgelehnt - aber trotzdem veröffentlicht

Weil ich ein Problem mit dem schreiben für die Schublade habe, werde ich auf diesem Blog zukünftig die Texte veröffentlichen, die von unfähigen Lektoren, bescheuerten Redakteuren oder schwachsinnigen Juroren abgelehnt wurden. Den Start macht ein Text über Reinhard Höppner, der gerne mit den Taliban flirten möchte. Ich werde jedes Mal, wenn ein neuer gefallener Text den Weg aufs Blog findet, darauf verweisen.

Sieg der Freiheit


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Gestern vor zwanzig Jahren hielt Ronald Reagan eine Rede, die den Zusammenbruch der Drecks-Sowjetunion beschleunigte, und die Ostdeutschen in die Lage versetzte, schon bald darauf endlich aus freien Stücken Antiamerikanisch sein zu dürfen. Ich weiß, es ist unter Deutschen nicht Sitte, denen dankbar zu sein, denen man seine Freiheit verdankt, aber ich bin es trotzdem. (Hier die Rede, die Reagan hielt)

Sonntag, Juni 10, 2007

Adam & Eve - the Iranian version



(Danke für den Tipp)

Samstag, Juni 09, 2007

Klimaschützer der Woche


Freitag, Juni 08, 2007

Eine Frage

Geldof braucht Afrika, aber braucht Afrika Geldof?

Donnerstag, Juni 07, 2007

Demo für Gott?

Heute Abend stieß ich in der Nähe der Friedrichstraße auf eine Demo, die aber auch eine Prozession gewesen sein kann oder eine als Prozession getarnte Demo. Na ja, auf jeden Fall liefen da eine Menge eher ältere Menschen mit, schwiegen viel und sangen hin und wieder (Protest-)Kirchenlieder. Ich habe ein paar Fotos der Veranstaltung gemacht.



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Schöne Gewänder, gutes Wetter und eine Grünphase; also wem diese Gottesbeweise nicht reichen, der schmort später zu Recht in der Hölle.
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Sonnenschutz für die 1.Klasse Christen.
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Im Hintergrund: DER PAPST (vielleicht)
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Der schwarze Block blieb weitgehend friedlich (Stand 20:09 Uhr)

Ärger - den andere haben


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Seit Monaten bekomme ich in regelmäßigen Abständen von einem kritischen Leser Kommentare gesendet, in denen er seinen Fetisch auslebt: Antisemitismus. Mal ist der Holocaust eine Lüge, dann ist es plötzlich gut, dass er passiert ist, dann wieder sollen auch weiterhin alle Juden ermordet werden und schließlich sollen die trotzdem nicht immer so tun, als ob sie vergast wurden. Keine Ahnung, warum er mit das sendet, anstatt ein Buch zu schreiben, indem er diese Erkentnisse der Öffentlichkeit zugänglich macht (der iranische Mahmud-Verlag hätte bestimmt Interesse); aber andererseits darf man nicht vergessen, dass wir es hier mit einem Psychopathen zu tun haben. Da gelten andere Regeln. Darum hat es lange gedauert, ehe ich auf diese E-Mails reagierte. Vor allen, weil ich der Meinung bin, dass es immer noch besser ist, wenn solche Charakterkrüppel ihre Freizeit damit zubringen, anonyme Mails zu versenden anstatt sich an kleine Kinder ranzumachen. Doch vor einigen Wochen habe ich dann doch mal die Polizei eingeschalten. Die hat ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet und weil ich ja weiß, dass der (nicht mehr ganz so anonyme) anonyme Schreiberling mitliest, will ich ihm nun ganz subtil den Tipp geben, sich Gedanken darüber zu machen, wie er z.B. folgende E-Mails erklären möchte:
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Reichtum führt in die Gaskammer. Ich arisiere den Blog hier. HEIL HIMMLER! Du jude hälst bessser die Fresse Gideon. Bald hab ich deine Adresse, dann komm ich mit n paar Kumpels auf Kaffee und Kuchen gell Schatzi. Kannst dich freun!
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Hitler und so waren eh voll super meiner Meinung nach. Ich glaub auch nicht daß es Nazis waren. Die amis haben herumgebombt und sich hernach als Helfer aufgespielt. Ich hoffe die DVU bekommt noch mehr Stimmen. Gibbes zumindest weniger Judenlügen. Selbst wenn der jüdische Sondermüll vergast wurde war es recht. Die gehören eh ausgerottet, das passt schon so mit Abgasen. Naja meine Meinung halt. Ich muss halt lachen wenn juden rumseiern wie gut es früher war. Höhn! Auschwitz war ja eh schön. Meiner freien Meinung nach ist das judentum eine Geisteskrankheit die nur durch Begasung der Krankheitsträger beendet werden kann. Endlösung sozusagen. In Krankenlagern im schönen Buchenwald zum Beispiel. Is nun die Meinung frei oder rufst du nach der popozei?
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Also foljendes meine lieben Freunde ich glaub das führt zu nix wir können den Juden der diesen Blog betreibt nicht so einfach dazu bringen sich die Vorhaut wieder anzunähen und aufhören Jude zu sein,... Aber Prbieren können wirs ja trotzdem,... Durch unsere Schreiberei wird der Gideon wahrscheinlich auch nicht gleich auf den Dachboden gehen und sich erhängen,...obwohls schön wärAber wenns so is lieber Gidi dann lass uns das wissen,... dann könn ma ja schauen obst wieder auferstehst wie der von euch erlegte Heiland!!!Aber sag mir wieso hast du überhaupt diesen BLOG witterst du hier irgendwo GOLD???Ich weiß du hast bestimmt ne NASE für sowas!!
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(Und wenn zu diesen drei jeweils passende Erklärungen gefunden sind, geht es mit diesen hier* weiter und mit den ganzen anderen, die dem LKA vorliegen.)


Update (15.06.2007):
*da sie mittlerweile allesamt erfasst sind, habeich sie soeben entfernt.

Mittwoch, Juni 06, 2007

Upps! - Die Pannenshow


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Heute: Die peinlichsten missglückten Papstattentate.

In Zukunft kann jeder Mensch für 15 Minuten Berühmtheit erlangen


Rumd um den G-8 erfüllen sich gerade einige diesen Traum.
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Montag, Juni 04, 2007

Frauentausch - Ländertausch


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Vorschlag: Es gibt im Fernsehen die Sendung Frauentausch. Ganz ähnliches könnte man auch mit den G-8 Gegnern machen, die in der Globalisierung und dem Kapitalismus das Böse sehen. Warum geben die ihr First-Class Ticket des Lebens nicht einfach an die ab, deren Schicksal sie so sehr bewegt. Ländertausch sozusagen. Für jeden Globalisierungsfeind, der Europa Richtung Afrika verlässt, kommt ein Afrikaner zu uns.
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Alle würden davon profitieren. Attac und Co. - die dann allesamt in Nigeria oder wo auch immer sind - sind dort dem Konsumterror des Westens noch nicht in der Schärfe ausgeliefert, wie in den Fußgängerzonen Londons, New Yorks oder Klein-Karlbachs und die Neu-Europäer wiederum wüssten das Glück zu schätzen, in freien Staaten leben zu können. Ach ja, und sollten die Globalisierungsgegner keine Lust mehr haben, können sie sich ja ganz einfach durch eine Demonstration bemerkbar machen, bei der sie sich über die Staatsführer ihrer jeweiligen Ländern lustig machen, diese als Verbrecher beschimpfen und die Polizei angreifen. Wer diese Demo dann lebend übersteht oder nicht im Knast endet, der darf zurück. Die anderen müssen ausharren, und hoffen, dass in Europa die Freiheitsfeinde nicht die Oberhand gewinnen, die in der Globalisierung und dem Kapitalismus das Böse sehen; denn wenn doch, können sie lange warten, bis die Freiheit auch Einzug in ihren Staaten hält.

Sonntag, Juni 03, 2007

Comeback von Monty Python?


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Am Ende dieses Videos, wenn Ströbele seine Realität wieder mit der Realität in Konflikt kommen lässt, tritt ein...Globalisierungskritiker zu ihm hin, und beschimpft die Imperialisten im Allgemeinen und das Grüne-Feigenblatt Ströbele im Besonderen. Es scheint, als ob man diesen Herren schon einmal gesehen hat, als Figur aus Das Leben des Brian (im Bild der zweite von rechts).

Samstag, Juni 02, 2007

Ein Hinweis

Auf diesem Blog werden zukünftig hin und wieder Texte von mir veröffentlicht. Den Anfang macht eine Kurzgeschichte, die im letzten Herbst entstand, als ich wegen der Wohnungssuche zwischen Mainz und Berlin pendeln musste.

Freitag, Juni 01, 2007

Gratulation!!!



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