Samstag, September 08, 2007

Der wahre Islam und der echte Terror

Was soll man denn vom Islam halten? Auf der einen Seite gibt es DEN Islam gar nicht, auf der anderen Seiten ist es aber dennoch möglich, dass ALLE Moslems gleichzeitig beleidigt sind. Auf der einen Seite töten fromme Moslems im Namen Allahs permanent Menschen, auf der anderen Seite heißt es „Islam ist Frieden“. Auf der einen Seite wird immer gepredigt, dass der Islam zur Achtung vor Anderen aufruft, auf der anderen Seite gibt es kein muslimisches Land, in dem die Ausübung einer anderen Religion problemlos möglich wäre.

Jetzt hat es also wieder mal eine Truppe von Moslems nicht geschafft, den Premierenanschlag in Deutschland zu verüben. Und doch reagiert die Öffentlichkeit anders als bei den letztjährlich gescheiterten Attentaten in den Regionalzügen. Was heute fehlt, ist der fast beleidigte Unterton, mit dem damals darauf hingewiesen wurde, dass Deutschland
doch gar nicht am Irakkrieg beteiligt sei, der gerechte Zorn, mit dem die Koalitionskräfte - etwa Spanien und Großbritannien - bestraft werden, hier also den Falschen getroffen hätte.

Vielleicht ist man heute aber auch einfach etwas weiter, und begreift, dass für die Islamisten solche Kleinigkeiten völlig egal sind. Denn sie hassen den Westen ja nicht wegen irgendwelchen Lappalien wie einem Krieg, nein, sie hassen den Westen wegen ganz grundsätzlichem:
wegen den Bikinis, wegen den Pornos, wegen den Kinos und wegen der Chance, zu wählen, was man von all dem hält. Doch der eigentliche Grund dafür, dass heute anders berichtet wird, liegt an der Zusammensetzung der Terroristenbanden. Zwei der drei sind deutsche Konvertiten. Nun fragen sich alle, warum die ausgerechnet meinten, dass es ein guter Beweis für ihre Glaubensfestigkeit wäre, wenn sie mal ein paar Reisende auf dem Frankfurter Flughafen ermorden.

Es ist zwar bekannt, dass Konvertiten ihren neuen Glauben oft manisch- authentisch leben wollen, worunter alle Gemeindemitglieder zu leiden haben, die ein etwas entspannteres Verhältnis zu Gott haben (also alle). Und doch kommt es höchst selten vor, dass ein Neu-Christ, oder Neu-Jude vom Wunsch beseelt wird, andere Menschen zu töten. Warum ist das beim Islam anders? Da gibt es Berlinerinnen, die sich mitsamt Kind im Irak in die Luft sprengen wollte, da gibt es eine Belgierin, die sich tatsächlich in die Luft gesprengt hat.


Eine oft gehörte Begründung lautet, dass solche Leute ja eigentlich gar keine echten Moslems wären, dass sie an Fanatiker gerieten, und dass das alles nichts mit dem Islam zu tun hat. Und solange weiterhin solche Lügen aufgetischt
werden, geht das Explodieren munter weiter. Denn natürlich hat es viel mit dem Islam zu tun, wenn sich fromme Moslems im Namen Allahs in die Luft sprengen. Mit was denn sonst? Warum geraten denn konvertierte Christen und Juden nicht öfter an diese mysteriösen falschen Freunde, die ihnen dann eine völlig verquere Version ihres neuen Glaubens auftischen, ehe es in einer Discoschlange oder einem Cafe kracht? Vielleicht, weil die Kombination: falsche Freunde UND enormes Gewaltpotential so nur im Islam vorzufinden ist.

Es ist wichtig, dass dieser Fakt mal akzeptiert wird. Solange das Gewaltproblem permanent geleugnet wird, kann sich an diesem auch nichts ändern. Doch noch immer kommt nach jedem neuen Anschlag die Phrase vom wahren Islam, der mit all dem nichts zu tun hat. Worin äußert sich der wahre Islam eigentlich? Und wo ist er an wahrsten?
Momentan sieht es so aus, als ob Islam nicht Frieden bedeutet, sondern das bestialische Ermorden von Geiseln, und der Aufruf zum Kampf gegen die Ungläubigen. Und das ist der einzige Punkt, der von Interesse ist. Dass die allermeisten Moslems friedlich sind, ist gut möglich, aber auch völlig egal. Das ist nämlich keine besondere Leistung, sondern sollte eine Selbstverständlichkeit sein, und umso mehr diese betont wird, umso beunruhigender wird es. Selbstverständlichkeiten, die betont werden müssen, sind nämlich keine Selbstverständlichkeiten.

Also, die Moslems, die wirklich das Gefühl haben, dass ihr Glaube pervertiert wird, müssen vor allem mal etwas in den Diskurs einbringen, was dem Islam offenbar eher fremd ist: Selbstkritik.


Wie man es gerade nicht machen sollte, wird hier demonstriert

3 Comments:

At 08 September, 2007 12:11, Anonymous Anonym said...

der link am ende des artikels funktioniert leider nicht.

 
At 08 September, 2007 12:35, Blogger Gideon Böss said...

Danke für den Hinweis. Jetzt müsste er funktionieren.

 
At 08 September, 2007 13:21, Anonymous Hamster said...

Es gibt _den_Islam_ nicht und es gibt natürlich auch nicht _die_Moslems_. Es wäre zumindest politisch sehr inkoorekt Gegenteiliges zu behaupten.

Es gab ja auch nicht _die_Nazis_ oder _den_Nationalsozialismus_ (wir erinnern uns an den Geschichtsunterricht und memorieren, dass es auch einen "moderaten" NSDAP-Ableger gab (mit Führungskräften, die dann auf Adolfs Wunsch hin abgemurkst worden sind), der für "soziale Gerechtigkeit" stand.

Und die Extrem-Linken an den Unis seinerzeit, OK, die Stalinisten, die immer alle Verbrechen Stalins ableugneten (das gibng damals noch halbwegs wegen dem eisernen Vorhang), die waren nicht OK, aber die Trotzkisten, die ML-Leute und die Real-Sozialisten, waren die nicht moderat?

Wie man sieht kommt man mit den üblichen Mitteln der westeuropäischen zeitgenössischen Diskussionskultur nicht an den Problemkern ran.

Also, einigen wir uns, es ist eben doch der Islam und die Moslems, die massive Probleme bereiten und angemessen zu konditionieren sind. (Klar, natürlich nicht alle, und es gibt ja auch nicht _den_Islam_, LOL.)

 

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